Jugend und Internet - welcher Schutz?

  • Hallo, da mein Nachwuchs nun auch einen Laptop hat, möchte ich den Besuch des Internets kinderfreundlich gestalten, im Idealfall so, dass diverse Seiten aufgrund Ihres Inhalts gesperrt sind. Wie stelle ich das an? Der Laptop läuft unter Windows 10.


    Bin für jeden Rat dankbar.

  • Windows 10 ist schonmal sehr gut!


    Da kannst du nämlich die Kinderaccounts des Microsoft-Kontos nutzen. Dazu brauchst du selbst natürlich auch einen Live-Account und Windows 10. Einrichtbar ist alles über accounts.microsoft.com. Ich nutze das auch. Wichtig ist, dass die Familie keine lokalen Accounts nutzt, sondern Live-Accounts. Die Kinderaccounts habe ich im Account-Portal von Microsoft erstellt , dafür muss man eine Kreditkarte angeben, von der pro Kinderaccount 50 Cent abgebucht werden, das Geld wird aber deinem MS-Account z.B. für App-Käufe gutgeschrieben, ist also nicht ganz verloren. Auch die Ehefrau kann man in diesen Familienaccount einbinden, oder auch Oma/Opa, ... Diese Erwachsenenaccounts erstellt man dort auch, oder man gibt existierende Microsoft-Accounts an, die müssen das dann online bestätigfen und sind schwupps drin.


    Natürlich ist man damit in der Cloud, aber damit das geht, musste Microsoft die Datenschutzgrundverordnung aktzeptieren, was bedeutet, dass man einigermaßen sicher sein sollte. Man muss ja nichts allzupersönliches in das OneDrive legen... Das hat aber auch Vorteile, insbesondere wenn man auch ein Office 365 Abo hat, das kann man dann nämlich in dieser Cloudfamilie teilen, das gillt nicht nur für die Programme sondern auch für Dokumente. Man bekommt neben den perönlichen Kalendern auch enen Familienkalender, auf den alle Zugriff haben. Man kann Dateien über OneDrive miteinander sharen und gemeinsamme Notitzen in OneNote verwalten. Den Kalender nutzen wir z.B. für Geburtstage, Kinderartzttermine, Schule, Ferien und solche Sachen. Der Familienkalender ist in der Outlook-App zu finden, lässt sich übrigens über das eigene Microsoft-Konto auch in den Google- oder iCloud-Kalender auf dem Smartphone einbinden. Man kann dort natürlich auch die OutlookApp installieren. Die Kinder bekommen übrigens auch eine eigene Mailadresse. In OneNote kann sich jeder eigene Notitzbücher anlegen und diese lesend oder schreibend mit anderen teilen, wir haben da z.B. eine Einkaufsliste drin, am PC eingetippt, am Smartphone in OneNote im Supermarkt abgerufen, nix vergessen einzukaufen.


    Wenn in der Schule die Azure-Cloud mit WIndows 10 (S) Notebooks eingesetzt wird, die kann man auch mit den Kinderaccounts verbinden, so dass das Kind auf seine Dateien in der Schule zugreifen kann. Das habe ich aber noch nicht gesehen, nur gelesen.


    Der Kinderaccount selbst lässt eine umfangreiche Steuerung durch die Eltern zu. Man steuert, welche Apps die Kinder starten können (bzw. nach dem ersten Start blockieren), in Edge kann man Inhalte altersgerecht blockieren, zusätzlich zu den zum angegebenen Alter passenden Whitelists von Microsoft (der deren Dienstleister, keine Ahnung) kann man eine eigene White- und Blacklist erstellen. Das geht aber nur mit Edge, also alle anderen installierten Browser blockieren. Außerdem sollte das Kind natürlich keine Adminrechte auf dem Rechner haben, damit es nicht unkontrolliert was installieren kann. Es gibt auch eine zeitliche Begrenzung, pro Tag genau steuerbar, und zwar entweder gekeinsam oder getrennt für PC(s) und XBOX. Man kann den Kindern auch Guthaben für den Appstore geben, habe ich noch nie gemacht, werde ich vorerst aber auch nicht, es gibt genug kostenlose Inhalte - und die sind im Appstore auch altersgerecht begrenzt. Wenn das Kind ein Smartphone hat, insbesondere ein Android, dann kann man das auch verknüpfen, in dem man dort den Microsoft Launcher installiert und mit dem Kinderaccount anmeldet - dann sind Positionsbestimmungen des Kindes möglich, hab ich noch nie ausprobiert, unsere sind noch zu klein für ein Handy.


