4 Diskettenlaufwerke am PC/AT

  • 4 Floppylaufwerke an einem ASUS P55T2P4 Sockel 7 Motherboard

    Das Mainboard ist ein P55T2P4 Rev.3.1 mit AMD K6-III (Biospatch)

    Das P55 hat ein angenehmes Bios da:

    • Booten von IDE oder SCSI auswählbar.
    • Auswahl der zu bootenden Festplatten C bis F.
    • Floppy ein/ausschalten und Laufwerkszuordnung tauschen (A<->B).

    Da ich gerne einen Rechner noch auf 4 Laufwerke umbauen wollte und ich bei dem ASUS P55 gerade die

    Dallas RTC gemodded habe, wollte ich es mal damit versuchen.

    Ziel ist bei 4 Laufwerken alle Möglichkeiten zur Konvertierung von

    5,25 Zoll Diskettenformaten zur Verfügung zu haben.

    Hinweise zu 4 Laufwerken und wie es geht finden sich auch hier auf der Seite von John Elliot.

    http://www.seasip.info/VintagePC/floppies.html

    Ich wollte jetzt aber nicht ganz so viel basteln, sondern habe mir einen Adaptec AHA-152A SCSI Kontroller ausgewählt.

    Der AHA-1522A hat einen internen Diskettencontroller der FM/MFM lesend / schreibend beherrscht und per Jumper

    geschaltet werden kann.


    Mein Gedanke ist nun diesen Jumper durch einen Schalter zu ersetzen.


    Hierdurch kann ich den Floppycontroller wahlweise ein.- und ausschalten, wie es auch mit dem „ONBOARD“ Floppycontroller

    per BIOS-Konfiguration möglich ist.

    Da ich nicht laufend die Diskettentypen und Kontroller wechseln möchte ist das Einrichten des ONBOARD Kontrollers und

    der Diskettentypen kein Aufwand.

    Ich habe den Schalter an einer Slotblechabdeckung angebracht und ein kurzes Kabel angelötet.


    Laufwerke per ONBOARD Kontroller:

    1 x 1,4MB HD Irgendwas

    1 x 1,2MB HD IBM (ALPS) 15F6912


    Laufwerke per Umschalter am AHA-1522A

    1 x 80 Spur, aktuell 1,2MB Teac FD-55GFV

    1 x 40 Spur, aktuell 360KB Teac FD-55B


    Hinweis:

    Das ich mit den 1,2MB HD Laufwerken auch 40Spur Disketten lesen kann ist allgemein bekannt,

    leider ist ein Beschreiben der 40Spur Disketten, so daß diese auch mit 40 Spur Laufwerken sicher

    gelesen werden können, selten möglich.


    Deshalb bitte 40Spur Images auch mit 40Spur Laufwerken zurückschreiben!


    Anbei noch einige Bilder zum anschauen.





  • Hallo Fritz,

    daß der Adaptec einen Floppycontroller-Chip verwendet, der 4 Laufwerke ansprechen kann, weißt Du aber?

    Das 3. und 4. Laufwerk werden dann zwar nicht vom BIOS unterstützt, man kann sie unter DOS aber per Treiber nutzen.

    Die gängigen Kopierprogramme (TeleDisk, DCF, QopyQM, IMD) können die Laufwerke auch nutzen, dazu muß man sie lediglich in die eintsprechende .CFG-Datei eintragen.

    Dann stehen alle 4 Laufwerke gleichzeitig zur Verfügung, ohne Reboot und Controller Ein- und Ausschalten.

    Allerdings erfordert der Anschluß von 4 Laufwerken ein wenig Bastelarbeit am Adaptec.

  • ann stehen alle 4 Laufwerke gleichzeitig zur Verfügung, ohne Reboot und Controller Ein- und Ausschalten.

    Allerdings erfordert der Anschluß von 4 Laufwerken ein wenig Bastelarbeit am Adaptec.

    Ja,

    danke für den Hinweis, allerdings war das nicht mein Ziel.


    Wichtig war mir, dass ich auch den Floppycontroller des Asus Mainboards

    zwecks Booten von Floppy 360k bis 1,44MB nutzen kann ( wegen Tauschen A<->B ).


    Der interne Floppycontroller von ASUS kann auch Single Density Format lesen, schreiben muß ich noch testen.

  • Hast Du dazu irgendwelche spezifische Information?

    An dem Thema bin ich schon wiederholt gescheitert. Ich habe in meinem Rechner einen sekundären Floppy-Controller drin, so dass ich theoretisch 4 Laufwerke anschließen und gleichzeitig betreiben kann. Was ich nicht hinbekommen habe ist ein DOS-Treiber, der die beiden zusätzlichen Laufwerke anspricht.

