Reaktivierung Intel DOS Rechner

  • Moin,
    Ich habe einen wunderschönen DOS Rechner bekommen den ich für mich herrichten will. Es sieht so aus als ob Intel der Hersteller ist, kann das sein, haben die auch mal Rechner zusammengebaut?
    Ist prinzipiell auch egal, er ist auf jeden Fall extrem hochwertig verarbeitet.


    So, jetzt mein Problem:
    Beim ersten Start kam die Fehlermeldung leere Batterie, den Dallas Chip habe ich darauf nach den entsprechenden Anleitungen umgebaut.
    Beim erneuten booten kommt diese Fehlermeldung nicht mehr, dafür kommt jetzt "CMOS Time & Date not set" mit Auswahl Bios (F1) oder booten (ESC). Egal was ich jetzt eingeben des Dos Prompt verschwindet und nichts passiert mehr. Vorher mit leerem Dallas Chip bin ich noch in wenigstens noch das Bios reingekommen, jetzt nichts mehr.

    Ich befürchte das ich irgendwas beschädigt habe, oder hat noch jemand eine Idee was ich tun könnte.

    Gruß, Bernhard



  • Nicht die Batterie, die wäre dann eher leer, sondern die Batteriekontakte auf dem Mainboard.


    Überprüfe mal deinen Umbau, was genau hast du geamcht? Dallas-Chip ausgelötet?

  • Manchmal gibts Jumper auf den Boards, um die BIOS Einträge zu löschen "Bios-Reset" o.ä.


    Kaputte Tastatur ausgeschlossen? Probier sicherheitshalber eine andere.


    Intel hat zwar mal Rechner gebaut https://en.wikipedia.org/wiki/…/media/File:Intel_MDS.jpg, aber sicher nicht diesen. Wahrscheinlich lag der Aufkleber der CPU bei, und der Laden, der den Rechner gebaut hat, hat ihn aufgeklebt.

  • Den eingelöteten Dallas Chip habe ich angefräst und an die entsprechende Stelle Kontakte für eine neue Batterie angelötet. Das sollte auch funktioniert haben.

    Eine Ersatztastatur muss ich erst noch besorgen, glaube aber nicht das es daran liegt.

    Mehr Hoffnungen habe ich mit einem Bios Reset, nur was tun?

    CLR (5) oder CMOS (6) im Ruhestand umstecken?


    Bernhard


  • Versuche erstmal rauszubekommen, was für ein Mainboard das ist (Hersteller, Modell) und ein Handbuch zu finden. Denn je nach Typ gibts unterschiedliche Verhalten. Manchmal muss man im ausgeschalteten Zustand einen Jumoer umstellen, und das reicht. Manchmal muss man das Board dann so einmschaten, damit das CMOS gelöscht wird, und manche Boards gehen kaputt, wenn man so einschaltet. Also besser erstmal Handbuch lesen!

  • Woher kenne ich nur diesen Rechneraufbau? Raisercard mit Slots zu beiden Seiten. Anordnung der Floppy.

    DEC Lpv passt nicht ganz, Siemens?


    Blinkt die Tastatur beim einschalten kurz auf?


    Wie lange hast du bisher auf das Bios gewartet? Auch schon mal ein paar Minuten?

    Einige Bios initalisieren Komponenten und das kann dauern.


    Anderer Versuch ist, das RAM zu reduzieren und die unteren Bänke zu tauschen.


    Gruss,

    Peter

  • Blinkt die Tastatur beim einschalten kurz auf?

    Ja.

    Wie lange hast du bisher auf das Bios gewartet? Auch schon mal ein paar Minuten?

    Auch das war erfolglos

    Anderer Versuch ist, das RAM zu reduzieren und die unteren Bänke zu tauschen.

    und das ebenso.



    Jetzt habe ich das Phänomen das nach der Aufforderung ESC oder F1 egal was ich drücke die Meldung kommt das er auf A: nicht zugreifen kann. Egal welche Aktion ich jetzt probiere, es kommt immer A: Insert Disk.


    Langsam gebe ich die Hoffnung auf.


