Frage zum TA 1700 PC Monitor

  • Liebe Computergemeinde,


    bin hier ganz neu im Forum heisse Franz, 61 Jahre, fühle mich geistig und körperlich aber noch jünger :)

    Eigentlich komme ich mehr aus der Funk/Fernschreibecke, interessiere mich aber, da ich die ganze PC-Entwicklung seit ca. 1983 miterlebt habe auch hierfür noch sehr.


    Ich würde dann auch mit meinem Problem gleich mit der Tür in's Haus fallen, wenn ich darf :anbet:


    Vor ein paar Tagen habe ich einen Siemens-Fernschreiber (T1200 CT) bekommen, der eigentlich ein PC XT-8088 ist, mit zusätzlichen Telexfunktionen im ROM. Das Teil ist noch recht ordentlich erhalten, das Problem ist, dass kein Monitor dabei war. Grafikkarte des Fernschreibers ist entweder eine reine MDA Karte oder Hercules kompatible Grafikkarte (9 pol DSUB). In Anbetracht der Minimalangebote an MDA-kompatiblen Monitoren habe ich mir bei Ebay einen TA 1700 PC Monitor gekauft (22 Euro + Porto). Der Monitor wurde früher offensichtlich mit dem TA 1700 und dem Alphatronic P60 betrieben, die Stromversorgung bezog der Monitor direkt aus dem PC (4 pol Anschluss, XLR ?). Hier liegt das Problem, ich habe keine Ahnung, wie und mit wieviel Volt der Monitor mit Strom versorgt wird.


    Da ich ihn nicht sofort himmeln will :x, bitte ich Euch um evtl. Hinweise, Tipps oder jede Info, wie hier die Belegung ist oder wie ich das herausfinden kann, wie ich den Monitor über ein externes Netzteil betreiben kann.

    Bin für jeden Hinweis dankbar.


    Viele Grüße Franz


    Monitoranschluß im Anhang

  • Hallo Franz!


    Willkomen bei uns! Funk/Fernschreibtechnik ist eine spannende Geschichte, vielleicht stellst Du mal Deine Arbeitsfelder in einem separaten Thread vor?


    Leider kann ich Dir beim Monitor nicht weiterhelfen. Wenn Du Funkamateur bist, wird die die Technik sicher nicht schrecken und Du bist mit den Sicherheitsaspekten vertraut. In dem Fall würde ich emfehlen, den Monitor zu öffnen und auf der Platine zu schauen, oft sind 5V, 12V, GND etc beschriftet. Wenn nicht, kannst Du sicher recht einfach GND und 5V durch durchpiepsen identifizieren.

  • Hallo Toshi,

    vielen Dank für die Antwort. Ja es sieht so aus, also ob ich erstmal gleich aufschrauben und nachschauen muss, wäre super, wenn was beschriftet wäre. Hatte die Hoffnung, das jemand vielleicht das Modell gut kennt und die Parameter "aus dem Kopf weiss" :tüdeldü:

    Monitor dürfte in 1 oder 2 Tagen hier per Post (hoffentlich heile) ankommen.

    Über die Funkerei/Fernschreiberei kann ich gerne mal berichten (falls das für die Leute hier im Forum interessant sein sollte).

    VG

  • im Forum interessant sein sollte

    Aber klar doch. Da gibts ja auch viele Überschneidungen.

    Aus welcher Region kommst Du?


    Ich glaube die TA PC Reihe ist recht selten. Ich selbst habe nur 2 CP/M Maschinen von TA. Die Chance, daß jemand hier die P60 hat ist nicht so groß :)

  • Der TA 1700 PC ist eine (DATEV?) Version der TA alphatronic P10 oder P20 (XT Clones mit 8088)

    (wobe es vielleicht auch spätere P20 gab, ohne diesen Monitor - ich bin mir nicht sicher, ob das bei meiner umgerüstet wurde)

    Aber auch die alphatronic P50 / P60 (80186) hatten diesen Monitor

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  • Hier im Forum wurde über den TA 1700 PC auch schon berichtet - gerade wegen des Netzteils.

