Diskettenhandling für PHILIPS Computer P2000M, P2500, P2000C und P3500/P3800

  • Hallo,


    ich habe viele alte Philips Disketten (einige hundert, hauptsächlich P2500 = P2000B single side, sowie double side, aber auch einige P2000M, P2000C und P3500/P3800) zu Hause liegen und bin dabei diese auf einen PC zu übertragen. Ich möchte sowohl Images erstellen, als auch diverse Dateien vom CP/M-Format auf DOS-Format konvertieren. Außerdem möchte ich auch bei Bedarf Dateien vom PC wieder auf Philips-Formate zurückspielen, um diese am Originalrechner verwenden zu können. Ich selbst habe eine P2500.


    forum.classic-computing.de/index.php?attachment/53389/

    Von links (alles 5 ¼“ Disketten): P2000M, P2500 (mit grünem Streifen), P3500/P3800

    Die Disketten stammen alle aus den frühen 80er-Jahren, sind aber gut lesbar. (Ausfälle sind weniger als 1%).


    Da ich keinen ganz alten PC zur Verfügung habe kommt Xenocopy nicht in Frage. Auch mit Supercopy konnte ich die P2500 Disketten nicht richtig lesen (Liegt wohl an meinem PC). Zur Erstellung von Images gibt es verschiedene Programme, wie Teledisk, ImageDisk, etc. Diese konnten mich auch nicht überzeugen.


    Das war der Grund, um mich nach anderen Möglichkeiten umzusehen und ich glaube, eine ganz gute Lösung gefunden zu haben.


    Ich möchte hier nur 5 ¼“ Disketten (auf P2500 waren auch 8“ Disketten mit einem modifizierten Diskettenkontroller möglich) behandeln und vorerst auch nur CP/M-Disketten. (Es gibt auch noch UCSD, sowie ein philips-eigenes Format, welches nur in Verbindung mit dem BASIC-Interpreter verwendet wurde. TurboDos gab es meines Wissens nach nur auf der P3000.).


    Überblick (alle 5 ¼“ Disketten sind mit MFM bespielt):

    P2000T           nur Tape (Kassetten, wie sie für Diktiergeräte verwendet wurden)

    P2000M          5 ¼“ Disketten mit 48 tpi, single side, 35 Tracks verwendet

                             (Hatte aber auch ein Kassettenlaufwerk.)

    P2500             5 ¼“ Disketten mit 96 tpi, single side, 77 Tracks verwendet

                             Mit einer Sonderausstattung war auch double side möglich

    P2000C           5 ¼“ Disketten mit 96 tpi, double side, 80 Tracks verwendet

    P3000             5 ¼“ Disketten mit 96 tpi, double side, 80 Tracks verwendet

                             Das Format für P3500 und P3800 ist identisch.



    Suche nach geeigneter Hard- und Software:


    Ich habe nach einer möglichst modernen Hardware und Software gesucht, welche die 5¼“-Disketten noch unterstützt und bin so zu folgender Konstellation gekommen:


    Ein NoName Pentium II (500MHz, mit einem 3 ½“ 1.44MB-Laufwerk (A:) und einem 5 ¼“ 1.2MB AT-Laufwerk (B:), Award Medallion Bios V6.0) mit DOS98 (von WIN98). In einer zweiten Partition habe ich WIN XP installiert, damit ich die Daten auch auf USB-Medien speichern kann. Auf der Festplatte habe ich unter anderem eine FAT-Partition angelegt, über die ich die Daten zwischen DOS und WIN austauschen kann, da ja DOS nicht auf die NTFS von WIN-XP zugreifen kann.



    Images erstellen. Sichern und Rücksichern


    Zum Sichern/Rücksichern der Diskettenimages verwende ich SAMdisk Vers. 3.8.11 vom 18 Mai 2018, (c) 2002-18 von Simon Owen. Das Tool funktioniert ausgezeichnet. SAMdisk (download vom Internet, läuft ab WIN2000) kann aber nicht zum Konvertieren von Disketteninhalten verwendet werden, deshalb bedarf es noch anderer Tools.


