Refill von HP Plotterstiften

  • Hallo!


    Habe von joshy dankenswerter Weise ein paar kurze HP Plotterpens (Paper) mit Faserspitze bekommen.


    Die schwarzen sind leider mehr als 2 Jahrzehnte nach Ablauf des MHD ein wenig schwach auf der Brust :-)


    Die Faserspitze ist aber voll intakt.


    Habe mit hier https://www.amazon.de/Staedtle…keywords=staedtler+refill eine Staedler refill station für schwarze Flipchart-Marker besorgt. Die Pens rasten darauf natürlich nicht ein, aber mit 2 Haushaltsgummis kann man die Faserspitze gegen den Federmechanismus der Refillstation auf das tintennasse Vlies drücken. Mal sehen ob es funktioniert (und die Tinte die richtige war).


    Hätte ja noch die https://www.amazon.de/Staedtle…keywords=staedtler+refill für schwarze non permanent Universalstifte gegeben. Aber ich dachte für die angedachte reine Papieranwendung ist die Flipchartmarkertinte nicht ganz so falsch.


    Ich werde berichten.


    Gruß

    Stephan

  • Geht sowas auch (also Refill) mit Commodore 1520 Plotter Stiften?


    Gruß, Gerd

    Höchst unwahrscheinlich. Das sind eigentlich kurze Kugelschreiber (Ballpoints). Die brauchen eine viel zähflüssigere Tinte, die Du wahrscheinlich nicht mit Hilfe der Kapillarkräfte durch den Spalt zwischen Kugel und Patrone bekommen wirst.


    Hier gibts aber neue: http://www.best-electronics-ca.com/laser_printers.htm

  • Hast Du einen Anhaltspunkt, wie lange so ein Auffüllvorgang dauerrn wird?

    Ich habe nicht die geringste Ahnung. Für die Flipchart-Stifte wird 3-4h angegeben. Dort ist das Tintendepot größer als beim Plotterstift, aber möglicherweise das Fließverhalten anders. Ich glaube "überfüllen" geht nicht, wenn alle Kapillaren gefüllt ist, wird der Vorgang wohl stoppen.

  • Leider kein Erfolg. Entweder ist die Tinte falsch oder der Filz schon zu sehr verharzt. Habs die ganze Nacht stehen lassen (ca. 9h). Vielleicht mal "permanent" ausprobieren, weil das auf lösemittel- und nicht Wasserbasis ist?


    Ich habe ja mehrere dieser nicht mehr funktionierenden Pens. Ich habe jetzt folgendes ausprobiert


    Jeweils Pen liegt in Isopropylalkohol, einer in Wasser, einer in Aceton und einer in Küchenentfetter (sehr gutes Tensid)


    Mal schauen ob sich dadurch die Fließeigenschaften wieder verbessern lassen.

  • Ich glaube, das Problem ist eher, dass der Stift ja noch voll ist. Die schwarze Farbe hat sich versetzt und ist nur noch eine blassbraune Plörre. Aber der Stift ist nicht ausgetrocknet oder leer geschrieben. Versuche doch den Stift erst mal mit z.B. Küchenkrepp leerzusaugen.

  • Na ja, die Sifte sind noch originalverpackt und nicht leergeschrieben. Ich vermute, dass sich die Tinte zersetzt hat. Die Nachfüllstation funktioniert aber nur wenn der Stiift leer ist und über die Kapilarwirkung die neue Tinte eingesaugt werden kann. Ich habe mal einen der Stifte über ein kleines Loch mit einer Spritze mit Tintenstrahlerfarbe befüllt. Das hat funktioniert, aber erst als die alte Farbe ausgeschwemmt war.

  • Die Nachfülltinte habe ich in einem lokalen Tintenpatronenshop gekauft und mit einer normalen Arztspritze eingefüllt - das war ne ziemliche Schweinerei, weil nicht klar war wieviel Tinte reinpasst :-) Ich habe den Stift dann mit einem Papiertuch 'abgesaugt' bis schwarze Tinte kam.


    Das Loch habe ich mit einem kleinen runden Etikett verschlossen. Es geht aber auch ein Tupfen Heißkleber. Muss man ausprobieren. Du kannst gerne noch ein Tütchen Stifte haben.

