Atari TT erkennt SyQuest-Disks nicht - SyQuest Wechselplattenlaufwerk

  • Hallo zusammen, dies ist mein erster Foreneintrag und hoffe auf einen Tipp von Euch:


    Mein Bekannter hatte ein 44er SyQuest Wechselplattenlaufwerk an einem Atari TT mit HDDriver betrieben.
    Da das SyQuest Laufwerk das zeitliche gesegnet hat, war meine Idee einfach ein 200er Laufwerk anzuschließen,
    da dieses ja abwärtskompatibel ist.


    Der TT mit HDDriver erkennt zwar das Laufwerk, aber nicht die alten bereits vorher genutzten 44er Disks.


    Liegt es am Laufwerk, dass funktionierte am Mac tadellos. Wollen die nächsten Tage noch ein zweites 200er anschließen.


    Hoffe ein Atarianer hat einen guten Tipp für uns. Ich selbst hatte früher "nur" einen 1040 STE und habe mir kürzlich wieder ein 1040 STF und 520ST geschnappt.


    Vielen lieben Dank


    Berti

  • Das 200er Laufwerk ist meines Wissens nicht in der Lage, die 44er Medien zu lesen. Nur das 88er kann die 44er Medien lesen. In der Wikiepdia steht fälschlicherweise drin, dass das 200er Laufwerk auch mit 44er Medien umgehen kann, das stimmt aber nicht unbedingt, wie ich selbst mal ausprobiert habe. Das 200er was ich damals hatte, konnte nur die 88er Medien verwenden.


    (Könnte natürlich auch 200er geben, die mit neuerer/älterer (?) Firmware das können, bei mir hat es damals aber nicht geklappt, hab mir dann ein 88er besorgt, was inzwischen auch schom wieder Geschichte ist. Habe aber jetzt wieder eine originale funktionsfähige Megafile 44.)

  • Danke für die Info, am Mac hatte ich schon mehrere 200er-Laufwerke die ich auch mit 44er Medien lesen und beschreiben konnte. Ist vielleicht was Atari-spezifisches oder des HDDriver? Werden diese Woche noch das zweite 200er-Laufwerk ausprobieren, wenn das auch nicht klappt liegt natürlich die Vermutung nahe das es am 200er-Laufwerk liegt. Danke für den Tipp.

  • Wenn es am Mac funktioniert, könnte es dir helfen, im HdDriver-Forum nachzufragen. Vielleicht kann Uwe etwas dazu sagen.

  • Wenn hddriver das Laufwerk an sich erkennt (auch wenn kein Medium drin steckt), ist ATARI seitig alles Ok. Wichtig ist, was das Laufwerk selbst macht, wenn man ein 44er Medium einlegt. Werden die Scheiben hochgedreht? Hört man die Köpfe über die Scheiben bewegen, blinkt die Lese-LED unregelmäßig, versucht das Laufwerk das Medium einzulesen? Bei mir war es damals so, dass die Platten hochdrehten, dann erfolgen kurze Leseversuche, und dann gab das Laufwerk auf. Ich weiß aber nicht mehr, ob es das Medium dann selbst gestoppt hat, oder auf Knopfdruck. Ruhig auch mal mit einem 88er oder 200er Medium einlegen und vergleichen, oder das 44er Laufwerk mit dem 44er Medium vergleichen. Oder das 88er Laufwerk. Wenn das Laufwerk das Medium lesen kann, ist das Verhalten unabhängig von der Kapazität etwa gleich. Wenn nicht, bricht das Laufwerk nach einem kurzen Versuch ab.

  • Soweit ich mich erinnere, kann HdDriver alles, was SCSI ist, vernünftig bedienen - wenn das Laufwerk normalerweise nicht funktionieren sollte, müßte ein Treiber her.
    Das würde heißen, daß der Mac einen passenden Treiber für 44er Disks im 200er Laufwerk hat, der dem Atari fehlt.


    Ich meine, die Laufwerke müßten aktiv gestoppt werden.

  • Unsinn. Wie du schreibst, HDDRIVER unterstützt alle Blockdevices am SCSI-Bus. Es ist kein spezieller Treiber für verschiedene Mediengrößen notwendig. Die Frage ist: Wird das Laufwerk (auch leer) erkannt, und, erkennt das Laufwerk das Medium? Wenn es nichtmal leer erkannt wird, muss nachgesehen werden, ob das Laufwerk in Ordnung ist und ob es richtig angeschlossen ist (Kabel, Terminierung, ID, Parity, usw.). Wenn das Laufwerk erkannt wird, aber das Medium nicht gelesen werden kann, dann kann das Laufwerk das nicht, oder das Medium ist kaputt.

