Amiga- Spielemaschine oder mehr?

  • Tja, da ich habe noch meinen Amiga 500 und noch einen Amiga 600, aber bin heute eher anderen Welten zugeneigt.

    Ich versteh gar nicht warum alle auf diese Kisten so abfahren. Mit dem Ding hatte so gut wie jeder nur gezockt - Was hat das Teil beigetragen bei der Förderung der Entwicklung von IT-Knowhow? Da war doch alles fertig frittiert - wie aus der Dose. Diskette rein und zocken.


    Klar kann man da modden und hacken - aber nichts im Vergleich zur späteren PC-Welt (maßgeblich von IBM befeuert).


    Die Leute die noch 1999 mit dem Amiga ins Internet gegangen sind kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen. Die haben bestimmt alle Bärte und Informatiker-Bräune gehabt.



    Also ich gebe gerne meine Kiste ab. Hab damit nie viel gemacht.

    suche: S100-Computer (spez. Altair 8800), alte Terminals wie VT100, KIM-1, IBM 5160 Mainboard, Apple II (1977), Apple Carry Bag, Apple IIGS, Apple III Titan Card, Microsoft Z-80 Card, TRS-80 Expansionbox, TRS-80 Floppy, LogicAnalyzer mit 120 Kanälen und mehr


    Habe vor kurzen ein Diablo-Laufwerk bei einem Sammler gesehen! Das wird auch von Xerox Alto benutzt.

    Wer irgendwo Hardware, Software oder Handbücher zu Xerox Star, Xerox Alto, Datapoint 2200 sichtet - bitte sofort melden :!:

  • Mit dem Ding hatte so gut wie jeder nur gezockt - Was hat das Teil beigetragen bei der Förderung der Entwicklung von IT-Knowhow?

    Zur "Förderung der Entwicklung von IT-Knowhow" trägt ja weniger der massenproduzierte Rechner beliebigen Typs als eher der Mensch vor der Tastatur bei. Wenn Du "nur" mit der Kiste gespielt hast, konnte der Amiga ja nichts dafür. In der Tat gab und gibt es auf dem Amiga schon seit jeher eine sehr aktive "Homebrew" Hard- und Softwareentwicklerszene, die heute wohl zu den aktivsten überhaupt zählt. Ich komme gar nicht mit dem Bestücken der ganzen Platinen hinterher, die de Community produziert.

    Ich wage zu behaupten, daß der Amiga immer noch zur "Förderung der Entwicklung von IT-Knowhow" beiträgt.

    Btw, der Niedergang von Commodore und Amiga setzte erst dann ein, als man auch dem PC "zocken" konnte. Merkste was :) ?

  • "Homebrew" Hard- und Softwareentwicklerszene, die heute wohl zu den aktivsten überhaupt zählt


    Das ist sicher uneingeschränkt richtig. Und irgendwie erstaunlich ... immer noch.

    Ist auch der einzige Mikro, wo noch regelmäßig echte Neuheiten erscheinen, auch wenn's so langam doch in Richtung "Maker", Arduino und RPi und Co zu gehen scheint.

  • Als er neu war, fand ich den A600 recht bescheuert. Heute mag ich ihn sehr gern. Vor allem weil er so klein ist.

    Mit Festplatte bzw. IDE-mSATA Adapter, Furia 020 Turbokarte https://www.vesalia.de/d_furia…a8LUJNEpZD1saAst0EALw_wcB, Ethernetadapter Plipbox Inbetriebnahme und 2MB Chipram-Erweiterung Bausatz 1MB Chipram + Uhr für A600 Gotek-USB Drive https://github.com/keirf/FlashFloppy/wiki und wers braucht optional VGA-Output https://www.vesalia.de/d_indivisionecs.htm ist das eine richtig tolle Maschine mitlerweile. Klar, CBM hätte vielleicht eine Weile länger überlebt, wenn man das oben aufgezählte abzüglich des Goteks schon 1991 implementiert hätte, aber das ist ja heute auch egal :)

  • Mit dem Ding hatte so gut wie jeder nur gezockt - Was hat das Teil beigetragen bei der Förderung der Entwicklung von IT-Knowhow?

