Interessante Sachen bei Ebay - oder was man eben für interessant hält?

  • Ich fahre da am Montag hin und hol das ab...

    Mein Schwerpunkt sind Taschenrechner und Pockets. Aktuell suche ich zB. nach: Privileg PR55NC, Commodore N-60, NSC 4640, Casio pro fx-1, HP-10C, HP-16C, HP-71, HP-75 :fp:... gern im Tausch gegen "Kollegen" oder andere Oldies (Heimcomputer, Laptops, ...)

  • Moment mal... ebay Kleinanzeigen, und dann einen Termin in zwei Tagen vereinbaren?

    Da wird sicher noch heute jemand anderes hinfahren, mehr bieten, und alles mitnehmen.

    Wenn überhaupt über ebay Kleinanzeigen, dann 'jetzt oder nie'.

    Kommt tatsächlich häufig vor.

    Vielleicht sollte rechnerfreak schonmal den Kaufpreis vorab bezahlen. Wenn ich was, unabhängig ob billig oder teuer kaufe, zahle ich oft schon vorher an oder zahle direkt den gesamten Kaufpreis.

  • Wir haben telefoniert und sind so verblieben... ich kann ja sicherheitshalber aber Montag vorher noch mal anrufen...

    Mein Schwerpunkt sind Taschenrechner und Pockets. Aktuell suche ich zB. nach: Privileg PR55NC, Commodore N-60, NSC 4640, Casio pro fx-1, HP-10C, HP-16C, HP-71, HP-75 :fp:... gern im Tausch gegen "Kollegen" oder andere Oldies (Heimcomputer, Laptops, ...)

  • Wenn ich was, unabhängig ob billig oder teuer kaufe, zahle ich oft schon vorher an oder zahle direkt den gesamten Kaufpreis.

    Genauso handhabe ich das auch... Anrufen/anschreiben, einig werden und Abholtermin vereinbaren, PayPal oder Überweisung rausschicken.

  • Wobei es ja Menschen gibt, die charakterlich nicht so gefestigt sind, und sich gleich mit mehreren Leuten einig werden... :vivat:

    Genau das ist es nämlich. Diese Woche mehrfach erlebt. Die Krönung ist, wenn man vor Ort feststellt, dass derjenige das Zeug plötzlich anderweitig verkauft hat. Oder jemand der einem zum Ramschpreis (etwa 40 cent pro Teil) dann das ganze gute Zeug aus einem Schrottkonvolut verkauft hat und dann selbst merkt, zu wenig bekommen zu haben und dann plötzlich meint, für den "Müll" der wirklich nix wert ist richtig Geld zu verlangen...

  • Nun, es gibt aber auch eine andere Seite: die unzuverlässigen Käufer. Leute, die großes Interesse bekünden, Termin vereinbaren und dann einfach nicht erscheinen. Gefühlt sind es mindestens 70% aller Interessen so...


    Daher bin ich, wenn ich was via KA verkaufe, gnadenlos: derjenige bekommt den Zuschlag, der zuerst kommt. Falls jemand erst in drei Tagen kommt, sich aber jemand anderer meldet, der sofort erscheinen kann, wechsle ich gnadenlos um und sage dem ersten eben ab.


    Unschön, mag sein, aber nachdem ich unzählige Male von Käufern versetzt wurde, die dann einfach nicht aufgetaucht sind, und dann den anderen Interessenten hinterher laufen musste, kenne ich mittlerweile kein Pardon mehr. Wer was haben will, kann entweder zeitnah kommen oder wenigstens eine Anzahlung leisten.


    Allerdings sage ich das direkt so jedem Interessenten, der etwas braucht bis zur Abholung. Reservieren ist nicht, punkt. Die meisten haben damit kein Problem (vermutlich weil sie sowieso nicht auftauchen am Ende...)

  • Ich hatte es aber auch schon, dass ich einen Termin ausgemacht habe am selben Tag.

    Mich auf den Weg gemacht hab (ca. 50 km) und mitten auf den Weg nach ca. 30 km einen Anruf bekommen habe und mir gesagt wurde, dass Ihm mehr geboten wurde und ob ich noch mitgehe....

