Kennt jemand einen Rechner namens Philips P2500 ??

  • Hallo,


    kann mir jemand was über den Philips P2500 (insbesondere welches Betriebssystem - TurboDOS ?) und welches Diskettenformat genutzt wurde (80Spuren, Single Sided, 32x 256Bytes Sektoren ?), erzählen ? Habe selbst eine Anfrage wg. dem Diskettenformat bekommen, bin aber recht ratlos....


    Gruß Peter

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."


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  • Scheint mir ein CP/M Computer aus der P2000 Reihe zu sein.

    Aber nicht die Modelle M oder T mit integrierter Tastatur, sondern andere / spätere?


    Siehe auch

    Philips P2000 (später auch als System B)

    Philips P2500


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  • Ja, habe ich auch gelesen (das mit "vorher wurde der Rechner P2000B genannt, später P2500).

    Die Frage ist aber, welches 5.25" Diskettenformat er hat....

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  • Wo Du Recht hast, hast Du (tatsächlich) Recht. Mich hat das P2000 verwirrt (blöd das Philips so viele Rechner P2000 genannt hat, also P2000C , P2000M, P2000T und den besagten P2000B (der ja P2500 dann hieß). Außerdem steht in der URL auch P2000C ...


    Allerdings ist das CPM Manual sehr sparsam mit technischer Beschreibung, das System Reference Manual wäre der Jackpot gewesen.

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  • Hi Leute,

    ich habe diverse Philips Rechner der P2000 Serie bei mir: P2000T, P2000M, P2000C sowie P2000B/P2500. Zudem hab ich noch viele andere Computer-Oldtimer (einen Überblick findet Ihr auf http://www.pocon.at/privat.html#D-2).


    Meine Erkenntnisse rund um den P2500:

    • Den P2500 gab es in zwei Varianten, einmal mit separater Doppelfloppy und einmal mit Kombi-Einheit Floppy+Monitor.
    • Leider hat Philips bei jedem Rechnertyp der P2000 Serie unterschiedliche Floppy-Laufwerke bzw. Diskettenformate verwendet. Somit kann man z.B. die Laufwerke des P2000M nicht an den P2500 anschließen und umgekehrt.
    • Für den P2500 habe ich funktionierende CP/M Disketten, leider nur mit den absolut notwendigsten Dateien zum Booten. Mir fehlen diverse Utilities wie FORMAT, STAT, CONFIG oder SYSGEN. Die Disketten habe ich erfolgreich auf den PC transferiert und kann Euch Images zukommen lassen.
    • Die Format-Parameter des P2500 habe ich über ein CP/M Tool ausgelesen, ich poste bei Gelegenheit ein Bild davon (muss es noch suchen). Leider hab ich es noch nicht geschafft, die Parameter richtig in 22DISK oder ähnliche Tools einzutragen und am PC direkt auf einzelne Dateien von P2500 Disketten zuzugreifen. Mit dem Sektor-Editor von 22DISK ist es mir immerhin gelungen, Daten auf P2500 Disketten zu manipulieren. Das ist aber ein sehr mühsamer und langsamer Weg.
    • Der P2000C kann Disketten des P2000M (Basic und CP/M Format) und des P2500 lesen, leider aber nicht beschreiben. Die P2000C Disketten kann ich via 22DISK am PC verarbeiten. Somit kann ich Dateien vom P2500 über den "Umweg" via P2000C auf den PC kopieren. Die umgekehrte Richtung wäre für mich wichtig, damit ich die CP/M Utilities vom P2000C auf den P2500 bringen kann. Bisher ist mir das aber leider noch nicht gelungen.
    • Eventuell könnte man auch mit einem seriellen Kabel was erreichen. Dazu müsste man allerdings die Pin-Belegungen der Schnittstellen kennen und ein Transferprogramm haben. Theoretisch sollten die CP/M-eigenen Tools (PIP) samt Eingabe-/Ausgabeumleitung (Nutzung der Devices RDR, LST, PUN) dafür nutzbar sein, meine bisherigen Versuche am P2000C waren aber nicht erfolgreich.
  • Hallo,


    ja stell doch mal die Informationen zur Verfügung. Das hört sich doch spannend an. Aber ohne die Tools echt schwierig. Mit welchem Tool hast du denn die Format Parameter ausgelesen, wenn dir der Weg noch verbaut ist Disketten für die 2500 zu schreiben?


