Zwei ISA IDE Controller gleichzeitig betreibbar ?

  • Hallo,


    eigentlich lautet meine Frage, wie man vier IDE Laufwerke in einem alten 486er gleichzeitig bedienen kann. Da ich keine IDE Controller Karte mit zwei IDE Anschlüssen gefunden habe, sollte es doch mit zwei IDE Controller Karten gleichzeitig gehen ?
    Das einzige Problem - die zweite Karte darf natürlich nicht die gleichen Ressourcen (I/O Adresse, IRQ, DMA Channel) benutzen. Gibt es da Probleme ?

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."


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  • Es gibt IDE-Controller, die sich auf den Bereich des Secondary IDE Jumpern lassen, also IRQ15 mit passender I/O-Adresse...

  • Viele SoundBlaster 16 o.ä. haben einen IDE-Anschluss drauf. Ich hatte damals™ in meinem Rechner eine zusätzliche Festplatte und ein CD-Laufwerk an meiner AWE32 hängen, lief problemlos unter Windows 98 auf IRQ10 als dritter Controller.
    Selbstverständlich lassen die sich auch als zweiten Controller betreiben.

  • Hmmm momentan habe ich aber keinen SB16 (oder AWE xy) mit IDE Anschluss, wird das mit dem CTCU Utility eingestellt (sehe keine Jumper auf den Karten auf Ebay) ?

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  • als dritter Controller.


    Hatte ich auch mal an einer ESS1868 - ging sogar soweit dass ich die Platte im laufenden Betrieb abstöpseln konnte (war als Wechseldatenträger angemeldet) - nur wieder anstöpseln ging nicht, hat den Rechner blockiert.
    Gibts da eigentlich einen Dostreiber für?


    Peter


    Wichtige Fragen am Rand:
    - kann dein Bios überhaupt mit 4 Laufwerken Umgehen?
    - und, auch nicht ganz unwichtig, um was für Laufwerke geht es?


    CTCU würde dir, bei Festplatten, nichts bringen, da dies erst nach dem IDE-Bios geladen wird - das Bios also keine Chance hat die Festplatte zu erkennen - die Karte muss also auf Secoundary IDE Jumperbar sein (oder ihre Einstellungen in einem Rom Speichern)
    Für Wechsellaufwerke (wie z.b. CDRom) sind Soundkarten hingegen recht Problemlos.


  • Ja, würde mir weiterhelfen. Wobei ich ein bisschen vor dem Vesa Local Bus "Angst" habe, weil ich gelesen habe, dass, sobald mehr als eine VL Bus Karte benutzt wird, es auch Probleme geben kann.
    Denn ich habe inzwischen den VL Bus auf 40 MHz gesetzt, damit die Grafikkarte schneller wird. Und mir ist auch nicht klar, welche I/O Adresse und IRQ die Karte benutzt, wenn sie zwei IDE Anschlüsse besitzt.

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  • Ich muss nicht für 4 Festplatten den IDE Controller nutzen können, sondern eigentlich nur für eine Festplatte, ein CD-ROM Laufwerk und ein ZIP ATAPI Laufwerk.
    Das BIOS muss also nicht 4 Festplatten unterstützen, sondern das kann auch durch nachladbare Treiber erst gehen...

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  • Redest Du schon mit Dir selbst ;-) ?


    Ich habe momentan kein SB16 *mit* IDE Anschluss (sondern nur einen ohne IDE Anschluss). Müsste mir erst einen holen...

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  • sobald mehr als eine VL Bus Karte benutzt wird, es auch Probleme geben kann.


    Läuft hier auf 50MHz mit Grafik und IDE-Controller - ist aber wirklich sehr Boardabhängig ob es stabil läuft. Im Normalfall kann man aber mit Waitstates abhilfe schaffen - die Geschwindigkeit leidet darunter meist nicht so sehr da z.b. der Speicherdurchsatz immernoch höher ist.


    Quote

    nur für eine Festplatte, ein CD-ROM Laufwerk und ein ZIP ATAPI Laufwerk.