  • Kann ich mich noch gut daran erinnern. Ich hab Herrn Landolt auch direkt 2 Commodore PCs, eine Commodore Tastatur und indirekt einen Atari PC 1 abgekauft. Bei den äußerst fairen Preisen musste ich einfach zu schlagen. Da hab ich auch gar nicht handeln wollen. Um so trauriger das einige nun Profit daraus schlagen wollen und die tollen Geräte jetzt zu Wucher Preisen verticken wollen. Leider war das ja abzusehen...

  • Ich hatte erst überlegt, mitzubieten und deshalb beobachtet. 2020 war ich leider später dran mit meiner Anfrage und Herr Landolt hatte "nur" noch den PC-1640SD (also mit einem statt zwei Laufwerken). Trotzdem noch ein Sammler-Traum, also kein Grund zur Klage! Aber evtl. hätte ich meinen SD dann gegen den DD getauscht und den SD hier im Verein zum EK weitergegeben. Dann war der bei eBay aber ruckzuck über 200 Euro... dann 300...


    Meine Güte, der wird ja bei über 400 Euro landen, wenn das so weiter geht. Nach einem Jahr einlagern als einzige Leistung gehen da hunderte Euro an Herrn Landolt vorbei. Also Marktwirtschaft hin oder her, aber das ist einfach traurig. Naja, das leidige Thema.

  • Ähm, liebe Leute, ist es jetzt verboten, seine Sachen bei eBay zu verkaufen?


    Ihr redet hier so, als würde man auf immer und ewig verpflichtet sein, die Sachen zu horten, die man einmal gekauft hatte und jeder, der es wagt, sie tatsächlich zu verkaufen, gleich ein Böser ist.


    Herr Landolt hat einen Preis genannt und diesen Preis auch bekommen.Das ist doch gut so, aber fertig und erledigt.


    Wenn jetzt jemand die Sachen bei eBay einstellt und Käufer in _einer Auktion_ offenbar bereit sind, noch mehr dafür zu bezahlen, soll das jetzt Grund zum Schämen sein oder wie? Soll jetzt der Verkäufer die Auktion abbrechen, weil er tatsächlich mehr bekommt???? Oder höre ich hier wieder mal die stille Erwartung, die Sachen hier im Verein wieder billig anzubieten, damit man selbst dran kommt?


    Auch wenn es an manchen vorbei gegangen ist: in den letzten zwölf Monaten sind die Preise für alte Geräte nun einmal wieder ordentlich gestiegen. Wenn ich bedenke, hätte ich das, was ich vor einem Jahr aus meiner Sammlung verkauft, jetzt angeboten, hätte ich vermutlich 40% mehr erzielt.


    Ich weiß auch von etlichen hier im Verein, die Sachen, die ich ihnen mal abgegeben/verkauft habe, nach einiger Zeit in die Bucht stellten. Und? Wer einen Rechner besitzt bzw. gekauft hat, darf er damit tun und lassen, was ihm gefällt. Also durchaus auch für einen höheren Preis verkaufen. Gefällt es jemanden oder nicht, spielt da keine Rolle. Hätte ich damit ein Problem, dürfte ich eben nicht verkaufen oder hätte höheren Preis verlangen müssen. So ist es aber nun einmal im Leben.. Ich muss direkt sagen, ich würde demjenigen ordentlich die Meinung geigen, der glaubt, mir Vorschriften machen zu müssen, was ich mit meinen Sachen machen darf oder zu welchem Preis ich diese verkaufen darf....

  • Natürlich darf jeder seine Sachen zu dem Preis verkaufen, den er für angemessen hält!!!!! Viele Satzzeichen scheinen das ganze besser zu unterstreichen, hab ich gerade gelernt - deswegen mache ich das jetzt ebenfalls ;)...

    Ich finde es halt nicht toll dass die Rechner nun auf einmal teilweise für das 6x bei eBay angeboten werden. Ich hab auch nix dagegen, das die Leute damit Geld verdienen - aber das 6x?

    Natürlich kann das jeder machen wir er möchte, aber ich werde doch wohl hier meine Meinung äußeren dürfen.

    P.S. Und nein, Ich habe auch keine Interesse an den angebotenen Rechnern.

  • Beide Positionen stimmen in irgendeiner Weise.