    Link zu SAMdisk:


    https://simonowen.com/samdisk/


    SAMDisk downloaden und installieren. Der Aufruf zum Erstellen vom Image erfolgt bei mir direkt unter WIN XP. Das heißt, es ist nicht notwendig die DOS-Partition zu starten.

    Das Rücksichern kann mit SAMDisk GUI erfolgen (ausgenommen P2000M). Bei P2000M Disketten, ist wegen der 48tpi die Rücksicherung ebenfalls mit SAMdisk vorzunehmen, da GUI offenbar Probleme damit hat. Es können dort keine Parameter angegeben werden.


    Zum Aufruf von SAMDisk empfiehlt es sich , für jeden Diskettentyp eine extra BAT-Datei anzulegen. (Dateityp:            Stapelverarbeitungsdatei für MS-DOS)


    Bei Doppelklick der BAT-Datei kommt z.B. folgendes Fenster.

    (Hier war keine Diskette im Laufwerk B:, daher die rote Fehlermeldung)



    Die Parameter für SAMdisk (genaue Doku siehe auf Download-Seite) sind wie folgt möglich:


    SAMDISK Quelle Ziel Optionen


    Optionen, die ich verwendet habe:

      -c, --cyls=N         cylinder count (N) or range (A-B)

      -h, --head=N         single head select (0 or 1)

      -r, --retries=N      retry count for data errors (default=5)

      -d, --double-step   step floppy head twice between tracks


    Die BAT-Files kopieren jeweils das Image von Diskette B: auf die Datei SamImage.dsk

    ACHTUNG! Eine eventuell bestehende Datei wird überschrieben!


    REM SAMDISK aufrufen für P2000M SS 48tpi Disketten

    SAMdisk B: SamImage.dsk -c0-34 -h0 -r5 -d

    PAUSE ====== FERTIG ======


    REM SAMDISK aufrufen für P2500 SS 96tpi Disketten

    SAMdisk B: SamImage.dsk -c0-76 -h0 -r5

    PAUSE ====== FERTIG ======


    REM SAMDISK aufrufen für P2000C DS 96tpi Disketten

    SAMdisk b: SamImage.dsk -c80 -r5

    PAUSE ====== FERTIG ======


    REM SAMDISK aufrufen für P3500 DS 96tpi Disketten

    SAMdisk B: SamImage.dsk -c80 -r5

    PAUSE ====== FERTIG ======


    Hinweis: Die Zeile mit dem „PAUSE“-Befehl verhindert, dass sich das Fenster automatisch nach dem Kopieren schließt. So ist es möglich etwaige Fehlermeldungen zu lesen.


    Beim nächsten Mal berichte ich darüber, wie ich die CP/M-Dateien auf DOS konvertiere.



    Grüße


    PAW


  • Nachtrag zu SAMdisk und GUI:


    Für die Verwendung von SAMdisk muss der Treiber fdrawcmd.sys für den Diskettenzugriff installiert werden. Dies geschieht durch Start von FdInstall.exe, welches auch in samdisk_gui.zip zu finden ist.


    Die nötigen Downloads, auch für die GUI, sind auf dieser Seite schön zusammengefasst:


    http://hc-ddr.hucki.net/wiki/doku.php/cpm/disketten_xp3


    Die SAMdisk GUI sieht so aus:




    Für das Rücksichern von P2000M-Disketten (48tpi, muss auf 1.2MB-AT-Laufwerk Doublesteps machen) kann folgender BAT-File angelegt werden:


    REM SAMDISK für Schreiben von P2000M-Disketten 140KB

    PAUSE ====== VORSICHT! SCHREIBT AUF DISKETTE B: ========

    SAMdisk SamImage.dsk B: -c35 -r5 -d

    PAUSE ====== FERTIG ======


    ACHTUNG! Beim Schreiben von 48tpi-Disketten auf einem 96tpi-Laufwerk muss vorher unbedingt die Diskette mit einem (Permanent-) Magneten gelöscht werden, da sonst beim Einlesen auf dem Originalrechner Reste von früheren Aufzeichnungen mitgelesen werden, was zu Fehlern führen kann. (Ich verwende dazu einen ca. 25mm großen, relativ starken, Magnet von der Pinwand.)


