GNT 4604 Lochstreifenstanzer und -Leser

  • Hallo!

    Hat hier jemand vielleicht so ein Gerät? Ich bekomme demnächst eines, in der Hoffnung damit auch 5 bit Lochstreifen verwenden zu können. Im Internet gibt es dazu widersprüchliche Angaben. In den Broschüren zum 4604 steht, daß er nur 8 bit kann, aber die 4604 verwendet den Stanzer GNT 36, der das angeblich kann. Im Telexforum meint man, daß alle GNT Geräte auch 5 bit können. Abseits der Mechanik, wie funktioniert das mit dem Senden von 5 bit Baudot Codes an den Stanzer?

    Vielleicht axorp ?

    Weiß dazu vielleicht jemand mehr, vielleicht aus eigener Erfahrung?


    Danke

    Stephan

  • Ich habe einen GNT, exakte Modellnummer jetzt nicht im Kopf, aber es könnte ein 4604 sein.


    Da ich selber nur 8 Bit breit arbeite kann ich spontan dazu nichts sagen, aber ich könnte es mal ausprobieren. Ich kann aber konkret nur den Leser testen, weil ich keinen unbenutzten 5Bit Lochstreifen habe. Zumindest kann ich aber prüfen, ob man den geeignet zuführen kann.

    Dauert aber bis mind. morgen Abend (ich korrigiere - heute Abend).

  • 5 Bit: Ist zwar etwas spät, weil Du jetzt selber nachsehen kannst, aber vielleicht siehst Du es bei all dem Dreck nicht. Am Leser ist ein kleines Rad mit einer Führung die man von 8 auf 5 Bit umstellen kann.


    8 Bit :


    5 Bit:


    Beim Stanzer ist es nicht so offensichtlich, aber laut Handbuch muss man da eine Führungsfeder anders einsetzen.


    Sollte also beides funktionieren.


    Den Plattenteller habe ich vermutlich auch noch nicht ausgebaut, kann ich also nichts zu sagen.


    Meiner war nicht so schmutzig ;)

  • Danke! Nach dem Zerlegen des GNT 36 Stanzers offenbart sich, was die Anleitung mir sagen will. Die Führungsfedern sind schnell gefunden, siehe Bild.


    Das Gehäuse nimmt erst mal ein Bad.


    Jetzt frage ich mich, ob die Elektronik mir nicht einen Strich durch die Rechnung macht.


    Die Mechanik läßt sich auf 5-bit umbauen, aber wie kommen nun die Daten aufs Papier?


    Ob ich mich trauen soll, das Eprom auszulesen?

  • Du liebe Güte - das ist ja High-Tech!

    Da sind ja schon hochintegrierte Schaltkreise und Micro-Controller oder -Prozssoren auf der Stuerplatte...!

    :huh:8|:!:

    -------------------------------------------------------------------------------
    Suche Rechentechnik aus Deutschland, MDT (Mittlere Datentechnik ) bzw. Computer
    Deutscher Hersteller - z.B. ANKER, AKKORD, CTM, DIEHL/ DDS, DIETZ, FEILER, ISE,
    HOHNER GDC, KIENZLE, KRANTZ, NIXDORF, OLYMPIA, PCS/CADMUS, RUF, SALOTA, S.E.I.,
    SIEMAG, SIEMENS, TAYLORIX, TRIUMPH ADLER - TA, WAGNER, WALTHER, WANDERER,...

    -------------------------------------------------------------------------------

  • - Sunshine EW-704

    - Kontron EPP-80

    - Data I/O System 19

    -------------------------------------------------------------------------------
    Suche Rechentechnik aus Deutschland, MDT (Mittlere Datentechnik ) bzw. Computer
    Deutscher Hersteller - z.B. ANKER, AKKORD, CTM, DIEHL/ DDS, DIETZ, FEILER, ISE,
    HOHNER GDC, KIENZLE, KRANTZ, NIXDORF, OLYMPIA, PCS/CADMUS, RUF, SALOTA, S.E.I.,
    SIEMAG, SIEMENS, TAYLORIX, TRIUMPH ADLER - TA, WAGNER, WALTHER, WANDERER,...

    -------------------------------------------------------------------------------

  • Die Mechanik läßt sich auf 5-bit umbauen, aber wie kommen nun die Daten aufs Papier?

    Du meinst ins Papier?! ;)


    Ich sehe da kein Problem. Du schickst einfach die 5 Bit rüber und lässt die anderen Bits auf 0 stehen. Und selbst wenn die Bits gesetzt sind hauen die entsprechenden Nadeln in die Luft - was vermutlich auch nicht stört.

    Je nachdem wo die Daten herkommen musst Du vielleicht umkodieren.

  • Du liebe Güte - das ist ja High-Tech!

    Da sind ja schon hochintegrierte Schaltkreise und Micro-Controller oder -Prozssoren auf der Stuerplatte...!

    :huh:8|:!:

    Ja, das wirkt etwas anachronistisch. Die Dinger sind wie aus der Zeit gefallen - moderne Technik, um altertümliche Datenträger zu lesen und schreiben.


    Ich sehe das aber ähnlich wie z. B. den TL866 oder Kryoflux etc. weniger als Museumsstück sondern als Werkzeug.

  • Gibt es dabei eigentlich - jetzt nicht lachen - sowas wie genormte Schnittstellen?

    Also den ULSLUSB (Universeller LochStreifen Lese- und Schreibe Bus)?

    Oder haben die neuen Teile alle serielle Anschlüsse und die alten waren proprietär?


    Rainer

    -------------------------------------------------------------------------------
    Suche Rechentechnik aus Deutschland, MDT (Mittlere Datentechnik ) bzw. Computer
    Deutscher Hersteller - z.B. ANKER, AKKORD, CTM, DIEHL/ DDS, DIETZ, FEILER, ISE,
    HOHNER GDC, KIENZLE, KRANTZ, NIXDORF, OLYMPIA, PCS/CADMUS, RUF, SALOTA, S.E.I.,
    SIEMAG, SIEMENS, TAYLORIX, TRIUMPH ADLER - TA, WAGNER, WALTHER, WANDERER,...

    -------------------------------------------------------------------------------

  • Oder haben die neuen Teile alle serielle Anschlüsse und die alten waren proprietär?

    So würde ich es auch sagen. Wobei das vermutlich nur indirekt eine Frage des Alters ist - die (jüngeren) Standalone-Geräte wie Facit und GNT nutzen den damaligen Standard V.24, während frühere Geräte eher Bestandteil einer Anlage waren. Ich bin ziemlich sicher, dass ein Leser in einer PDP proprietär angeschlossen ist und auch gar keine eigene Intelligenz mitbringt. Ich habe einen DDR-Leser der auch komplett von außen angesteuert werden muss, d.h. die Lese-Leitungen gehen genauso auf den Stecker wie die Steuerleitungen der Start-Stop-Magnete etc. .

    Wobei natürlich denkbar ist, dass da dran dann ein Steuergerät angeschlossen werden kann, das selber wieder seriell kommuniziert...

  • Also bei meinen PDP's sind die Lochstreifen-leser und -puncher uber ein simplen 8 bit Bus angeschlossen : 8 databits, strobe und ready. Das wars...

    War ganz einfach um dies an einen DOS-rechner Printerport anzuschliessen.

  • Ja mein PC04-BL ist auch mit ein paar Karten in der PDP-8/l verbunden...


    aber z.B. an die TA 10 (Anfang der 70er von Triumph-Adler) konnte auch optional ein Lochstreifenleser und ein Lochstreifenstanzer angeschlossen werden - wahrscheinlich keine TA Teile... (?)


    Da würde mich mal interessieren, ob der Anschluss über eine genormte Schnittstelle realisiert wurde - egal ob der Controller dafür in den Geräten oder im Rechner war.

    Oder ob es da proprietär lief.


     

    -------------------------------------------------------------------------------
    Suche Rechentechnik aus Deutschland, MDT (Mittlere Datentechnik ) bzw. Computer
    Deutscher Hersteller - z.B. ANKER, AKKORD, CTM, DIEHL/ DDS, DIETZ, FEILER, ISE,
    HOHNER GDC, KIENZLE, KRANTZ, NIXDORF, OLYMPIA, PCS/CADMUS, RUF, SALOTA, S.E.I.,
    SIEMAG, SIEMENS, TAYLORIX, TRIUMPH ADLER - TA, WAGNER, WALTHER, WANDERER,...

    -------------------------------------------------------------------------------

  • Heute die Platinen gebadet. Das war nötig. Dabei auch das Eprom ausgelesen.


    Auf der Platine ist folgendes:


    1x 2732A UV erasabe EPROM

    1x 8280 UART

    1x 8039 Microcontroller (MCS-48)

    1x NEC 8048HC162 (was auch immer?) Offensichtlich auch ein MC mit integriertem ROM (ob man das auch auslesen kann?)

    1x NEC 8255 Peripheral interface

    2x 1489 / 1488 Serial interface

    1x SN75468 Darlington Transistor Array

    1x LM339 Differential Comparator

    1x Sechsbein was man nicht mehr lesen kann

    und drei hand voll SN74LSxxxx