    Die zeitliche Begrenzung ist übrigens dynamisch, man gibt was vor, und kurz vor Ende poppt auf dem Kinder-PC ein Fenster auf, dass jetzt bald schluß ist, Macht das Kind nix oder klickt Ok, geht das Notebook nach einiger Zeit in den Ruhezustand, wieder anmelden ist vor dem nächsten Tag nicht möglich. Es kann aber auch mehr Zeit einfordern, das kann Papa/Mama entweder direkt an dem Rechner per eigenem Live-ID-Account/Passowrt, bzw. wenn Papa/Mama gleichzeitig mit WIn 10 auf einem anderen Rechner online sind, poppt da ein Fenster auf, wo man nochmal Zeit geben kann. Oder eben nicht. Die Kinder haben das bisher meistens so hingenommen, wenn es keine Extra-Zeit gab.




    Startseite des Microsoft-Accounts. Ganz rechts sind die Familenfunktionen erreichbar. Wie man sieht, habe ich noch kein Office 365, ich denke aber darüber nach... - denn immerhin ist da ein Clod-Drive mit 1 TB pro Person mit drin... Mein Android-Smartphone ist auch verbunden, dank Microsoft Launcher, OneNote, Outlook und Your Phone (Ihr Smartphone).




    Übersicht "meiner" Kinder-Accounts, man sieht, dass man da so einiges überwachen und steuern kann, und zwar ...




    Überwachung: Welche Apps, welche Webseiten, Websuche bei Google, Bing, etc. Am liebsten würde ich Youtube blockieren, aber für Windows gibts keine Youtube-Kids App, wie es sie für Android und iOS gibt, so muss ich mich leider auf die Selbstkasteiung von Google verlassen, damit da keine Gewaltvideos und schlimmeres angezeigt wird. Vielleicht lässt sich das Problem auch über einen Google-Account für die Kids regeln, habe ich mich aber noch nicht mit befasst. Bei obigen Aktivitäten muss ich mir aber noch keine große Sorgen machen, Top Model, uargh...




    Zeitliche Beschränkungen. Die Zeiten nach 20:00 sind für Papa, dass der sich Abends in die Accounts reinhacken kann, um nach dem Rechten zu sehen. Dazu verwende ich einen Trick: Die Kinder kennen das Passwort von ihrem Live-Account nicht, sondern nur ich und Mama. Statt dessen habe ich denen in ihrem Account den Ameldepin eingerichtet, der ist auch leichter zu merken... Wie man sieht, habe ich einen gemeinsammen Zeitplan für alle Geräte, wenn ich das auschalte, bekomme ich obigen Zeotplan zwei mal, einmal für PC, einmal für XBox. Der Schulaccount dürfte unabhängig hiervon sein, wenn man den verbindet.



    Hier stelle ich die inhaltlichen Beschränkungen ein, das Ater, welche Apps, Webseiten (in Edge!) sie nutzen können, und ich muss jeden Einkauf (auch die kostenlosen!) im Microsoft Store abnicken. Wenn man runterscrollt, kommen die eigenen Black- und Whitelisten. Bei den Whitelists habe ich z.B. den Sportverein meiner Tochter eingetragen. In den Blacklists einschlägige Torrent-Portale und sowas, davon weiß sie zwar eh noch nix, aber so konnte ich das gleich mal testen... Wichtig ist, dass man alternative Browser blockiert, denn darin würden die Internet-Inhalte-Beschränkungen nicht funktionieren. Es sei denn, MS würde für diese entsprechende Addons anbieten, gibts aber nicht.