    Zur "Förderung der Entwicklung von IT-Knowhow" trägt ja weniger der massenproduzierte Rechner beliebigen Typs als eher der Mensch vor der Tastatur bei. Wenn Du "nur" mit der Kiste gespielt hast, konnte der Amiga ja nichts dafür. In der Tat gab und gibt es auf dem Amiga schon seit jeher eine sehr aktive "Homebrew" Hard- und Softwareentwicklerszene, die heute wohl zu den aktivsten überhaupt zählt. Ich komme gar nicht mit dem Bestücken der ganzen Platinen hinterher, die de Community produziert.

    Ich wage zu behaupten, daß der Amiga immer noch zur "Förderung der Entwicklung von IT-Knowhow" beiträgt.

    Btw, der Niedergang von Commodore und Amiga setzte erst dann ein, als man auch dem PC "zocken" konnte. Merkste was :) ?

    Naja klar kann man mit dem Amiga auch basteln - kann man sogar nem heutigen MacBook. Oder einem Stück Holz.


    Doch war der Amiga dafür eher gut oder schlecht dafür geeignet?


    Ich finde da fehlte die goldene Mohrrübe die einen in die Abgründe von Speicherbelegungen, Betriebssystemen und Ethernet-Netzwerken geführt hat.

    Um ein Spiel wie Wing Commander II zu spielen musste ich wahre wunderbare Verrenkungen machen auf einem 386er DX.
    IRQs selbst belegen, konventionellen Speicher freiräumen, Batch-Scripte scheiben oder zumindest anpassen. Die Unzulänglichkeiten von DOS kompensieren und dann noch schlimmer von Windows. Zudem kann man die Unix-Welt dazu wenn man vernünftig Server verwalten wollte.


    Wing Commander I-III, Command & Conquer, Doom, Quake - da hat indirekt extrem viel lernen können, z.B. über Netzwerke.


    Das alles hatte ich ursprünglich nur gemacht um zu Spielen - genau wie meine Schulkollegen. Später waren wir fit - einige wurden Admins andere
    Entwickler wie ich.


    mir fällt da nur der vergleich mit den Sexy NASA-Challenger-Raumfähren wo man alles schick automatisiert hat und man am Ende doch eher extrem viel gelernt durch die Raumstation Mir. Alles musste man reparieren und in Gang setzen - aber am Ende waren die Russen 100% fit und die Amerikaner neidisch darauf.


    Ach komm, Du weiß doch dass ich da recht hab. ;) ::hacking::

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    Das kannst Du so nicht sagen. Wer damals seinen C64 oder Apple II programmiert hat, hat natürlich auch den Amiga probiert. Das das alles etwas komplizierter war, hat einige abgeschreckt, aber nicht alle. Ich habe mit dem System richtig gearbeitet, mit MS-DOS Emulator und Turbo-Pascal 5.5. Daneben noch AmigaBasic und ein paar andere Sprachen (Kickpascal und C). An zwei Projekte erinnere ich mich noch: Apfelmännchen (die ich dann vom Fernseher abfotografiert habe) und ein komplettes Mailbox-System in C. Natürlich habe ich auch damit gespielt, aber das war nicht das Haupteinsatzgebiet.


    Gruß, Jochen

  • All das ging i.P. aber auf einem Amiga auch, und ohne, daß man sich mit solchem "Krampf" wie IRQ Belegungen befassen mußte. Und irgendwie war das auch ein toll aufgeräumtes Gerät - auf seine Art zumindest.

    Es konnte aber v.a. was anderes: Es hat hat Leute aller Art angestiftet DInge zu machen, die auf anderen Rechenern auch gegeangen wäen, aber dort eben irgendwie besonders einfach - gerade was Grafik, Musik, Animation etc. angeht, aber eben auch Programmieren.