    Und von den mir bekannten Tools konnte afair auch nur Anadisk die beiden zusätzlichen Laufwerke nutzen. Das mag aber an meiner mangelnden Erfahrung mit den Programmen liegen.

    Geht das mit dem Adaptec anders/einfacher?

  • Ich habe das schon erfolgreich mit einem AHA-1542B gemacht.

    Dann sind alle 4 Laufwerke am primären Controller. Der Treiber unterstützt auch einen sekundären Controller, das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Schwierig dabei dürfte auf jeden Fall werden, alles ohne Resourcenkonflikte einzustellen. Auch die Controller, die man als sekundäre einstellen kann, lassen sich meist nicht auf einen anderen DMA-Kanal einstellen.

  • 4 Laufwerke an 15xx - gibt es dazu eine Anleitung?


    Ich habe das 8" Doppelaufwerk und ein Anschluß an meinen AT ohne das Gehäuse abnehmen zu müssen wär schon gut.

    Ich könnte jetzt einen weiteren AHA-1522 mit Umschalter einbauen, den vorhandenen AHA auf 4 Laufwerke umbauen wär aber auch spannend.

    Der externe Anschluß ist wie bei http://ibm51xx.net/ beschrieben.


    Ich habe ja ähnliches mit der Anbindung des 8" Laufwerkes an den Genie gemacht und werde hier auch einen Intern nach Extern Adapter einbauen.

    Falls jemand noch so was zu SCSI hat - intern 50pol auf extern 50pol HD oder Centronics - und nicht mehr braucht bitte melden.





  • Sofern der zweite Floppycontroller auf der sekundären Adresse/IRQ/DMA eingestellt ist, sollte man mit


    device=c:\dos\driver.sys und ein paar Parametern dahinter die zusätzlichen Laufwerke unter DOS einbinden können.

  • 4 Laufwerke an 15xx - gibt es dazu eine Anleitung?

    Gesehen hab ich noch keine...:tüdeldü:

    Ich habe mich einfach an das Datenblatt des Floppycontroller-IC gehalten, und einen zweiten Anschluß an den Controller gemacht.



    Sofern der zweite Floppycontroller auf der sekundären Adresse/IRQ/DMA eingestellt ist, sollte man mit


    device=c:\dos\driver.sys und ein paar Parametern dahinter die zusätzlichen Laufwerke unter DOS einbinden können.

    Das klappt leider nicht. DRIVER.SYS kann nur Laufwerke, die bereits im BIOS angemeldet sind, verwalten.

    Man kann damit Laufwerkstypen ansprechen, die das DOS und der Controller unterstützen, das BIOS aber nicht.

  • Ich meine, das müsste mit driver.sys gehen. Siehe http://www.vfrazee.com/ms-dos/6.22/help/driver.sys.htm


    Code
    DEVICE=[drive:][path]DRIVER.SYS /D:number [/C] [/F:factor] [/H:heads] [/S:sectors] [/T:tracks]


    Der Paramter /D:number ist das "magische";


    Code
    /D:number Specifies the number of the physical floppy disk drive. Valid values for number are in the range 0 through 127. The first physical floppy disk drive (drive A) is drive 0; a second physical floppy disk drive is drive 1; a third physical floppy disk drive, which must be external, is drive 2. For a computer with one floppy disk drive, drives A and B are both numbered 0; for a computer with multiple floppy disk drives, drive B is numbered 1.


    /D:0 und /D:1 sprechen die internen Floppylaufwerke an, am primären Floppycontroller. "External" bezieht sich auf einen zweiten, sekundären Floppycontroller, demzufolge sprechen /D2: und /D:3 eben Laufwerke an einem sekundären Controller an. Dazu muss man den zusätzlichen Floppycontroller auf die sekundäre Adresse umstellen. Mit den Adaptec 1542A/B/CP-Controllern geht das, Jumpereinstellung bzw. beim CF im Konfigurations-BIOS des Controllers (so eine Art Plug&Play bevor es das gab). Ich meine, das vor langer Zeit so gemacht zu haben.

  • Nein, das bezieht sich auf den Ur-Floppycontroller im IBM PC/XT. Der hatte einen externen Anschluss. Für einen zweiten Controller muss man tatsächlich basteln. VGACOPY unterstützt aber z.B. auch einen zweiten Controller per Parameter.

  • Nee driveparm ist das Mittel der Wahl, wenn man die Laufwerksgeometrie vorhandener Laufwerke ändern will, z. um aus einem 360k ein 720k Laufwerk zu machen. Mit driver.sys kann man vom BIOS unerkannte Laufwerke einbinden, oder vorhandene Laufwerke noch ein zweites Mal einbinden, so dass man z.B. copy a:*.* b: mit nur einem Laufwerk machen kann.