    Wie geschrieben, man kann den Kindern von der eigenen Kreditkarte "Taschengeld" überweisen, mach ich aber erstmal nicht. Gibt genügend kostenlose Sachen im Store.




    Ist sie brav in der Schule oder im Sportverein, oder bummelt sie durchs Einkaufszentrum? Mit dem Microsoft Launcher auf dem Androiden, mit Kinderaccount verbunden, wäre auch diese Frage präzise beantwortbar. Ob/wie das Kind den MS-Launcher vom Handy runterfwerfen kann, weiß ich nicht. Eine App-Steuerung aus MS-Launcher heraus gibts bisher nicht, ob der Edge für das Handy das unterstützt, habe ich noch nicht getestet.


    Geht gleich weiter...

  • Weiter gehts...



    Das ist in der Systemsteuerung von Windows, hier bindet man den Schulaccount ein. Macht natürlich bei mir keinen Sinn, aber im Account der Kinder schon, wenn die Schule mit der Azure Cloud arbeitet.



    Da kann ich zum einen existierende Microsft-Accounts (z.B, meine Eltern) zur Familie hinzufügen, und ich kann festlegen, ob andere Familienmitgleider sich an meinem Rechner anmelden dürfen. Nein, dürfen sie nicht, so arm sind wir nicht, dass wir nur einen Rechner haben. Die Kinder teilen sich ein HP Pavillion X360 Konvertibles, was ich der Bucht geschossen und komplett neu mit Win 10 aufgesetzt habe (war nicht einfch, die Touchscreen-Funktion ist eine ziemliche Frickelei bei dem Ding, bis es geht). (Ich habe das selbe feuerrote Surfgerät, nur etwas bessere Atom-CPU und ne SSD),



    Da taucht der Familienkalender automatisch im Outlook-App-Kalender auf... MS hat vergessen, das zu übersetzen. Mein Google-Kalender (und Mail) und mein Apple-Kalender (und Mail) sind wie man sieht, auch eingebunden. Apple ist aber sehr umständlich zu realisieren, wegen den gerätespezifischem Passwort, das ist echt nervig. Ich nutze dieses Outlook nur für den Kalender, zur Eingabe von Kontakten, die dann automatisch in den Google-Account auf dem Handy syncronsiert werden. Emails mach ich lieber mit Thunderbird, schade dass TB nicht auf die Kontakte und den Kalender von Outlook zugreifen kann.



    Das ist OneNote 2013 die kostenlose Version. Die nutze ich lieber als die WIndows 8/10 App. Da sieht man die Freigabe des Familiennotizbuchs, ich kann da den Zugriff auch einschränken. Das ginge sogar noch unter Windows 7, da OneNote/OneDrive dort den Account selbst verwaltet. Man kann da auch weitere Personen mit Microsoft-Account einbinden, auch Firmen- und Schulaccounts gehen, sofern die mit Azure verknüpft sind.



    Dazu im Vergleich die Modern App von OneNote in Win 10. Ich mag die nicht. Komischerweise ist die unter Android besser. Aber da sehe ich genau die selben Notizbücher. Hier eins, wo ich meinen Vater bei der Ahnenforschung unterstütze. Mein Vater hat über seinen Microsoft-Account Zugang, ohne dass er in unserem Familienaccount drin ist, und wir können so Ortslisten, online durchforstete Standesamtbücher abhaken, hier mal der aus Ahnenblatt reinkopierte soweit recherchierte Stammbaun der Familie M. Noch so einen Baum haben wir mütterlicherseits. Ganz oben ist 1780 in Ziegenhain/Schwalm und viele der in dem Baum gefundenen noch lebenden Personen haben wir erst durch die Recherche kennen gelernt, diese Kontakte sind im Verlauf der Generationen größtenteils verloren gegangen, wir wussten nur dass es da noch welche in der Wetterau gibt... Wir haben aber noch nicht alles durchforstet und in Ziegenhain gibts den Namen auch noch, ohne dass jemand von uns oder den Wetterauern diese Leute kennt. Aber das ist ein anderes Thema...



