MUPID (österreichischer BTX-Computer)

  • Hallo Leute,


    ich würde mehr Infos zum österreichischen BTX-Computer "MUPID" benötigen, im Netz findet man leider nicht so viel. Leider habe ich noch kein solches Gerät in meiner Sammlung, aber irgendwie fasziniert mich dieses Teil, vor allem in seiner Funktion als "Heimcomputer".


    Meine Fragen nun:


    1. Der MUPID kann ja angeblich als "vollwertiger" Computer verwendet werden. Wie weit geht das eigentlich stand-alone ohne BTX-Anbindung? Kann man wirklich von Kassette (oder beim MUPID 2 von Diskette) Maschinensprache-Programme laden und laufen lassen? Und vielleicht auch Basic-Programme? Das Basic soll ja angeblich jedes Mal "online" geladen worden sein.
    Vielleicht kann jemand von euch kurz beschreiben, welche Schritte dafür notwendig sind, jeweils für MUPID 1 und MUPID 2.


    2. Wie geht beim MUPID 2 das Laden von CP/M vonstatten? Einfach die CP/M-Boot-Disk ins Diskettenlaufwerk, dieses einschalten, und beim Einschalten des MUPID wird automatisch CP/M gebootet? Und dann läuft er als vollwertiger CP/M-Rechner, ohne BTX zu benötigen?
    Hat jemand von euch noch eine CP/M-Boot-Disk für den MUPID 2 und könnte davon vorsorglich ein Image machen?


    3. Hat jemand von euch ein technisches Handbuch oder sonstige Dokus, vor allem zum MUPID 2, wo Sachen wie der Speicheraufbau, Zeichensatz, etc. dokumentiert sind? Schön wäre es, wenn diese Dokus in gescannter Form der Allgemeinheit zur Verfügung stehen könnten.


    Schön wäre es, wenn es eines Tages einen MUPID-Emulator geben würde, und in weiterer Folge könnte der z88dk-C-Compiler auch den MUPID als Zielsystem unterstützen - dann könnten wir neue Programm dafür schreiben. Aber für beides wären erst mal technische Dokus eine Grundvoraussetzung.


    MfG,
    Robert


    P.S. Hier noch ein paar Links:


    Wikipedia

    MUPID 1 auf old-computers.com

    MUPID 2 auf old-computers.com

    Ein Rückblick von Prof. Maurer aus dem Jahr 2015

    Kurzanleitung zum MUPID 1

    Zahlreiche Fotos, Zeitschriftenartikel, etc.

  • wie auch im Bericht (Rückblick) von Prof. Maurer erwähnt gibt es keine Möglichkeit, Daten oder Programme auf Band oder Diskette zu speichern. Eher ein einfaches Terminal mit flüchtigem Speicher.


    Siehe text:

    Das „Betriebssystem“ CP/M, ein Text und Grafikeditor und ein Basic-System zum Programmieren waren in der Hardware des MUPID eingebaut. Was immer sonst man im Speicher hatte verschwand, wenn man den Strom abdrehte.


    Ich kann mich auch an keinen i/o-Port erinnern für eine Datasette oder so!


    gruss

    bstaudt


  • Erst mal danke für die Infos. Das CP/M dürfte beim MUPID II also auf einem ROM enthalten gewesen sein.


    Ich bin allerdings noch ein wenig skeptisch, denn in anderen Artikeln wird immer wieder erwähnt, dass der MUPID im Gegensatz zu anderen BTX-Geräten kein "dummes" Terminal, sondern ein vollwertiger Computer war.


    Ich glaube, Prof. Maurer wollte mit seinen Aussagen nur die Vorteile des reinen BTX-Betriebes zusammenfassen - und darauf darf er stolz sein, denn das Konzept war ja seiner Zeit viele, viele Jahre voraus.


    Schon der MUPID I hatte ein Kassetten-Interface, siehe hier (5. Bild), und für den MUPID II gab es ein externes Doppel-Diskettenlaufwerk.


    Wie gesagt, es geht mir um die "Heimcomputer"-Features dieses Gerätes ohne BTX. Vielleicht kann der Besitzer eines solchen Gerätes genaueres darüber erzählen.

  • Servus,


    der Mupid C2A2 wird im CP/M-Betrieb wohl nur als Terminal benutzt, im Diskettenlaufwerk steckt ein vollwertiger Z80-Rechner.


    https://de.alt.folklore.comput…PuWhByt/suche-mupid-infos


    Hier ftp://ftp.informatik.uni-stuttgart.de/pub/cm/mupid/


    gibt es Diskettenimages.


