Lochstreifenstanzer an DOS-PC

  • Hallo!

    Habe grade meinen Lochstreifenleser/Stanzer am DOS PC angeschlossen und wollte eine Datei mit copy test.asc > com1: (vorher richtig mit mode konfiguriert) an die Stanze schicken.

    Leider meldet er "Gerät nicht bereit".

    Das Kabel habe ich identisch zum Kabel, was am Atari ST und Triumph Adler Alphatronic PC funktioniert ; RX/TX gekreuzt und RTS/CTS jeweils 1:1 verbunden.


    Wo hängts? Brauche ich hier eine andere Kabelbelegung?


    Danke und Gruß

    Stephan

  • Ich glaube Du hast ein Syntax-Problem:


    copy test.asc com1:

    oder

    type test.asc >com1:


    Gruß

    Robert


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Du hast beide Varianten gemischt:


    Quote


    copy test.asc > com1:


    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • So, mit type text.asc > com1: oder copy test.asc com1: geht es nun (der Stanzer)


    Das Kabel ist wie folgt gebaut:


    PC -- GNT


    TXD - RXD

    RXD - TXD

    RTS - CTS

    CTS - RTS

    GND - GND

    DSR - DTR

    DTR - DSR


    Kann man mit DOS Bordmitteln auch von der seriellen Schnittstelle in eine Datei kopieren?


    Mit copy com1: test.asc geht es nicht.


  • Dank Georg s Hilfe hab ich es begriffen,

    anbei ein kleines Beispiel, wie man die Löcher einzeln setzen kann :)

  • Was ein Mist. Nach dem Ausfall, den ich mit dem Tausch der Kerkos hatte gelöst geglaubt, locht er nun nur noch Mist.


    Jedes 2. Zeichen ist ein Fehler.


    Beispiel: Wenn Byteweise dezimal 5/24/9/9/3 zum Locher schicke und auf 17.4mm Telex-Streifen loche, bekomme ich ganz selten "hallo", meist aber "hatto", "hatlo" "otllo" usw. Wenn ich 10 mal das gleiche loche in einer FOR-Schleife, bekomme ich immer was anderes.


    Programm halte ich für korrekt, hat ja "vor" der Reparatur auch geklappt.


    Irgendein RAM-Baustein kaputt auf der Locher-Platine?


    Was ein scheiß, das Ding frustriert mich so langsam.


    Georg , hast Du vielleicht einen Rat?

  • Mmmh, Du bist vom Pech verfolgt. Immer, wenn Du ein besonders schönes Spielzeug bekommst, geht Dir irgendwas völlig Unerwartetes kaputt. Ich denke da nur an den Drucker...


    So, jetzt zum Thema: sind die Beispiele echt, oder ist das eher wie "so in etwa"?

    Mir fällt auf, dass oft das l und das t vertauscht sind, und die unterscheiden sich nur in einem Bit. Angenommen, dieses Bit ist instabil, dann hätten wir folgende Paare:

    h - p

    a - e

    l - t

    o - g


    Damit passt hallo, hatto und hatlo, nicht aber otllo. Wär schön, wenn du das noch mal prüfst.

    Wahrscheinlicher ist, dass ein gesetztes Bit nicht gestanzt wird, d.h. das a wird durch ein e ersetzt und das l durch ein t, nicht aber die anderen beiden Varianten. Dann würde ich mir mal den Treiber für die entsprechende Nadel ansehen, vielleicht schwächelt der.


    Wenn es das nicht ist würde ich etwas systematischer vorgehen und in einer Schleife nur 0 und alternativ nur 31 schicken, d.h. keine Löcher und alles gelocht. Dann fällt am ehesten auf, wie sich der Fehler darstellt. Wenn sich dabei keine Systematik ergibt, würde ich anfangen zu messen. In einer Endlosschleife 31 schicken (bzw. 255, denn die anderen 3 Nadeln sind ja auch zu prüfen), und im analogen Teil die Signale verfolgen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob bzw. wie gut das machbar ist, aber das muß man ausprobieren.


    Viel Erfolg!

  • Und, gibt es schon neue Erkenntnisse?

    Oder soll ich mir mal das Servicehandbuch von dem Stanzer vornehmen? Das dürfte aber ohne weitere Infos ein ziemliches Stochern im Nebel werden ...

  • Georg : Vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich komme aber nicht weiter. Ich habe nun verschiedene Muster gedruckt und alle Zahlen einzeln. Manchmal druckt er einen Meter ohne Fehler, dann wieder Sequenzen, wo fast kein Zeichen stimmt. Ich erkenne aber kein System. Außer vielleicht folgendes:

    - oft betrifft der Fehler das erste Zeichen einer Sequenz

    - die Fehlerhäufigkeit wird schlimmer, wenn man zwischen jedem Zeichen eine "Null" läßt (also nur das Transportloch locht)


    Im Bild 2771 habe ich die Zeichen 1 bis 31 gedruckt.

    Die 2770 zeigt nur das Zeichen 31, entweder nacheinander oder mit einer "Pausen-Null"

  • Da hab ich anscheinend was verpasst.