    Na dann spricht nichts gegen die Soundkartenlösung

  • Auch wenn ich nicht schon wieder Ebay bemühen wollte, habe mir eine SB 32 PnP gegönnt, die hat auch einen IDE Anschluß.
    Habe aber gesehen, dass der IDE Anschluss keine DMA-Ressourcen verbraucht (da gibt es ein ICU bzw. CTCU DOS Programm, und die PnP Konfiguration zu ändern), heisst das Festplatten laufen nicht mit dem 2. IDE Anschluss ???
    Und ach ja, habe noch nie eine derart lange ISA Karte gesehen, mal von der Original CGA und der Hercules Karte abgesehen (alles andere sieht klein dagegen aus).
    [imgwidth]http://www.z80.eu/images/SB32PnP_plugged.JPG[/imgwidth]


    P.S.: Im Windows 95 Gerätemanager werden 2 IDE Controller angezeigt, so weit so gut.

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  • Auch wenn ich nicht schon wieder Ebay bemühen wollte

    Schönes Teil mit Upgrade! Glückwunsch.


    Hier gibt es (wahrscheinlich fast) alles, was man treibermäßig so braucht:


    http://www.vogonsdrivers.com/index.php?catid=7
    http://files.mpoli.fi/unpacked/hardware/sound/clabs/


    PNP hängt von deinem Rechnersystem ab. PNP-fähig oder Non-PNP.


    CTCU/ICU betreffen nur die Soundkarteneinstellungen meines Wissens.


    Für IDE brauchst man die SBIDE.SYS ... ist aber meines Wissens nur für CD-ROM.


    Interessehalber ... welche CT-Nummer hat deine Soundkarte genau? Es gibt eine Menge Varianten:


    Sound Blaster AWE32 Value PnP CT4332 / CT4331
    Sound Blaster AWE32 IDE PnP CT3991 / CT3999
    Sound Blaster AWE32 PnP Internet Enhanced CT3990
    Sound Blaster AWE32 PnP CT3980
    Sound Blaster AWE32 IDE PnP (prelim) CT3960
    Sound Blaster AWE32 Value PnP CT3940
    Sound Blaster AWE32 Value IDE CT3919 / CT3910
    Sound Blaster AWE32 IDE CT3900
    Sound Blaster AWE32 Value CT3780
    Sound Blaster 32 PnP CT3672 / CT3620
    Sound Blaster 32 PnP Internet Enhanced CT3671
    Sound Blaster 32 IDE CT3930
    Sound Blaster 32 Value PnP CT4336 / CT4335
    Sound Blaster 32 Value PnP CT3690
    Sound Blaster 32 PnP CT3681
    AWE32 PnP (IDE) CT3680 / CT3670
    AWE32 Value CT3666 / CT3665 / CT3662 / CT3660
    CT3661 / CT3602 / CT3636 / CT3630
    CT3631 / CT3632 / CT3603 / CT3601
    Sound Blaster 32 Value PnP CT3640
    AWE32 CT3607
    Sound Blaster 32 PnP CT3605
    Sound Blaster 32 CT3604


    Gruß,


    Erik

  • Da muss ich Dich mal korrigieren. "Plug and Play" ist nicht systemabhängig sondern von Intel ein 1994 ins Leben gerufener Standard, zuerst nur für ISA Karten. Siehe http://www.osdever.net/documents/PNP-ISA-v1.0a.pdf
    Das BIOS spielt auch eine untergeordnete Rolle, da die Karten auch beim Booten erst konfiguriert werden können - daher ja auch die Software CTCM (wenn ich das Programm nicht lade, ist die Karte "unsichtbar", d.h. die Spiele können kein SB nutzen).
    Allerdings habe ich aus den Foren gelesen, dass PnP Karten meist erst ab 386er funktionieren, und dann auch nicht mit allen Systemen. Daher auch der Ausdruck "Plug and Pray" den man oft zu der Zeit hörte.
    ICU und auch CTCU kann die ganze Kartenhardware konfigurieren, nicht nur die "soundkartenspezifischen" Einstellungen.
    Siehe Bild:
    [imgwidth]http://www.z80.eu/images/ICU_SB32PnP_IDE.JPG[/imgwidth]
    und
    [imgwidth]http://www.z80.eu/images/ICU_SB32PnP_IDE_Config.JPG[/imgwidth]
    Wobei mein ICU die ältere Software war, das CTCU ist jüngeren Datums.


    Die Karte ist eine CT3620, also so wie ich es schon geschrieben habe, eine Soundblaster 32 PnP.
    Ich probiere einfach mal, am SB32 das ZIP Laufwerk anzuschliessen und schreibe das Ergebnis dazu nochmal hier rein. Es muss nur unter Windows 95 laufen, unter DOS habe ich keine Ambitionen.

