Benötige Unterstützung bei CBM 4016-N Reparatur

  • Hallo an alle,


    der liebe Helmut alias axorp im forum64.de Forum hat mich hier her empfohlen.


    Ich bin ein leidenschaftlicher Bastler und habe die Commodore wieder neu entdeckt. (Damals hatte ich einen C128D)
    Nun habe ich einen C64, C128, diverse Laufwerke und Zubehör.
    Als neuestes Projekt konnte ich günstig einen CBM 4016-N erstehen.


    Mit großer Unterstützung von Helmut im Forum64 konnte ich den fehlerhaften Netzfilter entfernen und dem CBM wieder mit Spannung versorgen.


    Hier der Thread vom Forum64
    https://www.forum64.de/index.php?thread/76925-cbm-4016-n-reparieren/&pageNo=1


    Nun kann ich den CBM einschalten und er macht "diedeliep". Kurz darauf erscheint für einen Sekundenbruchteil das folgende Bild am Monitor. (Siehe Dateianhang)
    Danach ist der Monitor wieder dunkel und bleibt es auch.


    Könnt ihr mich hier etwas leiten um den Fehler zu finden bzw. einzugrenzen?


    Bin technisch nicht unbegabt und kann mit dem Lötkolben gut umgehen.
    Ein Multimeter steht mir auch zur Verfügung.


    Helmut hat mir angeboten, dass ich Euch das Mainboard schicke und ihr es repariert, was ich total nett finde, aber ich würde gern selber unter Anleitung versuchen es zu reparieren.
    Sollte das zu schwierig sein, oder mir das Equipment fehlen, komme ich natürlich gern auf das äußerst großzügige Angebot zurück.

  • hallo nino,


    schön dass du dich hier, in unserem forum, angemeldet hast.


    ich hoffe dass christian Toast_r sich hier mal meldet.


    meine vermutung ist das es sein könnte das nur ein rom defekt ist
    und das kann man einfach durch ein eprom ersätzen.


    viele grüße
    helmut


  • Hab' mal die meisten Seiten im PDF gedreht, so dass man die Seiten auch am Bildschirm anschauen kann - musste die Datei allerdings teilen, um sie hier hochladen zu können.

  • Super, vielen Dank für das Umwandeln.


    Hat vielleicht jemand schon ein paar Tipps wie ich hier weiter vorgehen könnte um den Fehler einzugrenzen oder zu finden?

  • Als erste (und einfachste) Ursache kommen hier Kontaktprobleme bei den gesockelten ICs in Frage.
    Also die ICs aus den Sockeln holen und kontrollieren, ob alle Beinchen noch schön blank sind.
    Im Zweifelsfalle vorsichtig mit einem Glasfasterstift bearbeiten.
    Die in diesen Rechnern zumeist von Commodore verbauten IC-Sockel sind nicht besonders hochwertig.
    Im Zweifelsfalle alle Sockel erneuern.
    Bei denen mit dem weißen Kunststoffgehäuse ist das Auslöten recht einfach,
    da man das Gehäuse mit einem flachen Schraubendreher abhebeln kann.
    Dann stehen nur noch die Kotakte auf der Platine,
    die lassen sich prima mit Pinzette und Lötkolben einzeln auslöten.


    Ich hatte schon mehrere PETs und CBMs mit verschiedenen Symptomen,
    bei denen garnichts wirklich defekt war, es gab nur Kontaktprobleme mit den Sockeln.
    Und des öfteren waren diese Probleme so hartnäckig, daß wirklich erst nach Austausch aller Sockel die Rechner wieder stabil liefen.


  • Super, vielen Dank für den Tipp.


    Weiße Sockel habe ich gar keine. Auf meinem Mainboard sind nur 3 ICs gesockelt. (Siehe Bild anbei)


    Werde die ICs rausnehmen und wie du gesagt hast schauen wie die Beinchen aussehen.


    Und dann noch die Sockel durchmessen. Zumindest die beiden kleinen. Für diese habe ich gerade keinen passenden Sockel rumliegen.


    Für den großen Sockel habe ein passendes Ersatzteil da, das kann ich dann gleich verbauen.

