Siemens MX300(i) Wiederinbetriebnahme

  • Ich habe keine Ahnung und hoffe die 3,6 Volt sind nicht zu viel.

    Ich hätte jetzt eher gedacht zu wenig ... bitte checke das mal anhand der Datenblätter.

    Haben wir hier den keinen der von Datenblätter Ahnung hat ?


    Als Maschinenbauer kann ich dir technische Mechanik erläutern ... aber Datenblätter. Ich frag mal meine Frau, die kennt sich mit Blätter aus. :saint:

  • Haben wir hier den keinen der von Datenblätter Ahnung hat ?

    Klar, aber ich hab den Thread nur nebenbei verfolgt.


    Der beschriebene Baustein ist ein Static-SRAM mit 2 Daten-Ports und im Datasheet steht Cache RAM.

    Egal was das IC genau macht, euer NVRAM ist es nicht.

    ;------------------------------------
    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Ich habe keine Ahnung und hoffe die 3,6 Volt sind nicht zu viel.

    Ich hätte jetzt eher gedacht zu wenig ... bitte checke das mal anhand der Datenblätter.

    Haben wir hier den keinen der von Datenblätter Ahnung hat ?


    Als Maschinenbauer kann ich dir technische Mechanik erläutern ... aber Datenblätter. Ich frag mal meine Frau, die kennt sich mit Blätter aus. :saint:

    5 Volt +/- 0.5 V braucht der zum Betrieb ... < 4.5 Volt = Daten weg.

  • < 4.5 Volt = Daten weg.

    Ein klares: Janein. :-)


    Die Vcc min = 4.5V steht unter "DC Recommended Operation Conditions". D.h. im normalen Betrieb braucht das IC 4,5V oder mehr um die anderen angegebenen Parameter (hauptsächlich Timing) einhalten zu können.


    Andererseits gibt es keine Schutzschaltung, die die Daten sichert, wenn die Versorgung unter 4 V (als Beispiel) fällt und alle Einänge spannungslos, also 0V, haben.

    Dadurch würden höchstwahrscheinlich Daten zerstört werden.


    Also, dies ist KEIN NVRAM!

    ;------------------------------------
    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Beim CPU-Board einer MX300 mit NS32k ist es i.d.R ein MC146818 direkt neben dem EPROM.

    Hier scheint es nur einen EPROM zu geben aber einen RTC+NVRAM wie den Motorolla kann ich nicht entdecken.


    Sitzt das RTC/NVRAM-DIP ggf unter dem Cache-Modul?

    Das wäre dann aber arg "weit weg" vom EPROM.

    Bei den Suns sitzt das i.d.R. eng beieinander.

  • Ich habe da was gefunden :prof:


    General Description

    The MP690 Family of supervisory circuits reduces the complexity and number of components required for power supply monitoring

    and battery control functions in microprocessor systems. The MP690 and MP692 are supplied in 8-pin packages and provide

    four functions:

    1) A Reset output during power-up, power down, and brownout conditions.

    2) Battery backup switching for CMOS RAM, CMOS micropro­cessor other low power logic.

    3) A Reset pulse if the optional watchdog timer has not been toggled within a specified time.

    4) A 1.25V threshold detector for power fail warning, low battery detection, or to monitor a power supply other than +5V.


    Features

    Precision Voltage Monitor:

    □ 4.65V in MP690 and MP691

    □ 4.40V in MP692 and MP693

    □ Power OK/Reset Time Delay

    □ Watchdog Timer -100ms, 1.6 sec, or adjustable

    □ Minimum Component Count

    □ 1µA Standby Current

    □ Battery Backup Power Switching

    □ Onboard Gating of Chip Enable Signals

    □ Voltage Monitor for Power Fail or Low Battery Warning

  • Cartouce   pmut Könnt Ihr mal Bilder von der Batterie machen oder sind welche vorhanden?

    Wenn ich mich bis zur Maschine durchgraben kann, gern ... In welchem Planquadrant des riesigen Gehäuses lokalisier ich die denn ? (Bevor ich das halbe Gehäuse zerlege ... Ich hab mal verzweifelt die Batterie auf einem IBM PS/2 Desktop gesucht - den große Halter mit dem dicken Batterieblock vorn an der Front hab ich total übersehen :fp:)


    MfG


    Cartouce

  • Ich habe da was gefunden :prof:


    Bei meiner Kiste war ein Halter für 2 AA nachgerüstet. Wo die originale Batterie sitzt kann ich dir nicht sagen. Den vermuteten Batteriehalter habe ich im Bild markiert.

