Wiederbelebung Nixdorf 8870 Quattro/7

  • bepa : Also Takt ist zumindest da (sowas zwischen 4.7 - 5 Mhz, frei Auge mit meinem Analogoszi abgelesen). Auf der Resetleitung tut sich nicht, die bleibt auf Low (Mini-kurzes Zucken beim Einschalten).

    Da /RESET beim Z80 "low active" ist, sollte Reset ja auf 5V liegen ein paar dutzend ms nach dem Einschalten, oder?

  • Also Takt ist zumindest da (sowas zwischen 4.7 - 5 Mhz, frei Auge mit meinem Analogoszi abgelesen). Auf der Resetleitung tut sich nicht, die bleibt auf Low (Mini-kurzes Zucken beim Einschalten).

    Da /RESET beim Z80 "low active" ist, sollte Reset ja auf 5V liegen ein paar dutzend ms nach dem Einschalten, oder?


    Ja, genauso sollte sich die Reset Leitung verhalten.

    Ich weiß leider nicht, was da sonst noch so geprüft wird, außer den Spannungen.

    Es kann natürlich sein, dass meine ausgemessene Steckerbelegung nicht komplett ist und da noch eine Spannung fehlt.


    Das Reset Signal kommt, wenn ich alles richtig verfolgt habe, aus einem Custom Chip. Dazu hatte ich kürzlich einen Thread im Mikrocontroller Forum laufen: https://www.mikrocontroller.net/topic/447410


    Hast du sicherheitshalber mal die restlichen Tantals auf Kurzschluss geprüft?

    Wenn du nicht weiterkommst, könnte ich bei mir nochmal den gesamten Netzteil Stecker durchmessen und die Spannungen notieren.

    Das schaffe ich aber zeitlich leider nicht in den nächsten Tagen.


  • Hast du sicherheitshalber mal die restlichen Tantals auf Kurzschluss geprüft?

    Klar, die restlichen Tantalen in NT und Rechnerkarte wurde überprüft und für gut befunden.

    Hast Doe Joe Farr schon befragt dazu? Scheint ja so, als ob Du mit Deinem Terminal das gleiche Problem hast, wie ich?


    Gruß

    Stephan

  • Achso! Glückwunsch! Der besagte IC ist ja ziemlich weit weg vom Z80. Da hast Du ja eine Weile durchgepiepst bis dahin!

    Ich hoffe nicht, daß es der besagte NC-TEX14A-0380 ist. Ersatzbeschaffung sollte wohl nur über Schlachtboards gehen.


    Ich frage mal den Joe, ob er was weiß. Ansonsten würde mir nur wahlloses Tauschen der 74er ICs, die im Umfeld der Resetleitung sind, einfallen.


    An welchem Rechner betreibst Du Dein DAP4?

  • Hab mal mit dem verrosteten Innenleben weitergemacht. Erst mal mit Scotch-Brite den losen Rost runtergeputzt und dann das Gehäuse mit Fertan Rostumwandler eingestrichen. Das wandelt ja angeblich den Rost in Eisen-Tannate um.


    Morgen wird der Rest abgewaschen. Irgendjemand eine Idee, was ich jetzt machen soll? Klarlackieren? Oder einfach so lassen? Würde nämlich am liebsten tun, weil das Gehäuse ja auch leitfähig sein soll als GND-Lieferant.

  • Wenn ich es richtig gemessen habe, geht die Reset Leitung direkt vom besagten IC über einen Treiber (8 Pin IC, müsste gucken welches genau) zum Z80. Da ist sonst nichts zwischen. Den Treiber könntest du noch prüfen. Ich habe einfach am Eingang gemessen, ob das Signal da auch schon falsch ist.


    Meine Vermutung geht aber immer noch eher in Richtung Spannungsversorgung.


    Ich betreibe den DAP an einer Quattro /45.

    Das ist eine etwas größere 8870 inklusive eingebauter Bandmaschine.

  • Wenn ich es richtig gemessen habe, geht die Reset Leitung direkt vom besagten IC über einen Treiber

    Das ist echt schräg. Bei mir geht das Signal zu einem 75453 (8 pol IC) neben dem Stecker der zum Netzteil geht. Das IC ist ein high current driver mit einem "und" am Eingang, das heißt beide logische Eingänge 6 und 7 müssen auf "high" sein, wenn ich das richtig verstanden habe, damit auf Ausgang 5 ein "high" anliegt. Jetzt wird es schräg. Die Eingänge sind verbunden mit dem Stecker, der vom NT kommt. Jetzt wirds schräg. Einer der Eingänge geht an 5V des Netzteils (soweit gut), ein anderer an GND. So kann das ja gar nicht funtionieren.....

