Pensée Pascal Micro Engine - Wiederbelebung

  • Hallo!


    Endlich mal die Zeit genommen, das Resultat von funkenzupfer s letztjähriger Kaperfahrt in Augenschein zu nehmen, fritzeflink hat ja netterweise

    mir die Disk Images kopiert.


    Das Gute: Das Netzteil funktioniert, die Spannungen sind alle da und toleranzmässig im Rahmen.


    Baudrate habe ich auf 9600 / 8 N 1 eingestellt und ein VT320 angeschlossen.


    Leider kommt keine Reaktion am Terminal und das Diskettenlaufwerk scheint auch keinen wirklichen Ladeversuch zu unternehmen. Er fährt auf Anschlag/Spur , wenn er nicht schon da ist, und das wars.


    Hat jemand eine Idee, was man noch prüfen könnte?


    Anbei noch ein Photo von des WD9000 Micro Engine Board aus der Sammlung von cyberfritz , welches er mir in Originalverpackung (!) zu Testzwecken netterweise ausgeliehen hat. Seins sieht aber deutlich anders aus als meines, da ist eine Zusatzplatine am Floppy Disk Controller und viele Patchkabel sind installiert, auch im Bereich des Edge Connectors, so daß ich ohne Modifikation dieses auch gar nicht in meinem System betreiben kann.


    Hat eigentlich ausser jdreesen hier noch so ein Gerät und kann mir sagen, wie so ein Bootvorgang ablaufen muß?


    Was interessant ist, der bei mir fehlende Chip ist ein ordinärer 8255 Par IO Baustein, kein exotischer WD Chip.


    Gruß

    Stephan

  • Hat eigentlich ausser jdreesen hier noch so ein Gerät und kann mir sagen, wie so ein Bootvorgang ablaufen muß?

    Ein Blick auf die damalige DE-Preisliste (bitsavers) lasst erahnen wieso diese Kiste so seltsam is......

    Da kommen mal schnell 20K DM zusammen....


    Jos

  • Ein Blick auf die damalige DE-Preisliste (bitsavers) lasst erahnen wieso diese Kiste so seltsam is......

    Da kommen mal schnell 20K DM zusammen....

    Macht 2 Kleinwägen:

    VW Käfer Preis 1980: Ab 8.915 Mark (VW 1200)

    Wenn man einen Lowend-Kleinwagen als Maßstab heranziegt, kostet ein Dacia Logan heute etwa genausoviel in Euro. Zwei Autos fürn Rechner :)

  • Hab grade mal den 8255, der bei mir fehlt, eingesteckt auf Jos' Rat hin. Leider hat das nichts bewirkt, im Gegenteil. Das Laufwerk reagiert nun gar nicht mehr auf Reset, selbst wenn ich den 8255 wieder entnehme. Hab sie wohl nun endgültig getötet :(

  • Hab grade mal den 8255, der bei mir fehlt

    Der fehlt dir nicht.

    Auf der CC17 hab ich dir einen dabei gegeben. Ist allerdings in kyrillisch beschriftet und ob er funxt weiss ich auch nicht.

    Viel Erfolg

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Hab grade mal den 8255, der bei mir fehlt

    Der fehlt dir nicht.

    Auf der CC17 hab ich dir einen dabei gegeben. Ist allerdings in kyrillisch beschriftet und ob er funxt weiss ich auch nicht.

    ...ich meinte ich hab es zunächst so probiert wie das Board war (nämlich Sockel leer), und dann mit dem sowjetischen IC. Der hat dann das imperialistische Stück reaktionäre Elektronik getötet. Ich hab auch noch einen von AMD, der hats auch nicht mehr gefixt.

  • Ich glaube kaum, das ein 8255 die Elektronik umhaut.

    Lt. Schaltplan geht der nur an den Stecker J3.


    Bist du eigentlich sicher, das die DIL-Schalter alle richtig sind?

    Wegen Bitrate der UART etc.