    Gruß

    Robert


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Vielen Dank für die Info bzgl. CP/M, sehr interessant - damit war der Mupid auch dem Amiga Sidecar zwei Jahre voraus. :-)


    Immerhin, jetzt wissen wir: mit dem MUPID 2 und der Zusatz-Box hat man also auch ohne BTX einen vollwertigen CP/M-Computer.


    Vielleicht kann noch jemand bestätigen, ob der MUPID 2 ohne BTX und ohne CP/M-Box wirklich komplett nutzlos ist, und wie weit er vielleicht doch mehr als nur ein "dummes" Terminal ist.

  • Hi,


    der Mupid II war ein vollwertiger, eigenständiger Z80-Rechner, der im ROM eingebaute BTX-Terminal-Software hatte. Er hat hochauflösende Farbgrafik und sehr viel RAM.


    Man konnte in normale BTX-Seiten Z80-Maschinenprogramme oder Bytecode einbetten und am Mupid nach dem Laden der Seite vom BTX-Server oder auch von der Diskette ausführen. Der Bytecode wurde von einer virtuellen Maschine im Mupid-ROM interpretiert. Sehr ähnlich den Java-Applets, die früher in HTML-Seiten waren.


    Um einen Mupid heute auch ohne Diskettenstation nutzen zu können, habe ich ein Programm für den PC geschrieben, das eine BTX-Zentrale grob simuliert. Damit kann man den Mupid über die serielle Schnittstelle an einen PC anschließen und dort abgelegte BTX-Seiten lesen. In eine dieser Seiten habe ich z.B. meinen Forth-Interpreter in Z80-Maschinencode (meine Portiertung des fig-Forth für den Mupid) eingebettet. Wenn man sie lädt, hat man am Mupid die Programmiersprache Forth verfügbar und kann dort programmieren. Das ist aber nur ein Proof-of-Concept. Abspeichern von Programmen oder Daten auf den PC habe ich z.B. nicht implementiert. Auf diesem Weg könnte man natürlich auch Z80-Spiele oder -anwendungen schreiben und in den Mupid laden, und das wurde früher auch gemacht. Wer einen Mupid hat und ein bisschen herumspielen möchte, hier ist mein kleines BTX-Server-Programm mit dem Forth und einigen BTX-Beispielseiten: btx_server.zip


    Noch eine Ergänzung zum CP/M:

    Beim CP/M mit der intelligenten Diskettenstation lief wie vorher beschrieben das CP/M auf der 5,25-Zoll-Diskettenstation und der Mupid war nur ein dummes Terminal. Es gab aber, wie ich gelesen habe, auch ein anderes, billigeres aber nicht intelligentes 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk. Dafür gab es auch ein CP/M, aber das lief dort auf dem Mupid selbst (mit einigen Bankswitching-Tricks, um den vollen 64k-Adressraum für den Z80 als RAM frei zu haben) und das Laufwerk diente nur als Speichermedium. Die Arbeit mit dem 3,5-Zoll-Laufwerk soll aber angeblich sehr unangenehm gewesen sein, weil bei Zugriffen auf Diskette die Bildschirmausgabe abgeschaltet werden musste, um die volle CPU-Power für die Diskettenoperationen verfügbar zu haben.


    Viele Grüße


    Norbert


  • Servus Norbert, hast Du mehr Informationen zum "dummen" Diskettenlaufwerk für den Mupid oder gar einen Link zum zugehörigen CP/M?


    Gruß

    Robert


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Hallo Robert,


    leider habe ich das CP/M für das dumme Laufwerk nicht. Ich habe mich einmal ziemlich intensiv mit dem Mupid beschäftigt, schreibe aber jetzt nur aus der Erinnerung an das damals Gelesene. Das 3,5-Zoll-Laufwerk hatte wohl aus Kostengründen nicht einmal einen eigenen Laufwerkscontroller, sodass die Z80-CPU des Mupid das mitmachen musste. Um die Bits, die vom Schreib-/Lesekopf daherkamen, schnell genug entgegen nehmen zu können, wurde die Bildschirmausgabe abgeschaltet, damit die CPU nicht durch Video-DMA-Wartezyklen gebremst wurde (oder so ähnlich). Wenn dann jedes mal beim Speichern in Wordstar oder bei einem Datenbankzugriff in irgendeiner Applikation der Schirm dunkel wird, ist dann wahrscheinlich ein längeres vernünftiges Arbeiten unter CP/M nicht mehr möglich.


    Servus


    Norbert

  • Servus Norbert,


    vielen Dank für die Infos, das beantwortet doch einige meiner Fragen. D.h. Maschinenprogramme konnte man von BTX-Seiten laden und ausführen, das ist schon mal sehr interessant.