  • Wenn ich es richtig gemessen habe, geht die Reset Leitung direkt vom besagten IC über einen Treiber

    Das ist echt schräg. Bei mir geht das Signal zu einem 75453 (8 pol IC) neben dem Stecker der zum Netzteil geht. Das IC ist ein high current driver mit einem "und" am Eingang, das heißt beide logische Eingänge 6 und 7 müssen auf "high" sein, wenn ich das richtig verstanden habe, damit auf Ausgang 5 ein "high" anliegt. Jetzt wird es schräg. Die Eingänge sind verbunden mit dem Stecker, der vom NT kommt. Jetzt wirds schräg. Einer der Eingänge geht an 5V des Netzteils (soweit gut), ein anderer an GND. So kann das ja gar nicht funtionieren.....

    Ist der 75453 nicht ein ODER Gatter?


    http://www.ti.com/lit/ds/symlink/sn75453b.pdf


    Gruss,

    Peter

  • Ist der 75453 nicht ein ODER Gatter?

    Laut Datenblatt ist das so :-)

    Ich hatte auch nicht in Erinnerung, dass es am Treiber Eingang verschiedene Quellen für das Reset-Signal gibt.

    Laut meinen Erkentnissen, kommt das Reset Signal im Endeffekt ausschließlich aus dem NC-TEX... IC.

    Was das Ding neben der Spannungsüberwachunng noch macht, weiß ich leider nicht. Aber viel mehr kann es auch eigentlich nicht sein.


    Hängen an dem NC-TEX nicht auch noch Kondensatoren dran? Evtl. ist da noch ein Verzögerungsglied im Spiel, welches nicht mehr korrekt arbeitet.

  • Der 453 ist ein Oder-Gatter.

    Eingang 1 oder Eingang 2 auf High = Ausgang auf High.


    Logischerweise heißt das auch: beide Eingänge auf High=Ausgang High (was auch deiner Logiktabelle entspricht)


    gruß, gerd

  • Heute mal die beiden 27256er Eproms des ND25 Druckers ausgelesen (siehe nd25.zip) und das zerlegte Ding mit dem Gartenschlauch von Staub, Stroh und Mäusekot gereinigt.

    Leider scheint das eine Eprom tot zu sein, nur alternierend 2 verschiedene Bytes drin... Oder er hat eine merkwürdige Funktion. Ich hoffe mal das Beste.

    Weiterhin mal mit der Lärmschutzhaube angefangen. Neben Dreck hat sich der Lärmdämmschaum in eine schleimige Masse verwandelt. Die hab ich erst mal rausgepflückt.

  • Ich nehme bei solch verhunzten Schrauben gerne irgendwas gummiartiges, z.B. Küchenhandschu

    Die Logiktabelle ist von einem 431 und das ist ein AND. Das hat mich im Datenblatt auch erst stutzig gemacht.

  • Um mich von meiner Frustration ob des Terminals ein wenig abzulenken, habe ich heute mal die Zentraleinheit zusammengebaut und gestartet. Erst mal nur mit CPU 1543 und Plattencontroller 2538.


    Die gute Nachricht: Die "Reparatur" des Netzteils (Austausch aller Elkos) hat wohl geholfen.

    Die Platte dreht an, der Lüfter läuft, die "ON" LED leuchtet und auf dem Status-Display werden nacheinander ....

    FF - Wiederanlauf nach Netzausfall,

    E0 - Testphase Rechner inkl Übertragungskanal,

    B0 ???,

    1 - Speichertest beendet,

    3F - Plattencontroller antwortet nicht


    ... angezeigt. Dann steht das System. Man hört keine Plattenzugriffe. Die Platte initialisiert, wie wenn man sie nur an eine PSU anschließt. Jemand eine Idee?


    Gruß

  • Explizit für die Micro 7 leider nicht.

    Ich habe die Konfigurationsübersicht von meiner Quattro /45 gerade Mal fotografiert. Da taucht dein Controller auch auf.

    Ich vermute Mal, dass die Einstellungen gleich sind.

    Vielen Dank!


    Leider kommt nun E1 - Controller defekt. Das klingt noch blöder :-(


    Edit: Alle gesockelten ICs raus und geputzt, Messerleiste geputzt, jetzt sagt die Zentraleinheit "26" - Bildschirmarbeitsplatz nicht verfügbar.


    Klingt so, als wäre das die Lösung gewesen!

    Vielen Dank bepa


    Gruß

  • Herzlichem Glückwunsch!

    26 ist schon Mal gut 😊

    Ich glaube, dann wurden auch schon die ersten Bytes von der Platte geladen. Hat die mal gezuckt?

  • Ich habe die Kiste ausgegraben, es ist kein Nixdorf, sondern ein NCR Terminal 2920, wird Dir wohl nix nützen, sieht aus wie ein Stino serielles Terminal..sorry.


    Gruß,


    Holm