  • Die Chips sehen ok aus, aber diese schwazen Sockel scheinen das gleiche Billigmodell zu sein, wie die weißen Sockel.
    Ich habe mich bisher ja nicht mit der 4000er oder 8000er Serie befasst. Interessant, dass da fast nichts mehr gesockelt ist.
    Naja, immerhin weniger Fehlerquellen durch schlechte Sockel. Und ob man nun auf der Verdacht die Chips sockelt oder die alten Sockel tauscht, ist ja im Prinzip der gleiche Aufwand.


    Was hasst du denn für Möglichkeiten zu messen? Wenn das Sockel tauschen nichts bringt, wird es Zeit die Spannungen und Signale an der CPU zu messen.


    Frage an die 4000er Experten: bedeutet das "diedeliep", dass die CPU lebt oder wird das per Hardware erzeugt?

  • hallo christian,


    der rechner macht ja den reset und piepst und löscht noch den bildschirmspeicher.
    nur die commodore meldung kommt nicht mehr.


    kann es sein wenn ein rom ( $D..C..Bxxx) defekt ist, es dann diese symptome gibt?
    oder war es ein I/O baustein?
    irgendwie kenne ich dieses problem, mir fällt es aber, nach jahrzehnten, nicht ein :(


    bitte mal die roms, an einem funktionierendem rechner, einzeln entfernen
    und nachsehen ob es die gleichen symptome gibt.


    viele grüße
    helmut

  • Die Chips sehen ok aus, aber diese schwazen Sockel scheinen das gleiche Billigmodell zu sein, wie die weißen Sockel.

    erstmal nur zum testen, muss man eigentlich die sockel nicht auslöten.


    nachsehen ob kontakte, im sockel, aussen oder innen, gegen den ic-pin drücken.
    und dann die ic-pins etwas nach innen oder nach aussen biegen.
    wenn sich danach etwas ändert oder sogar der fehler weg ist, den ic sockel erneuern.


    ich würde erst nachdem der fehler eingekreist oder gefunden wurde, anfangen die ic-sockel zu wechseln.
    nicht das man sich einen neuen fehler zusätzlich einbaut.

    Frage an die 4000er Experten: bedeutet das "diedeliep", dass die CPU lebt oder wird das per Hardware erzeugt?

    ja er lebt noch :) braucht nur etwas hilfe.


    gruß
    helmut

  • Das Klingeln beim Einschalten/Reset wird in Software erzeugt.
    Somit steht schonmal fest, daß Reset, CPU, Datenbus und Adressbus (und noch einige andere Dinge) OK sind.


    Natürlich könnte auch ein ROM defekt sein, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß die ROMs in den späteren Mainboards seltener kaputt gehen.
    Vor allem bei den PETs gehen die häufiger kaputt, bei den nachfolgenden dynamic PETs wurde das dann wohl schon besser.
    Dann beim Universal PET (mit CRTC) scheint die Qualität der ROMs nochmal besser geworden zu sein.
    Ich denke, daß bei MOS die Fertigung kontinuierlich verbessert wurde, wenn man mal von den besonderen Problemkandidaten TED und dazugehörige CPU absieht.


    Ich habe gerade auch noch bei einem CBM 8032 das gleiche Verhalten: Video-RAM wird initialisiert und Klingelton kommt, dann gehts nicht mehr weiter.
    Wenn ich bei dem die gesckelten ICs rausnehme und wieder reinstecke läuft der wieder - vorübergehend.
    Dem werde ich also wohl bei Gelegenheit auch neue Sockel verpassen.


    @ axorp: Da die Geräte inzwischen um die 30 Jahre älter sind, als zu der Zeit, als die in Deiner Werkstatt Tagesgeschäft waren, dürften sich die Fehlerhäufigkeiten einfach aufgrund des hohen Alters geändert haben. Du hast mir ja selbst gesagt, daß die billigen Sockel schon damals gerne mal Probleme gemacht haben. Nach so langer Zeit sind die bestimmt nicht besser geworden.
    Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß insbesondere Rechner, die instabil laufen (also sporadische Fehler aufweisen), des öfteren nach einer vollständigen Sockelkur wieder topfit sind.