    Was fuer ein Ausfall?



    Hast du mal mit 2 Stoppbits probiert?

    Was fuer einen Schnittstellenbaustein benutzt du? 16450/16550?


    Versuch dem Stanzer mal etwas Platz (zeitlich) zwischen 2 Zeichen zu geben.

    ;------------------------------------
    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Das sieht ja echt chaotisch aus.

    Mal ne ganz verwegene Idee: der erste Streifen aus Bild 2771 scheint ja fehlerfrei zu sein. Versuch doch den mal zu duplizieren. Damit könnten wir evtl. den Fehler auf den Stanzer oder auf die Empfangselektronik eingrenzen.

    Das musst du aber vermutlich mehrmals machen, wenn der erste Versuch fehlerfrei bleibt - der Fehler tritt ja nur sporadisch auf.

  • Was fuer einen Schnittstellenbaustein benutzt du? 16450/16550?


    Versuch dem Stanzer mal etwas Platz (zeitlich) zwischen 2 Zeichen zu geben.

    Ich habe mal ein delay von 100-1000 ms zwischen den Zeichen gelassen, ohne Einfluß auf das Ergebnis.

    Baustein: k.a., der steckt grade an einem Mini-PC (386), die Schnittstellenlogik ist in einem ASIC. MSD meint "16550AF"

  • Versuch doch den mal zu duplizieren. Damit könnten wir evtl. den Fehler

    Kopieren kann mein GNT nicht.

    Echt ehrlich??

    Mein GNT 4604 kann das. Habe ich gerade ausprobiert. Hier die Einstellungen:


    Mode loc

    Reader norm

    Puncher norm

    Speed low

    Puncher einschalten, Lochstreifen einlegen, Leser starten.

    Meiner kopiert dann :grübel:


  • Und wenn du Rx und Tx kurzschliesst?

    Das ist dann aber nicht mehr der Test, den ich machen wollte - denn dann ist die Empfangseinheit wieder beteiligt. Ich hoffe, über das Kopieren zu erkennen, ob der Fehler im Stanzer oder auf dem Übertragungsweg passiert.

  • Danke Georg !


    Mein Stanzer kann tatsächlich kopieren, hier das frustrierende Ergebnis:


    1.) ganz unten, das Original

    2.) Kopiert mit "speed=low"

    3.) Kopiert mit "speed=med"

    4.) kopiert mit "speed=high"

    5.) & 6.) kopiert mit speed=high und den linken 3 Photo-Transistoren mit Klebeband abgeklebt (sonst will er die Reihen lochen, die es gar nicht gibt bei Telex-Lochband).


    Was kann man daraus schließen?


    - Rechner / serielles Kabel und 1488/1489 etc serielle Logik im Stanzer wohl nicht (die alleinige) Ursache.

    - Es wird schlimmer, je langsamer die Übertragung eingestellt wird

  • Wird ja immer seltsamer....


    Erstens: das Original ist selber nicht fehlerfrei - besser wäre tatsächlich der fehlerfreie Streifen gewesen. Dann kannst du die Fehler einfacher ablesen, so musst du vergleichen.

    Aber die Streifen 2 und 3 sind ja so dermaßen falsch, dass man sich das vergleichen sparen kann. Ist da wirklich bei mittlerer Geschwindigkeit überhaupt kein einziges Bit gelocht???


    Positiv: die 6. Nadel (die dir den Briefmarkenrand gelocht hat) scheint einwandfrei zu arbeiten, auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Jedenfalls sehe ich da keinen Aussetzer.


    Deshalb nächster Versuch: du kannst an den DIP-Schaltern einstellen, dass beim leader alle Löcher gestanzt werden. Bitte einschalten und dann leader drücken. Ich schätze, dass da so gut wie keine Logik mehr mitspielt - wenn es dann noch Fehler gibt, liegt es wohl am Locher. Wenn dagegen alles richtig ist, ist der Fehler in der Logik zwischen Empfangsteil und Locher. Dann kommt man vermutlich um eine Mess-Orgie nicht drum rum.


    Was mich mal interessieren würde ist der Einfluss des Schalters Speed auf die Kopierfunktion. Der Stanzer arbeitet afaik immer mit seiner maximalen Geschwindigkeit - und ich denke, der Leser auch. Er muss zwar dauernd auf den Stanzer warten, aber dazwischen gibt er Vollgas.

    Die Einstellung speed sollte IMHO nur die Kommunikation mit außen beeinflussen. :nixwiss:

  • Ihr probiert gerade mit vielen Wechseln.

    Wie sieht es denn aus, nur eine Nadel anzusteuern. Also 20 mal 1 drucken, 20 mal 2, 20 mal 4 etc.

    Anscheinend wird eine Null immer richtig gestanzt.

    Umgekehrt zum obigen Muster auch mal die rotirende Null, also immer nur ein Bit = 0.



    Nach dem Ausfall,

    Was war das den?

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Ich habe mal ein delay von 100-1000 ms zwischen den Zeichen gelassen, ohne Einfluß auf das Ergebnis.

    Aber der Aus"stanz" wurde entsprechend langsamer?

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)