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Der extra 8255 durft kaum Schaden verursacht haben, soweit der 8255 selber OK war.


    Wie gesagt : Schaltbilder gibt es auf bitsavers. Der clock is 4-fasig und ziemlich heikel. Konnte man mal checken.


    Die MicroEngines kommen in verschiedene, unter einander nicht kompatible, Versionen.

    Welche Microms hast Du ? ( das sind die CP2171-xx Bausteine. )

    Da bei dir ( wie bei mir ) der interrupt controller ( 20 poliges IC neben den 8255) fehlt gehe ich davon aus das es sich um ein fruhes System handelt. Das OS dazu hat polling benutzt, die spätere Varianten Interrupts.


    Die Bitsaver images sind, glaub ich, für das spatere OS und laufen somit nicht mit dieses System.


    Jos

  • Die Bitsaver images sind, glaub ich, für das spatere OS und laufen somit nicht mit dieses System.


    Jos

    Ja, ich habe das ältere System.

    Ich habe die Microms -10, -12, -13.


    Aber einen Leseversuch von Floppy sollte er doch anstellen, oder?


    Die Clock (sollte der WD2142 sein) gibts sogar noch auf Ebay.

  • Generelle Fehlerquellen :

    - alte DIP-switches geben öfters Kontaktprobleme.

    - 4116 DRAM gehen gerne mal kaputt. Die -5V sollte vor den anderen Betriebsspannnungen anliegen.

    Nicht alle Designer haben das damals begriffen...


    Ein in-circuit 4116 Tester wäre ein lohnendes Projekt, und zwar nich nur wegen der MicroEngine.


    Jos

  • jdreesen : Habe ich bei Dir denn die potentielle Chance, daß Du die Software für das alte Board ohne den IRQ Controller hast? Wenn nicht, wird die Luft sehr dünn, fürchte ich.


    EDIT, ja, Du hast, wie ich gerade gelesen habe :)

  • Ein in-circuit 4116 Tester wäre ein lohnendes Projekt, und zwar nich nur wegen der MicroEngine.

    Zufaellig gesehen:

    https://www.ebay.de/itm/DRAM-T…memory-chips/113018084685

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Nicht schlecht, ist aber kein in-circuit tester : wenn ich an die 400-500 eingelötete 4116 chips denke, die da in meine Sammlung sind......


    Mir schwebt ein Gerät vor das RAS/CAS/ADR usw entgegen nimmt und daten vergleicht..

    Dieser Tester wird auf ein 4116 draufgesetzt, der klassischen Komputer wirdt in betrieb genommen-


    Beim DRAM-schreiben wird der Bitwert in ein modernes SRAM kopiert, und ein Flag gesetzt ,beim DRAM lesen eines vorher beschriebens Bit werden die Bits verglichen.


    Jos

  • Das mit dem In-Circuit hatte ich nicht verinnerlicht. Ich hatte nur den 4116 Tester im Hinterkopf.


    Interessantes Projekt.

    Was ist denn der haeufigste Fehler bei dem 4116? Ganz kaputt?

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    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • 4116 und equivalenten sind immer noch gut zu kriegen, dass ist kein Problem.

    Das Problem ist dass diese RAMS sehr oft gelötet sind, und deshalb schwierig zu testen ist.

    Deshalb hätte ich gern ein in-circuit testet.


    Meine Lilith zb gibt mir nicht mal die Moglichkeit ein assemblerprogram zwecks Ramtest zu starten, da alles in Modula-2 geschrieben ist.

    Um die 128 4116 auszulöten fehlt mir den Mut, und schaden an der Platine sind vorprogrammiert

  • Mit guter Ausrüstung (ZD-915) ist das eigentlich kein Problem.

    Wenn man mit dem Ding mal eine halbe Stunde auf irgendwelchen Schrottboards geübt hat, geht einem das richtig gut von der Hand, und Kollateralschäden sind extrem unwahrscheinlich.