    Also besser erstmal Handbuch lesen!

    da finde ich überhaupt nichts. Das Internet ist (glücklicherweise) manchmal doch recht Ahnungslos.



    Gruß, Bernhard

  • Definitiv NICHT Siemens, obwohl das ein LPX Formfaktor ist. Mal bezüglich Hersteller/Typ den Rand des Mainboards auf jegliche Bezeichnung hin untersuchen.


    Wäre es ein Siemens/SNI/FSC/FTS Mainboard, also ein u.a. in Augsburg/Deutschland zusammengebautes MB, würde die Bezeichnung S26361-D(x).* auftauchen, mit x als Ziffernfolge.

  • Bau das Mainboard mal aus und mache Fotos, auf denen man alle Aufdrucke lesen kann. Wenn eine FCC-ID angegeben ist, hilft due weiter. Oder irgendwelche Bezeichnungen zwischen den Slots, am Rand, auf der Unterseite, usw. Die Fotos natürlich hier einstellen.

  • Seh ich das richtig?

    Vorher:

    1. Anschalten.

    2. Fehlermeldung leere Batterie.

    3. Rechner startet.


    Dallas-Chip umgebaut.


    Nachher:

    1. Anschalten.

    2. Fehlermeldung Zeit nicht eingestellt.

    3. Rechner hängt.


    Kannst du den Dallas mal fotografieren? Vielleicht hast du versehentlich doch irgendwo was angesägt?

  • Kannst du den Dallas mal fotografieren? Vielleicht hast du versehentlich doch irgendwo was angesägt?

    Das habe ich auch schon gedacht ... er hat den DALLAS original aus dem System modifiziert ... vielleicht ist das was schief gelaufen.


    BernhardKr ... du kannst mir gerne mal deinen modifizierten DALLAS zuschicken ... ich schaue mir den gerne mal an. Falls du Interesse daran hast, einfach Konversation.

  • Moin,

    ja genau so war es. Ich war zwar vorsichtig aber mit der empfohlene Methode Lötkolben hatte ich zuerst Probleme, den unter der Plastikschicht war noch was anderes für das ein Dremel notwandig war. Ich musste es auch direkt am Board machen da er fest verlötet ist, das Riskio daß beim Auslöten was schiefgeht erschien mir größer.

    Da es jetzt auch nicht so ein seltenes Stück ist erschien mir das ganze vertretbar. Er kommt jetzt in die Bastel.- bzw. Ersatzteilecke. Zumindest den nächsten Dallas Chip habe ich besser im Griff. Danke für eure Unterstützung.

    Bernhard

  • Zumindest den nächsten Dallas Chip habe ich besser im Griff. Danke für eure Unterstützung.

    Weißt du schon, dass er unwiederbringlich zerstört ist? Vielleicht ist auslöten keine schlechte Idee, denn spätestens wenn du ihn ersetzt musst du den alten auslöten. Man kann das Plastikgehäuse übrigens entfernen hab ich in einem anderen Thread gesehen. Dann würdest du genau sehen, wo das Problem liegt. Meiner Meinung nach ist da vermutlich ein kurzer drin. Hab ähnliche von dir beschriebene Fehler schon im zusammenhang mit Fehlender Batterie gesehen.



    edit:// Welche Sorte Batterie hast du denn da eigentlich angeklemmt?

  • Eine CR 2032, aber das mit dem Kurzschluss ist eine gute Idee, das hört sich plausibel an. Das Gehäuse ist übrigens zweilagig, erst das Plastik, dann irgendwas Zementartiges, erst dann kommt das Innenleben. Eine Entlötstation habe ich, das sollte zu schaffen sein.

  • Sei mal vorsichtig mit dem Gehäuse entfernen. Ich sagte man "kann" es entfernen. Ich sagte nicht, dass es einfach ist. Da ist noch zusätzlich ein Quartz irgendwo mit drin und der ist nicht gerade stabil befestigt.

    Noch ne Frage: Was ist das für ein Gehäuse, das auf dem Bild neben der Spannungsversorgung zu sehen ist? Ist das das Batterie-Gehäuse? Ist das für ne CR2032 nicht etwas groß?