    Es gibt so einen sehr coolen YT Film wo das sehr schön rüberkommt. Da ist der Link - eine Super Doku:Die Amiga Story. Der Teil, den ich meine ist im hinteren Drittel, aber der hier wahrscheinlich interessantere ist der Anfang.

  • Den PC als den Rechner herzunehmen, der IT-Knowhow produziert hat, ist schon argh abwegig.

    Eine noch verkorstere Architektur ist mir bisher eigentlich begegnet.

    Das ganze basiert auf einem verkrüppelten Prozessor, und dessen eingeschränkte Möglichkeiten wurden dann auch noch beschnitten.

    Damit erzeugt man bestenfalls Know-How-Not.

  • All das ging i.P. aber auf einem Amiga auch, und ohne, daß man sich mit solchem "Krampf" wie IRQ Belegungen befassen mußte. Und irgendwie war das auch ein toll aufgeräumtes Gerät - auf seine Art zumindest.

    Es konnte aber v.a. was anderes: Es hat hat Leute aller Art angestiftet DInge zu machen, die auf anderen Rechenern auch gegeangen wäen, aber dort eben irgendwie besonders einfach - gerade was Grafik, Musik, Animation etc. angeht, aber eben auch Programmieren.

    Es gibt so einen sehr coolen YT Film wo das sehr schön rüberkommt.

    Ja, wie bei einer modernen Konsole. Da bisschen modden war nix im Vergleich zu den SIMM-Modul-Abenteuern die man damals hatte. Man bekam günstigen RAM nur als NoName - und der hat nicht funktioniert auf Mainboards oder mit anderen SIMM-Modulen wenn man sich nicht genau auskannte mit Details wie Zugriffszeiten und herstellerspezifischen Abweichungen. Nur Cracks konnten ein Chaintech-Mainboard mit 3-Wahl Ram zum laufen bringen.


    Aber in der 12. Klasse wussten wir alle mehr über Computer, Netzwerke und Betriebssysteme als unsere Informatiklehrer zusammen.


    Naja, der Amiga ist ja sowas wie der letzte Mythos . Alle nutzten ihn - aber er führte in eine Sackgasse wenn man in der Welt gefangen blieb.

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  • Den PC als den Rechner herzunehmen, der IT-Knowhow produziert hat, ist schon argh abwegig.

    Eine noch verkorstere Architektur ist mir bisher eigentlich begegnet.

    Das ganze basiert auf einem verkrüppelten Prozessor, und dessen eingeschränkte Möglichkeiten wurden dann auch noch beschnitten.

    Damit erzeugt man bestenfalls Know-How-Not.

    Gerade weil nix auf Anhieb richtig funzte - war es doch ideal.

    Ich habe durch einen Wagen wie den Lada auch mehr gelernt über Autos wie bei meinen späteren Opel. Man muss ja ständig ran.

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  • Naja klar kann man mit dem Amiga auch basteln - kann man sogar nem heutigen MacBook. Oder einem Stück Holz.


    Doch war der Amiga dafür eher gut oder schlecht dafür geeignet?

    Ach komm, Du weiß doch dass ich da recht hab. ;) ::hacking::

    Programmieren lernen und lernen wie OS, Soft- und Hardware / Interfacing funktioniert geht imho auf jedem Universalrechner der 80-90er Jahre recht ähnlich. Ich sehe da nicht, warum ein PC/C64/Atari etc da besser oder schlechter geeignet sein soll als ein Amiga.


    Möglicherweise ist ein einfaches System (z.B. eine MFA oder ein PET) noch ein wenig besser, weil man nicht zu Anfang an mit riesiger Komplexität konfrontiert wird. Ein Amiga mit seinem Multitasking-GUI-OS und das Custom-Chipset zu durchdringen ist komplexer als sagen wir mal ein MS DOS System.

  • Naja, ihr könnt ja versuchen den Sebastian zu konvertieren.


    Bei mir wird`s schwierig.

    Ich gebe ihm dazu noch alles was ich da noch hab.