    So am Rande, das ist die "Your Phone" (Mein Smartphone) App für Windows 10, die syncronisiert mit dem MS-Launcher, ich kann SMS sehen und senden und Selbstfotografiertes vom Samrtphone abrufen, ohne dass die im Clouddrive landen. Noch ziemlich rudimentär wenn man mit PhoneExploder oder AirDroid für Android vergleicht, aber MS will das noch ausbauen.

  • So ein paar Ungereimtheiten gibts allerdings noch in dem Konstrukt, was Microsoft einem da so anbietet, und Ihaltekontrolle Google/Youtube wäre für mich auch noch ein Thema. Dann das mit dem Kinderaccount und dem MS-Launcher auf dem Smartphone, in wie weit sind dort Apps, Play-Store-Käufe, Inhalte kontrollierbar? Muss ich das überhaupt kontrollieren (können)? Kann das Kind den MS-Launcher deinstallieren und sich so befreien? Emails im Outlook sehe ich normalerweise nicht, einerseits gut, wegen Privatsphäre, aber man hört ja so einiges was alles böses im Internet passieren kann. Über Skypekontakte habe ich auch keine Kontrolle. Wie genau funktioniert das mit dem Schulaccount, kann die Schule dann auch auf den Kinder-Account auf dem Privatcomputer / Smartphone einwirken? (Wenn ich mein Notebook mit dem Firmenaccount verknüpfen würde, geht das, um private Daten von Geschäftsdaten zu trennen!) Ob man bestehende Microsoft-Accounts der Kinder in Familien-Kinderaccounts umwandeln kann, weiß ich auch nicht - notfalls neue anlegen, Daten usw. migrieren und die alte Accounts stillegen. Lokale Windows-Accounts dürften sich problemlos mit einem zurvor erstellten Kinderaccount verknüpfen lassen. Wie weit ließe sich die Suchmaschine von Google und Youtube inhaltlich einbinden, aber irgendwie mag ich diese Datenkrake ins Konzept nicht einbinden. Ok, MS ist auch ne Datenkrake...


    Ansonsten, das Ding funktioniert ganz gut. Ich hoffe, ich konnte erhellendes beitragen.

  • Ist sie brav in der Schule oder im Sportverein, oder bummelt sie durchs Einkaufszentrum?

    Die elektronische Fussfessel für Kinder. Im Gegensatz zu verurteilten Straftätern hier aber vorauseilend, ohne dass bereits ein konkretes Vergehen vorliegt. :mrgreen:

    Denkt mal zurück an eure Jugend. Hättet ihr sowas haben wollen?


    Der Vorteil ist natürlich, dass die Kinder schonmal an chinesische Verhältnisse gewöhnt werden (das betrifft auch die Filter). Meine beiden sind jetzt 14 und ich habe Anfang dieses Jahres die Fritzbox-Filter abgeschaltet (die waren eh nur rudimentär wirksam). Wurde ersetzt durch eine freiwillige Selbstkontrolle. Die Regeln wurden von den Kindern selbst vorgeschlagen und nicht von uns Eltern aufoktroyiert.


    Überlegt mal! Wenn ihr die Zeit, die ihr mit der Konfiguration solcher umfangreicher Filtersoftware verbringt, mit den Kindern verbringen würdet. Da könnte man Alternativen anbieten zu Youtube und Whatsapp. Gemeinsame Spieleabende und so.