    Kannst du die Disketten denn mit Anadisk lesen?

    Gruß

    Volker

    Suche aktuell QBUS Diskettencontroller für Shugart Laufwerke (DILOG DQ 419, MTI MXV22 oder ähnlich). Interesse an kleiner weiteren MicroPDP11 vorhanden.

  • Hi all,

    so nun habe ich die versprochene Info:

    - Supercopy kennt das P2500 Format in der Definitionsdatei, aber bei mir funktioniert mit diesen Einstellungen weder Lesen noch Schreiben.

    - Die Laufwerksparameter habe ich mit dem Tool "Diskstat" ausgelesen (http://www.seasip.info/Cpm/software/diskstat.zip). Dieses musste ich manuell via Sektor-Editor auf eine P2500 Diskette übertragen. Dazu muss man natürlich schon vorab die Sektor-Anordnung auf der Diskette wissen. Das habe ich dadurch realisiert, dass ich am P2500 via PIP ein Textfile passender Größe von der Konsole eingelesen habe. Dieses habe ich dann im Sektor-Editor analysiert und durch den Hexdump des Diskstat-Tools überschrieben.

    - Die resultierenden Drive-Infos findet Ihr im Anhang.

    - Grundsätzlich gibt es am P2500 ein 300KB SSDD sowie ein 600KB DSDD Format. Ich habe mich nur mit einseitigen Disketten befasst. Das Verzeichnis liegt auf Cyl/Sect 2/1, 2/3, 2/5, 2/7, 2/9, 2/11, 2/13, 2/15 mit 8 Einträgen pro Sector (also insgesamt 64 Einträge). Die Dateien werden dann auf 2/2, 2/4, 2/6, 2/8, 2/10, 2/14, 2/16, 3/1, 3/3, 3/5, 3/7, 3/9, 3/11, 3/13, 3/15, 3/2, 3/4, etc. abgelegt (dort kann man also mit Sektor-Editor eingreifen und die gewünschten Dateien ablegen).

    - Das Besondere am P2500 Format (300 KB SSDD) ist offenbar, dass es physisch 16 Sektoren verwendet (wie die anderen Computer auch), wobei Sektor 0 aber immer leer bleibt. Es werden also im Endeffekt nur 15 Sektoren genutzt, daher hat die Diskette dann auch nur 300 KB Kapazität.


  • Die mit IMD erstellte Diskette konnte ich mit scopy lesen und die Dateien kopieren, leider ist es wirklich zickig denn bei Wiederholen wollte scopy nicht mehr mitspielen.

    Ich werde es am Wochenende mit dem 386er probieren und hoffentlich den 'Fehler' finden.

  • Super, dass das Einlesen mit SCOPY zumindest teilweise funktioniert hat! In die andere Richtung (von PC zu P2500) hab ich leider keinen Erfolg zu melden. Das IMD File lässt sich auf meinem PC nicht korrekt schreiben - der Vorgang dauert ewig, ich bekomme permanent "Write Error <??> NoData" und kann die erzeugte Diskette am P2500 auch nicht lesen. Es macht keinen Unterschied, ob ich Single Step oder Double Step verwende, auch die Anpassung der Datenrate führt leider nicht zum Erfolg.

  • Ich konnte die IMD problemlos schreiben, hatte nur doppelstep auf 'NO' gesetzt. Jetzt kämpfe ich wieder mit scopy..