    Für mich sieht ehrlich gesagt dieser CBM einfach wunderschön aus. Er wird der einzige Rechner der bei mir ins Wohnzimmer kommt.
    Er hat diesen futuristischen Touch aus den 70igern. Wie Möbel von diesem Collani damals. Garantiert ein Gesprächsthema.

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  • Wie Möbel von diesem Collani damals. Garantiert ein Gesprächsthema.

    Colani ist hier immer wieder ein gern gesehenes Gesprächsthema ;)


    Allerdings solltest du das Design des CBM nicht mit Colani in Verbindung bringen ...


    (Nicht falsch verstehen - so übel find ich Colani gar nicht - aber mit den CBM´s hat er nu gar nix zu tun ...)


    Edit : z.B. hier : Colani, Velinski und Co. – Computer-Design (OT aus "CBM in Eierform")

  • Collani war ja nur so ein Beispiel. Ich kenne die ganzen Designer nicht. Danke für den Hinweis auf Ira Velinsky. Fantastische Arbeit. Da nimmt man seinen Hut vor ab.

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  • Das CBM-Gehäuse ist wirklich schön - und für mich das normalste Computergehäuse überhaupt.

    Schließlich war der Rechner, auf dem ich 'laufen gelernt' habe ein CBM 8032-SK. :)

  • Commodore PET einfach ? Sagst Du. Ich habe einen Commodore PET 2001 bekommen - in blau mit schwarzer schrift. Ich finde ihn wunderschon aber ich bekomme ihn nicht mal an. Er ist tot.

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  • Hier will doch keiner jemanden bekehren.... Nur die Aussage das der Amiga nicht viel zur späteren Entwicklung der ganzen IT Branche beigetragen hat, würde ich so nicht stehen lassen.


    Während der PC versucht hat über Adlib Soundkarten ein paar Piepser von sich zu geben, wurden auf dem Amiga Scenen für Serien wie Seaquest etc. hergestellt. Natürlich haben viele "leider" nur den Amiga zum Daddeln benutzt, es gab zu diesem Zeitpunkt auch keine andere Maschine die diese Power geliefert hat.


    Aber der Amiga wurde auch sehr Professionell eingesetzt. Und viele die heute vom Beruf IT'ler sind, haben das ihrem Amiga zu verdanken. Da konnte man sich noch reindenken wie der Rechner funktioniert und mit etwas Geschick und einem Lötkolben vieles pimpen, was natürlich zu einem besseren Verständnis von Computern geführt hat.


    Ich denke der Amiga gehört mit dem Apple, dem Cevi und ein paar anderen Rechnen zu den Wegbereitern der heutigen Rechner.


    Ich hatte damals auch schon einen PC, aber der Amiga, der direkt neben dem PC stand, war dem PC in allen Punkten überlegen.


    Mit dem Amiga ging es bei mir auch in der Mailbox Scene los. Ich sage nur, Phobos :-)


    --

    Elaay (aka WStyle) - Commodore 4 Ever !

    (4xC64, C128, C128D, Plus4, C16, VC20, 4xA500, A600, A1000, A1200, A3000)


    there are 10 types of people in this world, those who understand binary and those who dont

  • Waere der Amiga wirklich fuer unsere Technische Weiterentwicklung gewesen waere irgendwas interessantes daraus erfolgt bzw . weiterentwickelt worden. Das ganze Grundkonzept des Amiga wurde begraben. Beige, optisch-maessig aussehende flache Kisten, integriertes OS, optimiert fuer einen Zweck: Spiele die man raubkopieren a

    Mag sein das das Teil einzelne Themen wie Multitasking oder Grafikdarstellung unsere Industrie ein bisschen geholfen hat - sonst sehe ich nix.


    Letztlich ist der Amiga nicht mal ein richtiger Commodore - sondern nur so ein viel zu teurer Zukauf.

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    Habe vor kurzen ein Diablo-Laufwerk bei einem Sammler gesehen! Das wird auch von Xerox Alto benutzt.

