USB & DOS - hier: USB Floppy unter MS-DOS 6.22

  • Hallo Leute,


    ich tüftle ja gerne immer mal, was wie wo technisch machbar ist.


    Heute habe ich mal eine USB Floppy Disk Drive Unit (NEC UF0002) mit einem Rechner verbunden, auf dem nur MS-DOS 6.22 als Betriebssystem läuft.


    Das eingebaute Floppylaufwerk ist ganz normal A:\, die USB Floppy habe ich jetzt mal auf E:\ eingestellt.


    Funktioniert tadellos.


    Gruß,


    E.

  • Könntest du bitte eine Anleitung schreiben bzw. Treiber und Quelle nehnen. Auch ein Screnshot von Autoexec.bat und config.sys wäre super...


    xesrjb

    Wer verliert und läuft von hinnen, kann ein andern' mal gewinnen!'

  • Gerne ... ;-)


    Link zu den DOS-Treibern:


    http://bretjohnson.us/


    Eine kurze Beschreibung des Treiberpaketes findet sich in der README.TXT Datei.


    Änderungen an bzw. Einträge in die autoexec.bat und/oder config.sys sind in diesem Fall nicht erforderlich. Es sind kleine TSR-Programme, die einfach aus DOS heraus gestartet werden.


    USBUHCI.COM oder USBUHCIL.COM

    USBDRIVE.COM


    In dem Rechner muss natürlich eine passende Karte eingesetzt werden ... ein USB Hub Controller, sofern nicht vorhanden. Ich habe eine PCI-Karte verwendet, wo ich auch schon mal was zu angeschlossenen USB Sticks als Massenspeicher geschrieben habe.


    Gruß,


    E.


    P.S.: ... noch ein cooler Nebeneffekt ... soeben festgestellt ... mit den kleinen Programmen USBUHCI.COM und USBDRIVE.COM lassen sich auch USB Sticks einwandfrei einbinden.

  • Hallo Leute!


    Habe die Sache noch mal weitergetrieben ... und mir ein DB25-DB25 Nullmodemkabel zusammengelötet (Frickelarbeit bei den dünnen, kleinen Kabeln!), weil ich keines hatte.


    Ziel war es, eine Client-Server-Verbindung unter DOS mit den kleinen DOS-Programmen interlnk/intersrvr einzurichten.


    Client ist ein Pentium-Rechner, wo ich die USB-Sticks ja einfach als Laufwerke einbinden kann. Hier muss die interlnk.exe nur in die config.sys eingetragen werden:


    DEVICE=C:\DOS\INTERLNK.EXE


    Server ist ein 386er, wo ich keine USB-Sticks anschließen kann. Dort wird an der Befehlszeile einfach nur intersvr eingegeben. Der andere Client-Rechner muss dann nochmal gebootet werden.


    That's it!


    Das DB25-DB25-Kabel ist in einer Kabelkombination eingereiht (in der Mitte von 3 Kabeln) ... an beiden Enden habe ich jeweils ein normales DB25 <-> male/female DB9-Adapterkabel verwendet. Beide female DB9-Stecker kommen dann in COM1:, wo z. B. auch die serielle Maus angeschlossen wird.


    Fertig!


    Nun kann ich beispielsweise vom Client-Rechner (Pentium) aus die gesamte Festplatte vom Server (386) auf den USB-Stick vom Client ziehen ... jeder andere Datenaustausch ist nun auch möglich.


    Natürlich kann man die Client-Server Richtung auch tauschen, d. h. den 386er zum Client machen.


    Gruß,


    E.

  • Da hätte ich dann aber direkt ein Parallelkabel gelötet.

    Damit geht's deutlich schneller.

    Und es läuft sowohl mit Interlink, als auch mit dem Commander-Link vom NC.

    Letzteres hat noch den Vorteil daß man garkeine Treiber laden braucht,

    und auch nicht festegelgt ist, welcher Rechner Server und welche Client ist.

  • @Parser:

    Mal eine Frage: Funktionieren die DOS-Treiber für USB-Hub mit jeder x-beliebigen PCI-USB 2.0 Karte ?

    z.B: auch mit der :
    LogiLink USB 2.0 PCI 4+1 Port USB 2.0-Controllerkarte USB-A PC, die ja nur 6,99€ kostet ?

    Das wäre ja super. DOS 6.0 per PCI-Karte für 6,99 € USB-fähig machen :-P


    Klar dass Du dafür keine Garantie geben kannst, aber die Treiber beziehen sich ja meistens

    auf einen bestimmten Chipsatz.

    Daher die Frage: Welchen USB-Hub-Controller hast Du genau verwendet ?

    Und worauf müsste ich da achten, damit die Treiber auch tatsächlich funktionieren ?


    Danke für die Info.