    Grüße


    PAW






  • Dateien von Philips P2000C und P3500/P3800 auf DOS konvertieren


    Dafür bietet sich das Tool 22DISK an, welches unter DOS läuft. (Funktioniert auch in einem DOS-Fenster von WIN98, nicht aber unter WIN XP !!!) Die einzelnen Dateien haben ein Datum 1996.11.01  10:58. Es hat gegenüber einigen anderen Produkten den großen Vorteil, dass sich die Diskettenformate in der Datei CPMDISKS anpassen lassen.


    Die Datei 22DSK144.ZIP ist im Netz leicht zu finden, z.B.:


    http://files.mpoli.fi/software/DOS/UTILS/DISKFILE/



    Für P2000C und P3500/P3800 gibt es eine einfache Möglichkeit:


    Zuerst Anlegen der Parameter in der Datei CPMDISKS.DEF (siehe auch Dokumentation von 22DISK). Dies geschieht durch Umwandlung der bestehenden DEF-Datei in eine Textdatei mittels STRIPIDX.EXE. In der Textdatei werden die gewünschten Parameter für die Formate eingetragen und dann mittels GENINDEX.EXE wieder zur CPMDISKS.DEF umgewandelt. Dadurch ist 22DISK sehr flexibel und kann für verschiedene Formate angepasst werden!


    In der Originaldatei von 22DISK sind folgende Philips-Formate definiert, welche hier aber nicht zum gewünschten Ergebnis führten ... also nicht benutzen:


    BEGIN PHI1  Philips PC-2010 - SSDD 48 tpi 5.25"

    DENSITY MFM ,LOW

    CYLINDERS 40

    SIDES 1

    SECTORS 16,256

    SIDE1 0 1,3,5,7,9,11,13,15,2,4,6,8,10,12,14,16

    BSH 3 BLM 7 EXM 0 DSM 151 DRM 63 AL0 0C0H AL1 0 OFS 2

    END

    BEGIN PHI3  Philips PC-3000 - 3004 - SSDD 96 tpi 5.25"

    DENSITY MFM ,LOW

    CYLINDERS 80

    SIDES 1

    SECTORS 16,256

    SIDE1 0 1,4,7,10,13,16,3,6,9,12,15,2,5,8,11,14

    BSH 4 BLM 15 EXM 1 DSM 147 DRM 63 AL0 0C0H AL1 0 OFS 3

    END


    Daher sind folgende Einträge für P2000C und P3500/P3800 in der CPMDISKS.DEF anzulegen: (Siehe 22DISK-Doku zu GENINDEX.EXE)

    BEGIN P20C  Philips P2000C  DSDD 96 tpi 5.25"  620KB

    DENSITY MFM ,LOW

    CYLINDERS 80

    SIDES 2

    SECTORS 16,256

    SIDE1 0 1,3,5,7,9,11,13,15,2,4,6,8,10,12,14,16

    SIDE2 1 1,3,5,7,9,11,13,15,2,4,6,8,10,12,14,16

    BSH 5 BLM 31 EXM 3 DSM 157 DRM 127 AL0 080H AL1 0 OFS 2

    END

    BEGIN P35  Philips P3500  DSDD 96 tpi 5.25"  640KB

    DENSITY MFM ,LOW

    CYLINDERS 80

    SIDES 2

    SECTORS 16,256

    SIDE1 0 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14,15,16

    SIDE2 1 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14,15,16

    BSH 4 BLM 15 EXM 0 DSM 319 DRM 255 AL0 0F0H AL1 0 OFS 0

    END


    Für die P2000C lassen sich damit alle benötigten Funktionen, wie Directory anzeigen, von und nach DOS Kopieren, sowie Formatieren bewerkstelligen.