    Wer irgendwo Hardware, Software oder Handbücher zu Xerox Star, Xerox Alto, Datapoint 2200 sichtet - bitte sofort melden :!:

  • Fuer mich ist der Amiga mitschuld an dem Niedergang dieser wunderbaren legendaeren Firma Commodore weil er viel zu teuer erkauft wurde damit er nicht an Tramiel ging und zu gleich ein Dead End bzw. Sackgasse war.

    Die Welt gehoerte den PCs.


    Ich hoffe das ich jetzt keine Amiga Tauschangebote mehr bekomme. CBMs , C64er - jederzeit.

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  • Letztlich ist der Amiga nicht mal ein richtiger Commodore - sondern nur so ein viel zu teurer Zukauf.


    Also das ist tatsächlich mal ein Argument. :)


    Bei dem anderen könnte man auch so sagen - das Konzept von einem Multimediagerät, was die Einzelverarbeitungen über spezielle Hardware erledigt und das in einem Gerät "bündelt" hat sich doch überwiegend durchgesetzt. Im PC Bereich war das dann ca. ab 1996 in halbwegs benutzbar zu haben - so richtig funktioniert hat es erst > 2000. Und heute rennen die Leute mit solchen Tools in der Hosentsche rum. Dagegen hat sich das Grundkonzept von einer CPU, die alles macht - so elegant es auch sein mag - irgendwie nicht wirklich verbreitet.

  • Fuer mich ist der Amiga mitschuld an dem Niedergang dieser wunderbaren legendaeren Firma Commodore weil er viel zu teuer erkauft wurde damit er nicht an Tramiel ging und zu gleich ein Dead End bzw. Sackgasse war.

    Die Welt gehoerte den PCs.


    Das ist eine interessanter Punkt. Wirklich.


    Ich hätte immer gesagt, daß C= sich selbst ein Bein gestellt hat, eben weil so inkonsequent zusätzlich den PC Markt so massiv bedient haben und gerade ihre tolle Maschine NICHT weiterentwickelt haben, wobei das ohne Probleme möglich gewesen wäre (Geld, Leute, versammeltes Know-How, Fabriken usf.).


    (habe noch eine schöne Zeitung aus der Zeit, Scans kommen evtl. noch, wo man das schön sehen kann)

  • Fuer mich ist der Amiga mitschuld an dem Niedergang dieser wunderbaren legendaeren Firma Commodore weil er [...] ein Dead End bzw. Sackgasse war.

    So ein Unfug.

    Ohne Amiga wäre Commodore noch viel eher Pleite gegangen.

    Damit konnten sie sich noch ein paar Jahre über Wasser halten.

    Und wenn man das ganze kontinuierlich weiterentwickelt hätte, wer weiß, was dann geworden wäre.

    Vielleicht hätte die technische Überlegenheit des Systems dafür gesorgt, daß man dauerhaft am Markt hätte bestehen können.

    Aber die bestand ja leider wegen der fehlenden Weiterentwicklung nur relativ kurz.

  • Mitte der 80er war es nicht nur bei Commodore klar, das die 8bit Ära so langsam zu Ende geht, man hatte aber nichts erfolgversprechendes in der Pipeline (was der 900er meiner Meinung nach nicht war). Commodore war nie ein Technologie-Konzern mit starker Entwicklungsmannschaft. Anfang / Mitte der 90er war das Größenordnungen davon entfernt, was andere Player im Computer-Business wie Microsoft, Apple und selbst Peripheriekartenhersteller zu bietenhatten. Angeblich hatte GVP zeitweise eine größere Mannschaft als Commodore in der Entwicklung hab ich mal wo gelesen (was bei CBM wohl deutlich unter 100 Mann waren). Für _ALLES_ was im Engineering so anfällt. Die Hälfte wird damit beschäftigt gewesen sein, den Laden am Laufen zu halten (Procurement, Produktionsbetreeung/Steuerung, Support, Fehlerbehandlung etc). Da bleibt wenig übrig, wenn man ALLES inklusive OS im Haus machen will. Völlig klar unter den Randbedingungen, dass da früher oder später Schluß war.