  • Ich gehe davon aus, daß das Laufwerk das kann, weil es am Mac funktioniert.
    Ansonsten gilt: ja, es kann falsch angeschlossen sein, oder: ja, das Medium ist hin.


    Oder es fehlt tatsächlich kein Treiber, sondern eine Firmware.
    Mein Hinterkopf sagt mir, daß das 88er Laufwerk die 44er Medien nicht (in allen Versionen?) formatieren, wohl aber lesen und beschreiben konnte.
    Wenn das 200er Laufwerk ähnliche Neigungen wie das (bzw. ein Teil der) 88er hätte, würde ein nicht lesbares 44er Medium ohne ein 44er (oder ggfs. 88er) Laufwerk nicht sauber getestet werden können, weil es kaputt wirkte, aber nicht zwingend wäre.


    Berti: Sollten noch Daten auf den Medien sein, die du gerne gerettet hättest? Oder möchtest du einfach nur Datenaustausch betreiben können? Im letzteren Fall probier doch mal, ein Medium neu einzurichten.
    Und installier evtl. ein kleines MiNT oder MagiC, um zu testen, ob damit bisher leer erscheinende Medien vielleicht doch plötzlich Inhalt haben.
    Mit MiNT/ MagiC kannst du zum Datenaustausch F32 nutzen, was ich persönlich als sehr angenehm empfunden habe.


    Und erzähl bitte, wie von 1ST1 beschrieben, was das Laufwerk tut.


    Ich hatte derzeit nur einen Riesenhaufen 44er Medien, die bei mir damals am Atari auf F32 partitioniert an Atari, Mac und W2k-PC liefen.
    Ob mal ein 88er Laufwerk dazukam, und ob ich es ggfs. sogar genutzt habe, weiß ich nicht mehr sicher. Da müßte ich im absolut nicht durchsortierten Keller nachsehen. In meinem Gedächtnis spukt aber ein '88c' herum, und Google kennt tatsächlich ein Bild mit einem Laufwerk, das mit' 88 MB C' beschriftet ist.
    Sicher bin ich nur, daß ich keine 88er Medien genutzt habe.

  • Erstmal vielen Dank an Alle für die Tipps und Hilfestellungen.


    Ich habe selbst keinen direkten Zugriff auf den TT des Bekannten, mache das quasi als Ferndiagnose. Er meinte, dass HDDriver das eingelegte Medium als SQ555 erkennt (44er), also das Medium erkennt und nicht als Laufwerk (das 200er-Laufwerk wäre ja ein SQ5200). Die alten 44er-Disks sollten in Ordnung sein, da er diese ja im alten, jetzt defekten, Laufwerk betrieben hatte. Das 200er-Laufwerk ist auch in Ordnung, läuft am Mac mit allen Disks, 44er, 88er und 200er.


    Er probiert jetzt erstmal noch diese Woche das zweite funktionsfähige 200er-Laufwerk aus, dann könnten wir ausschließen ob es am Laufwerk liegt. Er hat selbst auch schon Kontakt zum Programmierer von HDDriver hergestellt, aber ohne ein Ergebnis, konnte ihm auch nicht weiterhelfen.


    Wir testen jetzt erstmal das zweite Laufwerk. Er will einfach nur die alten Disks weiter betreiben mit vorhanden Daten. Ich wrede mal mehr Details erfragen um dem ganzen etwas auf die Spur zu kommen. Ich hatte auch im Netz so schnell keine Infos bekommen, wo die Kombination TT und 200er-SyQuest zusammen betrieben wird.


    Erstmal Danke, "ich komme wieder".

  • Das finde ich merkwürdig. Das Laufwerk selbst sollte sich unabhängig vom eingelegten Medium immer als SQ5200 melden! Sicher dass er nicht doch ein (kaputtes?) SQ555 mit (kaputtem?) 44er Medium eingelegt hat? Oder ein SQ555 mit 88er oder 200er Medium - das geht natürlich nicht!


    Was Magic/MiNT angeht, zum Zugriff auf mit dem PC austauschbaren Wechselmedien: Einfacher geht es meistens, wenn man unter normalem TOS BIGDOS.PRG in den Autoordner reinwirft. http://rainer-seitel.onlinehome.de/bigdos.html (Und zum Dateien kopieren am Besten Kobold 3.5 nehmen, das repariert ein paar Inkompatiblitäten in Dateinamen!)


    Vielleicht sollte sich der Bekannte mal selbst melden, vielleicht noch besser in atari-home.de.

  • Wo sitzt denn der Bekannte? Vielleicht wohnt ja jemand in erreichbarer Nähe, um das mal mit anderer Hardware gegenzutesten.