  • Nee driveparm ist das Mittel der Wahl, wenn man die Laufwerksgeometrie vorhandener Laufwerke ändern will

    War ja auch der Gedanke: per Subst das Laufwerk auf einen weiteren Laufwerksbuchstaben mappen und dessen Parameter per drivparm ändern...

    Ist halt die Frage wie Dos das intern löst - aber da Subst dazu da ist Verzeichnisse zu mappen wirds wohl nicht funktionieren.


    Quote

    Mit driver.sys kann man vom BIOS unerkannte Laufwerke einbinden, oder vorhandene Laufwerke noch ein zweites Mal einbinden, so dass man z.B. copy a:*.* b: mit nur einem Laufwerk machen kann.

    Dann könnte man das darüber machen, per Driver.sys ein Laufwerk nochmal mit anderen Parametern einbinden - und dann halt die Selectsignale Umschalten um das entsprechende Laufwerk auszuwählen.


  • Habe ich alles längst durch.

    Mit den DOS-Bordmitteln geht das nicht.

    Damit kann man nur so viele Laufwerke verwenden, wie das BIOS unterstützt.

    Das ist eben auch meine Erfahrung.

    Insofern wundert es mich, dass das mit einem modifizierten 1542 dann gehen soll. Macht der das über sein eigenes BIOS?

    Für "normale" sekundäre Controller nennt die oben bereits zitierte Seite von John Elliott zwei spezielle Treiber sdrive.sys und dc2.sys, die in der Lage sind, die weiteren Floppies einzubinden. Der erste scheint aber nur mit spezieller Hardware zu laufen, jedenfalls habe ich damit keinen Erfolg gehabt. Und der zweite ist nicht aufzutreiben.


    Die Variante mit den Schaltern halte ich daher im Moment noch für die realistischste Methode - ggfs. noch die Variante mit dem Adaptec, obwohl ich da auch noch eine Menge Fragezeichen habe.

  • Der Adaptec-Umbau bringt noch keine BIOS-Unterstützung für die zusätzlichen Laufwerke, dadurch wird es lediglich möglich an dessen Floppycontroller 4 Laufwerke zu betreiben. Für die Unterstützung unter DOS ist ein entsprechender Treiber (SDRIVE.SYS) erforderlich.

    Für Kopierprogramme wie TeleDisk, DCF u.ä. reichen entsprechende Einträge in den Config-Dateien.

  • Der Adaptec-Umbau bringt noch keine BIOS-Unterstützung für die zusätzlichen Laufwerke, dadurch wird es lediglich möglich an dessen Floppycontroller 4 Laufwerke zu betreiben. Für die Unterstützung unter DOS ist ein entsprechender Treiber (SDRIVE.SYS) erforderlich.

    Danke, dann ist es etwas klarer. Da der Adaptec ja ein eigenes BIOS (für die Festplatten) mitbringt, wusste ich nicht, ob der ggfs. auch was für die Diskettenlaufwerke tut.


    Dann werde ich dieses Thema wohl bei Gelegenheit noch einmal angehen;)

  • Ich muss das hier mal aufwärmen!


    Hat wer denn jetzt mehr als zwei Floppylaufwerke an einem BIOS mit Unterstützung für nur derer Zwei ans laufen bekommen?

    Habe jetzt einen Adaptec 1542B auf den zweiten Floppycontroller gejumpered, incl. DMA und IRQ. Beides im PNP BIOS ISA zugewiesen aber keiner der Treiber, egal ob SDRIVE oder der Win98 SE Adaptec Floppytreiber finden diesen. Win98 SE erkennt den Adaptec als PCMCIA Erweiterung.

    Adaptec Floppycontroller liegt aif IRQ10 und DMA3.


    Mir ist bekannt, dass WIN98 wohl grundsätzlich Probleme mit mehr als zwei Floppies hat allerdings findet man immer wieder Vermerke, dass es wohl doch geht. Nur beschreiben tut es keiner.


    Board ist ein ASUS P5A-B mit weiterem DC-395 UW SCSI Controller. BIOS am Adaptec ist "DISABLED". Da soll später ein externes Laufwerk dran.

    ASPI DOS Treiber laufen auch nicht, habe aber da auch noch nicht wirklich reingeschaut. Erst einmal sollen die Diskettenlaufwerke funzen.


    Übrigens ist ein TEAC FC1 Laufwerk auch keine rechte Option. Das wird von Win98 als Festplatte erkennt und hängt sich weg wenn man die Floppy entfernt.

    Und immer wieder das Laufwerk abmelden ist nervig.


    Gruss,

    Peter

  • Hast du es mal mit device=driver.sys (+Parameter) versucht? Meines Wissens ist das die Standard-Methode dafür. (driveparm ist zum Verändern des Formats vorhandener Laufwerke)

  • Hast du es mal mit device=driver.sys (+Parameter) versucht? Meines Wissens ist das die Standard-Methode dafür. (driveparm ist zum Verändern des Formats vorhandener Laufwerke)

    Ja, das spiegelt die Laufwerke A und B. Habe dann 2 zusätzliche virtuelle.