    Da gibt es historisch wenig Interpretationsspielraum - so wie Toast_r es darstellt, ist einfach die Faktenlage.


    Da gibts viel Literatur und Diskussion zu dem Thema "wäre CBM zu retten gewesen" und welche Entscheidungen dazu wann hätten getroffen werden müssen.

    Die am weiten verbreiteste Meinung zu dem Thema ist: Judgement day is inevitable. Früher oder später hätte es wahrscheinlich geknallt.

  • Technische Überlegenheit ? Im Alleingang von einer Firma? Was soll denn eine Firma ausrichten gegen das Innovationspotential dass viele Firmen über die PCs anschließend auf dem Markt brachten ? Denk mal an 3Dfx 3D-Beschleunigung, 3Coms Ethernet-Weiterentwicklungen (TBase10, etc.), die Soundkarten, Die RAM-Bausteine (Zugriffszeiten wurden immer besser, etc.).

    Da steckten ganze viele Firmen dahinter die auf einzelne Themen spezialisiert waren und von denen den meisten bis heute wunderbar geht.


    Jährlich kam bessere Hardware raus.


    Das wollte der Amiga alles alleine machen ? Haha :wand::capone::bsod:

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  • Naja, jeder mag bestimmte Rechner und andere nicht... trozdem:


    Der Amiga war 1985 bei seinem Erscheinen durchaus innovativ. Insbesondere die Aufteilung der Aufgaben in Spezialchips war für das angepeilte Marksegment ein Novum. Ebenso gab es damals noch keinen Kleincomputer, der ein echtes Multitasking-Betriebssystem hatte.


    Mit dem Sidecar für den A1000 und erst recht mit der Brigdeboard- Architektur ab dem A2000 konnte der Amiga auch zum PC mutieren. Und eben nicht nur software-seitig, sondern auch von der Hardware her.


    Commodore hat seinen Untergang nicht der Technik, sondern unternehmerischen Fehlentscheidungen zu verdanken. Es gab redundante Entwicklungen in USA und Deutschland (siehe Amiga A2000 Mainboards). Es gab die Angst, durch Kooperationen mit anderen Unternehmen (mit SUN bzgl. des A3000) Know How aus der Hand zu geben. Und Commodore war dekadent und hat sich auf den Anfangserfolgen ausgeruht - während z.B. Apple schon mit 68030 und 68040 Prozessoren daher kam, lieferte Commodore noch 68000er aus. Die guten Ansätze der PC-Kompatibilität wurden auch nicht konsequent weiterentwickelt.


    Die schlechte Marktpositionierung tat dann ein übrigens. Apple hatte es nach 1985 geschafft, mit DTP ein eigenes Marktsegment für den Mac zu definieren und dort zu punkten. Der PC hat sich (mit MGA Grünmonitor oder bestenfalls CGA Grafik) im Bürosegment ausgebreitet. Commodore hätte mit Farbgrafik und Videobearbeitung (Stichwort Genlock) konsequent auftreten können- das blieb aber "Wischi Waschi".


    BeniBluemchen : Komm' mir also nicht mit "Amiga hat Commodore gekillt". Umgekehrt wird ein Schuh draus: Ein schlechtes Management hat die guten Ingenieursleistungen in die Grütze gefahren.

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Mitte der 80er war es nicht nur bei Commodore klar, das die 8bit Ära so langsam zu Ende geht, man hatte aber nichts erfolgversprechendes in der Pipeline (was der 900er meiner Meinung nach nicht war). Commodore war nie ein Technologie-Konzern mit starker Entwicklungsmannschaft. Anfang / Mitte der 90er war das Größenordnungen davon entfernt, was andere Player im Computer-Business wie Microsoft, Apple und selbst Peripheriekartenhersteller zu bietenhatten. Angeblich hatte GVP zeitweise eine größere Mannschaft als Commodore in der Entwicklung hab ich mal wo gelesen (was bei CBM wohl deutlich unter 100 Mann waren). Für _ALLES_ was im Engineering so anfällt. Die Hälfte wird damit beschäftigt gewesen sein, den Laden am Laufen zu halten (Procurement, Produktionsbetreeung/Steuerung, Support, Fehlerbehandlung etc). Da bleibt wenig übrig, wenn man ALLES inklusive OS im Haus machen will. Völlig klar unter den Randbedingungen, dass da früher oder später Schluß war.