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  • Hallo,


    habe den Monitor heute aufgeschraubt und vor Inbetriebnahme begutachtet. Also ein Transistor ist definitiv defekt, der hängt nur noch mit 1 Bein an der Platine und ist in der Mitte "auseinandergebrochen", alle anderen Bauteile sehen zwar alt, aber optisch noch gut aus.

    Na ja, das wird - aus Zeitgründen - wohl erst ein Projekt für die langen Herbst/Winterabenden :cursing:


    Danke nochmals für alle Infos.

    VG Franz

  • Franz :Ich sollte noch einen MDA Monitor übrig haben, den ich mal hier im Verein für 20.- übernommen habe. Zu dem Preis gebe ich den auch wieder hab, wenn Du sofort einen funktionsfähiges Gerät benötigst. Vorasugesetzt Du wohnst hier in der Nähe, weil ich Bildschirme nicht mehr verschicke.

    Wenn Der Transistor geplatzt ist, ist womöglich mehr defekt als nur dieser.

  • Hallo Toshi,


    vielen Dank für die Info, ich vermute auch , dass es evtl. noch mehr Bauteile erwischt hat, als auf den ersten Blick zu sehen ist. :(


    Ich erwarte morgen oder übermorgen noch einen zweiten Monitor (Robotron 7229) der auch an der MDA Schnittstelle funktionieren sollte.


    Falls auch dieser Monitor (aus welchen Gründen auch immer) nicht funktionieren sollte... .wäre es für Dich ok, wenn ich Dir einen supersicheren -Leer-Karton mit entsprechendem Füllmaterial zusenden würde und Du Deinen Monitor darin mir gg. Verkaufspreis und Portokosten zuschicken könntest ´?


    Das fände ich unheimlch nett, weil ich schon ganz gespannt bin, den ollen Siemens T1200CT Fernschreiber in Betrieb zu nehmen.


    Vielen Dank

  • Bei der italienischen "Verwandschaft" von TA, sprich Olivetti, wurden die meisten Monitore, die ihre Spannung vom PC-Netzteil bekommen, mit 12V versorgt, so gesehen bei der M24 (nur der Monochrom-Monitor), ETV 240/250, ETV 260, CWP-1, Editor 100 und ETV 2700.


    Aber wenn man schon mal einen Fernschreiberexperten an der Strippe hat, dann soll man nicht loslassen... Sorry für das Hijaken dieses Threads.... Erzähl bitte doch mal was zum Thema Teletex... (Das ist der Nachfolger vom Fernschreiber-Dienst, soll abwärtskompatibel sein, aber so genau kenne ich mich da nicht aus.)


    Ich habe eine Olivetti ET 351 Typenradschreibmachine von 1982, ein ziemloch großer und schwerer Klotz, mit TTX-Erweiterung (sprich "ET 351 TTX"), sprich Teletex-fähig. Das ging wohl über ein spezielles Modem an Datex-P, das Modem habe ich natürlich nicht und würde mir auch nichts nutzen, weil Datex-P 2006 abgeschaltet wurde. Das Modem wurde über eine serielle Schnittstelle an der Schreibmaschine angeschlossen. Aber was für eine ist das, RS232, RS422 oder was? Wie war das standardmäßig belegt, welches Protokoll/Baudrate/usw. war da üblich, und welchen Befehlssatz musste ein Teletex-Endgerät verstehen? Kann man das irgendwie simulieren? Irgendwo hab ich mal gesehen, dass Leute ein Gateway von Email auf Fernschreiber gebastelt hatten, sowas für meine TTX-Maschine wäre cool... Normale Service-Manuals zur ET 351 habe ich, aber nichts zur TTX-Version.... Meine 351 ist soweit ich das testen kann, voll funktionsfähig, auch die Boot- und Datendisketten sind noch lesbar, sogar die im zweiten Laufwerk fest "verbaute" Diskette, die von 1982-2006 im Dauerbetrieb war, wird noch gelesen.