  • Hast du es mal mit device=driver.sys (+Parameter) versucht? Meines Wissens ist das die Standard-Methode dafür. (driveparm ist zum Verändern des Formats vorhandener Laufwerke)

    Ja, das spiegelt die Laufwerke A und B. Habe dann 2 zusätzliche virtuelle.

    Ich empfehle dir sehr, nach einer Adaptec AHA-1542CF Ausschau zu halten. :thumbup:

    Magst du mir erklären warum? Der unterstützt doch auch nur zwei Laufwerke?!

  • Hast du es mal mit device=driver.sys (+Parameter) versucht? Meines Wissens ist das die Standard-Methode dafür. (driveparm ist zum Verändern des Formats vorhandener Laufwerke)

    Ja, das spiegelt die Laufwerke A und B. Habe dann 2 zusätzliche virtuelle.

    Ich empfehle dir sehr, nach einer Adaptec AHA-1542CF Ausschau zu halten. :thumbup:

    Magst du mir erklären warum? Der unterstützt doch auch nur zwei Laufwerke?!

    Sie lässt sich wohl für mehrere IDs konfigurieren und das menügesteuert. Oder liege ich da falsch?! SCSI-Diskettenlaufwerke 3.5" lassen sich doch da auch anschließen, oder?


    Von nur 2 Laufwerken steht da nix ... bin mir nicht sicher ... dachte, dass die mehr kann.

  • Diskettenlaufwerke meine ich. SCSI Floppy nervt eh nur.

  • Ich hatte ja neulich einen Thread geschrieben wegen externen Laufwerken am XT und bedauert, dass der AT keine Schnittstelle für externe bzw. zusätzliche Floppys hat. Mittlerweile hab ich 4 Laufwerke an meinem AT, die einwandfrei funktionieren. Intern 5,25" 1,2mb und 3,5" 1,44mb. Extern ein 360kb Laufwerk und ein Gotek. Da war noch diese Kiste auf dem Dachboden mit dieser Zusatzkarte drin, an die ich nicht mehr gedacht habe. An dem AT-Floppy-Controller ist ja nur ein Anschluß für 2 Laufwerke dran. Man steckt die Zusatzkarte in den Rechner und verbindet mit einem kurzen Flachbandkabel die Floppyschnittstelle des originalen Controllers mit dieser Karte. An die Karte steckt man dann das Kabel für die internen Laufwerke. Zum Anschluß des dritten und vierten Laufwerks kann man entweder den Stecker auf der Karte benutzen oder den externen.


    Hier die Karte:




    Wie ihr seht, ist kein Eprom drauf. Man kann ein Eprom "nachrüsten", dann hätte man einen vollwertigen Floppycontroller.


    Hier noch die Software von Diskette inkl. Handbuch:


    Sunnix Diskdriver.zip



    Gruß Jan

  • Wie ihr seht, ist kein Eprom drauf. Man kann ein Eprom "nachrüsten", dann hätte man einen vollwertigen Floppycontroller.

    Glaube ich nicht, denn dann müsste auf der Karte ein weiterer Floppycontroller-Chip sein.


    Die Platine sieht nicht recht komplziert aus, ob da ein Nachbau möglich wäre?

  • So wie's aussieht, schatet die Karte nur die zusätzlichen Drive Select und Motor start Signale zwischen zwei Laufwerkssträngen um. Ein Eprom würde vermutlich eine BIOS-Erweiterung enthalten, die das anstelle des Treibers übernimmt.

  • Wie ihr seht, ist kein Eprom drauf. Man kann ein Eprom "nachrüsten", dann hätte man einen vollwertigen Floppycontroller.

    Glaube ich nicht, denn dann müsste auf der Karte ein weiterer Floppycontroller-Chip sein.


    Die Platine sieht nicht recht komplziert aus, ob da ein Nachbau möglich wäre?

    Nur welchen Sinn sollte dann ein Eprom darauf machen ? Laut Handbuch hatte ich das so interpretiert.

    Viel drauf ist da ja wirklich nicht. Ein PAL und ein paar Standard Logikchips. Leider kenne ich mich mit Leiterplattenerstellung nicht aus. Ich nutze den AT zwar regelmäßig und schaufele über das Gotek meine ganzen Daten rüber. Aber wenn sich jemand dazu bereit erklärt, einen Clone erstellen zu wollen, dann stelle ich die Karte gerne dafür zur Verfügung ! Den PAL kann ich evtl noch selber lesen mit dem Beeprog, da müsste ich nachschauen...



    Gruß Jan