Welchen Archimedes für Elite?

  • Würde mir gern einen Archimedes zulegen um die angeblich beste Version von Elite zu spielen und um mich mit dem System im Allgemeinen zu beschäftigen.
    Wie sieht es aus mit Joystickanschluss?Haben die sowas?
    Was braucht man alles?Kann man den an einen normalen Monitor anschliessen?
    Massenspeicher?
    Vielleicht möchte hier im Forum sich ja jemand von einem trennen?
    Vielen Dank schonmal.
    Viele Grüße

  • Ein Archi.....
    Also ich seh das eher so. Wenn Du was mit RiscOS (Anwendungen) machen willst, brauchst Du einen Risc PC ( oder einen RPi).


    Für Spiele würde ein A3000 reichen.


    Leider gibts wenig Spiele, die wirklich Gebrauch von den gegenüber ST und Amiga besseren Hardwareeigenschaften Gebrauch machen (vielleicht Zarch).


    Für mich war die Kiste in den 90ern ein feuchter Traum, aber heute kostet sie >20x mehr als ein A500 und für meine Verhältnisse zu teuer....


    Aber ich will Dir den Rechner sicher nicht ausreden! Wenn ich einen zu einen vernünftigen Preis an einen herankommen würde, könnte ich auch schwach werden.


    Gruß
    Stephan

  • Also Zarch ist nicht das einzige. Auch Star Fighter 3000 ist so ein Hingucker, wo man die Rechen-Power erahnen kann, die das System hatte. Auch alles andere, was 3D Bilder generiert, ist ähnlich schick. Die anderen schönen Spiele sind i.a. Umsetzungen von Klassikern, die es auch auf anderen Geräten gab - Lemminge, Flashback, Dune, MagicPockets. Diese sind aber im allgemeinen nicht besser als die Amiga Versionen - weshalb man ehrlicherweise zugeben muß, das für solche Zockerei der Amiga die bessere Plattform ist.
    Das mit dem 3D Power gilt auch nur bis Doom auftaucht und spätestens mit den ersten 3D Karten im PC Bereich, ist der Vorsprung auch da weg.
    Was dann (> ca. 1996) bleibt, ist ein sehr schickes, clean aufgebautes und lässig bedienbares Gesamtsystem mit einigen echten Softwareperlen, das aber v.a. im Anwendungsbereich.


    Joystickports hat eigentlich nur der A3010 eingebaut. Das sind auch die, die per OS unterstützt werden. Alle anderen Rechner benötigen Extra-Hardware, die heute auch selten ist. Die meisten benutzen dabei dann aber die von Acorn definierten Systemaufrufe zur Joystickabfrage und wenn nicht können sie oft zumindest Keys auf Joystickrichtungen mappen, so daß man trotzdem spielen kann. Da die Buchsen am Anfang (A305, A310, A3000) völlig fehlten, gibt es viele Spiele, die irgendwie Keyboardunterstützung haben - was aber natürlich bei Jump&Run eher nicht so schick ist.


    Monitore sollten für die alten Geräte RGB Monitore sein. Oder TV mit SCART. Ab der Anfang-der-90er Baureihe (A3010,A3020,A4000) gibt es ordentliche VGA Unterstützung. Ab da wird dann ein Multisync wie beim Amiga interessant. Für Games und Demos reicht aber ein normales 15kHz Gerät - erst ab RiscPC gibt es die auch für VGA aufwärts. Vorher ist die Normalauflösung eher 640x256 (das aber schon in 256 Farben) gewesen.
    Für die größeren Geräte gab es höhere Auflösung (bis 1152x960 in s/w) und auch Grafikkarten - allerdings hat man mit sowas wohl eher nicht gespielt.

  • Gerne. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß natürlich auch höhere Auflösungen möglich waren, auch mit den ersten Archimedes bereits. Außerdem gab es schon relativ bald Bastelanleitungen für das Einbauen von zusätzlichen Quartz-Bausteinen oder solche als Zubehör in Form von VIDC-Enhancern, womit der Takt beim VideoChip angehoben wurde. Darum sind auch bereits mit den ganz alten Geräten durchaus hohe Auflösungen möglich. (Heutzutage sollte man sowas wohl besser ausbauen oder wenigstens abschalten, um den VideoChip zu schonen.) Unterstützt wurde das durch die freie Programmierbarkeit des Videochips, wodurch auch ganz seltsame Bildschirmmodi entstehen können. Für solche Fälle ist so normaler Videomonitor dann schnell mal überfordert - das OS kann aber begrenzend und später auch teilweise umrechnend einwirken. Trotzdem sollte man beim Rumbasteln vorsichtig sein, wenn man Rechner und den Monitor gern behalten möchte. (Ist aber für normale Benutzung alles kein Thema.)


    Bei den hohen Auflösungen hat man dann, bei allem was einen ARM2 hat, relativ flott das Problem, daß das Videosystem die CPU ausbremst; heute heißt sowas "Unified Memory" und solche Sachen wie beim Amiga (FastRAM) gab es am Archie nicht. Deshalb bricht spätestens ab 1024x768 die Performance bei den Geräten ala A3010 doch ganz merklich weg, zumindest im Vergleich zu den kleineren Modi. (Es gab Fraktal Programme, wo man zwecks SpeedUpgrade die Bildschirmausgabe während der Berechnung komplett abschalten konnte, was gefühlte 25% Mehrleistung bringen kann.) Beim RiscPC gab es dann echtes VideoRAM, was dieses Problem deutlich reduziert hat. Dort wird dann zumindest für einen schnellen Prozessor, das Board selbst Ausbremser und die CPU wartet auf Daten, die nicht kommen, da zu langsam "angeliefert".


    Wenn Du RISC OS einfach mal so ausprobieren willst, kannst Du Dir auch bei ROOL das aktuelle RISC OS holen und im RiscPC Emulator namens RPCEmu einfach mal installieren. Das ist natürlich dann kein echtes "Retrofeeling" mehr, aber für einen ersten Einblick ist da einfacher ranzukommen, als an echte Hardware, die dann potentiell auch erstmal noch vorm ersten Einschalten aufgearbeitet werden will.



    Elite auf dem Micro: Ich glaube das ist möglicherweise auch die Version, die eigentlich tatsächlich gemeint ist, wenn in alten Texten vom "besten Elite" die Rede ist. Die Archie Variante ist halt die technisch perfekteste, mit gefüllten Flächen und extrem smooth, aber der eigentliche Erstvergleich war ja wohl schon der zwischen den Microcomputern. (ZXspectrum vs Acorn Micro ( vs Atari 800 vs C64 usf)).

  • Es passt nur so halb, aber ich hatte alle Elite versionen mal angespielt (bis auf Sam Coupe ;-) und meist auf den jeweiligen Systemen (bis auf CPC ;-).
    Von ner ganzen Menge an Elite-Versionen trenne ich mich gerade via Ebay und behalte eigentlich nur die, die mir auch vom System her am Herzen hingen/haengen.
    Also sehr 6502 lastig ;-)