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."


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  • (Zitate)


    ISA-Steckkarten gibt es in zwei Ausführungen:


    Als Legacy-ISA-Karten werden ISA-Steckkarten bezeichnet, für die die verschiedenen Systemressourcen (IRQ, DMA, IO-Base, Mem-Base) soweit benötigt vom Benutzer eingestellt werden müssen. Dies kann auf Hardwareebene geschehen, wobei dann auf der Steckkarte mittels Steckbrücken (Jumper) oder DIP-Schaltern die Werte einzustellen sind. Dies kann auch auf Softwareebene erfolgen, wobei auf der Steckkarte keine Einstellungen vorzunehmen sind und die notwendigen Systemressourcen per Software dem Treiber übergeben werden. Es gibt auch Mischlösungen. Bei Legacy-ISA-Karten muss der Benutzer dafür Sorge tragen, dass Systemressourcen nicht doppelt belegt werden. Lediglich serielle Schnittstellen (RS-232) können sich einen IRQ teilen, wobei dann aber jeweils nur eine dieser Schnittstellen zur gleichen Zeit angesprochen werden darf.


    Als ISA-PnP-Karten werden ISA-Steckkarten bezeichnet, die von einem PnP-fähigen BIOS die notwendigen Systemressourcen zugewiesen bekommen. Betriebssysteme, die das BIOS nur zum Booten benötigen und danach selbst die Hardwareverwaltung übernehmen, können ISA-PnP-Karten auch dann per Software konfigurieren, wenn das BIOS nicht PnP-fähig ist.


    ISA Configuration Utility (ICU) and Configuration Manager (CM): The ICU provides a userfriendly,
    GUI-driven tool for configuring non-Plug and Play “legacy” ISA cards in a Plug and
    Play ready system. The CM, a DOS-loadable device driver, provides access to
    configuration data storage and interfaces to the PnP BIOS, and can be used to make a
    system PnP-ready even when there is no PnP BIOS. Both DOS and Windows versions of
    the ICU are provided along with the necessary DOS CM driver and Windows VxDs.

  • Es muss nur unter Windows 95 laufen

    Diese informationen habe ich noch für dich gefunden ... ich muss mal schauen, ob die CT3620 ein spezielles Treiberpaket für WIN95 braucht.


    80386 or faster processor
    4MB system RAM
    Windows® 3.1, Windows® 9x and Windows® NT4.0
    Open, half-length 16-bit ISA slot
    Speakers or headphones


    Technical Specifications of the Sound Blaster 32 series


    Model Numbers:


    CT3672
    CT3671
    CT3620
    CT3606
    CT3600


    The Sound Blaster 32 is a standard Sound Blaster16 with the EMU 8000 Advanced WavEffect music synthesizer chip. The card includes all the standard Sound Blaster16 features.


    The EMU8000 is a sub-system offering high quality music synthesis using advanced wave effects technology. It comes with an onboard dedicated effect engine. The effect engine provides high quality effects like reverb and chorus to MIDI playback. The EMU8000 supports up to 32 voices, and the effect amount for each voice can be controlled via MIDI.


    The main difference between the AWE32 and Sound Blaster32 cards is the onboard memory, 512k memory on the AWE32 cards vs. 0 k on the Sound Blaster32 cards. In addition, there is a Wave Blaster Header on the AWE32 cards, not in Sound Blaster32 cards.



    Wave-Table Synthesis


    E-mu Systems EMU8000 wave-table synthesizer
    Digital Effects engine for reverb, chorus, flange, and delay
    32-voice polyphony and multi-timbral capability
    128 GM & Gs compatible instruments and 10 drum kits
    16 MIDI channels
    1MB ROM of built-in sound samples
    Advanced Audio Technology


    SoundFont downloadable samples allow new sounds and musical instruments to be added to the card
    E-mu 3D Positional Audio positions sound in a 360 degree environment, providing an immersive audio experience with supported applications
    Creative 3D Stereo Enhancement Technology expands the spaciousness of the sounds in a traditional two speaker system
    Hardware acceleration of Microsoft DirectSound games and applications
    Memory Subsystem


    Onboard RAM:None
    30-pin SIMM RAM Upgrade Module: Yes
    CD-Quality, 16-Bit Stereo Digital Audio


