Elektor SC/MP-II Bilder

  • Hallo audiokit_nl , interessantes Projekt,

    in meinem System gab es einige Änderungen. Welche genau das waren, kann ich nach der langen Zeit ad hoc nicht mehr sagen. Es ist jetzt auch schon wieder zwei Jahre her, dass ich das Teil wieder zum Laufen gebracht habe. Mein System hat wohl einen SC/MP I als Prozessor. Schau dir vielleicht die hier von mir geposteten Bilder an. Falls dann konkrete Fragen bestehen, kann ich mir mein System mal vornehmen und versuchen, Antworten zu geben. Interessant wäre zu wissen, mit welchen Karten du zunächst versuchen willst, ein System zum Laufen zu bringen.

    Mit freundlichen Grüßen

    RoSchmi

  • Danke für die Antworten.

    Die 2 Änderungen waren mir schon aufgefallen. Da ich das baue, was auf dem Schaltplan steht, musste ich den Fehler auf der Platine nicht beheben.

    Der zweite Kommentar bezieht sich meiner Meinung nach auf die erste Version des HEX-I/O-Boards.


    Ich habe 3 PCBs, die in die Backplane gesteckt werden. Die Tastatur ist mit einem Flachbandkabel verbunden. Also verwende ich nicht das alte HEX I/O. Das Problem ist, dass alle 4 Platinen richtig verdrahtet sein müssen, damit das Ganze funktioniert.


    Momentan warte ich noch auf einige ICs. Die CPU-Platine (mit INS8060) funktioniert auf jeden Fall.

  • Hallo audiokit_nl,

    ich habe nochmal meine originalen Elector Hefte rausgesucht und ein paar Schaltpläne mit persönlichen Anmerkungen gefunden (siehe Anlage).

    Außerdem habe ich noch ein paar persönlich Dokumentationen zum SC/MP auf GitHub hochgeladen. Vielleicht kann es hilfreich sein:


    SC_MP/ProgsAndDocs at master · RoSchmi/SC_MP (github.com)


    Nebenbei eine Frage: Wie bist du darauf gekommen, gerade das SC/MP System ganz neu aufzubauen?

  • Hallo RoSchmi, danke für die Bilder, sie werden mir sicherlich helfen, die sc/mp zum Laufen zu bringen.

    Das zweite Foto ist wahrscheinlich die Verbindung zum originalen HEX-I/O-Board, da man auf der Backplane nicht einfach Kontakte wechseln kann. Obwohl ich es könnte, weil ich es auch komplett in Wire-Wrap gemacht habe. (Bilder folgen)

    Das dritte Foto zeigt, wo ich bisher noch ein Problem habe. Bei Adresse 0600 - 07FF (Tastatur und LCD) bekomme ich nie eine 0. Nun kann es sein, dass Elbug dies noch verhindert, weil die ICs 1,2 und 3 (alle 74148) noch montiert werden müssen.

    Außerdem habe ich statt der 3 x MM5204 ein 2716 Eprom verwendet. Ich habe die 3 x /CE-Linien über 2 x 74LS125, ebenfalls von Elektuur entworfen (März 1980 in der Niederländischen Version), zusammengeführt.


    Ihre Frage ist völlig richtig. Der SC/MP fasziniert mich einfach. Ich habe schon einige SC/MP-Designs gemacht.

    Das Starterkit von National Semiconductor mit Kitbug

    Das Design von Ronald Dekker mit NIBL

    Das Design von Karen Orton mit NIBL auf Seite 0 und eine Erweiterung in Maschine language auf Seite 2.

    Letzteres ist immer noch mein Lieblingscomputer. NIBL und Maschine Language fließen reibungslos ineinander und es enthält sogar einen Mini-Assembler. Karen hat dies für ihren PIC SC/MP entworfen, aber es funktioniert natürlich auch auf einem originalen SC/MP.


    Die Tatsache, dass man Elektor SC/MP kaum sieht und dann auch noch funktionsfähig, hat mich dazu gebracht einen zu machen.

    Ich plane auch, das Nummerncruncher-Board und die Kassetten Intergace zu machen.

    Eventuell kann auch ein Elek-Terminal hinzugefügt werden.


    Das ist das Schöne an Wire-Wrap, Sie legen die Komponenten auf Ihre Leiterplatte und platzieren die Drähte dort, wo sie benötigt werden. Wenn Sie einen Fehler machen, können Sie ihn leicht korrigieren.


    Ich versuche auch selbst auf dem INS8060 zu programmieren, was natürlich das ultimative Ziel eines Übungscomputers ist.

  • Hallo Roschmi

    Ich unterfinde auch problemen um ein kosequentes Signal von NWDS - NRDS zu bekommen auf die andere Karten. Meine frage ist ob die erweiterung mit 2 x7404 extra gemacht ist (zugefügt) bevor N5 (7437) oder sind die stat N5 gekommen und is N5 weggenommen?

  • Hallo audiokit_nl , ...ist alles schon über 40 Jahre her. Oh je... Ich denke, dass es so sein muss, dass die Leiterbahnen für NWDS und NRDS direkt am Prozessor aufgetrennt worden sind und die Unterbrechung jeweils durch zwei hintereinandergeschaltete Inverter des SN7404 ersetzt wurden, nur um ein höheres "Fan-Out" auf dem Bus zu erreichen (die Signalverzögerung spielt wohl keine Rolle) . N5 muss erhalten bleiben um die Logik der Schaltung nicht zu verändern.

    N1 vom 4049 Inverter wurde wohl elektrisch abgetrennt und durch einen der noch freien Inverter des SN7404 ersetzt (größerer Fan-Out). So interpretiere ich meine Aufzeichnungen von damals. Ich habe es nicht noch einmal direkt auf der Platine überprüft.