    Der Vorbesitzer schreibt es war eine 3,6Volt Lithiumbatterie eingebaut. Das passt zu meiner Batterie, ich würde aber gerne eine 'Originale' einbauen.


    Das Gehäuse öffnet man mit Hilfe eines Schraubendrehers falls du Zeit hast und ein Photo machen möchtest..

    Ich werde aber bei meinem Besuch den Caddy für die Rückfahrt etwas tiefer legen. :)

  • Das ist ein Halter für eine Leitung oder ein Rohr für Leitung.... Siemens halt 8-)

    Ey, die haben ein Standardbauteil, was billig zu bekommen ist und funktioniert, verwendet, statt aufwändig einen speziellen Halter zu entwickeln und produzieren zu lassen ... Schon aus kaufmännischer Sicht sicher nicht die schlechteste Idee ;)


    Cartouce

  • Das ist ein Halter für eine Leitung oder ein Rohr für Leitung.... Siemens halt 8-)

    Die Methode ist jedenfalls um Längen besser als der sonst übliche Murks mit auf's Mainboard gelöteten Batterien, die dann, wenn sie auslaufen, das Mainboard zerstören.

    Kurzum: Richtig gemacht!

  • Ey, die haben ein Standardbauteil, was billig zu bekommen ist und funktioniert, verwendet, statt aufwändig einen speziellen Halter zu entwickeln und produzieren zu lassen ... Schon aus kaufmännischer Sicht sicher nicht die schlechteste Idee ;)


    Cartouce

    Nie im Leben. Das war Siemens. Die haben in mindestens 2 Co-Engineering Teams Variantenstudien gemacht, raus kam etwas, was für den Laien aus der Ferne wie ein Rohrhalter aussieht :-)

  • Ey, die haben ein Standardbauteil, was billig zu bekommen ist und funktioniert, verwendet, statt aufwändig einen speziellen Halter zu entwickeln und produzieren zu lassen ... Schon aus kaufmännischer Sicht sicher nicht die schlechteste Idee ;)


    Cartouce

    Nie im Leben. Das war Siemens. Die haben in mindestens 2 Co-Engineering Teams Variantenstudien gemacht, raus kam etwas, was für den Laien aus der Ferne wie ein Rohrhalter aussieht :-)

    Waen die damals schon so ? Ich kenn das aus der Zeit, als es Fujitsu-Siemens gab - fast jedesmal, wenn wir im Büro nen neuen Server von denen bekommen haben, waren wieder andere Einbauschienen dabei ... Wir haben damals schon immer gewitzelt, das deren Entwicklungsabteilung für Einbauschienen vermutlich größer ist als die für die Server ... Ob das allerdings eher auf dem Einfluß von Siemens oder von Fujitsu basierte, kann ich nicht sagen ..

  • Die Methode ist jedenfalls um Längen besser als der sonst übliche Murks mit auf's Mainboard gelöteten Batterien, die dann, wenn sie auslaufen, das Mainboard zerstören.

    Kurzum: Richtig gemacht!

    Das sollte ja auch nicht heißen, dass da eine schlechte Lösung ist. Im Gegenteil, garnicht so unclever. Andere Lösungen wie: Bat-Halter mit Klett anbringen geht zwar... aber das kann abfallen (Transport): das hier nicht (und wenn das abfällt ist der Rechner auch Schrott)


    Gruß, Gerd

  • So eine Batterie braucht man eigentlich nicht. Baut' euch lieber etwas passendes, so wie ich für alle meine SNI-System'chen (Batteriehalter für 3xAAA. Tut auch der Umwelt gut, wenn man Akkus nimmt. 8o


    3 x 1.2V AAA-Akkus (=3.6V, 800 mAh)

  • *schluck*

    Das übersteigt ja den Wert des Rechners...

    erschreckend, wie hier der Wert des Rechners eingestuft wird!

    Ich kaufe :evil::!:


    Rainer

    -------------------------------------------------------------------------------
    Suche Rechentechnik aus Deutschland, bzw. Computer Deutscher Hersteller - z.B.