    Aber ging das wirklich nicht auch von der Diskette oder vom Band?

    Wenn nicht: Wozu diente dann eigentlich das Band-Laufwerk sowie das Diskettenlaufwerk (im nicht-CP/M-Betrieb)?


    Gab es denn kein einziges fertiges Programm (z.B. ein Spiel) auf Kassette oder Diskette zu kaufen?


    Abschließend frage ich mal ganz frech (nachdem ich weiß, was du bisher alles gemacht hast): wärst du möglicherweise in der Lage, einen MUPID II-Emulator (idealerweise einen MAME-Treiber) zu schreiben? Optional auch inklusive CP/M-Zusatzbox? Hätte sowas überhaupt einen Sinn? Könnte man da deinen BTX-Server dranhängen?


    So ein Emulator würde die MUPID-"Szene" doch beleben. :)

  • Hallo Robert,


    sorry. Ich habe mich nicht wirklich genau ausgedrückt. Ich versuche es etwas detaillierter, aber das gilt jetzt nur für das intelligente Laufwerk (das dumme kenne ich nicht so gut):


    Unter BTX-Seite verstehe ich nichts anderes als ein File im CEPT-Format (kann man sich so ähnlich wie HTML vorstellen). So ein File konnte der Mupid vom BTX-Server der Post über das Telefonnetz holen oder aber auch von der angeschlossenen Diskettenstation lesen. Auf den Disketten waren einfach BTX-Seiten (=Files) gespeichert. Die Diskettenstation hat (so ähnlich wie mein BTX-Server) auf Anfrage des Mupid-Users, dem Mupid das gewünschte File (=Seite) zugeschickt. Im Wesentlichen nichts anderes haben die BTX-Server der Post über die Telefonleitung gemacht. Der Mupid hat das File dann einfach angezeigt - so, wie ein Webbrowser ein HTML-File, das er vom HTTP-Server angefragt hat.


    Ein Programm auf Diskette - die hat man wahrscheinlich damals auch kaufen können - war nichts anderes als so ein BTX-Seitenfile, das Z80-Code (das Programm) eingebettet hatte. Wenn man also so eine Programm-Seite von der Diskettenstation angefragt hat, wurde sie geladen, und der Mupid hat den darin enthaltenen Code ausgeführt. Eines dieser Programme war z.B. ein BTX-Seiten-Editor, mit dem man die BTX-Seiten für seine private BTX-Homepage, für die Firma oder z.B. für ein Uni-Institut der WU (wie wir es in den 80ern gemacht haben) designen konnte, und sie dann auf den Postserver hochgeladen hat oder für die spätere Weiterbearbeitung auf Diskette schreiben konnte.


    Wenn jemand hier im Forum noch alte (österreichische, deutsche oder auch andere) BTX-Seiten als Files hat - vielleicht sogar solche mit Mupid-Programmen drinnen - wäre ich sehr interessiert. Die kann man dann z.B. mit meinem BTX-Server-Programm auf einem Mupid anzeigen bzw. ausführen.


    Noch ein paar Worte zum Emulator:

    Tatsächlich habe ich 2007 einen Mupid-II-Emulator begonnen. Der war damals noch in Java als Browser-Applet geschrieben. Der Emulator bootet bis zum C2A2-Startbildschirm. Dann habe ich aber damals aufgehört, und es fehlt noch Einiges (Tastatur, Serial-Controller, Grafik usw.). Ich werde aber wohl irgendwann einmal weitermachen (standalone in C, oder für MAME oder so). Es ist derzeit allerdings eher langweilig, weil es eben meines Wissens praktisch keine BTX-Seiten oder Mupid-Programme im Netz gibt. Da hat man also nicht viel zum Ausprobieren oder muss erst selber etwas bauen (so wie ich mein Forth). Dieser Mangel an verfügbarer Software heute, obwohl es damals im BTX-System z.B. jede Menge Mupid-Spiele gegeben hat, schränkt auch bei einem realen Mupid die Nutzungsmöglichkeiten leider ziemlich ein.


    Servus


    Norbert

  • Ich habe von meinem Mupid-II C2A2 die ROMs ausgelesen und Bilder gemacht, und das ganze bei MAME eingestellt


    https://forums.bannister.org/u…id&Search=true#Post109397


    Leider hat sich noch niemand der Sache angenommen - Norbert, das wäre klasse, wenn Du da aktiv werden würdest.


    Schön wäre es dann auch, die ROMs der Diskettenstation und andere ROM-Versionen zu bekommen, z.B. vom Mupid (1) und ein deutsches Mupid-II-ROM, etwa vom Grundig PTC-100.

