Post Paket

  • Heute kam eine Bestellung an (Elektronik-Baukasten als Geburtstagsgeschenk für meinen Sohn) aber in was für einem traurigen Zustand...ich habe mich geweigert, ohne Überprüfung des Inhalts den Empfang zu quittieren. Es hat auch hörbar gerappelt im Karton, allerdings war die Originalverpackung unversehrt. Ich habe dann den Originalkarton geöffnet, fast alle Bauteile hatten sich aus ihrer Blisterverpackung gelöst und flogen lose herum. Zum Glück war keins zerbrochen, so dass ich dann der Zustellerin doch noch meine Unterschrift gegeben habe. Wäre das ein alter Computer gewesen, der wäre bestimmt kaputt gegangen...


    Gruß, Jochen

    • Official Post

    Das ist die logische Konsequenz des Preiskampfs zwischen den Paketdienstleistern, der auf Kosten der Beschäftigen ausgetragen wird.
    Schlechte Bezahlung und extremer Zeitdruck führen zu unmotiviertem, überfordertem Personal, das folgerichtig entsprechende Arbeit abliefert.


    Und selbst unter diesen Umständen finden sich noch Leute, denen die Portokosten für Pakete zu hoch sind.
    Wenn es nach denen ginge, würden die Mitarbeiter der Paketdienstleister vermutlich in Sklaverei gehalten.

  • Ich muss hier mal für die Paketdienste sprechen. Einige von euch kennen vermutlich schon meine Seite Abenteuer eBay, auf der ich seit Jahren die "Verpackungsverbrechen" vorstelle, mit denen ich regelmäßig konfrontiert werde. Zwei oder drei davon sind vermutlich die Schuld des jeweiligen Paketdiensts gewesen, aber viele der Rechner wären nur noch als Kleinteile angekommen, wären die Paketzusteller regelmäßig so brutal und frustriert, wie man sich das immer vorstellt.

  • Die Paketzusteller sind sicherlich keine Unschuldslämmer, ich habe auch schon sehr bedauernswerte Brocken zugestellt bekommen, die man nur noch zur Ersatzteilgewinnung brauchen kann. Aber oft liegt es auch an den Versendern, viele Leute können nicht gescheit verpacken, so dass der Krempel mehr oder weniger Lose im Karton liegt. Außerdem gibts so schöne Wörter, die es sogar als fertige Aufkleber gibt, die man außen auf dem Paket anbringen kann, "Vorsicht", "Vorsicht Glas", "Zerbrechlich", "Nicht werfen", "HIer Oben", usw. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt, aber diese Wörter findet man auf diesen Kartons nicht, obwohl es zwingend notwendig wäre.

  • Außerdem gibts so schöne Wörter, die es sogar als fertige Aufkleber gibt, die man außen auf dem Paket anbringen kann, "Vorsicht", "Vorsicht Glas", "Zerbrechlich", "Nicht werfen", "HIer Oben", usw. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt, aber diese Wörter findet man auf diesen Kartons nicht, obwohl es zwingend notwendig wäre.


    Naja, aber genau da habe ich meine Zweifel, ob sich der durchschnittliche Paketpacker/Zusteller durch diese Aufkleber beeindrucken lässt. Mir kommt es jedenfalls nicht so vor :(


    Ich habe mir Sachen, die wertvoll sind (im Sinne von einmalig oder nicht einfach zu ersetzen - nicht unbedingt teuer) eigentlich nie schicken lassen, sondern lieber abgeholt. Auch wenn ich dafür durch die halbe Republik reisen musste. Aber ich hätte es nicht verkraftet, wenn mir ein total exotisches Gerät wegen eines Verpackungs- oder Transportfehlers kaputt angeliefert worden wäre ...

    • Official Post

    Ja da bin ich auch immer hin und her gerissen ... das weiteste was ich nur für ne Abholung mal "schnell" abholen gefahren bin war irgendwo zwischen Bayreuth und Nürnberg xD...das müsste ein NCR DMV in schwarz mit externer HDD gewesen sein ;) ...Köln für dür den Apple /// lass ich jetzt mal außen vor xD da war auch Spaß an anderen Dingen dabei ;)


    Leider geben sich keine Zusteller noch irgendwo was.. alle sind gleich *bescheiden* - aber so ein Thema hatten wir glaube ich schon mal?