  • Heute nachmittag kam das zweite 200er Laufwerk zum Testen bei ihm an, leider das gleiche Ergebnis. Laufwerk geht an, nimmt auch die 44er Disk an wird aber am TT nicht angezeigt, wie bei dem ersten 200er Laufwerk auch. Also am Laufwerk kann es nicht liegen, die sind beide 100% in Ordnung gewesen.


    Vielleicht liegt es doch an der Abwärtskompatibilität. Er (sitzt in Berlin) bekommt jetzt mal eine 200er Disk zum Testen, ob die vom TT angezeigt wird werden wir dann mal sehen, zeitgleich besorgen wir gerade ein 88er-Laufwerk zum Testen.


    Er hatte nur die beiden 200er Laufwerke angeschlossen und besitzt nur 44er Disks, was also klappen sollte. Das alte defekte 44er hatte er wohl schon entsorgt.


    Wir bleiben am Ball. Bin selbst nicht gerade der ST/TT Profi, aber jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt, ich werde berichten. Lieben Dank für die Hilfen.


    Achso, er will keinen Datenaustausch machen, einfach nur die alten 44er Disks am TT weiterbenutzen, da dachte ich mir das ja die 200er abwärtskompatibel sind, dass das funktionieren sollte. Wir werden sehen.

  • Was heißt, Laufwerk wird nicht angezeigt?


    Laufwerk angeschlossen, eingeschaltet, RESET am TT gedrückt, oder eingeschaltet? Dann kommt HDDRIVER und zeigt alle SCSI-Geräte an. Ist es da dabei, oder nicht?


    Wenn nicht, dann zwei Möglichkeiten:


    1. Laufwerk kaputt oder nicht eingeschaltet
    2. HDDRIVER scannt diese ID nicht. Denn das ist im HDRUTIL einstellbar.

  • Problem gelöst:


    Das SyQuest 200, besser gesagt beide und auch alternativ ein Zip wurden beim Booten vom HDDriver nicht erkannt, aber im Utility beim Gerätecheck sind die Geräte mit Adressen und Namen aufgetaucht. Er hat auch einen Brenner als auch ein 230er SyQuest am TT die klaglos funktionieren, er hat jetzt einfach mal statt des 230er das 200er SyQuest mit gleicher SCSI-ID, gleichem Kabel und gleicher Terminierung angeschlossen (anstelle des 230er, also nur das Laufwerk selbst getauscht), und siehe da, es funktioniert. Das 200er SyQuest wird samt 44er Disk erkannt und kann in dieser Kombi betrieben werden.


    Jetzt testet er das noch mit einem Zip, welches die ganze Zeit auch nicht beim Booten erkannt wurde, aber ich denke das wird dann auch funktionieren.


    Deshalb tippe ich jetzt mal auf ein Verkabelungsproblem (Länge und/oderTerminierung, vielleicht liegt es auch am Kabel selbst). Er will die SCSI-Kette jetzt mal in Kombinationen durchprobieren bis alle beim Booten erkannt werden.


    An dieser Stelle mal vielen Dank für die Tipps und Hilfestellungen. Berti


    PS: Hat jemand einen guten Tipp für Brennsoftware für den TT.

  • Er soll mal in HDRUTIL reingehen, in die Einstellungen des Treibers schauen, dass dort auch alle SCSI-IDs aktiviert sind. Man kann da nämlich einzelne IDs vom Scannen rausnehmen. Auf den IDs werden dann keine Laufwerke mehr gefunden.

  • HdDriver kann sich autokonfigurieren, wenn man das einstellt. Beim Anschließen neuer Geräte, sollte man das Autokonfigurieren dann erneut ausführen.


    Brennsoftware gibt es von Anodyne.

  • So, jetzt kommt die Lösung wie wir das Problem gelöst haben:


    Wir haben die aktuellste Version von HDDriver geladen und neu installiert,
    dann wurden alle Geräte in der SCSI-Kette erkannt und laufen auch alle.


    Vielleicht ein Installationsfehler, werden wie wohl nie erfahren, aber die
    Neuinstallation von HDDriver hat das Problem gelöst.


    Vielen Dank für alle Eure Tipps. Bin wieder etwas schlauer.

  • Mit anderen Worten: Mit der Neuinstallation von HDDRIVER habt ihr das Scannen aller SCSI-IDs wieder eingeschaltet. Man kann nämlich z.B. einstellen, dass SCSI-ID 4 nicht gescannt werden soll. Die neue HDDRIVER Versionb hatte hier sicherlich einfach nur andere Voreinstellunegn. Das ist dafür sinnvoll, wenn an der Adresse ein Gerät hängt, was von HDDRIVER nicht verwaltet werden darf. Das macht man z.B. beim ATARI Laserdrucker oder beim Supercharger so. Die haben ihren eigenen Treiber und reagieren mitunter allergisch auf SCSI-konforme Abfragen durch den Plattentreiber.