    Einerseits sehe ich es ähnlich, dass es nicht sein muss, dass das Zeug von Herrn Landolt dann von den üblichen Wiederverkäufern en Masse gekauft wurde, nur um maximalen Profit rauszuschlagen. Die Preise von ihm waren wirklich verdammt günstig, ich stand auch kurz mit ihm in Kontakt, aber es war nichts dabei, was ich jetzt zu dem Zeitpunkt unbedingt haben wollte. Aber bei den Preisen hab ich schon gedacht, dass es kurz oder lang darauf hinausläuft, dass vieles davon zum vielfachen weiterverkauft wird.

    Andererseits sehe ichs aber auch so, dass jeder mit seinen gekauften Sachen machen kann, was er will. Letztendlich verkauft man ja ungern unter dem, was man selbst mal bezahlt hat und dass einige da den größtmöglichen Gewinn rausschlagen wollen, nennt sich auch Kapitalismus.

    Allerdings hab ich auch in der Hinsicht die Vermutung, dass aktuell viele durch die Wirtschaftlichen Schäden, die angerichtet wurden, seine Sammlung oder besondere Stücke daraus, verkauft, um finanziell nicht in Probleme zu geraten. Die Preise sind auch massiv gestiegen, das merkt man schon.

    Was ich allerdings, unabhängig von finanzieller Situation, Kapitalismus, Gewinnorientierung oder sonstwas zum kotzen finde, ist, dass es scheinbar wirklich ne Menge Leute gibt, die die Unwissenheit anderer oder gar die Gutmütigkeit anderer schamlos ausnutzen um maximalsten Profit zu erzielen. So gern ich auch mal ein paar Scheinchen mehr sehe, für diese dreiste Ausnutzerei von der Freundlichkeit anderer finde ich widerwärtig.

    Ich erinnere mich heute noch dran, wie jemand sich ja soooo sehr über meine Voodoo 1 und 2, die ich vor einigen Jahren für 15€ das Stück verkauft habe, gefreut hat, weil der die ja sooo toll findet. Am selben Tag standen die noch auf Kleinanzeigen wieder drin... Seitdem bin ich, was die Preisgestaltung gerade über KA und Facebook angeht, äußerst vorsichtig und zurückhaltend. Ich meine wenn jemand direkt sagt, er möchte was dran verdienen, isses mir wurscht, aber wenn jemand dann die Frechheit besitzt, da dann noch so unehrlich zu sein, dann ist das echt das letzte.

    Ich gehe mal davon aus, dass demnächst wohl noch mehr vom Herrn Landolt auf Ebay auftauchen wird.

  • Das ist ja eine ganz alte Diskussion. :) Nein, es ist natürlich nicht verboten. Von "verboten" war keine Rede. Es ist übrigens auch nicht verboten, sich an der Supermarktkasse vorzudrängeln oder nicht zurückzugrüßen, wenn man gegrüßt wird. Sollte man sich so verhalten? Sicherlich eher nicht. Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch erstrebenswert. Das war der Kern der Aussage. Da kann man ja darüber reden, ohne alle Satzzeichen auf einmal aufzubrauchen. ;)


    Außerdem wollte ich daran erinnern, dass wir aus verschiedenen Gründen in einer sozialen Marktwirtschaft leben. Warum ist das wohl so? Der Markt regelt doch alles? Scheinbar wohl nicht. Es kommt auch auf jeden Einzelnen an und was man für eine individuelle Einstellung hat. Ich will damit nicht sagen, dass es eine Retrocumputer-Abgabe geben sollte oder dass im Hartz-IV-Satz monatliche Ausgaben für Floppy-Disketten enthalten sein sollten. ;)


    Aber hat die Sache mit Herrn Landolt ein Geschmäckle? Meiner Meinung nach auf jeden Fall. Wo hören wir denn auf? Ab wann empfinden wir das denn als OK? Desinfektionsmittel für 50 Euro pro 100ml noch OK? Nicht mehr OK? Warum? Oder doch OK? Ich befriedige doch nur eine Nachfrage? "Ich bin armer Sammler, kann ich den PC für 120 Euro haben?" und dann ab nach eBay -- OK? Nicht mehr OK? Bei eBay-Kleinanzeigen "Alte billige Voodoo-Karten -- bitte nicht wegwerfen!" -- OK? Nicht mehr OK? Jeder ist doch seines eigenen Glückes Schmied? Jeder kann doch lesen und sich informieren. Hm.