  • So, nach 4 Stunden in den jeweiligen Lösemitteln habe ich ein Taschentuch mit Tesafilm vor die Faserspitze geklebt. An der Farbe des Lösemittels nach dem Versuch ist klar zu erkennen, daß es sich um Tinte auf Wasserbasis handeln muß (Nur die Behälter mit Tensidmischung und Wasser waren verfärbt) . Der Versuch mit permanent-Tinte wird daher erstmal aufgeschoben. Das Gefäß mit Stift & Wasser war am Stärksten rotbraun eingefärbt. Am Bild "leeren.jpg" (_T_ensid, _W_asser, _I_PA, _A_ceton, ni_X) sieht man auch, daß der Stift im Wasser bzw. Tensid+Wasserbad die meiste Farbe abgibt. Spricht also gerade vieles für joshy s Theorie, daß die Stifte noch zu voll sind, um mittels Kapillarwirkung befüllt zu werden. Irgendwo im Netz habe ich gelesen, daß 0.1 bis 0.05ml Tinte pro Stift ein guter Wert ist, wenn man selber befüllt. joshy , was meinst Du, wie lang die Stifte leergesaugt werden müssen? Ich würde mal bis heute abend warten, was meinst Du?

    Danke auch für das Angebot - ich denke ich habe erst mal genug Versuchsmaterial - Falls ich doch noch mehr Probanden benötige, melde ich mich :)

  • Es klappt!


    Für mich bisher beste Methode: Stift ein paar h ins Wasser legen (Kappe ab). Dann Stift auf Taschentuch/gefaltete Lagen Küchenrolle stellen, so lange warten, bis keine Tinte mehr kommt. Dauert auch einen halben Tag. Dabei das Tuch mehrfach wechseln. Keinesfalls so machen, wie im Bild oben gezeigt. Ich hatte durch das Einpacken mit Tesafilm zuviel Kraft auf der empfindlichen Spitze und dabei 2 Spitzen beschädigt. Besser nur die Schwerkraft ihren Job machen lassen!


    Wenn Stift leer, wie im ersten Bild gezeigt auf die Refillstation stellen - mit Gummi fixiert, ich habe es 2h lang stehen lassen.


    Mag die Methode, ist relativ verschmutzungsarm und man muß die Stifte nicht öffnen. Vor allen Dingen kann man die Stifte nicht überfüllen.


    Möglicherweise klappt Druckertinte auch? Wenn man ein kleines Einweckglas nimmt, ca. 1 cm mit Tinte füllt und den Stift mit der Spitze nach unten hineinstellt? Wäre noch kostengünstiger. Aber falls die 5.- für die Refillstation für 40 Plotterstifte reicht (genügt angeblich für 20 große Stifte) ist das ja pro Stift auch noch zu verkraften.

  • Nochmal, für alle, die es interessiert. Die vorgeschlagene Methode mit der Staedler Refill Station ist NICHT zu empfehlen. Der Anpreßdruck auf die Stiftspitze ist zu hoch. Die Spitze wird verbogen/beschädigt. Besser die Tinte mit der Spritze rausziehen und direkt in den Plotter Pen spritzen!

  • Ich habe das in den letzten Tagen mit Stempelkissenfarbe probiert - mit mäßigen Erfolg. Ohne Wasserbad geht gar nichts, die alte Farbe muss raus. Ich habe an der Oberseite der Stifte etwa 1mm weggeschnitten, dann kann man den Stopfen ziehen und nachher wieder drauf setzen. Ist der Stift erstmal offen, kann man das Filzpad rausnehmen, dann den Stift ins Wasserbad und trochnen lassen. Ich hatte das Pad schon mit Farbe befüllt (vor dem Bad, das Pad habe ich draußen gelassen) und habe es nicht mehr richtig rein bekommen. Farbe, die ich ohne Pad nachfülle, kommt viel zu viel raus. Mit Pad (irgendwie reingstopft) kommt zuwenig.


    Gruß, Jochen

  • Ich habe das in den letzten Tagen mit Stempelkissenfarbe probiert

    Die funktioniert nicht. Die basiert auf Öl, das nur in sehr dünnen Schichten trocknet. Ich würde InkJet Tinte nehmen. Die gibt's billig zum Nachfüllen von DruckerPatronen. Wenn Du noch Stifte brauchst, kann ich Dir ein paar schicken.

  • Funktionierende Methode zum Leeren / Wiedergangbarmachen von alten Plotterpens


    - Stifte in Wasser/Spiritusmischung einlegen

    - mit Filzspitze in ein Einweckglas stellen, das mit Taschentüchern ausgestopft ist, Deckel drauf und so Stift leersaugen

    - 1mm Bohrung in den Rückendeckel

    - 0,5ml Druckertinte einspritzen

    - Rückendeckel mit Klebeband (z.B. Kaptontape) verschließen


    hat jetzt auch mit einem Stift funktioniert, der eine richtig verharzte Spitze hatte und wohl Jahre in seinem Karussell gesteckt hat.