    Sorry, das musste jetzt mal raus. ::joint::

  • Du hast im Prinzip recht. Aber als wir so klein waren, gabs vieles von dem noch nicht was heute online möglich ist, ich habe aber auch ab und zu die Sicherung abgedreht bekommen, wenn ich unter der Woche Abends zu lang am 64er gesessen habe und es nicht einsehen wollte. Nur heute, es ist ja nicht nur die Zeit, ich will einfach nicht dass eine unaufgeklärte 8-Jährige aus welchem Grund auch immer auf ne "Glücksspiel"-, Terror-, Porno- oder Raubkopie-Seite gelangt. Das war mit dem C64 nicht möglich, Ok, kopiert haben wir trotzdem und da war manchmal auch Schwinekram dabei - und die Tauscherei per USB Stick werde ich nicht verhindern können. So ein System verhindert aber erstmal die ganz schlimmen Sachen, wo es auch den Eltern wegen Verletzung der Aufsichtspflicht an den Kragen gehen kann. Und diese Kopiereri damals auf dem Schulhof wurde noch nicht so verfolgt, wen heute aber jemand online dabei erwischt wird ist die Kacke am Dampfen und darauf habe ich keinen Bock. Später mal werde ich diese Begrenzungen auch weg nehmen bzw. großzügiger machen, aber erst wenn verstanden werden kann, was man online alles falsch machen kann und was das für Konsequenzen haben kann. Aber wie wenn man den Führerschein macht, da sitzt ja auch der Fahrlerhrer dabei. Nur kann ich das zeitlich nicht leisten, ich kann nicht immer daneben sitzen, also muss mich der Rechner dabei unterstützen, und das klappt bisher gut. Was die Ortung angeht, man kann es nutzen, man muss es aber nicht, ich habe nur die Möglichkeit aufgezeigt, im Notfall ist es vielleicht irgendwann mal nützlich. Hoffentlich tritt dieser Notfall aber nie ein. Und wie man an der wöchentlichen Nutzung sieht, die hat garnicht so viel Zeit und Lust am Rechner zu sitzen. Also, alles erstmal gut.


    Diese Ortung hat übrigens einem Bekannten schonmal geholfen. Bei dem wurde eingebrochen und sein Windows 10 Notebook gestohlen. Als er mir das erzählte, sind wir zusammen in seinen MS-Account rein und haben das Notebook erstmal gesperrt, so dass sich niemand anmelden kann, und eine Suche danach gestartet. Ein Monat später kam von Microsoft eine EMail, dass sich das Notebook am Internet angemeldet hat, seine Lokation in der Nähe von Belgrad gemeldet hat, und sich gesperrt hat. Wir haben dann eine Fernlöschung eingeschaltet, für den Fal dass es sich wieder meldet. Das war dann 2 Tage später der Fall. Die Lokation in Belgrad war punktgenau auf ein Haus, weil da 200 Meter drumherum nur Felder in Google-Earth zu sehen waren. WIr haben recherchiert, wer/was da ist und fanden jemand, der von dieser Adresse mit Computerhardware handelt. Das haben wir der Polizei gegeben, die haben das nach Prüfung weitergeleitet. Das Verfahren wurde aber leider trotzdem ergebnislos eingestellt. Immerhin hat sich das Notebook (hoffentlich) selbst platt gemacht, so dass den Dielern/Hehlern keine Daten in die Hände fielen.

  • Also wenn's nicht unbedingt ein Windows sein muß, gebe es auch die Variante den DNS abzuschalten und eine hosts Liste manuell anzulegen. Mich würde auch nicht wundern, wenn es das für Windows auch gäbe, da müßte man halt vorher das DHCP ausschalten und was sinnfreies (am besten lokales) für den Nameserver eintragen und noch die Datei finden, wo man die "Namen und Adressen" einträgt.

  • Nur heute, es ist ja nicht nur die Zeit, ich will einfach nicht dass eine unaufgeklärte 8-Jährige aus welchem Grund auch immer auf ne "Glücksspiel"-, Terror-, Porno- oder Raubkopie-Seite gelangt.

    Ok, mit 8 Jahren waren unsere noch nicht alleine im Internet. Die haben schon auch für die Schule im Internet recherchiert, aber dafür gab es ausgewählte Suchmachinen für Kinder (die auch von den Lehrern genannt wurden). Wir haben zwar nicht daneben gesessen, waren aber in der Nähe und konnten immer mal einen Blick darauf werfen, was da auf dem Bildschirm zu sehen war.