    ANKER, AKKORD, CTM (CTM 70, CTM 9000, CTM 9032), DIEHL/ DDS, DIETZ, FEILER, ISE,
    HOHNER GDC, KIENZLE, KRANTZ, NIXDORF, OLYMPIA, PCS/CADMUS, RUF, SALOTA, S.E.I.,
    SIEMAG, SIEMENS, TAYLORIX, TRIUMPH ADLER - TA, WAGNER, WALTHER, WANDERER,...

    -------------------------------------------------------------------------------

  • fritzeflink Habe wieder was dazugelernt aus deiner, gescannten Doku SINIX-SV4_Systemverwaltung.pdf

    Noch ist nicht viel klar. ?(


    Für den FW-Monitor (Monitor im weiteren) fehlt mir die Ausgaben für SI? (SINIX commands for boot- and kernel-location)


    Da ohne Datum i.d.R. nix bei solchen Teilen geht...


    Hardware-Uhr lesen/einstellen im Monitor der MX500 siehe L6-1 und L6-2

    rd                              ...read date

    wd 9809101300.00       ...write date 10.09.1998 (Jahr < 2000, 13:00:00 Uhr)


    Geht das ggf. auch bei der MX300 ?

    Alternativ auch über das Kommando date im Betriebssytem (***hust***) möglich, z.B. über Mini-Root (Minisystem) ?


    Dann ausschalten, vom Stromnetz nehmen, warten, wieder anschalten und Datum im Monitor prüfen.

    Wenn das zeitlich nicht passt ... Batterie und Zufuhr (Kabel) zum Board prüfen.

    Das der RTC/NVRAM Baustein - btw: schon gefunden? - selbst defekt sein könnte, blende ich erst mal aus.


    Platten-Partitionierung (Slices) siehe L2-4, L2-31

    Jede SINIX-Festplatte besitzt mindestens eine Partition (Slice 0), die durchaus üblich 100% Größe annimmt und aktiv gesetzt werden muss.

    Der Bootloader ("Urlader") wird unabhängig immer in Sektor 0 abgelegt


    Die FW besitzt Logik, um den Zylinder 0, Sektor 0 bei angeschlossenen Festplatten zu lesen und zu verarbeiten. Von dieser wird der Urlader (Bootloader) in den RAM geladen und ausgeführt.


    Der Bootloader lädt wiederum das Programm boot (eine Kopie von /etc/boot im Sektor 0 der Festplatte) in den RAM und führt es aus.

    Das Program boot besitzt Logik, um das bfs (boot filesystem) in Slice 10 zu lesen. Es lädt sofern verfügbar Boot-Parameter von Slice 10 (Boot Filesystem /stand) aus der Datei /stand/boot, womit dann der SINIX-Systemkernel auch von Slice 10 (bfs) aus der Datei /stand/unix (siehe L3-1 und Folgeseite) in den RAM geladen wird. Die Kontrolle wird dann boot an unix übergeben. Das Betriebssystem initialisiert/bootet.

    Soviel kann ich mir ungefähr zusammenreimen.


    Syntax boot im Monitor:


    <geraetetyp>(<slice_minor_#>[,<offset>])<filename>

    D.h. für MX300 dann sowas wie...

    hd(10,0)boot ...Datei /stand/boot (Bootparameter)

    hd(10,0)unix ...Datei /stand/unix (Kernel)


    Ferner kann man im Monitor mittels...

    ra                              ... lassen sich die Boot-Flags/Parameter lesen (die aber auf Standard gesetzt sein sollten, nachdem die Batterie aufgegeben hatte; bei Sun wäre das printenv)

    wa                              ... gibt es das ggf. auch ???> (bei Sun wäre das setenv)

  • Ich meinte damit auch eigentlich Eriks AT-Gurke auf dem Foto ;)

  • Ich hatte bei dir den Eindruck das der "BOOTSTR" sinnige Werte enthielt wie z.B. hd(10,0) usw. Der Parameter K2 verweist auf die Bildschirmausgabe wenn ich das richtig interpretiere.

    Ich habe BOOTSTR mal in "" gesetzt da ich mit nicht sicher bin BOOTSTR als variable gesehen zu haben.


    Wenn du an der console boot eingibst kommt ja eine Abfrage was boot laden soll, entweder das was du eingibst, oder, wenn du enter drückst, was in DEFBOOTSTR steht.


    Gibt es überhaupt irgendwo das im Handbuch erwähnte BOOTSTR und DEFBOOTSTR?


    Gruss,

    Peter