    Files


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Hi Robert,


    danke für die ROMs und die Bilder. Ähnlich war es bei mir auch. Ich habe die ROM-Daten mit einem Z80-Programm ausgelesen und dann mit dem Emulator begonnen. Das 2k-ROM "motronic…", das du dazugepackt hast, hatte ich aber nicht. Ich nehme an, es ist für den Microcontroller, der die Tastatur abfragt. Da waren die ROM-Daten für meinen rein softwaremäßigen Ausleseansatz nicht zugänglich.


    Ich kann hier dafür das PTC-100-ROM beisteuern. Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber ich glaube, es war einmal von Christian Cortis Web-Seite herunterladbar. Das ROM-File liegt bei.


    Servus


    Norbert

  • Norbert

    Hallo Norbert,


    ich freue mich sehr, dass du hier im VzEkC e.V. aktiv mitwirkst.


    Es wäre mir persönlich eine große Freude - und sicher für uns alle hier im Vereinsforum -, wenn du vielleicht 2-3 Zeilen zu deiner Person schreiben magst.


    Du scheinst ja doch fachlich versiert und *schwer im Thema* zu sein.


    Mit bestem Gruß,


    E.

  • Hallo Norbert, danke für das PTC100-ROM. Christian Cortis Seite ist über die Wayback machine abfragbar und hat schöne Bilder vom PTC100 und der Floppystation.


    https://web.archive.org/web/20…orti-net.de/museum/mupid/


    Hast Du zufällig ein Handbuch für den C2A2/C2D2, oder Informationen über die Speicheraufteilung und Portadressen?


    Gruß

    Robert


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • @Norbert: das wäre ganz, ganz toll, wenn du irgendwann wieder mit dem Emulator weitermachen würdest. Denn mit einem funktionierenden Emulator würden sich völlig neue Möglichkeiten ergeben, derzeit sind ja alle potentiellen Aktivitäten auf ein paar wenige Leute beschränkt.


    Hast Du zufällig ein Handbuch für den C2A2/C2D2, oder Informationen über die Speicheraufteilung und Portadressen?


    Das wäre auch sehr hilfreich, wenn technische Doku in gescannter Form der Allgemeinheit zur Verfügung stehen würde.


    Mit einem Emulator und ausreichend Doku wäre es für die Entwickler des z88dk-C-Compilers vermutlich nicht allzu schwierig, den MUPID II als Zielsystem zu unterstützen. Der Compiler könnte dann ein BTX-Seitenfile mit eingebettetem Z80-Code erzeugen.

  • Ich habe vor ein paar Tagen die österreichische Ebay-Auktion mit dem Mupid C2A2 und der Diskettenstation gewonnen.


    Leider hat die Floppystation gestern beim ersten Probelauf ein Feuerwerk veranstaltet, so dass ich erst schauen muss, welche Kondensatoren es erwischt hat. Ich konnte also weder testen, ob sie an einem beliebigen Terminal funktioniert, noch hat sie den Mupid in eine Art Terminalmodus geschaltet. Weiß jemand, welche Einstellungen ich hier am Mupid vornehmen muss?


    Anbei mal ein Archiv mit allen jetzt vorhandenen Firmwares - denn interessanterweise hat der neu erworbene Mupid zwei handbeschriftete ROMs die auf das Erstellungsjahr 1990 deuten (rechtes Startbild), während die anderen aus dem Jahr 1985 zu sein scheinen. Dabei ist tatsächlich ein 27256 und ein 27128 verbaut, das ist kein Auslesefehler.


    Es lag ebenfalls ein Buch "H. Mülner / J.K. Stögerer: Das große MUPID-BASIC Handbuch" bei, daraus werde ich die relevanten Informationen nach und nach posten. Das BASIC wurde ursprünglich über BTX geladen, es scheint aber auch auf Diskette verfügbar (gewesen) zu sein.


    Gruß

    Robert



    Beim zweiten Bild habe ich schnöderweise den Bildaufbau der Ö-Flagge unterbrochen ...

    Files


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  • Hier ist das Mainboard der MUPID-Diskettenstation




    Was für ein Bauteil hat es mir denn da erwischt? Sollte ich, das andere, gleichwertige, auch mit auszutauschen? Und was ist das Ding in der Mitte? Auch tauschen? Das Netzteil stinkt jedenfalls wie Sau ...

  • Was für ein Bauteil hat es mir denn da erwischt?

    X2-Netzfilterkondensator

    Sollte ich, das andere, gleichwertige, auch mit auszutauschen?