    Grüße,
    Marcus

  • Wer die Möglichkeit bekommt, sollte sich mal ein Paket-Zentrum der deutschen Post ansehen, davon gibt es 33 Stück über ganz Deutschland verteilt. Ab und zu gibt es einen Tag der offenen Tür oder man kennt jemand der da arbeitet. Ich habe ab 1995 mehrere Jahre für die Post gearbeitet und einer meiner Aufgaben war es, die IT-Infrastruktur der Frachtzentren vor Ort zum Laufen zu bringen, d.h. von den 33 Stück habe ich mindestens 15 gesehen. Mag sein, dass sie seit dem etwas modernisiert wurden, am Grundkonzept hat sich nichts geändert. Die Pakete werden dort vollautomatisch so sortiert, dass sie am richtigen LKW bis in die Ladezone rutschen. Dabei müssen sie Förderbänder wechseln, rutschen über Rampen und fallen auch mehrfach etwa 15 cm (um sie abzubremsen). Dazu werden sie gekippt, irgendwelche Aufschriften werden dabei ignoriert (es sind Maschinen!). Irgendwo in den AGB steht das auch drin, und der Absender hat die Pflicht, die Sachen so zu verpacken dass sie das aushalten. Das ist oft nicht der Fall. Die meisten Zusteller - und das sind ja diejenigen, die wir sehen - gehen sorgfältig mit den Paketen um. Der Zustellerin gestern war das auch sichtlich peinlich, sie hätte das Paket schon so bekommen und wisse auch nicht, was damit passiert sei. Das glaube ich ihr auch.

  • Ja da bin ich auch immer hin und her gerissen ... das weiteste was ich nur für ne Abholung mal "schnell" abholen gefahren bin war irgendwo zwischen Bayreuth und Nürnberg xD...das müsste ein NCR DMV in schwarz mit externer HDD gewesen sein ...Köln für dür den Apple /// lass ich jetzt mal außen vor xD da war auch Spaß an anderen Dingen dabei


    Wenn's ging habe ich immer versucht, das etwas zu koordinieren und zu kombinieren. Z.B. Besuch des Technikmuseums Speyer und ein paar km weiter ein Messgerät abgeholt. Oder ein Samstagsausflug nach Hannover mit einem Freund, und dort eine komplette Anlage abzuholen - mit Abstecher an ichweißnichtmehrwelche Seen.


    Das härteste war aber die Abholung in Waldshut-Tiengen. Frau und kleine Tochter eingepackt und mit denen zu Freunden im Schwarzwald gefahren. Dort übernachtet, am nächsten Morgen alleine weiter nach Waldshut-Tiengen. Auto mit einer kompletten, großen Wang-Anlage vollgepackt und zurück zur Familie. Übernachtet, und am nächsten Morgen zur Heimfahrt ernsthaft Probleme gehabt, Frau, Töchterchen und Gepäck noch ins Auto zu bekommen. :fp:
    War immerhin ein großer Kombi, aber die Kleine saß schließlich etwas unglücklich neben der 14"-Festplatte, einen Stapel 8"-Disketten und Handbücher zu Füßen, und mit stark eingeschränktem Ausblick in einer Ecke der Rückbank.


    Danach ist meine Familie eine Weile nur noch ungern mit mir irgendwohin gefahren :tüdeldü:


    Sorry, ist jetzt ein wenig vom eigentlichen Thema ab, passte aber gerade ;)

  • Hallo,
    das kenne ich auch. Allerdings sind es in der Regel nicht die Postzusteller persönlich die für die defekten Verpackungen zuständig sind. Meistens geschieht das durch Werfen beim Ein/um/ausladen bis das Paket im Ort direkt angekommen ist. Meine Zustellerin von DHL kenne ich persönlich seit Jahrzehnten. Sie bringt mir gelegentlich auch defekte Pakete, sagt, das diese aber bereits hier im Ort so angekommen sind - ich glaube ihr:


    Aufkleber wie (Glas/Zerbrechlich) bringen nichts!!! Im Gegenteil, da soll es ja Leute in den Umpackstationen geben, die dann "erst recht" seeeehr "sorgsam" damit umgehen...


    Im Groß und ganzen kommen aber alle Pakete, egal von welchem Zusteller, zu 95% in gutem Zustand an.


    Inhalt ist ja bis 250€ versichert bei einem Paket.

    • Official Post

    Doch, es gibt da bessere Paketdienste (am besten bisher: DHL) bis ganz schlimm (Hermes, DPD).


    Das war bei mir genau anders rum.
    Nach den Transportschaeden hat Hermes relativ schnell bezahlt, bei DHL hab ich nach dem x-ten Formschreiben einen Rechtsanwalt eingeschaltet.


    Nachtrag: Wobei die Verpackung bei dem DHL-Schaden noch besser war als bei Hermes, hat DHL nur rumgezickt.

    • Official Post

    Meine Zustellerin von DHL kenne ich persönlich seit Jahrzehnten.


    Die Stamm-Zusteller (wenn man denn noch eine(n) hat) sind sehr zuverlaessig.
    Aber wehe es kommt eine Vertretung. Nach dem Motto: "Morgen bin weg/woanders und dann interessiert mich der Sch... hier nicht mehr!"