    Gruß

    Roger

  • Da Intersrv/Interlnk IMHO nur auf DOS Rechnern funzt, ist mir der Zweck nicht ganz klar. Da ist eventuell eine Netzwerkverbindung sinnvoller, zumal die älteren Retro-PCs auch kein USB kennen und leicht mit einer NE2000 bspw. aufgerüstet werden können, um dann via Netzwerkverbindung auch Laufwerke des Remote-Rechners nutzen zu können.

    Aber das mit dem Einbinden eines USB-Diskettenlaufwerks unter DOS finde ich trotzdem ganz interessant.

    "Ich habe keine Zeit mich zu beeilen." (Igor Strawinsky)


    ... und schaut auch mal bei meinem Blog vorbei ...

  • Bei mir funktioniert dieser Treiber nur mit USB-PCI-Karten mit VIA-Chipsatz. Die USB-Karten mit NEC-Chip, die ich auch habe, funktionieren nicht.


    https://hddguru.com/software/2…09-USBASPI-MS-DOS-Driver/


    Das ist ein USB-ASPI-Treiber von Panasonic, das heißt man muss danach noch einen ASPIDISK.SYS von Adaptec laden.


    Eine USB-Floppy habe ich damit aber noch nicht ausprobiert, sondern nur USB-Sticks, und da muss man aufpassen, bei 2GB ist Schluss, größere können vom MS-DOS 7.x (Win 9x) nicht erkannt werden.


    DIe Transferrate von/auf den USB-Stick ist erträglich, aber DOS bekommt echt dicke Backen beim ersten Zugriff auf den Stick, und allgemein beim DIR-Kommando, wenn es frei/voll anzeigen will, das dauert ewig.

  • Hallo Peter z80.eu und 1ST1.


    Vielen Dank für Eure schnellen Antworten :-)

    Hab' gerade gesehen, dass die LogiLink-PCI-USB-Hub-Karte einen VIA Chip aufsitzen hat,

    genau genommen VT 6212L. Damit wird es also wahrschinlich funktionieren nüscht ?


    Ja alternativ Netzwerkkarte hatte ich auch schon überlegt.

    Aber es ist meiner Meinung nach zur Übertragung kleiner Datenmengen

    per USB einfacher und noch etwas flexibler als eine Netzwerkverbindung

    einzurichten.


    Der Vorteil einer Netzwerkverbindung könnte allerdings sein, dass man dann

    wahrscheinlich irgendwie auch einen Internetzugriff per DOS hinbekommt

    und dann vielleicht auch ftp usw. nutzen kann, nüscht ?

    Von Netzwerkeinrichtung habe ich aber zu wenig Ahnung.

    Ich brauche eher Plug and Play;-P

  • Es gibt bei USB 2.0 zwei Treiber/Chip-Standards, der eine heißt EHCI, der andere heißt OHCI. NEC braucht Treiber nach OHCI-Standard, VIA, Intel und noch ein paar andere EHCI. Das heißt, ein EHCI-Treiber sollte mit jedem EHCI-Chipsatz zurecht kommen.

  • Schau einfach mal bei https://www.brutman.com/mTCP/ vorbei.

    Falls Du eine "exotische" Netzwerkkarte hast, kannst Du auch nach den "crynwr" Treibern suchen.

    Damit sollte sehr einfach auch FTP mit einer DOS - Kiste gehen.

    Ist keine Raketenwissenschaft.

    "Ich habe keine Zeit mich zu beeilen." (Igor Strawinsky)


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  • Ich hab in allen PCs vom IBM PC bis zum 486er eine Netzwerkkarte und darauf läuft mtcp.

    An den PS2 Rechnern hab ich ein Xircom Parallel-TP Interface.

    Ich kann bequem vom Mac auf alle Rechner mit Filezilla über ftp zugreifen.

  • Und worauf müsste ich da achten, damit die Treiber auch tatsächlich funktionieren ?

    This is a DOS USB driver package. There are several programs here that

    will allow you to use USB keyboards, mice, joysticks, printers, and disk

    drives in DOS. These programs work VERY differently than any of the DOS

    USB drivers you have seen before, and will allow you to use USB devices

    in ways you probably never even imagined possible until now.


    These programs do have some limitations, however. The main limitation

    is that the only USB Host Controller protocol included here is UHCI

    (Universal Host Controller Interface). This means that these programs

    will currently only work with USB host controllers manufactured by Intel

    Corporation or Via Technologies, and will only operate a full-speed

    (maximum 12 Mbps). One of the included programs (USBHOSTS.COM) will

    tell you what kind(s) of USB host controller(s) you have if you don't

    already know. In the future, support for other protocols (OHCI) and

    faster speeds (EHCI, WHCI, XHCI) will be added, as will support for

    other types of devices.