    Scheinbar gibt es da doch einen Bereich von... bis. Und den teilt sich halt jeder individuell ein.

  • Ich kann und will auch gar keinem etwas vorschreiben. Jeder kann natürlich mit seinem Eigentum machen was er möchte. Das steht doch außer Frage. Ob das jetzt die feine englische Art ist, Sachen zum x fachen des Preises zu verkaufen muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Aber wenn ich bspw. hier im Forum etwas günstig abgebe oder gar verschenke und ich sehen würde, dass es am nächsten Tag in der Bucht für viel Geld angeboten werden würde, dann behalte ich mir auch vor, denjenigen beim nächsten Mal außen vor zu lassen. Um das klar zu stellen: Das Ist mir noch nicht passiert. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht!

    Es ist also rein hypothetisch!

  • Ich muss direkt sagen, ich würde demjenigen ordentlich die Meinung geigen, der glaubt, mir Vorschriften machen zu müssen, was ich mit meinen Sachen machen darf


    Andererseits sehe ichs aber auch so, dass jeder mit seinen gekauften Sachen machen kann, was er will.


    will auch gar keinem etwas vorschreiben. Jeder kann natürlich mit seinem Eigentum machen was er möchte. Das steht doch außer Frage.



    Genau . . . außerdem ist das schon immer so gewesen und hat gewissermaßen - im kulturellen Kontext - durchaus auch Tradition


    https://upload.wikimedia.org/w…ommons/4/4c/Slavery20.jpg


  • Ich finde es halt nicht toll dass die Rechner nun auf einmal teilweise für das 6x bei eBay angeboten werden. Ich hab auch nix dagegen, das die Leute damit Geld verdienen - aber das 6x?


    1. Wo steht, dass es verboten ist?


    2. Der Verkäufer hat im oberen Link den PC für 1 EUR eingestellt. EIN EURO. Wieviel weniger hätte er denn noch gehen sollen? Soll er sich jetzt schämen, weil es offenbar genug Leute gibt, die bereit sind, (Stand jetzt) 300 EUR zu bieten?


    3. Wieso sollte man sich denn überhaupt bei dem Verkaufspreis nach dem Einkaufspreis richten? Vielleicht habe ich einen Artikel günstig bekommen, weil der Verkäufer ihn schnell verkaufen wollte, sich die Mühe sparen wollte, ihn zu versenden, es schnell gehen müsste usw. Darf ich dann, obwohl ich mir mehr Mühe mache, das Gerät teste, vielleicht repariere, vernünftige Bilder mache, diese bearbeite, Auktionsgebühren trage, den Rechner verpacke, zur Post schleppe etc. keinen höheren Preis verlangen? Warum nicht?


    4. Warum klammert Ihr Euch denn so an dem Einkaufspreis fest? Ich habe hier einen Rechner liegend, für den ich mal 50 EUR bezahlt habe. Um ihn zu bekommen, habe ich zwei Jahre lang gesucht, bin dann hin 450 km gefahren, um ihn abzuholen, dann noch einmal 450 zurück, stand dabei zwei Stunden in einer Autobahnsperrung und kam völlig erschlagen und fertig heim. Da ich zu dieser Zeit selbstständiger Berater war, und somit keinen Urlaub hatte, entging mir auch ein Tagessatz in dreistelliger Höhe. Seitdem steht er in einem Raum zusammen mit anderen Rechnern, für welchen ich monatliche Miete abdrücke, also weitere Kosten. Um jetzt nur und alleine auf meine Kosten zu kommen, müsste ich für den Rechner vielleicht 500 EUR verlangen. Nur um die Kosten zu decken, die ich hatte! Deine Argumentation hier aber ist, dass ich auf keinen Fall mehr als die 50 EUR verlangen dürfte, weil ich sonst damit Geld verdienen würde?????


