Fragen zu einem Commodore PC 40 Refresh

  • Ich konnte es nicht lassen und habe mir einen schönen Commodore PC40 geschossen. Ein schöner 286er mit einer der letzten von Commodore selbst entwickelten Mainboards.
    Leider war der DALLAS CMOS / Akku leer bzw. defekt. Ich habe diesen ablöten und durch einen neuen ersetzen können, so dass die Kiste nun hochfährt. Ein toller Vergleich zum PC 20, denn der PC 40 hat nun 1 MB RAM und 12 Mhz :-)


    Fragen:
    1) Ich würde gern die Platine reinigen. Kann ich die inklusive Prozessor und sonstigen Chips einfach in ein Bad mit Essigessenz legen? Wenn ja wie lange und wie sollte das Mischverhältnis sein? Ich weiß das hier einige so etwas machen, vielleicht hat jemand einen Tipp.


    Wenn man Prozessor, Grafik Chips usw. erst entfernen muss belasse ich es bei einer oberflächlichen Reinigung weil das den Spass nicht mehr Wert ist. Das Board ist halbwegs sauber aber ich würde es nach >25 Jahren einfach gern aufpolieren, wenn es einfach geht.


    2) Das Modell verfügt über eine eingebaute Conner Festplatte. Gemäß der praktischen Liste hier ( http://www.amiga-stuff.com/hardware/diskdrives.html ) kann es sich dabei nur um die 2024 mit 20 MB handeln. Im Rechner selber habe ich neben der Festplatte einen mysteriösen handgeschriebenen Zettel gefunden, der sagt 8 Köpfe, 512 Zylinder


    Durch den kaputten Akku sind im BIOS alle Einstellungen verloren. Man muss hier den Hard Disk Type von 1- 45 angeben. Es findet sich hier auch eine Liste der verschiedenen ID's mit Angaben zu Zylindern, Köpfen und Sektoren. Es ist alles mögliche dabei, aber keiner mit 512 Zylindern und 8 Köpfen. Ich kann jetzt entweder alle 45 durchprobieren, oder jemand hat vielleicht eine Idee hier?


    Die Festplatte fährt dem Geräusch nach auch noch hoch, ich denke die müsste noch funktionieren.


    Danke schonmal


    Lennyx


    PS: Angenommen, jemand hätte in einen PC 20 XT einen NEC V20 falschrum eingesetzt, und es hätte irgendwo kurz gedampft. Und nach Korrektur hätte der Rechner einwandfrei gestartet und alles läuft- nur nicht mehr Windows 2.0 oder 3.0. Wäre das ein Defekt der noch feststellbar und ggf. behebbar wäre? :fp: :mrgreen:

  • Bitte mal von der Conner Festplatte ein paar Bilder einstellen ... dann kann man Näheres dazu sagen und dir helfen.


    THX!


    Gruß,


    Erik


    P.S.: Mein PC-40 hat keinen DALLAS-Chip, welche Platinenversion hast du denn?


    Essigbad kann ich nicht empfehlen ... ist ja kein Batterieschaden drauf ... ich nehme immer KONTAKT WL zum Reinigen.

  • Folgende Infos kann ich zur CP-2024 beisteuern:

  • Hallo Lenny!


    Erst mal Glückwunsch zum PC-40!


    Hat der Akku bereits Spuren auf dem Board hinterlassen (ist er ausgelaufen, auch wenn nur ein kleines bischen?).


    Wenn nein, kannst Du das Board ausblasen und/oder mit einen antistatischen Pinsel ausbürsten und gut ist.


    Wenn es ausgelaufen ist, würde ich auf einer Naßreinigung mit Säure bestehen. Auch wenn er noch läuft ist das Korrosionsmittel vorhanden und wird hier im Laufe der Zeit Schaden anrichten an einer Hardware die mitlerweile selten geworden ist.


    Für die Naßreinigung solltest Du zumindest alle gesockelten Chips entfernen (Hey, das dauert ein paar Minuten)!


