Cebit stellt ein - wer hat schöne Geschichten aus 'Alten' Zeiten?

  • Die Cebit wird wohl eingestellt ...

    ... eine Gelegenheitz schöne Storys aus vergangenen Tagen zu erzählen *Kaminfeuer anmach* :)


    Wie jedes Jahr war ich auch 1995 auf der Cebit mit einem damals guten Freund. Wir gehen durch eine Halle und dem Freund fällt fast die Kinlade runter. Es sind, unter anderem, mehrere Formel Eins Wagen zu sehen gewesen. Sein Kommentar zur Cebit: "WOW, lauter tolle Autos, super aussehende Frauen, und das gepaart mit der neusten Technik. Ist das der Himmel?"


    1997 war ich mit jemanden anderen bei der Cebit und waren auch beim CCC Stand. Dort haben wir jemanden getroffen, mit dem wir immer Quake Online gespielt haben. Er meinte: habt ihr lust was zu trinken? - was wir als Studenten natürlich nicht verneinen konnten. Darauf hat er uns zwei Badgets gegeben mit Firmenschildern. Er selber hat eines von Micro$oft gehabt. Da sind wir dann auch hin, und konnten uns sogleich im VIP Bereich 'austoben'. Auf dem rückweg hat er uns die Anweisung gegeben mehrere Internet-Explodierer CD's mitzunehmen. Die wurden dann auf dem CCC Stand auf den Boden gelegt, ein Zettel darauf mit 'wir stehen auf Microsoft'


    Ob die Jahre so genau stimmen weiss ich nicht mehr .... ;)

  • Auf meiner ersten CeBIT war ich 1986. Da gab's sogar auch noch Home-Computer auf einigen Messeständen, und laut (= Multimedia) war es da auch noch. DEC hatte einen Riesenstand, größer als der von IBM ... es war einmal halt.

    Was mir davon aber am Meisten in Erinnerung geblieben ist, waren schon die damals horrend hohen Getränke- und Essenspreisen.

    Hatte mir einen Joghurtbecher mit Müsli und Frucht geholt, hatte damals schon die unglaubliche Summe von 10 DM gekostet.

    Ah. Ich glaube es kann auch sein, dass das nicht IBM war, sondern eine andere amerikanische große Firma. IBM war wohl nur auf der Hannovermesse '86 vertreten. Aber Heinz Nixdorf ist wohl auch auf der Messe gestorben (habe ich damals aber nicht realisiert).

    "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."


    ... und schaut auch mal bei meinem Blog vorbei ...

    Einmal editiert, zuletzt von Peter z80.eu ()

  • Hi,


    auf der CeBit war ich 84,85,86 mit einem Novell-Distributor.


    In einem Jahr durfte ich BTRIEVE (SoftCraft) vorführen. Habe mit Bascom und Btrieve in meiner Freizeit kfm.Software

    geschrieben. ::money::



    War schon ein gutes Produkt. Konnte Transaction Tracking und funktionierte im Novell-Netz.


    Bei der Vorführung habe ich den Rechner während der Verarbeitung vom Stromnetz getrennt.

    Nur der Letzte Datensatz war defekt und musste neu erfasst werden. Datenbank war OK.
    Die Software lief sogar noch auf einem Windows XP Rechner.
    Novell hat sich später Btrieve gekauft.


    Gibt es heute noch.https://sos-software.com/produkte/actian/btrieve/


    War eine aktive Zeit.:prost:


    Gruß

    Kurt

    :)

  • Ich war öfter auf der CeBIT. Von 1986 oder 1987 an bis 1999 war ich fünf oder sechsmal da, genau weiß ich das nicht mehr. Als Student mit minimalem Budget konnte ich mir keine Übernachtung leisten. Deshalb bin ich zusammen mit ein paar Freunden morgens um 3 Uhr losgefahren, so dass wir um 9 Uhr in Hannover am Eingang standen, dann an einem Tag so viele Stände wie möglich abklappern und abends zurück. Die Rückfahrt war immer das schlimmste: nach einem langen anstrengenden Tag auf der CeBIT noch 500 km Autobahn.