    Ohne jetzt Dich zu meinen: Ich frage mich mittlerweile bei solchen Kommentaren, bei wievielen Leuten es in WIrklichkeit nur reine Empörung ist, dass man selbst eben nicht mehr billig an die Sammelsachen kommt. Da wagt jemand tatsächlich einen vernünftigen Preis für seine Sachen zu bekommen, unfassbar diese Dreistigkeit,


    jewesta: Nein, Geschmäckle hat es für mich überhaupt nicht. Herr Landolf war ja nicht gezwungen, diese Geräte zu diesem Preis zu verkaufen. Er wollte einen bestimmten Preis haben und, soweit ich mitbekommen habe (ich war da nicht involviert) diesen bekam er auch. Hätte er mehr gewollt, hätte er mehr verlangen können. Jemand hat die Teile abgenommen, abgeholt und bezahlt und kann damit machen, was er will. Er hatte Glück dass die Preise eben gestiegen sind und er dann verdienen kann. Genauso gut hätten die Preise fallen können (was sie bei vielen Sammelgebieten auch sind) dann hätte er sogar noch Geld verloren. Hättest Du ihn dann bemitleidet? Eher nicht, oder? Seine Spekulation ging offenbar gut aus. Wobei ich im voliegenden Fall nicht daran glaube, dass es Spekulant ist, sondern wirklich ein Sammler, der einfach nur beschlossen hatte, zu reduzieren. Was ich auch mal gemacht hatte (und mir übrigens ähnliche Kommentare hier anhören musste



    ThoralfAsmussen: dein Beispiel ist so etwas von geschmacklos, dass ich mir lieber jeden Kommentar dazu erspare.

  • Wenn der Verkäufer als Startgebot 1€ ohne Mindestpreis angegeben hatte, hatte er ja auch das Risoko, dass niemand hoch bietet und er das Teil für einen Bruchteil seines Einkaufspreises (plus Fahrtspesen) verkauft.


    Da sehe ich auch nichts allzu verwerfliches drin. Ist immernoch besser, als die Kleinanzeigen mit „Ich weiß, was ich habe. Nur ernstgemeinte vierstellige Angebote“


    Die Verbindung dieses EBay-Verkaufs oder dieser Diskussion hier mit einem Sklavenhalter hat sich mir aber nicht aufgedrängt.

  • Wenn der Verkäufer als Startgebot 1€ ohne Mindestpreis angegeben hatte, hatte er ja auch das Risoko, dass niemand hoch bietet und er das Teil für einen Bruchteil seines Einkaufspreises (plus Fahrtspesen) verkauft.

    Das Risiko ist überschaubar, weil in vielen Fällen jemand aus dem Bekanntenkreis dafür sorgt, dass ein Mindestpreis nicht unterschritten wird.


    Trotzdem würde ich den Verkäufer nicht dafür verantwortlich machen, wenn eine 1€-Auktion durch die Decke geht.

  • 1) Hab ich geschrieben dass das verboten sei? Ich glaube nicht. Ich hab mich auch nicht explizit auf die obige Anzeige berufen sondern meinte dass generell.


    2) Wenn der Rechner für einen Euro eingestellt worden ist, hab ich damit auch kein Problem. Das hab ich nicht gesehen.


    3)

    Darf ich dann, obwohl ich mir mehr Mühe mache, das Gerät teste, vielleicht repariere, vernünftige Bilder mache, diese bearbeite, Auktionsgebühren trage, den Rechner verpacke, zur Post schleppe etc. keinen höheren Preis verlangen? Warum nicht?

    Hat hier nie jemand behauptet. Es hat auch keiner behauptet dass der Aufwand dafür nicht entlohnt werden sollte.


    Aber der Begriff "Wucher" sagt dir auch etwas? Und das es unter bestimmten Umständen auch strafbar ist weißt du vermutlich? Das noch Mal zu Punkt 1 "Wo steht das es verboten ist"...

    Und nochmal, ich rede nicht von einer Auktion ab 1 Euro...


    4) Fühle mich auch nicht angesprochen. Ich hab in letzter Zeit relativ häufig Rechner gekauft. Sieht man auch weil ich es oftmals hier im Forum zeige...

    Einen für beide Seiten angemessenen Preis bin ich immer gerne bereit zu zahlen.


    5) Sollte ich hier Mal etwas verkaufen, was für dich interessant sein sollte, mache ich dir auch einen speziellen Preis ;)

  • Das Risiko ist überschaubar, weil in vielen Fällen jemand aus dem Bekanntenkreis dafür sorgt, dass ein Mindestpreis nicht unterschritten wird.