    8 and 16-bit, mono and stereo recording and playback
    User-selectable sample rates from the 5kHz to 44.1kHz
    Full-Duplex support enables simultaneous record and playback for Internet communications software
    General Specifications


    Signal to Noise: 85 dB
    Frequency Response: 20Hz-20kHz
    Year 2000 Compliant
    FM Synthesis: Yes
    Wave Synthesis: Yes
    Built-In Stereo Power Amplifier: Yes
    Built-In Digital/Analog Mixer: Yes
    Plug and Play: Yes
    CD-ROM Interface: IDE
    Hardware Settings
    Note: all settings are software selectable via Plug and Play.


    Interrupt (IRQ): 2, 5, 7, 10
    8-bit DMA Channel: 0, 1, 3
    16-bit DMA Channel: 5, 6, 7
    Joystick I/O Address: 200 Hex
    Audio I/O Address: 220, 240, 260, 280 Hex
    MPU-401 I/O Address: 300, 330 Hex
    FM Synthesizer I/O Address: 388 Hex
    Wave Synthesizer I/O Address: 6x0, Ax0, Ex0 Hex
    IDE Interface Port: Secondary, Tertiary, Quaternary
    IDE Interface IRQ: 10, 11, 12, 15
    MPU-401 Port [Enabled] (MFBEN closed), Disabled (MFBEN open)
    Connectors


    Line-In: Yes
    Mic-In: Yes
    Line-Out: Yes
    Speaker-Out: Yes
    PC Speaker-In: Yes
    SPDIF: Yes
    Game/Joystick Port: Yes
    CD-ROM Audio-In (Sound Blaster Audio Socket): Yes
    CD-ROM Audio-In (MPC2 Socket): Yes
    30-pin SIMM RAM Upgrade Module: Yes
    CSP Chip Socket: No
    Wave Blaster Daughter Board Connector: No
    External CD-ROM: Not Applicable
    Modem Feature Connector: Yes
    Minimum System Requirements

  • Du brauchst etwas in diese Richtung ...


    ftp://retronn.de/driver/Creati…ster16_AWE/Win95/sbw9xup/


    UPDATING SOUND BLASTER 16/32/AWE DRIVERS FOR WINDOWS 95/98
    ==========================================================


    This package supports Sound Blaster 16, Sound Blaster 32 and Sound
    Blaster AWE from Creative Technology Ltd.


    To update the drivers for Microsoft Windows 95/98:


    1. Put the whole sets of this package in a sub directory (or diskette)
    (eg C:\UPDDRV).


    2. In Windows 95/98, Click the Start menu, and select Run.


    3. Type in C:\UPDDRV\UPDDRV95.EXE where C:\UPDDRV is the directory
    where the file is located, and press the Enter key.


    4. Drivers will be updated automatically, you need to restart your
    computer for the changes to take effect.

  • So, 3 IDE-Laufwerke sind gleichzeitig am Laufen soweit, CF-Card + IDE-ZIP am normalen PATA-Controller, das CD-ROM Laufwerk am Soundblaster.
    Spaßeshalber probiere ich aber nochmal aus, ob das ZIP auch am SB läuft.
    Übrigens ist mein Rechner kurz mal auch mit dem AMD 5x86 auf 160MHz gelaufen, VL-Bus auf 40MHz, aber nach ein paar An- und Ausschaltvorgängen hing er plötzlich immer noch vor dem Erscheinen des DOS-Prompts, musste wieder auf 133 MHz runter. Ich vermute mal der Speicher ist zu lahm, da Speedsys auch immerhin fast 91MB/s Memory Bandwidth anzeigte.

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."


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  • Ich hatte mal so ähnliche Karten wie beim Link.


    https://www.recycledgoods.com/…posite-audio-connections/


    Mit diesem konnte man bis zu 6 IDE-Laufwerke betreiben.


    Die primäre Karte, welche schon vorhanden war.
    Und 2 solche Karten, wobei man bei der einten noch eine Drahtbrücke reinlöten musste, das man ein IQR mehr bekam.


    Linux erkannte dieses Gespann auf Anhieb. Unter Win95 musste man den 3. Kontroller manuell installieren.


    Damit hatte ich mal ein Raid mit 6 HDs unter Linux gehabt. :mrgreen: