Wiederbelebung Nixdorf 8870 Quattro/7

  • 30?? Bei welchem Platzbedarf?

    Bitte ein Bild 🙃😀

    Ich habe schon Magenschmerzen weil ich schon wieder 14 Rechner hier habe und gleich noch 2 kommen.

    Da sind die 10 Einplatinenrechner nicht mit drin - nehmen ja kaum Platz ein..


    Früher wurden die 8870 und glaube 8890 bei uns auch eingesetzt..


    Peter

  • Hab heute abend mal den "Multifunktionalen Drucker ND25" mit Rechnerkarte SAS (ist ein Z80 drauf) zerlegt zwecks Reinigung. Auf der Rechnerkarte ist auch eine Lithiumbatterie, die zum Glück nicht ausgelaufen ist. Im 6. Bild sieht man so ein umlaufendes Nylonband (ist nicht das Farbband, das ist in separater Kassette) - weiss jemand, was das ist?

  • Das wird der Antrieb für das Farbband sein.

    Nein, das meine ich nicht. Auf dem folgenden Bild sieht man es besser. es ist das transparente Band, welches sich mit dem Druckkopf mitbewegt und ein kleines Fenster für die Nadeln hat... Normalerweise gibt es bei Nadeldruckern am Druckkopf so ein kleines Blättchen, welches das Verschmieren des Farbbandes auf dem Papier verhindert, möglicherweise hat diese Konstruktion die gleiche Funktion, ist aber ungleich komplizierter (wie so vieles bei Nixdorf offensichtlich),

  • Im ebenso faszinierenden wie aufwändig gebauten Druckkof ist leider recht viel Korrossion. Daher wollte ich ihn zerlegen, leider ist einer der Schraubenköpfe ohne Profil und läßt sich nicht mehr ausdrehen. Hat jemand eine Idee, wie ich die Schraube dennoch herausbekommen kann?


    Das ganze Ding ist so dreckig, das muß ich wohl bis auf die letzte Schraube zerlegen....

  • Meinen Respekt für deine Mühen und Leistungen sind dir schon mal sicher!


    Festsitzende Schrauben sollen sich mit z.B WD40 oder Ballistol lösen.

    Auch Erwärmen liest man..

    Um wieder Grip dran zu bekommen evtl. einen Schlitz reindremeln - wenn es der Platz zulässt..?


    Peter


  • So, ich habe jetzt alle Elkos aus dem DAP4 ausgelötet. Die ausgelöteten habe ich mit meinem Elko-Tester auf ESR getestet.


    Kein billiges China-Teil, sondern ein Peak ESR 70 https://www.peakelec.co.uk/acatalog/jz_esr70.html


    Das hat keine Auffälligkeiten gezeigt. Ich habe trotzdem neue eingelötet und die alten entsorgt.


    Jetzt geht es. Ich gehe davon aus, das diese Meßgeräte zwar manche, aber nicht alle Fehler finden!

    https://youtu.be/6VWGW24-CHo





    Jetzt bleibt die Power LED an, so richtig funktionieren tut es nicht. Das Konfigurationsmenu funktioniert nicht, siehe https://www.8870adventures.com/dap4-keyboard-parameters.html


    Jemand eine Idee?

  • Ein klassischer Schraubenausdreher lässt sich nicht bei deiner Problemschraube ansetzen?

    Suche QBUS Diskettencontroller (DILOG DQ 419, MTI MXV22). Ersatzteile und Omnibus Karten für PDP8/E, Unibus Ersatzteile für PDP 11/40

  • ich kenne nur die von Conrad LINK. Aber welche du da zeigst, haben den passenden Vorbohrer gleich dabei. Macht keinen schlechten Eindruck.

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  • Welche LEDs (Vorderseite unten) leuchten an der DAP Rechnerplatine?

    Falls alle leuchten musst du mal prüfen, ob der Z80 kein Reset Signal bekommt.

    Wenn das der Fall ist fehlt evtl. eine Spannung vom Netzteil. Die werden überwacht.

    Falls nicht alle leuchten, ist das Programm zumindest angelaufen. Dann tippe ich eher auf einen Fehler bei der Tastatur. In diesem Fall mal die beiden Mini Sicherungen in der Tastatur prüfen (eingelötet).