    Dann habe ich ja schon relativ oft die „wenigen Fälle“ erwischt, wo niemand im Bekanntenkreis dafür gesorgt hat. Rekord war mal ein Prototyp, wo der Zoll mir nicht glauben wollte, dass ich soviel Porto aus USA akzeptiere, wenn der Artikel 1$ kostet. EBay-Screenshot und Paypal Rechnung haben sie dann aber geglaubt.

  • Das Risiko ist überschaubar, weil in vielen Fällen jemand aus dem Bekanntenkreis dafür sorgt, dass ein Mindestpreis nicht unterschritten wird.

    Dann habe ich ja schon relativ oft die „wenigen Fälle“ erwischt, wo niemand im Bekanntenkreis dafür gesorgt hat. Rekord war mal ein Prototyp, wo der Zoll mir nicht glauben wollte, dass ich soviel Porto aus USA akzeptiere, wenn der Artikel 1$ kostet. EBay-Screenshot und Paypal Rechnung haben sie dann aber geglaubt.

    Es gibt natürlich auch ehrliche ebay-Verkäufer. ;)

  • Du widersprichst gerade Dir selbst. Der Aufwand darf entlohnt werden, aber ein höherer Preis darf nicht verlangt werden. Woher weißt Du denn, welchen Aufwand der Verkäufer denn getrieben hat, um ihn pauschal als gerechtfertigt oder nicht anzusehen? In meinem oberen Beispiel hätte ich den zehnfachen Einkaufspreis verlangen müssen, nur um meinen Aufwand zu decken. Ich habe da meine Zweifel, ob Du das als gerechtfertigt ansehen würdest.


    Wucher bedeutet das Angebot einer Leistung zur überhöhten Konditionen durch die Ausnutzung von Schwächesituation des Vertragspartners. Wo wird denn bei einer eBay-Auktion die Schwäche eines Käufers ausgenutzt, dass er was zum überhöhten Preis kaufen muss? Das muss Du mir jetzt aber bitte erklären.


    Nur weil ein Preis in der Empfindung eines Unbeteiligten zu hoch ist, handelt es sich überhaupt nicht um Wucher. Jeder darf den Preis für seine Sachen verlangen, den er will. Ist er zu hoch, wird eben nichts verkauft. Das hat mit Wucher genau 0 gemeinsam.


    5. Keine Sorge, ich kaufe mittlerweile nichts mehr (hier).Erstens weil ich mittlerweile so gut wie alle Geräte, die ich haben will, auch habe, und zweitens angesichts der Diskussionen hier ist mir mittlerweile die Lust dazu vergangen, in diesem Forum noch groß was zu kaufen bzw. zu verkaufen. Da mittlerweile im Vergleich zu früher wirklich deutlich weniger hier zum Verkauf angeboten wird unter Mitgliedern, geht es wohl nicht nur mir so....

  • Nö, eigentlich nicht. Das hab ich ganz am Anfang geschrieben:

    Ich finde es halt nicht toll dass die Rechner nun auf einmal teilweise für das 6x bei eBay angeboten werden. Ich hab auch nix dagegen, das die Leute damit Geld verdienen - aber das 6x?

    Für mich ist es aber ein Unterschied ob der geforderte Preis vollkommen überzogen ist, z.B. wenn jemand einen "normalen" C64 für 5000 Euro anbietet.


    Wenn ich mir die folgende Definition durchlese kann ich mir sehr wohl vorstellen, das manche Verkäufe schon unter den Begriff "Wucher" fallen könnten:


    https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__138.html

  • Wenn der Preis überzogen ist, wird ein Artikel nicht verkauft.


    Wird der Artikel verkauft, war der Preis eben NICHT überzogen. Egal, ob es manchen Menschen in den Kramm passt oder nicht.


    Nein, fallen nicht. Sei froh, dass Du kein Rechtsanwalt bist mit Deiner derartigen Gesetzesinterpretation... Übrigens handelt es sich beim §138 um Nichtigkeit. Bedeutet nur, dass ein Geschäft als nichtig angesehen wird unter den genannten Umständen. NICHT, dass es strafbar ist. Es kann rückabgewickelt werden, aber nicht einmal Schadenersatz, geschweige denn Strafe, ist hier fällig. Dazu müsste man §291 StGB bemühen, ein Paragraf, welches auch nicht so ganz einfach in Interpretation ist.