  • Ich denke, daß bei MOS die Fertigung kontinuierlich verbessert wurde, wenn man mal von den besonderen Problemkandidaten TED und dazugehörige CPU absieht.

    ich würde sogar sagen, nachdem MOS, sie selbst nicht mehr hergestellt hatt
    und es anderen herstellern (gi, fujitsu, amd, f = fairchild, hitachi, s = signetics usw.) überlassen hatte,
    die für MOS zu produzieren, sind die viel viel besser geworden.


    das kann man oft an den verschiedenen ic gehäusen erkennen.
    z.b.
    ein langer markierungs schlitz, durch das ganze gehäuse = fujitsu
    sehr dunkles und glates und abgerundetes ic-gehäuse = hitachi


    Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß insbesondere Rechner, die instabil laufen (also sporadische Fehler aufweisen), des öfteren nach einer vollständigen Sockelkur wieder topfit sind.


    diese erfahrung habe ich auch gemacht, bei instabilen geräten, besonders wenn man, beim abtasten, die reset taste immer wieder drückt.


    viele grüße an alle, freue mich euch bald wieder zu sehen,
    ich zähle schon die tage, bis zu der cc2017 in berlin.
    helmut

  • Das Teil ist ein völlig überteuerter Nachbau der 6502 RAM/ROM Platine, die Nicolas Welte ( x1541) entwickelt hat.
    Es wird nichtmal der Name des ursprünglichen Entwicklers genannt.
    Das ist ganz schlechter Stil.
    Ansosnten ist das Ding natürlich sehr hilfreich bei der Diagnose.
    Wenn man öfters CBMs repariert ist das ein must-have.

  • Zumindes in diesem post wird die Quelle genannt. Gibt es fertige RAM/ROM-Platinen denn noch woanders zu kaufen?

    ich wollte, meine alte version von 1980, neu auflegen. eine universelle (65xx, 68xx) version, nicht nur für cbm rechner.
    eigentlich wollte ich es schon seit der CC2013 machen, ich komme aber mit dem layoutprogramm nicht klar, suche einen der mir mit kicad hilft.


    hatte verschiedene dram und sram versionen damals.
    srams gab es nicht günstig und hatten zuerst nur 2Kx8 (6116).
    1986 hatte ich eine version mit sram 32kx8.


    gruß
    helmut


    edit... nicht nur für RAM/ROM sondern auch noch viele andere adapter und test platinen.

  • Ja da würde ich gleich mein Interesse für 1 Stk bekunden. (Wenn ich mich da gleich anmelden darf) :-)


    Mit Itead Studios habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht.


    Für kleine Auflagen und Größen genau richtig.

  • Wie funktioniert denn eigentlich so ein Board? Kann das original RAM und ROM eingesetzt bleiben?
    Nutz der PET (wie C64) andere Bausteine, die auch ins RAM schreiben und treffen die dann auch
    das RAM auf dem Board?

  • Wenn das für Nicolas ok wäre, könnte ich anbieten Platinen aus CN anfertigen zu lassen (Eagle Dateien liegen ja vor).
    Hoffe das die Abmessungen unter 10x10cm sind? Dann ist es SEHR günstig (2-3€/Stk).


    Peter



    Guten Morgen!


    Wenn Nicolas da zustimmt und Peter die Platinen wirklich für (etwa) diese Kosten in guter / zuverlässiger Qualität fertigen lassen könnte, dann würde ich auch gerne Interesse anmelden. Am liebsten natürlich für die auf Nicolas' Seite aufgeführte Platine der "Universal 6502 RAM and ROM Expansion", da man die wohl auch sehr universell (wie der Name so unaufdringlich nahelegt ;-) ) in mehreren Geräten einsetzen kann. Meintest Du die auch, Peter?


    Je nach resultierendem Endpreis der "nackten" Platinen (da kommt ja wohl auch noch Versand- und ggf. Einfuhrabgabenanteil dazu) würde ich gegebenenfalls 5 bis 10 Stück haben wollen / abnehmen. Bei dem Preis wäre es ja kein Problem, neben einer "mobilen" Platine zu Diagnosezwecken die restlichen Exemplare dann fix in dadurch reparierten / wiedererweckten Geräten zu belassen...