    Erstens kannst Du in diesem Zuge die Beinchen mit Glasfaserstift reinigen und zweitens setzt Du die Chips keinem unnötigen Streß aus. Keine Dichtung ist nämlich 100% dicht. Vor allem erzeugst Du keine Kavitäten in denen sich die Essiglösung sammelt und schwer auszuspülen und zu trocknen ist. Das sind nämlich die IC Sockel mit Chip drin.


    Bei der Konzentration nehme ich meistens 1-2 Eßlöffel Zitronensäure auf eine Fotoschale heißes Wasser. Ich lasse es dann immer 1h drin und spüle dann gründlich mit Seifenlauge und dann mit Wasser nach und lasse es noch 1h in frischem Wasser liegen, bevor ich es rausnehme und mit Preßluft gründlich trockne.

  • Du hast eine CPU falsch eingesetzt, dann hat es gedampft (wo?) aber der Rechner läuft noch, fährt nur Windows nicht mehr hoch? DOS läuft einwandfrei?
    Ich halte ein nicht kausale Parallelität für möglich. Vielleicht ist auch ein Speicherchip > 640k defekt?

  • Quote

    Leider war der DALLAS CMOS / Akku leer bzw. defekt. Ich habe diesen ablöten und durch einen neuen ersetzen können, so dass die Kiste nun hochfährt.


    Hat der Akku bereits Spuren auf dem Board hinterlassen (ist er ausgelaufen, auch wenn nur ein kleines bischen?).



    Soweit ich oben las, hat er einen Dallas Chip ausgetauscht. Da ist die Batterie im Plastkgehäuse vergossen und kann prinzipbedingt nicht auslaufen.

  • Sehr richtig, ein PC 40 mit Dallas Akku.


    Es gibt keine Korrossion. Ich schaue dann mal was ich oberflächlich reinigen kann, da nichts ausgelaufen ist, gibt es auch keine Probleme :-)


    Hier ein paar Bilder. Das Ding läuft mittlerweile. Überraschenderweise war es eine Connor 30084E die eingebaut war. Das hat zwar auch nichts mit den Angaben auf dem Zettel zu tun der dabeilag, aber egal. Im BIOS habe ich leider für das Modell keine passende Anzahl an Köpfen, Zylinder etc gefunden und dann testweise einen Eintrag ausgewählt, welcher der Größe nahe kam. 80 MB Bios / 84 MB hat sie. Und siehe da - DOS bootet :)


    Anbei die Bilder.



    Zum PC20: Es ist wirklich mysteriös, vorher liefen sowohl Windows 2.0 und 3.0. Nachdem ich nun alles aufgemotzt habe, laufen beide nicht mehr. Ich dachte erst es liegt an einer ISA Karte, aber nachdem ich alles durchprobiert habe, inkl. Prozessorwechsel, muss wirklich etwas anderes passiert sein. Bezgl. des RAMs könnte ich nochmal CheckIt drüberlaufen lassen? Komisch ist, dass eben alles andere, sogar Spiele, einwandfrei laufen. Nur die grafische Windows GUI muckt.

  • Wir reden hier von 2 Geräten, der Thread ist über den PC 40


    Die Bemerkung mit dem CPU Tausch war über den PC 20! :) Der war ohne Akku und schon bearbeitet. Windows Setup Hardware Erkennung geht; kopieren der Dateien und dann wenn er in die grafische GUI starten will hängt er sich auf, Monitor bleibt schwarz


    Test 2 war eine bereits auf selbem Rechner installierte Version anwerfen (Kopie der CF Karte mit einer alten Festplatten Version) - Windows Logo erscheint, lädt - und bleibt komplett stehen. Aufgrund der Tatsache das es den hang immer vor dem laden der grafischen Oberfläche gibt (oberflächlich betrachtet) hab ich halt erstmal CGA Onboard probiert, VGA karte raus usw usf. Als das nicht half, den Prozessortausch rückgängig gemacht, dachte es verträgt sich evt. nicht mit dem NEC V20. Naja. Nachdem es aber selbst mit altem Prozessor und ohne jede Erweiterung (ausser der XTIDE) nicht mehr lief - vorher aber schon, muss wohl irgendwas kaputt gegangen sein. Nur, ab dem Punkt wird es für mich schwer zu diagnostizieren