    Ich schicke dir die Diskette(n) gerne zu ..... weiter per Mail oder Konversation.

  • Danke für das Angebot! Aber eine funktionierende P2500 Bootdisk habe ich ohnehin schon. Ich würde gerne die CP/M 2.2 Dateien (Format, Basic, Stat, Config, DDT, etc.) von einer P2000C Disk (bzw. von normalen PC Disketten) auf eine P2500 Disk kopieren. Da ich die benötigten Dateien nicht in einem P2500 Image habe, helfen wohl Image-Writer wie Teledisk oder IMD nicht. Das Schreiben geht wohl nur mit SCOPY, sofern es irgendwann halbwegs zuverlässig mit dem P2500 Format umgehen kann...

  • Genial, danke! Hab die Disk nun erfolgreich geschrieben und auch schon am P2500 verwendet. Damit hab ich jetzt eine ordentliche Boot-Disk mit Basic und Assembler/Linker :-).

  • Genial, danke! Hab die Disk nun erfolgreich geschrieben und auch schon am P2500 verwendet. Damit hab ich jetzt eine ordentliche Boot-Disk mit Basic und Assembler/Linker :-).

    Schön, ich hoffe alle Programme funktionieren auch da ich diese nicht testen konnte.


    Mein Konvertierrechner laedt momentan auch jedesmal die P2500 mit scopy.

    Ich habe ein TMC PAT48PG 0.30 (OPTi 895) 486 Vesa Local Motherboard und aktuell für DMA die Einstellungen geändert.

    Floppycontroller ist ein AHA1522A.


    DMA <-> at-bus clock async



    geht stat, dskpram, nsweep ?

  • Ich hab einen Commodore 486-33c mit onboard Floppy-Controller sowie einen alten 386SX mit Noname-Controller. Einen Adaptec 1522 bzw 1542 muss ich auch noch irgendwo haben.


    Stat und Dskparm sowie die Basic Interpreter hab ich schon erfolgreich getestet, ebenso funktioniert das Booten mit der Diskette problemlos.


    Ich hab heute allerdings die meiste Zeit mit zwei anderen "Baustellen" verbracht: Bei meiner AS400 musste ein defektes Netzteil repariert werden und mein Sharp MZ-80B hatte Probleme mit dem Diskettenlaufwerk. Zum Glück sind auch diese beiden Aufgaben nun positiv erledigt.

  • Wenn man FM (statt MFM) lesen und vor allem schreiben möchte, kommt es nicht nur darauf an, ob der Rechner möglichst alt (486 oder älter) ist.

    Selbst der IBM PC mit seinem ersten Originalcontroller kann das "out-of-the-box" nämlich nicht.

    Siehe letzter Abschnitt meiner Seite ( http://www.z80.eu/transfercpm.html ).

    Für FM würde ich einen Adaptec ISA SCSI Controller mit Floppy-Interface (also bspw. einen 1522, 1540CF oder 1542CF) empfehlen.

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    Edited once, last by Peter z80.eu ().

  • Weiß hier vielleicht jemand, ob der P2500 auch einen Grafikmodus hat? Ich hab leider keine Systemdoku die dazu Informationen gibt. Die P2000C Grafikprogramme (z.B. Chess) funktionieren jedenfalls nicht. Insofern gehe ich davon aus, dass der P2500 nur Text darstellen kann...

  • Adaptec 1542 und 1540 unterscheiden sich durch das Vorhandensein des Floppycontollers. Die 2 an der letzten Stelle der Typennummer gibt bei Adaptec immer an, daß dieser vorhanden ist.

  • Es ging mir nicht um den genauen Adaptec Controller, sondern um die Tatsache, dass es ISA Adaptec Controller mit Floppy Interface gibt, die einen FDC-Chip auf der Platine haben, der es ermöglicht, auch FM schreiben zu können (wg. der Taktgewinnung/-steuerung).

    Dann halt kein 1540CF. Macht nichts.

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