    Wenn du eh schon dabei bist, auf jeden Fall.

    Und was ist das Ding in der Mitte?

    Eine Gleichtaktdrossel.


    Auch tauschen?

    Wird nicht nötig sein. Das Ding besteht nur aus einem Ferritkern mit ein paar Windungen Draht drum. Kann eigentlich nicht kaputt gehen...


    Das Netzteil stinkt jedenfalls wie Sau ...

    Glaub ich gern. Diese Netzfilter sind echt üble Luftverpester :)

  • Quote

    Eine Gleichtaktdrossel.

    Zum Duett mit dem Rotkehlchen? :xmas:


    Danke, ich hab die Dinger bestellt ... mal sehen, ob es hinterher wieder funktioniert, oder ob das nächste Teil aufgibt.


    Gruß

    Robert


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Anbei schon mal ein Scan mit allem was irgendwie hardware-relevant aussieht aus dem MUPID-BASIC-Buch. Die restlichen Seiten kommen dann nach den Feiertagen.


    Weihnachtliche Grüße

    Robert

  • Dann habe ich jetzt noch die fehlenden Seiten aus dem MUPID BASIC-Buch gescannt,

    Turbo Pascal für MUPID liegt auch schon bereit.


    Weiß jemand, was es an Herstellerdokumentation zum MUPID gab? Irgend ein Anwenderhandbuch, das man nicht extra kaufen musste?


    Gruß

    Robert

  • In meinem Keller ruht immer noch ein Grundig PTC-100 (der Mupid2-Klon) mit Diskettenlaufwerk und einigen Disketten. Das passende Grundig-Display ist leider defekt und schon länger entsorgt worden. Zur Zeit seiner Benutzung war ich ca. 5 Jahre alt, daher dürften folgende Erinnerungen evtl. nicht mehr ganz korrekt sein:

    - man konnte direkt von der Diskette Programme für den Mupid starten, mit der ?-Taste konnte man das Inhaltsverzeichnis (Directory) anzeigen und es gab rote und gelbe Dateien (also die Dateinamen waren entsprechend eingefärbt) - die Bedeutung weiß ich nicht mehr, evtl waren die eine Farbe ausführbar?

    - es gab auch CP/M für das Gerät, darin ist mir noch Wordstar in Erinnerung geblieben (inkl. mancher Tastenkombinationen)

    - da ich eigentlich nur gespielt habe damit, erinnere ich mich u.a. noch an das Spiel "Wurm im Mupid", ähnlich wie nibbles.bas aus MS-DOS5 oder Snake auf den alten Nokia-Handys. Außerdem "Mengenlehre am Mupid". (Übrigens ein anderes Computerspiel aus dieser Zeit ist in meinem Profilbild zu sehen, das war aber auf einem CBM8032, auch noch im Keller stehend)

    - das Gerät konnte mehrere Farben darstellen und auch ein Lautsprecher war verbaut

    - da beim CEPT-Zeichensatz auch eigene Zeichen erstellt werden können, konnte man damit auch richtig Grafik darstellen (oder umgekehrt?)

    - dabei habe ich festgestellt, wenn man ganz schnell eine Umlaut-Taste (äöü) und die Leertaste drückt, man nur die Umlautpunkte (¨) erhält (der erste "Bug" den ich in einem Computer gefunden habe)

    - das Diskettenlaufwerk hatte einen Geschwindkeitswählschalter


    Wie groß ist die Chance, dass ich dieses Gerät wieder zum Leben erwecken kann und evtl sogar die Disketten wieder lesbar sind? Vermutlich bräuchte ich dazu ein Kryoflux.

  • Hallo Merkur,

    schön, dass es noch mehr MUPID-Besitzer gibt. Was hast Du denn an Dokumentation zu dem Gerät? Wäre es möglich, dass Du die einscannst?

    Bez. der Diskettenstation hatte ich das Problem, dass mein Diskettenkopier-Rechner, der sonst alles schluckt, am single-density-Format der MUPID-Disketten verzweifelt ist. Mit einem Kryoflux müsste das gehen, manche hier im Forum haben für single-density auch ISA-Controller wie Adaptec 1542 u.ä. im Einsatz.

    Meine Diskstation funktioniert leider auch nicht. Der Schalter zum Einstellen der Geschwindigkeit ist relevant für den Einsatz: Am MUPID muss sie auf 4800 Baud stehen, wenn man die Diskettenstation als eigenständigen Z80-Rechner verwendet, kann man die Geschwindigkeit beim Einsatz mit einem Terminalprogramm am PC auf 19200 Baud hochsetzen.


    Gruß

    Robert


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic