Transistor testen leichtgemacht

  • Weil ich das grade machen muß, habe ich nachgelesen. Könnte vielleicht auch mal für Andere interessant sein, erst mal für einen NPN-Typ:


    1.) Basis, Emitter und Kollektor nach Datenblatt identifizieren

    2.) Widerstandsmessung : Die Strecke Emitter-Kollektor muß nichtleitend / hochohmig sein

    3.) Diodentest: Basis --->|---- Emitter ist eine Diodenstrecke. Common an Emitter, Plus an Basis: Es muß eine Spannung angezeigt werden (etwas um 0.5 - 1V). Bei Anschluß Common an Basis, Plus an Emitter muß 0V angezeigt werden

    4.) Diodentest: Basis --->|---- Kollektor ist eine Diodenstrecke. Common an Kollektor, Plus an Basis: Es muß eine Spannung angezeigt werden (etwas um 0.5 - 1V). Bei Anschluß Common an Basis, Plus an Kollektor muß 0V angezeigt werden


    Achso: Der Transistor muß aus der Schaltung ausgelötet sein und beim PNP ist das analog siehe Anlage.


    Wenn die Kriterien oben erfüllt sind, ist die Wahrscheinlichkeit angeblich recht hoch, daß er in der Schaltung auch funktioniert.

  • Wenn der Transistor ausgelötet ist, wie misst du dann eine Spannung? Dann kannst du nur eine WIderstandsmessung in Ohm machen, und zwar zwischen Basis und Ermitter oder Basis und Kollektor, die Messung ist jeweils zwei Mal zu machen, wie man Dioden eben misst. Eine Richtung ist sperrend und eine leitend, aber niemals 0 Ohm oder nah dran, sonst ist der Transistor kaputt.


    Der Kollektor ist übrigens immer oben, und der Ermitter immer unten, auch bei PNP.

  • Da ist wohl jedes Messgerät anders, meins zeigt den Widerstand an.

  • Der Kollektor ist übrigens immer oben, und der Ermitter immer unten, auch bei PNP.

    Wie meinst du das? Gehaeuse, Schaltplan?


    Es gibt auch Transistoren, die haben die Basis an der Seite (bei 3 Pins in einer Reihe). Lass mich nicht luegen, BD679, BD680


    Im Schaltplan darfst du auch den Emiter auch oben zeichnen. Bei PNP gerne gemacht, weil dann die techn. Stromrichtung "fuers Auge" passt.


    Wenn die Kriterien oben erfüllt sind, ist die Wahrscheinlichkeit angeblich recht hoch, daß er in der Schaltung auch funktioniert.

    Noch 'ne Moeglichkeit, so gesehen der finale, dynamische Test:

    Kollektor und Emitter an Messgeraet im Diodentest. Polaritaet je nach NPN oder PNP.

    Basis offen -> kein Durchgang, hoher Widerstand, hohe Spannung

    Basis und Kollektor mit dem leicht angefeuchteten Daumen (ggf. Spucke) verbinden -> der Widerstand muss sich stark aendern. (B und C gilt fuer NPN und PNP)

    Wie stark laesst sich wegen der Uebergangswiderstande und dem Alkoholgehalt in der Spucke nicht genau beziffern. :-)

    Aber man sollte von Faktor 100 als Minimum ausgehen.

    ;------------------------------------
    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Diese billigen China Messgeräte für wenig Euro sind ganz patent. Haben einen Bildschirm, der das Ersatzschaltbild des Bauteils anzeigt und die entsprechenden Werte dazu. Auf Polung muss man nicht achten, findet das Gerät heraus. Gerade bei Transistoren ist das hilfreich.

    Man sollte sich aber vernunftige drei Messkabel/Klemmen anbauen , dann geht's gut von der Hand.


    Stichworte zum suchen: LCR-T4

  • Das Thema Transistortester (Komponententester) wurde ursprünglich hier gestartet:


    https://www.mikrocontroller.ne…cles/AVR-Transistortester

    https://www.mikrocontroller.net/topic/248078?goto=new#new


    und wird von den Chinesen wie so oft geclont und teilweise auch erweitert. Ich habe mir vor mehreren Jahren einen Komponententester aus dem Mikrocontroller Forum nachgebaut.

    Gruß Torsten

    BFZ MFA, ZX80Core, AX81, ZX81, ZX81NU, Spectrum+, Harlequin, VG8010, Amstrad NC100, Cambridge Z88,

    C64, C128D, Amiga 500 & 1200, Atari Portfolio, HP200LX, IBM PC5155, TP755c, T41, PS/2 (Model 40SX),

    PS/2E, Accura 101, Apple //e, Sharp PC1401 & PC1403H, MSX VG8010


    ::matrix::

  • Ich habe mir auch mal so ein Teil günstig gekauft - der große Vorteil ist tatsächlich, dass man ein unbekanntes Bauteil (Bipolarer Transistor, MOSFET, Triac, oder was auch immer) nur in den Nullkraftsockel stecken muss, und man erfährt nicht nur, was es ist und ob es noch ganz ist, sondern auch noch, wo welche Anschlüsse sind, plus Verstärkung o.ä. Daten. Sonst müsste man vorher noch Datenblätter suchen um den Typ und die Anschlüsse zu identifizieren.


    Funktioniert erstaunlich gut, und geht auch deutlich schneller als die oben beschriebenen Verfahren. Einzige Voraussetzung: Das Teil muss ausgelötet sein. Aber im eingebauten Zustand sind auch die anderen Tests nicht wirklich aussagekräftig.