  • Wir reden hier von 2 Geräten, der Thread ist über den PC 40


    Die Bemerkung mit dem CPU Tausch war über den PC 20! :) Der war ohne Akku und schon bearbeitet. Windows Setup Hardware Erkennung geht; kopieren der Dateien und dann wenn er in die grafische GUI starten will hängt er sich auf, Monitor bleibt schwarz


    Test 2 war eine bereits auf selbem Rechner installierte Version anwerfen (Kopie der CF Karte mit einer alten Festplatten Version) - Windows Logo erscheint, lädt - und bleibt komplett stehen. Aufgrund der Tatsache das es den hang immer vor dem laden der grafischen Oberfläche gibt (oberflächlich betrachtet) hab ich halt erstmal CGA Onboard probiert, VGA karte raus usw usf. Als das nicht half, den Prozessortausch rückgängig gemacht, dachte es verträgt sich evt. nicht mit dem NEC V20. Naja. Nachdem es aber selbst mit altem Prozessor und ohne jede Erweiterung (ausser der XTIDE) nicht mehr lief - vorher aber schon, muss wohl irgendwas kaputt gegangen sein. Nur, ab dem Punkt wird es für mich schwer zu diagnostizieren

    ??? ... du Lenny ... Toshi sprach von dem PC-40-III ... bitte lese und vergleiche doch mal den verlinkten Thread.

  • Guten Morgen erstmal,


    nach langem Mitlesen musste ich mich nun auch endlich mal registrieren. Sehr aktive und interessante Plattform ist das hier, und nachdem auch schon der eine oder andere mir persönlich bekannte Sammlerkollege hier aktiv ist, musste ich nun auch mal "nachziehen"... ;)



    Einen PC40-III hatte ich auch bis vor kurzem, habe ihn dann aber abgegeben. Im Vorfeld natürlich getestet, und deshalb kann ich zur nachfolgend zitierten Frage sagen:


    Ganz sicher ohne Akku? Siehe verlinkter Thread.
    [..]


    Mein PC40-III hatte auch einen Dallas-Uhrenchip mit integriertem Akku, und da der TE einen solchen ausgebaut hat, ist das definitiv bei ihm die Boardbestückung OHNE die hässlichen Auslauf-Akku-Tönnchen. Ich hatte auch nach Letzteren bei meinem Board geschaut, aber der Platz war definitiv nicht bestückt. Wenn ich mir den Schaltplan richtig in Erinnerung rufe, gab es wohl die beiden Bestückungsvarianten, die alternativ angewendet wurden. Wer also den Dallas drauf hat, hat per se Glück gehabt, was das Auslaufen betrifft.


    Grüße aus Frankfurt am Main,


    Ralph.


    (früher Mitbetreiber von www.Homecomputermuseum.de)

  • Oh, da sollte ich mir meinen PC-40-III auch mal hernehmen...hmm was kann man mit dem Teil eigentlich anfangen? (wegduck)


    Grüße,
    Marcus

  • Oh, da sollte ich mir meinen PC-40-III auch mal hernehmen...hmm was kann man mit dem Teil eigentlich anfangen? (wegduck)


    Grüße,
    Marcus


    Hallo Marcus!


    Das ist im Grunde ein ganz normaler 286er, nur eben vom C=. Wenn man eine VGA- und SB Karte einbaut, kann man damit ein paar der alten Klassiker aus Anfang der 90er Spielen (Monkey Island, die Sierra Adventures, Eye of the Beholder, Turbo Pascal 5.5, Geoworks Ensemble,...).
    Nach dem Akku schauen würde ich aber trotzdem. Da das Ding potentiell 2 hat, kann der Schaden durchaus katastrophal sein...

  • Hallo Marcus!