    Auf einer dieser Rückfahrten geriet ich auf Glatteis. Solange ich auf der Autobahn mit konstanter Geschwindigkeit immer geradeaus fuhr, konnte man das nicht merken (und Glatteiswarner gab es noch nicht, zumindest nicht für mein Auto). Erst auf der Autobahnabfahrt, beim Bremsen, merkte ich das: sanft abgebremst, kam das Auto trotzdem ins Schleudern. Mit Mühe und Not kam ich auf die Autobahn zurück und brachte dort das Auto zum Stehen, ohne mit der Leitplanke oder einem anderen Hindernis zusammen zu stoßen. Verkehr herrschte keiner, die Autobahn war komplett leer, sonst wäre das nicht so glimpflich abgelaufen. So stand ich nun mit meinem Auto quer vor der Leitplanke. Vorwärts ging nicht, also musste ich rückwärts zurücksetzen, um an der Leitplanke vorbei zu kommen. Es war immer noch glatt, also schön langsam. Und genau in dem Moment, als ich langsam zurücksetze, kommt ein Polizeiauto, sieht meine Rückfahrlichter und prompt gehen Blaulicht und Sirene an. Der erste Satz des Polizisten: "Stiegen Sie bitte aus dem Fahrzeug, aber seien Sie vorsichtig, es ist glatt!". Irgendwie konnte ich mir die Bemerkung "Ach nee, haben Sie das auch schon gemerkt?" nicht verkeifen und so begann das Gespräch unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen. Die Polizisten wollten nämlich 300 DM, weil ich auf der Autobahn rückwärts gefahren sei. Die Entschuldigung, dass ich vorwärts ja in die Leitplanke hätte fahren müssen, ließen sie nicht gelten (in der Dunkelheit haben sie das nicht gesehen). Nun stiegen meine Mitfahrer aus und sagten den Polizisten, sie sollten froh sein, dass ich mit meiner guten und richtigen Reaktion einen Unfall verhindert hätte - gerade so - und dass sie besser einen Streuwagen rufen sollten, als hier wegen ein paar Metern rückwärtsfahren Streß zu machen. Am Ende fragte mich dann einer der Polizisten, ob ich müde sei. Ob wohl ich in dem Moment alles andere als Müde war (da war immer noch eine ganze Menge Adrenalin in den Adern) sagte ich ja, ließ mich am Steuer ablösen und so kamen wir ohne eine Strafzettel davon - auch gerade so.


    Gruß, Jochen

  • Für mich waren es nur 300 km, aber trotzdem lästig. In einem Jahr war ich mit einem Kumpel da, ich hatte zu der Zeit einen langweiligen, unauffälligen Renault Megane in Blau Metallic. Zum Ende der Messe um 18 Uhr, als alles zu den Ausgängen ging, war strömender Regen. Ich wusste zwar noch auf welchem Parkplatz ich stand, aber da waren 2 Quadratkilometer Autos, mein Auto war sehr unauffällig und durch den Regen konnte man nicht weit gucken. Eine halbe Stunde haben wir die Karre gesucht. Mein Kumpel hatte zu dieser Zeit eine extrem eifersüchtige Freundin, und diese hatte ihn vergebens versucht anzurufen. Kein Wunder, wenn einige Tausend Messebesucher gleichzeitig gehen und alle mal eben anrufen wollen. Im digitalen Neuland Deutschland bekanntlich bis heute ein Problem. Als wir dann mit allen Staus auf der A2 gegen 22.30 Uhr zu Hause waren, hatte mein Kumpel noch Stress mit seiner komischen Freundin, die ihm Gott weiß was unterstellt hatte, wo wir waren. Später ist sie dann mit einem guten Freund meines Kumpels durchgebrannt, worüber er nicht sonderlich traurig war. :D

  • 4x an der CeBIT nach der Jahrtausendwende teilgenommen. Mich hat es immer zu den schwereren Eisen (Server/Workstations) von IBM, HP, FSC und hauptsächlich SUN verschlagen.


    Einmal hatte ich Zugang zum VIP-Bereich von SUN und ausgerechnet da hatte ich keine Zeit lange zu verweilen. 😢 Was hätte ich mir alles hinter die Binden kippen können. :drink:


    Einen Rundgang hatte ich mal dazu verwendet meine neue, digitale Pentax W30 in einem Pool mit Badenixen - nach deren Erlaubnis - zu tunken, um ein Foto von einem wasserfesten Mobiltelefon eines namhaften Anbieters mit N* - unter Wasser gehalten - aufnehmen zu können. War eine ganz schöne Brühe und außer einem unscharfem Mobiltelefon war nicht viel zu sehen! Viel interessanter hingegen war da der verdutzte Blick der anderen Interessenten auf meine Aktion.:king:

    Das Foto geistert noch irgendwo im Datenbestand rum.