    Da gibt es historisch wenig Interpretationsspielraum - so wie Toast_r es darstellt, ist einfach die Faktenlage.


    Da gibts viel Literatur und Diskussion zu dem Thema "wäre CBM zu retten gewesen" und welche Entscheidungen dazu wann hätten getroffen werden müssen.

    Die am weiten verbreiteste Meinung zu dem Thema ist: Judgement day is inevitable. Früher oder später hätte es geknallt.



    Die Faktenlage war eben so, dass Commodore einen furchtbaren Aktienpreis bezahlte hatte um Amiga zu übernehmen - und sein ganzes Geld investiert hatte und somit den Fokus auf die Amigas legte - der natürlich - danke für die Bestätigung - in die Sackgasse führen musste. :applaus:

    Das ist reine Spekulation dass Commodore nichts eingefallen wäre um am Markt zu bleiben. Sie hätten sich ändern müssen. Das selbe hätte man auch über Apple sagen können so Mitte der 90iger. Apple war auch praktisch tod. - Doch dIe Marke war sehr stark und Apple zeigt dass man auch mit sehr eigenen Konzepten und einer legendären Marke (iMAC) auch in von PCs dominierten Markt erfolgreich sein kann. Es ging also. Für mich war der Amiga der Sargnagel. Was bringen dann 3-4 Jahre mehr oder weniger?


    suche: S100-Computer (spez. Altair 8800), alte Terminals wie VT100, KIM-1, IBM 5160 Mainboard, Apple II (1977), Apple Carry Bag, Apple IIGS, Apple III Titan Card, Microsoft Z-80 Card, TRS-80 Expansionbox, TRS-80 Floppy, LogicAnalyzer mit 120 Kanälen und mehr


    Habe vor kurzen ein Diablo-Laufwerk bei einem Sammler gesehen! Das wird auch von Xerox Alto benutzt.

    Wer irgendwo Hardware, Software oder Handbücher zu Xerox Star, Xerox Alto, Datapoint 2200 sichtet - bitte sofort melden :!:

  • Die Faktenlage war eben so, daß man bei CBM mitte der 80er erkannt hat, daß _jetzt_ eine neue Gerätegeneration gebraucht wird. Und die schüttet man nicht mal so eben aus dem Ärmel. Der Amiga war Mitte der 80er technologisch weit über dem, was es sonst in dem Marktsegment gegeben hat. Demnzufolge ist meiner Ansicht nach diese Akquise-Entscheidung aus Sicht von CBM und in der damaligen Zeit völlig richtig gewesen.

    Man hat von Anfang all alles darauf gesetzt, das Ding in Massen günstig herzustellen und keine Weiterentwicklung forciert. Gleich am Anfang wurde ein Teil der Entwicklungsmannschaft vergrault, die wirklich verstanden haben, wie die Custom Chips funktionieren. Dieses Know How wurde niemals wieder aufgebaut, deswegen gab es auch nie wirkliche Weiterentwicklungen des Custom Chip Sets. A2000 und A500 und begrenzt auch der A1200 haben für CBM ein paar Jahre lang richtig gutes Geld verdient.

    Der Amiga hätte vielleicht eine Chance gehabt, wenn nicht Commodore, sondern jemand anderes die Technologie übernommen hätte (Apple vielleicht? SW und HW-technologisch waren die schwarzweissen Lisa oder Mac Kisten den Amigas nicht gewachsen. Aber Apple war ja damals noch der Meinung, daß Farbe nicht so spannend sei).