Guter, simpler Mail client für Linux

  • Hallo!

    Ärgere mich mal wieder über meinen Icedove. Grade hat er aus einem meiner drei Mailkonten, die ich damit verwalte, _alle Mails_ gelöscht die nicht älter sind als 1 Monat. Obwohl derartige Aktionen nicht in den Settings angwählt sind. Ich muß nicht erwähnen, daß da einiges an Korrespondenz dabei war, deren Löschung mich jetzt maßlos ärgert. Natürlich war CC Orga dabei und er hat sie vernichtet und nicht etwa in den Trash verschoben oder so....


    Um es kurz zu machen, ich suche einen einfachen kleinen zuverlässigen Mailclient ohne Ballast, der am besten unter X läuft.


    Jemand einen Tipp?


    Gruß

    Stephan

  • Wenn es um Kommunikation mit Leuten geht, die in der Lage sind ihr Mailprogramm auf reinen Textmode einzustellen ist "Mutt" ein sehr schönes Programm. Benötigt noch ImageMagick zum Bilderanzeigen.


    Die full-glory Variante, die ich hier gut finde, ist "Evolution". Ist aber auch mehr als nur Mail-Client, funktioniert aber gut.

  • hm, nicht klein, aber mit allen was "man" braucht: Thunderbird....und grundsolide und verlässlich.

    Nutze ich seit Jahren beruflich und privat....

  • Keine Ahnung, wie das unter Linux aussieht, aber unter Windows ist Thundebird bei mir auch immer wieder zum Ärgern gut.

    Der häufigste Fehler ist, daß Mails, die ich eigentlich in den Papierkorb oder Junk verschoben habe, immer wieder im Posteingang aufpoppen.

  • Ganz egal, welches: Identifiziere den Speicherort der Mails und mache Backups!

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Ganz egal, welches: Identifiziere den Speicherort der Mails und mache Backups!

    Eben das ist das gute an Thunderbird: Es gibt ein ~/.thunderbird/irgendwas.default - und genau das schiebst Du dem Thunderbird auf dem nächsten Rechner unter. So ist Email-Bestand unter Thunderbird in den letzten 15 Jahren bei mir von Windows auf Mac OS X auf Ubuntu auf Mac OS X auf Ubuntu auf OS X auf Linux Mint gewandert.


    Die Emails auf einem Mailserver archivieren ist sicher auch in Ordnung - wenn es a) der eigene Server ist von dem b) regelmäßig Backups angefertigt werden.

  • Auch von nem IMAP4-Server kann Thunderbird, wie jeder brauchbare eMail-Cient, die Nachrichten herunterladen....dann sind sie wieer lokal, und bereit für einen Backup...

  • sieht schon nicht schlecht aus.

    Und ist GPL ;-)


    Kann aber nicht auf die Schnelle finden, ob Claws auch "Filter" (automatisierte Verteilung auf verschieden Ablagen) beherrscht - ist mir jedenfalls wichtig - Thunderbird kann das....

  • Also mal ehrlich. E-Mail ist ein Thema, über das ich mir 2018 auf meinem Produktivrechner eigentlich keine Gedanken mehr machen möchte.

    Sowas funktioniert einfach - jedenfalls mit Thunderbird unter Windows.


    Ich dachte, das ist unter Linux alles so toll und einfach... und dann lesen immer wieder, dass man da mit den einfachsten Grundfunktionen am Kämpfen ist.

  • detlef : Bugs gibts überall, auf der Arbeit habe ich Windows, und da klemmts auch manchmal. Ich verwende Linux daheim, weil es umsonst und frei ist und mir mehr Spaß macht. Wenn es hin und wieder nicht so geil läuft finde ich das nicht so schlimm, ich verdiene ja mein Geld nicht damit. Dafür gehen unenlich viele Dinge out of the box aus der Kommandozeile die bei Win nicht gehen.

  • Ich dachte, das ist unter Linux alles so toll und einfach...

    Ist es auch. Ich habe jedenfalls keine Probleme mit Thunderbird. Einzig das Handling mehrerer Empfänger, oder gar Mailverteiler, ist gewöhnungsbedürftig.

    Ich denke das Problem liegt eher an teilweise asseligen Mailhostern.

  • Also mal ehrlich. E-Mail ist ein Thema, über das ich mir 2018 auf meinem Produktivrechner eigentlich keine Gedanken mehr machen möchte.

    Sowas funktioniert einfach - jedenfalls mit Thunderbird unter Windows.


    Ich dachte, das ist unter Linux alles so toll und einfach... und dann lesen immer wieder, dass man da mit den einfachsten Grundfunktionen am Kämpfen ist.

    Ist es auch. Aber wenn man krampfhaft statt Thunderbird esoterischen Krempel wie Icedove (was eigentlich auch nur ein Zweig von Thunderbird ist) nutzt, darf man sich nicht beschweren, wenn etwas nicht klappt. Unter Windows würde ja auch keiner auf die Idee kommen, Outlook Express zu installieren, und dann zu behaupten, das Betriebssystem taugt nichts, nur weil ich mir eine eher suboptimale Lösung für E-Mail installiert habe.

  • statt Thunderbird esoterischen Krempel wie Icedove

    Öhm, Icedove ist Thunderbird. Kein Fork, sondern 1:1 Thunderbird. Lediglich der Name und das Logo wurden aus rechtlichen Gründen geändert: Thunderbird steht zwar unter einer freien Lizenz, Name und Logo sind aber ein eingetragenes Warenzeichen der Mozilla Foundation. Und da in Debian nur freie Software verwendet wird (von den non-free Paketquellen abgesehen), wurden halt Name und Logo gepatcht. Icedove ist also nicht mehr oder weniger "esoterisch" als Thunderbird ;)

    Das gleiche gilt natürlich auch für Firefox/Iceweasel.

  • Sylpheed - benutze ich schon gefühlt "Jahrzehnte" mit mehreren Konten gleichzeitig; er kann auch den Text von HTML-Mails anzeigen (ist sicher und die Darstellung reicht vollkommen aus); Filtern und automatische Aktionen kann er auch.


    Claws Mail ist aus Sylpheed hervorgegangen und hat ein paar Features mehr (PlugIns z. B.)


    Gruß