  • Ich habe hier auch ne kleine Story zur Cebit.


    Ich war um 2000 rum mit einem Bekannten dort. Das war eine ziemlich peinliche Aktion, weil der auf jedem Stand irgendwelche Werbegeschenke abgegriffen hat. Außerdem hat er überall ziemlich aufdringlich versucht, ein Firewire-Kabel für seine Kamera zu schnorren.

    So ging das den ganzen Tag und mir war das so peinlich, dass ich immer etwas Abstand gehalten habe. Am Ende hat er sogar auf irgendeinen asiatischen Stand sein Firefire-Kabel bekommen.;)


    Als wir dann mit dem Pendelbus zurück zum Auto gefahren sind, hat er die Tüte mit dem ganzen Kram und dem Firewire-Kabel im Bus liegen lassen. :fp:

  • Hab noch eine Geschichte ....


    So 2006 habe ich einen 1m grossen TUX Pinguin auf der CeBIT gewonnen. Mit dem musste ich durch alle Hallen - und viele Kinder fragten mich wo es den gäbe .....

    In Halle zwei hörte man wie jemand eine Präsentation mit Marketingblabla sehr laut hielt. Und dann sah er mich und den TUX - und dann kam er etwas ins stottern und sagte zusammenhangslos "und Liiiinuuuux?"


    Auf der Rückfahrt - da ausnahmsweise mit Auto - sass der TUX auf dem Vordersitz.

  • In einem der Jahre zwischen 1990 bis 1999 hatte mein Vater eine Einladung der Firma ICL erhalten - komplett mit Eintrittskarte und VIP-Pass, ausgestellt auf seinen Namen, Herr Soundso. Nun, wie das häufig der Fall ist, heiße ich genau wie meine Eltern. Und da mein Vater nicht fahren konnte/wollte, bekam ich seine Einladung. In diesem Jahr war ich mit meinem Freund aus Hannover unterwegs und wir haben beide Jagd auf Werbematerial gemacht, aber nicht auf dem 22. Kuli oder die 50. Tasche, sondern die ausgefallenen Sachen, die man als normaler Standbesucher schwer oder gar nicht bekommt. So gab es in dem Jahr eine Uhr mit Taschenrechner in Form eines Mini-Laptop - ein cooles Gadget, von denen aber nur wenige verlost wurden. Ich bin dann mit meinem VIP-Pass zum Stand, wurde namentlich und mit Handschlag begrüßt, bewirtet und dann setzten wir uns in einen abgetrennten Bereich und haben uns unterhalten. Von meinem Vater wusste ich ein paar Schwachstellen des Produkts, wo er immer drüber fluchte, und mein Gesprächspartner nahm diese Kritik gerne auf. Meinem Freund wurde es langweilig, es wurde gerade wieder ein Mini-Laptop unter über 100 Besuchern verlost, deswegen ging er vorzeitig in den allgemeinen Bereich zurück. Gegen Ende des Gesprächs sagte mein Gegenüber, er hätte gedacht, ich sei älter, von der Stimme am Telefon und überhaupt. Da gestand ich ihm, dass ich die Einladung von meinem Vater bekommen hätte, ob er mir jetzt böse sei? Da lachte er und meine, nein, überhaupt nicht, jetzt wäre ihm endlich klar, was ihn die ganze Zeit irritiert hatte - ich war viel zu jung, um die Person zu sein, mit der er schon ein paar Mal telefoniert hatte. Um mir zu zeigen, dass er nicht böse war, fragte er mich, ob ich ein Werbegeschenk haben wolle - ich sagte ja gern - und er kam zurück mit 2 der Mini-Laptops, einen für mich und einen für meinen Freund.

    Der wollte in den folgenden Jahren nur noch mit mir zur CeBIT: "Mit Dir kriegt man die viel besseren Werbegeschenke!".