  • ja die arbeiten ja nicht x Stunden am Tag fix. Wenn alles ausgetragen wurde ist Feierabend. Also ruck zuck hingeworfen und tschüss.


    Manchmal wird die Sendung bei uns unten vor dem Haus im Freien auf eine Mauer gelegt. man macht sich nicht mal die Mühe hoch zu laufen und zu klingeln... oder wirft es in die Garage rein, auch ohne zu klingeln.


    Wenns dann regnet- hatte ich alles schon....

  • Ich verschicke so gut wie alles mit Hermes. Für mich am besten erreichbar, zu parken, die Preise sind besser zu kalkulieren (weil nach Größe und nicht nach Gewicht wie bei DHL) und ich bin bislang bis auf wenige Ausnahmen unheimlich zufrieden. Wenn mal was nicht geklappt hat, war Hermes auch immer schnell und kulant in der Schadensregulierung. S-Pakete kann man dort jetzt schon für 90 Cent weniger mit dem Shop2Shop-Service verschicken.


    Fazit: Ich würde wahrscheinlich auch die 50 Cent mehr bezahlen.


    ABER: Ich bin aber fest davon überzeugt, dass die das nicht machen. Eine solche Umstellung würde das ganze System über den Haufen werfen. Die meisten der Hermes-Shops die ich kenne, sind räumlich in keinster Weise in der Lage die ankommenden Pakete zu lagern. Wenn ich da die an die vielen Kioske, Tankstellen, Lotto-Annahmestellen denke...... AUWEIA.

  • Ich konnte vor ein paar Jahren mal günstig zehn 9Gb SCSI Festplatten bekommen. Versand hat wegen des Gewichts ca. 30€ gekostet. Was dann aber ankam war ein Graus. Die Platten lagen lose in einem viel zu großen Karton. Noch vor dem öffnen sind kleine Festplattenteile aus einem Einschlagloch heraus gefallen... Fazit: alles Schrott und zu Einzelteilen zerbrochen. Der Verkäufer war total überrascht und hat doch glatt behauptet, das es bisher nie Probleme gegeben hat :P

    Mich hat es wirklich geärgert, da die FP neuwertig waren und nicht mit x-tausend Stunden Betriebszeit. Bei teureren Teilen lasse ich mir jetzt immer ein Foto der Verpackung zeigen und zahle lieber nochmal was drauf, damit das korrekt funktioniert. Seitdem habe ich eigentlich nur noch Probleme mit Hermes, die manchmal scheinbar Hockey mit den Paketen spielen.


    -Jonas

  • Kann ich voll nachvollziehen! Das mit dem Hockey kann ich zwar nicht bestätigen, aber die Sportart "Paket-Weit-Wurf" habe persönlich gesehen.


    Ich nehme auch lieber etwas mehr Geld in die Hand und bin mit DHL sehr zufrieden (unser "Paketmann" ist total zuverlässig und macht einen wirklich guten Job).

    Wichtig ist immer die Verpackung durch den Versender. Mein Hinweis dazu ist inzwischen: Verrutschsicher und ausreichend gepolstert nach allen 6 Seiten!

    Und: Fotodokumentation vom gesamten Auspackprozess...

  • Ich gebe den Versendern immer Hinweise, z.B. auch bei Schreibmaschinen, wie man die Papierstützen aus Kunsstoff oder die Walzendrehknöpfe ab macht, und sie separat in einer Tüte ggf. mit Kleinteilen bei legt. Und wie man die Geräte am Besten im Karton polstert, und - ganz wichtig - welche Hinweise außen auf den Karton gehören (Oben, Zerbrechlich, etc,). Aber manchen Versendern sind meine Tipps egal, bezahlt ist bezahlt, gehört jetzt dir, wie es ankommt ist mir doch egal. Einmal bekam ich eine Schreibmaschine, die einfach mit einer Lage Pappe umwickelt war und mit Klebeband zu, und dann Hermes... Der nette Fahrer kratzte die Einzelteile aus seinem Kofferraum und drückte sie mir ohne mit der Wimper zu zucken in die Hand. Ich habe gleich alles fotografiert, einschließlich des netten Herrn, bekam mein Geld nach einigem Hin und Her zurück und 2 Wochen später fuhr nur noch ein anderer Herr die Hermes-Sachen aus. Es hat 1,5 Jahre gedauert, bis ich exakt dieses Schreibmaschinen-Modell wieder in eBay fand und ersteigern konnte. Naja, die Sorge bin ich inzwischen los, ich habe alle in Deutschland vertriebenen Modelle der Olivetti ET Serie, mehr gibts hier nicht.