    Mit 12 Jahren haben sie ihre Smartphones bekommen und da habe ich nur den Browser deaktiviert. Whatsapp und Youtube war erlaubt. Das eigenstände Installieren von Apps oder das Aktiviern des Broweser war nicht erlaubt. Das waren klare Absprachen an die die Kinder sich gehalten haben. Das wäre aufgefallen, weil ich die Smartphones regelmäßig in den Fingern hatte, bei technischen Problemen oder wenn sie ein bestimmtes Spiel installiert haben wollten.


    Probleme gab es zwischenzeitlich mal wegen exzessiver Whatsapp-Nutzung (Klassen-Chat), weswegen wird dann noch einen Zeitrahmen vereinbaren mussten (Whatsapp nur von 8 bis 20 Uhr).

  • Oh Gott, also wenn ich überlege was mein 33.6er Faxmodem alles"sehen" musste... Ich muss Detlef da zustimmen... Wer durch äußeren Druck oder Sperren an seinem Ziel gehindert wird der sucht sich immer irgend einen Umweg... da denke ich immer mit freuden an einen Geburtstag vor kurzem wo ein Nachbar behauptet hat dass seine Kinder niemals irgendwas im Internet machen und kaufen würden weil er das alles unterbindet.... Bis dann sein Junior von den Prepaid Karten

    an der Tankstelle erzählt hat die er kauft damit Papi es nicht nachvollziehen kann


    Aber zum Thema:

    Also ich würde ja die Schnittstellen beschränken, also USB, Bluetooth und sowas Hardware technisch Tod legen... Glaube nicht, dass heute noch jemand einen Router für ein kleines Privat-Netzwerk im Rucksack hat.

    Und ein Handy ohne freien Speicherplatz kann keine kranken WhatsApp Videos speichern

  • Aber echt jetzt. In dem Alter haben wir früher auch schon mal Schweinkram in die Finger bekommen, ohne noch Verhaltensauffälliger als vorher zuwerden.

    Damals war das im Gegensatz zu heute noch richtig aufregend, und wir hatten sogar Angst erwischt zu werden.

  • Ich fände es wichtiger den Kindern aber auch den Erwachsenen zu erklären was sie da eigentlich immer gerade sehen... Wenn ich nur daran denke wie oft mich mein Chef fragt ob er den Virenscanner aktivieren soll auf einer Webseite oder die Behauptung aufgestellt wird, dass an der indischen Spam-Mail die besagt, dass die webseite verbessert werden muss vielleicht ja doch irgendein wahrer Funke mit mitspringt.... denn sonst hätte sich der Inder ja wohl kaum gewagt das zu schreiben.... Es fällt ja selbst mir mittlerweile schwer eine wirkliche Sache von irgendeinem schmu zu unterscheiden. Und ich denke da sollte man ansetzen damit man eben nicht auf einer glücksspiel Seite landet oder der nigerianische Onkel 10000000 Euro überweisen möchte

    Eine Kiwi am Tag deckt den menschlichen Tagesbedarf an Kiwis

  • Die elektronische Fussfessel für Kinder. Im Gegensatz zu verurteilten Straftätern hier aber vorauseilend, ohne dass bereits ein konkretes Vergehen vorliegt


    Aber echt jetzt. In dem Alter haben wir früher auch schon mal Schweinkram in die Finger bekommen, ohne noch Verhaltensauffälliger als vorher zuwerden.


    Schaltet gerade mal Frontal21 im ZDF an, alternativ in der Mediathek ab ca.Minute 10. Da gehts drum, wie Pädos übers Internet oder Handy an Kinder ran kommen.


    Lieber Fußfessel als sowas.

  • Im öffentlichen Raum sicher schwieriger als anonym in Internet umsetztbar, hast du die Sendung dir angeschaut?