  • Welche LEDs (Vorderseite unten) leuchten an der DAP Rechnerplatine?

    Gar keine. Beim Einschalten sind kurz alle an, dann nach einer zehntel Sekunde geschätzt gehen alle aus, und bleiben aus.


    Hast Du vielleicht Unterlagen zu dem Terminal? Oder weißt Du, welche Spannungen das Netzteil bereit stellen muß, und wo ich die finden muß/Meßpunkte?


    Die beiden Sicherungen (links oben) sind in Ordnung. An der Tastatur kommen 24V an, hinter dem 18V Spannungsregler sind auch 18V, und an den ICs 5,07V. Spannungen scheinen also i.o. zu sein.


    Auch ein gutes Zeichen: Auf shift und shift lock hin schaltet sich die rote LED links am Keyboard an und aus. Das Grundprogramm der Tastatur scheint also zu laufen.

  • Hast Du vielleicht Unterlagen zu dem Terminal? Oder weißt Du, welche Spannungen das Netzteil bereit stellen muß, und wo ich die finden muß/Meßpunkte?

    Schaltpläne habe ich leider auch nicht. Einiges habe ich mir selbst zusammengereimt ;-)

    Auf dem Bild im Anhang siehst du den Stecker, der vom Netzteil auf die Rechnerplatine geht. Ich weiß nicht mehr, ob von unten oder von oben. Aber das kannst du dir ja leicht rausmessen, wenn du z.B. die GND Pins prüfst.

    Bei mir fehlten damals die +12V. Die werden mittels 7812 aus den +24V generiert.


    Was die 4 LEDs an der Front bedeuten, steht übrigens in einem der Handbücher, die du auch bei Joe Farr findest. Ich suche es dir sonst raus, falls du es nicht findest.

  • Falls nicht alle leuchten, ist das Programm zumindest angelaufen. Dann tippe ich eher auf einen Fehler bei der Tastatur. In diesem Fall mal die beiden Mini Sicherungen in der Tastatur prüfen (eingelötet).

    Beim erneuten Lesen bin ich mir gar nicht mehr sicher, wie rum es war. Alle LEDs an oder alle LEDs aus. Mist. Hätte ich mir besser mal notiert.
    Prüf erst mal die Spannungen und dann ggf. das Reset Signal an der Z80 CPU.

  • Aber das kannst du dir ja leicht rausmessen, wenn du z.B. die GND Pins prüfst.

    Bei mir fehlten damals die +12V. Die werden mittels 7812 aus den +24V generiert.

    Vielen Dank!!

    Blöde Frage: Wie messe ich das? Das Netzteil schalte ich doch über die Tastatur "richtig" ein (klacken des Relais), und die steckt in der Rechnerplatine, an welche der Flachstecker geht? Oder liegen diese Spannungen immer ein, auch wenn der Schalter an der Tastatur nicht betätigt wird?

  • Das Messen ist leider nicht so einfach. Es muss alles angeschlossen sein und der BA muss über die Tastatur eingeschaltet werden.

    Wie du auf dem Bild siehst, kann man Netzteil und Rechner aber prima ohne Gehäuse auf den Tisch legen ;-)

    Man muss übrigens keine Angst haben, dass plötzlich die Hochspannung an geht, wenn man den Stecker nicht auf der Röhre hat. Die geht erst an, wenn das Teil an der Zentraleinheit hängt und einige POLL/ACK Zyklen durchlaufen hat :-)

  • Mir fällt noch ein, falls du nicht alles ausbauen willst zum Messen... +12V und -12V sollten irgendwo an der aufgesteckten Karte anliegen. Wo genau musst du kurz vom Stecker aus durchklingeln. Die +24V müssen bereits da sein, sonst bleibt die Kiste nicht an. Die +5V kannst du an einem der zahlreichen Logik ICs messen.

    Dann sollte das evtl. ohne Ausbau klappen.

  • Das Messen ist leider nicht so einfach. Es muss alles angeschlossen sein und der BA muss über die Tastatur eingeschaltet

    Vielen Dank, ich probiers mal!

    Btw, netter Fuß für den Bildschirm!



    So ganz hab ichs noch nicht verstanden.... Hast Du Dir sowas wie ein 1:1 Y-Kabel gebaut zum messen? Also ein Seite zum NT, eine zur Rechnerkarte, eine zum Meßgerät?