    These programs are still under development (alpha/beta), and therefore

    do not include complete documentation. The attached USBINTRO.DOC file

    contains basic documentation for all of the programs, and you should

    read it before attempting to use any of the programs. It explains

    everything you should need to know to be able to start using the

    programs, including the licensing arrangements.


    You can also go to my web site (http://bretjohnson.us) and download the

    source code for all of the programs if you want. The source code is not

    included here since I know most people will not be interested in it

    anyway, and it takes up a lot of space (makes the download take a lot

    longer and takes up a lot of room on your hard drive).


    If anybody is interested in helping me out with the progression of this

    DOS USB project, I will gladly accept volunteers. There are LOTS of

    things that still need to be done, including testing, documentation,

    program additions and upgrades, etc. You don't necessarily need to be a

    programmer to help out, either. In fact, NOT being a programmer or even

    a "power user" is a tremendous asset for certain things, especially

    writing documentation.


    Good luck,

    Bret Johnson

    bret@bretjohnson.us

    http://bretjohnson.us

  • Daher die Frage: Welchen USB-Hub-Controller hast Du genau verwendet ?

    Das weiß ich jetzt nicht auswendig und mag den Rechner im Moment auch nicht aufschrauben wollen.


    Die zuvor geposteten Beiträge beantworten deine Frage ja schon ... notfaslls einfach mal ausprobieren, würde ich sagen. USB-Stick bis 1GB und eine USB-Floppy laufen bei mir einwandfrei ... mehr brauche ich nicht an zusätzlichem Komfort.


    Ggf. im Manual zu deiner USB-Hub-Karte nachlesen ... was da genau unterstützt wird.

  • Hallo liebe Leute,

    gibt es eigentlich ISA Karten 8- oder 16Bit mit solch einem EHCI oder OHCI Chip ?
    Ich hab bisher nur PCI Karten mit USB Chips gesehen .

    Außer: "Lo-tech ISA USB Adapter"

    Dieses Board verwendet den China Chip: CH375

    Der ist aber sicherlich nicht kompatibel zu EHCI oder OHCI.


    mfG. Klaus Loy

  • ISA Karten mit USB-Schnittstelle gibt es - wenn überhaupt - nur im industriellen Bereich, und die kosten dann ein Haufen Geld (denke dreistellige Preise).

    Ansonsten hatte ich mal nach "Parallel Port to USB" gesucht, aber nur "LPT2USB" unidirektional gefunden, und auch was zum Selbstbauen (wohl ebenfalls unidirektional, s.a. https://www-user.tu-chemnitz.d…PC/USB2LPT/lpt2usb.en.htm ).

    "Ich habe keine Zeit mich zu beeilen." (Igor Strawinsky)


    ... und schaut auch mal bei meinem Blog vorbei ...

  • danke für die Bestätigung, dass es sowas eigentlich nicht gibt.


    mfG. Klaus Loy

  • gibt es eigentlich ISA Karten 8- oder 16Bit

    Wer externe Floppies, oder auch Flash Memories wie z.B. SD-Karten auf ISA-Rechnern benutzen will, kann das auch auf "period correct" Art und Weise tun.



    Da es damals noch kein USB gab, kann es naturgemäss nicht über USB gehen, sondern bedarf zeitgemässer Interfaces.

    An entsprechenden PCCard-Adaptern gibt es eine recht grosse Auswahl.


    Wollte das eigentlich zwecks Angeberei in meinem 486 auch machen. ;)

    Aber das ist über den Rand hinausgefallen, da das "neue" Gehäuse für den 486 leider nur 7 Öffnungen hat, und deshalb ein Slot nicht benutzt werden kann ::cry::

  • Jupp, hatte ich auch mal ausprobiert (das mit dem PC-Card-Adapter), dummerweise braucht man dann aber nicht nur die passende PC-Card (und da funktionieren die moderneren 32bit PCMCIA Karten eben nicht alle!), sondern auch noch für den Austausch mit modernen Rechnern ebenfalls wieder ein passenden Adapter (und das eben für die älteren PC Cards, die 16Bit sind). Notebooks haben außerdem ab ca. 2003/2004 nur noch Express Card Slots.

    "Ich habe keine Zeit mich zu beeilen." (Igor Strawinsky)


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    Edited once, last by Peter z80.eu ().

  • Für größere Datenmengen bleibe ich bei XT und 286er bei ZIP-100-Laufwerken. Die lassen sich ohne weitere Ressourcen zu verwenden, bei den alten PCs am Parallelport verwenden. Und für die neue Welt gibts die als USB-Laufwerke. Und ab 386SX aufwärts nutze ich ParCP-USB. Man muss bei den XTs und 286erm nur dafür sorgen, dass die PCs mit DOS 5 laufen (wegen Partitionen größer als 32 MB) und die XTs mit einer V20 oder V30 CPU (guest.exe verwendet einige Maschinenbefehle die der 8086/8088 nicht hat) ausgerüstet sind.