  • Wenn Du noch Stifte brauchst, kann ich Dir ein paar schicken.

    Danke für das Angebot. Im Moment habe ich genug da, um meinen Plotter zu bestücken - voraus gesetzt, ich bekomme die nachgefüllt ohne sie kaputt zu machen. Sollte dabei was schief gehen und ich brauche noch ein paar Stifte würde ich mich bei Dir melden.


    Gruß, Jochen

  • Habe jetzt auch einen noch vollen, aber eingetrockneten Stift aktiviert und dabei die Methode von Toshi etwas abgewandelt.

    Zuerst entferne ich die Kappe des Stiftes. Dazu säge ich etwa 1mm vom oberen Ende des Stiftes ab. Nicht zu tief sägen, sonst sägt man die Kappe an. Sobald man das Weiß der Kappe sieht, aufhören! Dann kann man die Kappe abziehen, ich nutze dazu eine Abisolierzange.


    Den geöffneten Stift ins Wasserbad legen und ein paar Tage stehen lassen. Das Wasser färbt sich schwarz oder welche Farbe man auch immer hat. Ich habe das Wasser ein paarmal ersetzt aber das war wohl überflüssig. Spiritus hatte ich gerade keinen da, aber einfaches Wasser tut es auch.


    Dann die Stifte auf Toilettenpapier stellen (nach Toshi zum Leersaugen) aber nur ein paar Stunden, bis die Tinte fließt. FERTIG!


    Keine Farbe nachgefüllt, und trotzdem bringt der Stift ein gutes Ergebnis. Besser als alles was ich vorher versucht habe. Der Demoplot des HP7574 funktioniert auch mit nur einem Stift (er versucht dann, den Stift zu wechseln, macht aber mit demselben Stift weiter, wenn keine anderen im Karussell stecken). Alle Elemente werden gut erkennbar gezeichnet.


    Wie lange ein so reaktivierter Stift hält, ist natürlich eine andere Frage. Nachfüllen kann ich ihn ja immer noch. Ich werde das jetzt mal mit farbigen Stiften versuchen, mit Schwarz hat das gut geklappt.


    Gruß, Jochen

  • Wie lange ein so reaktivierter Stift hält, ist natürlich eine andere Frage.

    Da die Farbe für die "Paper"-Stifte offensichtlich auf Wasserbasis ist, könnte ich mir vorstellen, daß die Farbe noch im Stift ist, nur das Wasser herausverdunstet ist, wenn man davon ausgeht, daß der Vorbesitzer einen vollen Stift vergessen hat.

  • Ich habe noch neue, unbenutzte Stift, die 30 Jahre nach Ablauf der MHD völlig trocken sind. Über 2 Punkte mache ich mir Gedanken: Ein Teil der Farbe geht ins Wasserbad - wieviel ist danach noch im Stift? Und wie schnell verdunstet das Wasser wieder?

  • Ist das nicht eigentlich recht egal? Also wenn Du den Stift maximal naß machst (in Wasser einlegst), dann alles raussaugst, und dann mit neuer Tinte befüllst (Spritze), sobald der "Aufgefrischte" Stift nicht mehr schreibt? Oder ist die Tinte/Farbe die schon drin ist, so wertvoll / schlechter als Druckertinte?


    Das Austrocknen kann man am besten im Gefrierschrank aufhalten.

  • Noch ein Versuch (auch mangels farbiger Tinte): ich habe von 3 Stiften die Spitze abgesägt und den Schaft als Halterung für (neue) Filzstifte benutzt. Die sind natürlich zu lang, das stört aber ohne Gehäuse nicht. Auf den ersten Blick funktioniert das gut (habe mal den Demoplot mit 3 Farben gemacht), bei genauem Hinsehen fällt aber auf, das der Plot ungenau ist (bei den schnellen Bewegungen verrutscht der Stift). Ich versuche mal die Stifte zu kürzen (das ganze Pack mit 8 Stiften kostet 1€). Wenn das geht, wäre das eine gute und billige Lösung.


    Gruß, Jochen

  • Die neuen Stifte passen zufällig in die Schäfte der alten? Oder hast Du kleben müssen? Irgendwo im Netz gibts eine Seite wo jemand Adapter aus Kunststoff ausgedruckt hat und berichtet vom gleichen Problem.