    RoSchmi


    P.S. Bin jetzt für eine Woche in Urlaub, kann evtl. nicht antworten.

  • Hallo RoSchmi,

    Beim Messen ist mir aufgefallen, dass der Fanout tatsächlich nicht stark genug war. Der Pullup-Widerstand konnte das NRDS-NWDS-Signal nicht mehr auf "High" bringen, so dass die /CE-Signale nicht mehr ankamen. Ich habe mir auch den Klein-Computer angeschaut und sehe, dass den einen Puffer für alle Signale hat. Ich habe noch etwas Platz auf der CPU-Karte und experimentiere jetzt mit den 74LS241 und 245. Mir ist klar, dass ich nicht mehr dem ursprünglichen Schaltplan folge aber ich will unbedingt stärke Signalen wenn ich den Computer später noch einmal erweitern möchte.

    Die Verwendung sehr dünner Kabel (30AWG) kann auch zu einer schlechteren Übertragung über längere Distanzen führen. Vielen Dank im Voraus fürs Mitdenken und für die zusätzlichen Informationen. Genießen Sie Ihren Urlaub!

    Benny

  • Hallo Allen,

    Es ist schon eine Weile her, dass ich etwas geschrieben habe. Aber ich habe nicht still gesessen. Endlich funktioniert der Elektor SC/MP!


    Nach dem Bau stellte sich heraus, dass der Computer nicht funktionierte. Zum Glück habe ich von Michael Hilfe bekommen, um die CPU-Platine Schritt für Schritt zu testen.

    Auf diese Weise habe ich viel gelernt und schließlich angefangen, mit einem (billigen) Logikanalyser zu arbeiten. Das musste ich auch lernen, Michael half mir da wieder und am Ende konnte ich die Daten Stück für Stück aus dem Eprom auslesen.

    Dann stellte sich heraus, dass 2 Bits regelmäßig falsche Werte lieferten. Ich habe ab und zu eine Pause gemacht, um alle Messdaten zu überprüfen und zu analysieren.


    Anfang dieser Woche, als ich morgens meinen Espresso zubereitete (05:30 hr) , dachte ich: Wird es so sein, dass diese beiden Bits immer den gleichen Wert haben?

    Und ja war es.

    Danach war die Verbindung zwischen den beiden schnell gefunden. eine winzige Lötspur am 64-poligen Stecker.

    Dann erschien ein triumphierender "Elbug" auf dem Display und alles andere funktionierte auch.

    Vielen Dank an alle hier im Forum, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen.

  • Hallo Etechniker.


    Eigentlich benutze ich nur ein basic Handwerkzeug, um den Wirewrap auszuführen.

    Ich tue das, weil die meiste Arbeit in den einstecken den Draht geht. Mit einem automatischen Wrapper ist dies umständlicher und Sie werden sicherlich keine Zeit sparen.


    Ich löte die Komponenten auf Headerpins mit einem Stift oben an, damit ich die Verbindung unten drehen kann.

    Ich verwende 30 AWG-Draht und eine spezielle Abisolierzange für 30 AWG. Ich kaufe auch "turned headerpins" mit langem Stift das ist viel billiger als die original IC-Sockel.


    Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel ist die Lupenbrille.


    Geduld und präzises Arbeiten. Färben Sie die Linie auf dem Diagramm mit jedem Draht, den Sie drehen.

    Ich sehe es fast als Meditation, keine Eile, kein Blick nach vorne, kein Zurück, sondern mit dem Draht zu arbeiten, den man in diesem Moment zieht.


    Bei der Fehlersuche stellte sich heraus, dass sich alles einfach lösen und festziehen lässt. Auch die Arbeit mit dem Logikanalysator ist viel einfacher, da man von hinten an die langen Pins anschließen kann.


    stripper.jpg

  • Hallo Ronald.

    Vielen Dank für die Unterstützung, die ich von Ihnen erhalten habe. Ich habe mir auch Ihre Disassembler-Programme angesehen und möchte etwas Ähnliches für den Brother EP-44 machen, der eine Terminal-Option hat. Ich habe noch eine Frage: Kann man die Pointerregister an einer bestimmten Adresse lesen, genau wie beim MK14?

  • Meinen Sie, wie man die Register des SC/MP über die Monitor Funktionen auslesen kann? Haben Sie das Original Assembler Listing des Monitor Programms ELBUG mit den zugehörigen Flussdiagrammen, ich könnte das ggf. mal raussuchen ? Über den MK14 weiß ich leider nichts.

  • Ich füge den Elbug-Monitor Listing im Anhang hinzu.

    MK14 speichert die Pointerregister (high order and low order byte) in den Adressen 0FF9 bis 0FFC.

    Ich habe versucht, P1 und P2 mit XPAH und XPAL eine Adresse zuzuweisen und dann nochmal im Speicher nachzuschlagen. Aber ich kann es nicht finden.

  • Ich habe noch eine etwas besser kommentierte Version des Monitor-Programms. Fall jemand Interesse daran hat, bitte 'private Message'

    Wenn man etwas genauer sucht, findet man auch die Scans der Originaldoku von Elektor bzw. Dr. Huschitt. Für viel besser halte ich das aber auch nicht. Die Konstruktion mit der Jump/Call/Return-Stackemulation ist übrigens auch nicht neu; ich habe Vergleichbares auch schon im MK-14 und als Tipp in einer JOCE&N-Ausgabe gefunden - ursprünglich war das wohl im KitBug des Introkits. SC/MP-I und II waren eigentlich schon zu der Zeit, als Elektor das als Computer pushte, im Vergleich zu Konkurrenz (8080, 6800) hoffnungslos veraltet. Beim SC/MP-III hat National immerhin dazugelernt und echte Call/Jump-Instruktionen hinzugefügt.