  • Die Fahrerei war ja i.a. eine Qual. Vor der Messe klar, aber auch die Baustellen auf der Autobahn machten keine Freude.

    In einem Jahr, es war wohl 1999, hatte ich auf der Autobahn A2 nur eine (in Zahlen: 1) Baustelle. Die war aber durchgehend von Bielefeld bis Hannover (ca. 100km): Fuer die Expo 2000 wurde die A2 dreispurig ausgebaut.

    ;------------------------------------
    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Ganz am Anfang wo ich mal dort war hatte ich fuer meinen damaligen PC einen Marstek 105 Handscanner gekauft.

    In spaeteren Jahren waren nach Messefeierabend die Feiern bei IBM toll zu OS/2 Warp (2er oder 3er Version) ;)

  • Ich war 1987, 88 und 89 zusammen mit meinem Onkel dort, vor allem wegen Atari und Commodore. ABer wir sind durch alle Hallen gelatscht und viele Eindrücke und Geschenke eingesammelt. :tüdeldü: Witzig war die Vorstellung der VC-1581, dem 3.5 Zoll-LW für C-64/128, das war als große Messeneuheit angekündigt, alle wollten es sehen, und dann hat man sich am Commodore-Stand sich durch die Menschentraube durchgekämpft, um einen ersten Blick zu erhaschen, und dann war da der Tisch mit dem Schild VC-1581 drüber, und auf dem Tisch waren nur 2 Anschlusskabel zu sehen, das Laufwerk scheinbar vom Stand herunter geklaut. :capone: Dafür gab es bei Olivetti ein erstes Drahtlos-Netzwerk für PCs zu sehen, zu dem mir leider kein Name mehr einfällt. Gedacht war das z.B. zur Ausstattung für historische Gebäude, wo man für Netzwerke keine Löcher bohren oder Schlitze klopfen wollte/konnte. Andere Einsatzzwecke fielen dem Produktmanager nicht ein, aber die Lösung soll auch sehr teuer gewesen sein. :radioactive: 1990 war ich alleine dort, nein, nicht alleine, denn die Firma, für ich damals arbeitete, war Aussteller in der Halle 9. Wir waren das "A-Team" :ätsch: . Ich führte da auf dem Stand abwechselnd einen danach recht beliebten Heimcomputer und einen professionellen 32-Bit Rechner vor. Beides waren Messeneuheiten. ::joint::Und wir waren ständig von Fans umlagert und die Leute brachten teils auch Disketten mit irgendwelchen Programmen mit, um die Kompatiblität mit den Vorgängern auszuprobieren. ::hacking:: Auch viele Szene-Demos. Hab da auch fleißig Disks kopiert. Das werde ich nie vergessen! Da habe ich ettliche Kontakte in die Szene geknüpft, die teils heute noch locker bestehen. Die Firma gibts in der Form nicht mehr, sie lebt aber noch von dem Mythos von damals. :tüdeldü: Von 1996 bis 2004 war ich dann mit einer anderen Firma jeweils die ganze Woche dort, in der Zeit haben wir es von einem White-Box-Hersteller zum einem Markenhersteller für PC-Hardware geschafft, viel Marketing, qualitativ guten Support - das war mein Job :prof:, die Firma gibts heute noch, wenn auch die ganz große Zeit vorbei ist. Mein CeBit-Glanzstück aus dieser Zeit ist die Live-Demo von Mainboards in einem Industrie-Backofen bei 70° Innentemperatur im laufenden Betrieb :anbet:. Ein Jahr später war ich nochmal auf der CeBit, in Halle 1, mit einem Systemhaus, die Firma und die Messepräsenz war die Katastrophe ::cry:: schlechthin, bin dann kurze Zeit später von dort deswegen auch wieder weg. Und seit dem war ich nicht mehr auf der CeBit, zu weit weg :thumbdown:. Bei den letzten CeBit-Teilnahmen habe ich bei den 2x2-Fernost-Messeständchen am Nachmittag des jeweils letzten Messetages viele gute Schnäppchen machen können, manches davon funktioniert noch immer, z.B. ein 17-Zoll-TFT von einem Koreaner, den ich damals für weniger als 100 Euro vom Stand trug. :sunny:

  • Hab jetzt mal die CeBit-Auto-Geschichten gelesen, da fällt mir ein, mein erstes Auto. ein Fiat Uno mit 45 PS, der stand 1990 während der CeBit auf dem Firmenparkplatz. Als wir vom dort mit einem Firmen-BMW nach Hannover fuhren, mein erster Trip mit über 200 km/h auf der Autobahn, das war das letzte Mal, dass ich den roten Uno gesehen habe. Denn er wurde währenddessen aufgebrochen, Autoradio und noch ein bischen anderes Zeugs fort. Die Firma rief meine Eltern an, die kamen, um das Auto zu holen, das überlebte der Uno nicht. Auf der Autobahn-Ausfahrt kam meine Mutter damit ins Schleudern, die Kiste rutschte in den Graben, legte sich auf die Seite, total verzogen, Totalschaden. Meiner Mutter ist aber nix passiert. Der Uno hatte aber auch teils eine kriminelle Kurvenlage, ich hatte da teils auch Probleme damit. Danach, den Golf II fuhr ich nur 4 Wochen, da wurde ich mit dem auf dem Weg zur Arbeit über eine rote Ampel geschoben, der hatte dann keinen Kofferaum mehr und die Rückbank lag direkt an den vorderen Sitzen an. Mir ist nix passiert, zum Glück war da gerade kein Querverkehr und die Vorderradbremsen funktionierten noch, trotz dass der Golf hinten ein ziemliches Stück kürzer war.

  • Auf der Cebit 1998 gab es von einem chinesischen Anbieter das "Grand TV Amazing". In dieser Box war ein Scandoubler, um PAL-Bilder auf einem gewöhnlichen PC-Monitor darzustellen, außerdem ein Fernsehtuner. Mit Fernbedienung! Am Stand haben die Chinesen (illegalerweise) die Boxen verhökert, ich hatte zwei mitgenommen. Da sie sich als außerordentlich praktisch für den Anschluss von Homecomputern an einen PC-Monitor zeigten, wollten wir eine Sammelbestellung machen für den "Amiga Club im BTX & Internet". Damals gab es noch kein Google, man kann sich gar nicht vorstellen, was Altavista so alles beim Suchbegriff "Grand TV Amazing" anzeigte. :oops: Jedenfalls kam die Sammelbestellung zustande, wir hatten dann rund ein Dutzend dieser Teile aus China eingeführt.

  • So um 2008 war ich auf der Cebit in einfacher Kleidung. Man wurde an den Ständen ignoriert, niemand hat sich einen 'erbarmt', bis man dann gesagt hat, das man für ein Projekt 100k++ Euro ausgeben will .... plötzlich sah die Welt ganz anders aus ;)

  • CeBIT Geschichten kann ich viele erzählen- ich habe seit 1985 (das war die letzte, die als Sonderschau auf der Hannovermesse Industrie lief) nur dreimal nicht teilgenommen.


    Mit der 80er mit Anfang 20 war die CeBIT für mich die beste und auch einzige Gelegenheit, alle die Computer live zu sehen, von denen ich sonst nur in Chip, Computer Persönlich oder (später) der c't gelesen habe. War das toll! Farbig druckende Nadeldrucker! Monitore mit weissem Leuchtstoff! Eng umlagerte Stände von Apple, Atari und Commodore! Bepackt mit Tragebeuteln voller Prospekte und Beispielausdrucken ging es mit der Strapazenbahn wieder zurück zum Bahnhof. Und die Bahn war voller Leute, die ähnlich beladen waren, dazwischen Businesstypen in Anzügen, die Englisch, Spanisch, Japanisch und was weiß ich alles redeten. Das war ein Stückchen große Welt.


    Viele fundamentale Änderungen ließen sich gut an der CeBIT ablesen. Von einem Jahr auf's andere waren die Grünmonitore und zeichenorientierten Programme von den Ständen verschwunden und überall flackerte Windows 3.0 mit 60 Hz von den Farbmonitoren. Plötzlich hatten alle Anzugträger kleine Telefone am Ohr und liefen lamentierend über die Außenfläche, auf der es lange noch ein Rollband wie am Flughafen gab, um schneller von Halle 2 bis Halle 7 zu kommen. Dann waren die Hände plötzlich frei, lamentiert wurde immer noch, aber mit Headset, erst am Kabel, später drahtlos. Und mit den Jahren verschwand die Vielfalt, die UNIX Workstations, die Homecomputer, die Acorns und Terminals und auch die Macs- überall nur nur noch IBM PCs und kompatible. Zumindest in den letzten Jahren zeigten sich wenigstens wieder Macs.