  • Hi 1ST1 und schöne Grüße aus Dreieich :-)

    Sorry, also als Fernschreibexperten würde ich mich nicht bezeichnen, sondern eher als fortgeschrittenen Anfänger :-) Bin erst Mitte letzten Jahres auf ein tolles Fernschreibforum mit netten Leuten gestoßen und hab' mittlerweile 3 Fernschreiber (bald 4, wenn das mit dem Monitor endlich klappt 8-)) am i-telex Netz laufen.

    Also zu dem Teletex kann ich Dir, tut mir sehr leid, eigentlich gar keine Auskunft geben, da wir uns ausschließlich mit dem klassischen Telex beschäftigen.

    Wenn Du Lust hast, schau doch mal in unser Forum, da sind einige Experten dabei, vielleicht kann Dir da jemand Auskunft geben.


    http://www.telexforum.de und auch https://www.i-telex.net/


    Die Leute dort haben eigene Hardware entwickelt, um alte Fernschreiber wie früher - nun aber übers Internet - laufen zu lassen.

    Vom alten Lorenz LO-15 bis zum "modernen" LO-3000 mit Bildschirm oder Siemens T-1000s ist da alles mit enthalten.

    Wünsche Dir jetzt schon mal viel Erfolg :-)

    Grüße

    Franz

  • (Robotron 7229) der auch an der MDA Schnittstelle funktionieren sollte.


    Falls auch dieser Monitor (aus welchen Gründen auch immer) nicht funktionieren sollte... .wäre es für Dich ok, wenn ich Dir einen supersicheren -Leer-Karton mit entsprechendem Füllmaterial zusenden würde und Du Deinen Monitor darin mir gg. Verkaufspreis und Portokosten zuschicken könntest ´?

    Den 7229 gab es in verschiedenen Varianten meines Wissens, von Robotron-Proprietär und zu nichts anderem kompatibel bis zu Hercules und CGA. Die 7229.XX haben noch eine zweistellige Kennziffer, die Auskunft über die Schnittstelle gibt. Wenns nicht tut, schreib mal eine PM.

  • Absolut richtig Toshi, leider war aus der Ebay Aktion nicht zu erkennen um welches 7229.xx es sich handelte. Da er nur "grün" ist und nicht farbig, hoffe ich dass es die MDA/Hercules Version ist. :anbet:

    Ansonsten melde ich sofort 8-) und vielen Dank.

  • Genau, i-Telex, das wars. Da habe ich mal jemanden angemailt, aber nie eine Antwort bekommen.


    Dreiech, das ist ja Nachbarschaft... Mitte kommenden Mai ist das Depot vom Postmuseum-Frakfurt in Heusenstamm am Internationalen Museumstag offen. Da radele ich mal hin, vielleicht finde ich da auch jemand, der mir über diese Teletext-Sache was erzählen kann. Anfang Juni bin ich auch auf dem Rostblütenfest in Sprendlingen, kennst du das? Oldtimer-Treffen, ich radle da mit meinen Oldtimer-Rad hin...

  • Hallo,


    ja zum Heusenstammer Museumstag wollte ich auch... war vor 1/2 Jahr mal dort, war echt toll. Nachteil war, dass man nur an Führungen teilnehmen konnte und nicht so rumlaufen durfte, na ja, aber trotzdem eine echt imposante Sammlung...


    Toshi , der Robotron Monitor kommt wohl erst Montag, Verkäufer hat sich Zeit gelassen mit dem Versand :-( Habe jetzt nochmal die Bilder bei Ebay genau angeschaut es ist ein K7229.24 für Mono Text, hat wohl eine Vertikalfrequenz von 22 kHz. Hercules hat - glaube ich - 18 und bein paar gequetschte... ob das hinhaut ?

    VG