    Das ist im Grunde ein ganz normaler 286er, nur eben vom C=. Wenn man eine VGA- und SB Karte einbaut, kann man damit ein paar der alten Klassiker aus Anfang der 90er Spielen (Monkey Island, die Sierra Adventures, Eye of the Beholder, Turbo Pascal 5.5, Geoworks Ensemble,...).
    Nach dem Akku schauen würde ich aber trotzdem. Da das Ding potentiell 2 hat, kann der Schaden durchaus katastrophal sein...


    Ah ok - also doch "nur" ein normaler Rechner ;-)


    Grüße,
    Marcus


  • Ah ok - also doch "nur" ein normaler Rechner ;-)


    Grüße,
    Marcus

    ... ab und zu stecken in den älteren IBM-PC-kompatiblen Rechnern auch noch begehrte Co-Prozessoren drin, die nicht "gedipswitched" sind ... das ist mir schon 3 x aufgefallen ... und man freut sich jedes Mal! Ein Blick in die Rechner lohnt also IMMER ... ggf. auch ruhig mal unter das Netzteil schauen bzw. ausbauen ... :thumbsup:

  • ... ab und zu stecken in den älteren IBM-PC-kompatiblen Rechnern auch noch begehrte Co-Prozessoren drin, die nicht "gedipswitched" sind ... das ist mir schon 3 x aufgefallen ... und man freut sich jedes Mal! Ein Blick in die Rechner lohnt also IMMER ... ggf. auch ruhig mal unter das Netzteil schauen bzw. ausbauen ... :thumbsup:

    Hier mal ein Beispiel ...

  • Ich schnapp mir gleich mal den Rechner und schau rein :thumbup:


    Grüße,
    Marcus

  • Also ein GANZ NORMALER 286er ist es ganz sicherlich nicht. Je nach Version hat er nämlich ein noch von Commodore konstruiertes Mainboard und das ist finde ich schon etwas besonderes :P Hier gibt es sogar den ein oder anderen Commodore-gestrickten Chip zu bestaunen
    VGA on Board und PC Speaker Chinch Out ist ebenso cool wie, dass Commodore den Keyboard Anschluss an die Seite (und nicht nach hinten) gelegt hat neben einem Reset Button
    Die Commodore Gehäuse sind auch individuell und gut



    Ich weiß, Commodore ist nicht gerade für PCs made in Braunschweig bekannt und berühmt, aber ich halte große Stücke auf diese PCs :P :love: :thumbsup:

  • ... ich auch ... :thumbsup:

    ...und dann sucht man als Commodore PC10, PC20, PC30, PC40-FAN die einzelnen Beiträge verstreut unter IBM- und Kompatible, elende ewige Sucherei.
    Dabei hätten diese wertvollen Commodore PC-Beiträge eine eigene Abteilung verdient, ich sage nur Japan... :D

  • ...und dann sucht man als Commodore PC10, PC20, PC30, PC40-FAN die einzelnen Beiträge verstreut unter IBM- und Kompatible, elende ewige Sucherei.
    Dabei hätten diese wertvollen Commodore PC-Beiträge eine eigene Abteilung verdient, ich sage nur Japan... :D

    Apropos "eigene Abteilung" ... habe den Vorschlag auch schon gemacht ... schauen wir mal ... :anbet:

  • weiss nicht. So gut besucht die Abteilung auch nicht. Und in der Frühzeit (XT/AT) habe einige Firmen Individualität und interessante Konzepte gezeigt, nicht nur Commodore. Mit der Begründung müßte man auch Schneider, Apricot, Atari, DEC, Sanyo, Sharp und noch einem dutzend anderer Hersteller eine eigene Rubrik einräumen. Also, ich würde mich nicht sträuben, aber ich weiss nicht, ob das der Benutzbarkeit des Forums dient.

  • Japan?

    Dann gugge mal Kaypro, Japan, Next und Thomson - wie die mit Themen überlaufen sind... ?(
    Dagegen habe ich eben mal schnell 33 Commodore PC Themen mit unzähligen Beiträgen und Zugriffen unter IBM- und Kompatible gezählt, schön verstreut und deshalb unübersichtlich. :D
    Dazu noch reichlich Commodore PC Themen, die in falschen Rubriken stehen...