    Wäre eine gute Chance, endlich meine beiden Ur-PETs zu reparieren und die anderen PETs mal durchzutesten.


    Bin gespannt, ob da was zustande kommt!


    Grüße aus Frankfurt,


    Ralph.

  • Wenn das für Nicolas ok wäre, könnte ich anbieten Platinen aus CN anfertigen zu lassen (Eagle Dateien liegen ja vor).
    Hoffe das die Abmessungen unter 10x10cm sind? Dann ist es SEHR günstig (2-3€/Stk).


    Die ROMs herzustellen stellt kein Problem dar?

  • Ich denke, wir reden davon:
    http://vic-20.de/x1541/hardware/petram.html


    Platine ist ca. 64x69mm und damit unter 10x10cm ;-) Wenn dann würde ich bei Elecrow bestellen.


    Eagle+Gals ZIP konnte ich entpacken; roms.zip scheint fehlerhaft zu sein..?


    Warten wir mal erst auf Rückmeldung von Nicolas..


    Bedarf scheint ja da zu sein.. ist ja auch eine tolle Hardware zum Reparieren von solchen Systemen!!


    Peter

  • Ich denke, wir reden davon:
    http://vic-20.de/x1541/hardware/petram.html


    Jawoll - genau die Platine isses.



    Eagle+Gals ZIP konnte ich entpacken; roms.zip scheint fehlerhaft zu sein..?


    Ich hab mir die "rom.zip"-Datei mal angeschaut: der Fehler liegt einzig wohl im Unterverzeichnis der VC20-PRG-Dateien. Die BIN-Dateien beider Unterverzeichnisse lassen sich problemlos einzeln extrahieren und speichern, ebenso der BIN-Dateiordner im VC20-Verzeichnis. Da ist also nicht alle Müh vergebens, und ggf. sollten die erforderlichen Roms auch noch von anderer Stelle (oder nochmals von Nicolas direkt) zu bekommen sein...


    Grüße aus Frankfurt,


    Ralph.

  • Wenn das für Nicolas ok wäre, könnte ich anbieten Platinen aus CN anfertigen zu lassen (Eagle Dateien liegen ja vor).
    Hoffe das die Abmessungen unter 10x10cm sind? Dann ist es SEHR günstig (2-3€/Stk).


    Da bin ich auf jeden Fall dabei. Je nach Preis mit 3-4 Boards.
    Ich habe selber schon in China fertigen lassen (dirtypcbs.com) - die Qualität war super.


    Da ich ein funktionsfähiges RAM/ROM-Board hier habe, sollte der Aufbau weiterer Boards kein Problem sein.
    Ich habe gerade mal nachgemessen. Das Board ist 7,8 x 6,2 cm groß.


    Das kleine Board von tynemouthsoftware habe ich auch im Einsatz. An dem gefällt mir, dass es so schön kompakt ist.
    http://blog.tynemouthsoftware.…e-pet-rom-ram-boards.html
    Überteuert finde ich es nicht - immerhin ist es das einzige, das man im Moment fertig kaufen kann.


    Detlef

  • Ich hab mir die "rom.zip"-Datei mal angeschaut: der Fehler liegt einzig wohl im Unterverzeichnis der VC20-PRG-Dateien. Die BIN-Dateien beider Unterverzeichnisse lassen sich problemlos einzeln extrahieren und speichern, ebenso der BIN-Dateiordner im VC20-Verzeichnis. Da ist also nicht alle Müh vergebens, und ggf. sollten die erforderlichen Roms auch noch von anderer Stelle (oder nochmals von Nicolas direkt) zu bekommen sein...


    Was den PET betrifft benötigt man für das RAM/ROM-Board lediglich die Standard-ROM-Images. Die kann man sich auch selber zusammenstellen. Ein funktionsfähiges ROM-Image für das RAM/ROM-Board mit Basic1, Basic2 und Basic4 kann ich bei Bedarf zur Verfügung stellen.
    Zum VC20 kann ich nichts beitragen.


    Detlef