    Aufgesteckte Karte: Meinst Du das Personality Board (bei Dir im Bild oben rechts?)



    EDIT: 5V ist da auf dem Board. Wenn +12/-12 auf dem Personality Board sein sollen, fehlen sie....

  • bei mir ist das ein wenig anders. Vielleicht aber auch nicht. die +12/-12V sind beide auf GND.

    Ich habe mal am 7812 auf dem PSU Board nachgemessen. Ausgang auf 0V.

    Beim ausgeschalteten Netzteil Messe ich einen Schluß zwischen 7812 Ausgang und Masse (mittlerer und rechter Pin).

    Da sind wohl irgendwelche Tantalen niederohmig oder der 7812 tot?

  • Exakt das Problem hatte mein DAP auch. War einer der beiden in der Nähe des Netzteil Steckers auf der Rechnerplatine. Glaube 10u hatte der.

    Der 7812 hat in meinem Fall alles überlebt.

  • Exakt das Problem hatte mein DAP auch. War einer der beiden in der Nähe des Netzteil Steckers auf der Rechnerplatine.

    Hallo bepa,


    Bei mir waren zwei der grünen, tropfenförmigen 16V/68uF Tantalen tot (=niederohmig). Ich habe sie erst mal einbeinig ausgelötet, und siehe da, die GND-Verbindung zu den beiden +12V/-12V Pins auf der Pfostenbuchse war weg. Nun habe ich es wieder eingeschaltet und ich kann nun saubere 12V, -12V auf dem Personality Board messen.


    Leider reagiert das Terminal immer noch nicht so, wie im Video von Joe, d.h. immer noch gleich wie in meinem Video. Die LEDS an der Front zeigen auch keine Änderung des Verhaltens.


    Auf Joe's Seite habe ich keine Doku zum DAP4 Terminal gefunden. Ist der Hinweis auf die LEDs in einem nicht DAP4-spezifischem Dokument?


    Gruß

  • Hi,


    so wie es aussieht, habe ich eine neuere Version des technischen Handbuchs als Joe. Ich suche das gleich mal raus. Eine LED muss auf jeden Fall dauern leuchten, das ist die Betriebs-LED. Die anderen wechseln dann je nach Status (Sendebereitschaft, Emfangsbereitschaft, etc.).


    Hast du ein Oszi oder einen LA? Schau dir auf jeden Fall mal die Reset Leitung am Z80 an. Welche das genau ist und welcher Pegel im Normalfall anliegt, weiß ich nicht auswendig. Das Datenblatt verrät hier mehr.

    Falls das Reset Signal in Ordnung ist, kannst du mal prüfen, ob an den Adressleitungen am EPROM (bzw. PROM?) was passiert.

    Wobei ich eher darauf tippe, dass der noch im Reset festhängt.


    Was macht eigentlich die Tastatur, wenn du eine Taste drückst? Piepst die dann irgendwie "negativ klingend" bei jedem Tastendruck?


    Gruß

  • Was macht eigentlich die Tastatur, wenn du eine Taste drückst? Piepst die dann irgendwie "negativ klingend" bei jedem Tastendruck?

    Hallo Bepa! Dank Dir herzlich für Deine Hilfe -- Ja genau blödes piepen. In meinem Video weiter oben verlinkt kannst Du es hören. Beim ersten Tastendruck passiert noch nichts, ab dem zweiten dann das ungut klingende piepen. Bei allen Tasten ausser Shift lock/shift unlock links. Da reagiert die LED.

  • Hallo Bepa! Dank Dir herzlich für Deine Hilfe -- Ja genau blödes piepen. In meinem Video weiter oben verlinkt kannst Du es hören. Beim ersten Tastendruck passiert noch nichts, ab dem zweiten dann das ungut klingende piepen. Bei allen Tasten ausser Shift lock/shift unlock links. Da reagiert die LED.


    Bitte, gerne! Ich freue mich ja über potentielle Nixdorf Mitstreiter ;-)


    Das Piepsen beim Tastendruck deutet darauf hin, dass die Tastatur ihre Daten nicht los wird.

    Im Normalbetrieb wird die Tastatur vom Bildschirm gepollt. Sie sendet also nicht ohne Aufforderung.