  • Ich hab's mir gerade mal angeschaut, habe da aber jetzt keine neuen Erkenntnisse gewinnen können. Es ist doch seit Jahren bekannt, dass Pädophile versuchen, Kinder über Social-Media zu kontaktieren. Natürlich tun die das mit allen Raffinessen und psychischen Tricks.


    Es geht ja nicht darum, dass man nichts tut. Es geht darum, dass man das richtige tut. Und ich meine Internetvebote, Filter und sonstige Reglementierungen, die von den Kinden nicht (wirklich) akzeptiert sind, helfen ab einem gewissen Alter nicht weiter. Stattdessen mit den Kindern reden und die Themen ansprechen.


    Es gibt auch noch 18, 20 und 30 Jährige, die auf Psychopaten im Internet hereinfallen. Vielleicht sind das die gut behüteten, die immer vor allem beschützt waren - ich weiß es nicht. Dass das gut behütete Kind nicht gerade gut auf das Leben vorbereitet ist, dürfte sich inzwischen auch herumgesprochen haben.

  • Statt Fußfessel würde ich mein Kind begleiten und dabei die Problematiken erklären. Soll ja mal ein selbstbewusster Erwachsener werden, der mit Allem umgehen kann. Die Lösungen sind zwar toll zum Beruhigen verhindern aber nicht, dass die Kinder das sehen, was man verhindern will. Wege finden sich immer (Freunde, Umgehungen etc.) Ich würde auch gerne Vieles rückgängig machen, was ich dank meiner Neugierde gesehen habe, aber wenn man weiß was man sehen will und was nicht, dann braucht es auch keine Sperren. Übrigends finde ich 13 noch lange nicht zu alt, um zu begleiten. Gerade in der Pupertät sind die Kinder wissbegierig und somit besonders gefährdet.

  • back to the roots ... ich würde Dein Kind aufklären.

    Jeglicher technische Schutz wird in Null Komma Nix ausgehebelt und King of the Schulhof ist auch jetzt schon derjenige mit dem blutigsten oder eklistem Video auf dem Handy.

    Ich schule diese Altergruppe und deren Eltern ... belehren ist das einzig sinnvolle ;)

  • Fazit von der Dokumentation im TV: Die empfehlen, entsprechende Software auf PC und Smartphone zu instllieren, geben aber keine Empfehlung raus. Es wird weder erwähnt, dass Windows 10, Apple und Google sowas können.

  • back to the roots ... ich würde Dein Kind aufklären.

    Jeglicher technische Schutz wird in Null Komma Nix ausgehebelt und King of the Schulhof ist auch jetzt schon derjenige mit dem blutigsten oder eklistem Video auf dem Handy.

    Es gibt ja noch einen anderen Aspekt, der bei der ganzen Technik- und Sperrdiskussion gerne vergessen wird.

    Den Kinder wird eine Sitatuation der ständigen Bedrohung und Gefahr vemittelt. Das gilt nicht nur für das Internet sondern gerade auch für Fußfesseln im realen Leben (z. B. ständige GPS-Überwachung per Smartphone). Das fördert keine Persönlichkeiten, die selbstbewusst mit neuen Situationen oder auch mit neuen Technologien umgehen. Die Kinder orientieren sich nicht daran, was die Eltern erzählen sondern daran, was sie vorleben. Also z.B. wie souverän sie den Kindern Freiräume einräumen und auf Selbstverantwortung setzen.

  • Eine Möglichkeit, herauszubekommen, wo die sich gerade rumtreiben, ist was anderes als eine Fußfessel.

  • Es gibt eine schweizer Suchmaschine, die ich selber für die Jungs meiner Freundin nutze, damit sind sämtliche Schweinkramseiten aller Art rausgefiltert. Eine einfache, aber efektive Lösung, um die Jungs und Ihre Schulfreunde von gewissen Seiten abzuhalten.

    Viele Grüsse
    Roman
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    ...auch das Zukünftige wird ein Morgen haben, das es zum Gestrigen werden lässt...


    Viele Grüsse aus der Schweiz
    http://webnose64.ch