    Für Überraschungen und Skandale war die CeBIT auch immer gut. 1986 starb Heinz Nixdorf, 1994 kam die Yellow Point CD unter's Volk und wenig später die Entschlüsselungs-Software vom CCC (beide habe ich noch immer gut verwahrt), 1999 kam Corel Linux und SAP R/3 auf Linux, wohl etwa gleichzeitig hatte Siemens erst eine native Linuxunterstützung für BS2000 Großrechner vorgestellt und nach 2 Tagen Messe wieder abgeräumt (aus strategischen Gründen) usw.


    Unvergessen auch das Essen auf der CeBIT- Messefinger (Bockwurst) bei Siemens, horrende Preise in den Cafeterien, Kaffee-Schnorren am Messestand... .


    Später dann, als ich selbst als Anzugträger auf der Messe angekommen war und am Stand der Firma Dienst tat, hat sich das Bild geändert. Kugelschreiber- und Werbegeschenkjäger nervten schon, auch die Kaffee-Schnorrer ;-)


    Richtig schön war die CeBIT lange Jahre aber erst nach 18:00, wenn die Messeparties begannen. Immer wichtig: ab 17:00 Ausschau halten nach den Lieferwagen des Catering, um die besten Stände zu finden. Gerade um die Jahrtausendwende und in den Jahren danach ging es richtig ab- Livemusik, Freibier, Buffet... solange man halbwegs seriös gucke, war der Abend gerettet. Ich erinnere mich besonders an G-DATA und den Abend mit Roberto Blanco- der machte ein fetziges Samba- und Latinoprogramm. Später gab's Polonese, Roberto vorweg, ein paar Manager hinterher und dann Jean Pütz (der hatte da mal was vorbereitet)- der war als Moderator tagsüber am Stand verpflichtet worden. Oder Nokia: so um 2004 hatten die den deutschen Pavillon auf dem EXPO Gelände für die Messeparty belegt, Büffets auf allen Ebenen, Musik usw. Oder der Planet Reseller... war da nicht was mit Striptease-Shows? Body Painting Events gab's tagsüber auch in den Spielehallen... .


    Der Niedergang in den letzten Jahren war unübersehbar, letztlich auch, weil sich die Branche normalisiert und nicht mehr die goldenen Zeiten mit 3-stelligen Margen herrschen wie früher. Die Parties wurden kleiner, weniger und verschwanden schliesslich ganz. Da gab's einen Stand eines Deutschen Softwarehauses (E-Mail und Fax, komme einfach nicht auf den Namen), der das gut zeigte: Erst Livemusik, Büffet und Freibier vom Fass (Veltins) für alle, dann nur noch Bier, schließlich Flaschenbier und DJ und zum Schluss wurde das Bier für 2 EUR verkauft.


    Leerer und leerer wurden die Hallen, ein Totentanz ohne gleichen. Die Messe hat es eben versäumt, die großen Events wie eine Cisco-Expo auf das Messegelände und die CeBIT zu ziehen. Heute machen Unternehmen lieber Hausmessen oder sind mit "XY Universities" auf Roadshow. Verständlich vom Kosten/Nutzenverhältnis, aber schade finde ich es schon.


    Tja, Sorry für das lange Posting, aber das wollte ich mal loswerden.

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Meine Erfahrungen decken sich mit denen von Yalsi, ich war von 1987 bis in die frühen 2000er auf fast jeder CeBit, allerdings immer nur als Besucher mit Fachhintergrund. Übernachtet haben wir meistens entweder in vermittelten Privatunterkünften oder ein paar Mal im Wohnmobil auf dem Campingplatz direkt nebenan. Bei letzterem haben sich die Standparties natürlich eher gelohnt :) Die frühen 2000er waren meines Erachtens ein letztes grosses Aufbäumen, nach dem Platzen der Blase 2003 hat sich keiner meiner vereinzelten Besuche wirklich gelohnt. Daher finde ich es nicht wirklich schade, die CeBit ist meines Erachtens schon vor längerem gestorben.