    Hinweis: Auf der P2000C gibt es Tools, die zur Konvertierung dienen. Vielleicht könnte gpospi etwas dazu berichten.



    Das Handling bei P3500/P3800 ist etwas eingeschränkt, da diese Rechner unter TurboDOS laufen, welches bei der Verzeichnisstruktur leicht von CP/M abweicht. Es sind auch nur Einzeldisketten lesbar. (Es gibt bestimmte Archivformen, welche sich über mehrere Disketten erstrecken, welche dann nicht korrekt lesbar sind.). Außerdem ist das Schreiben nicht gut möglich, da die ersten 3 Einträge im Directory immer gelöscht sind, d.h. das erste Byte pro Eintrag muss immer hex E5 sein. Dies würde vermutlich beim Zurückschreiben durch das CP/M-Format zerstört werden. Mag sein, dass das dem TurboDOS keine Probleme bereitet.


    Vielleicht könnte ein P3000-Besitzer ausprobieren, wie TurboDOS auf reine CP/M-Disketten reagiert und berichten.


    Beim nächsten Mal berichte ich darüber, wie ich die P2000M und P2500 CP/M-Dateien auf DOS konvertiere.


    Grüße


    PAW


  • CP/M-Dateien von P2000M und P2500 auf DOS konvertieren


    Etwas schwieriger wird es bei P2000M und P2500. Philips hat hier ein etwas abgeändertes Diskettenformat verwendet, bei dem sich die physische und die logische Tracknummern unterscheiden. Logische Tracknummer ist immer um 1 höher als die physische. Das heißt, wenn die Standardsoftware von 22DISK darauf zugreift, kommt es zu einem Lesefehler, da z.B. bei Spur 0 eine Track-ID von 1 von der Diskette gelesen wird.


    Für dieses Problem ist in 22DISK kein Parameter vorgesehen. Somit lassen sich mit dem Standardprogramm keine P2000M und P2500 Disketten lesen.


    Dieses Manko lässt sich durch eine kleine Korrektur von 22DISK wie folgt beheben:


    Mit nachfolgendem EXCEL-Sheet kann dies bewerkstelligt werden, indem man in einem anderen Verzeichnis eine eigene Kopie von 22DISK extra für P2000M und P2500 anlegt (siehe Hinweise im EXCEL-Sheet). Die Anpassung funktioniert aber nur mit der oben genannten unregistered Version 1.44 mit Dateien von 1996.11.01  10:58 aus dem ZIP-File.


    Patches für Zugriff auf Philips-Disketten .zip


    Für diese adaptierte Version muss ebenfalls eine CPMDISKS.DEF angelegt werden. Diese sollte möglichst nur die Einträge für die unterstützten Formate P2000M und P2500 enthalten, da bei anderen Formaten Lesefehler aufgrund des Trackversatzes auftreten.


    Nachfolgende grüne Zeilen in eine Datei CPMDISKS.TXT kopieren und anschließend mit GENINDEX.EXE zu einer CPMDISKS.DEF umwandeln. (Siehe Doku 22DISK).


    BEGIN P20M  Philips P2000M SSDD 48 tpi 5.25"  132KB

    DENSITY MFM ,LOW

    CYLINDERS 35

    SIDES 1

    SECTORS 16,256

    SIDE1 0 1,3,5,7,9,11,13,15,2,4,6,8,10,12,14,16

    BSH 3 BLM 7 EXM 0 DSM 132 DRM 63 AL0 0C0H AL1 0 OFS 2

    END


    BEGIN P25S  Philips P2500 SSDD 96 tpi 5.25"  300KB

    DENSITY MFM ,LOW

    CYLINDERS 77

    SIDES 1

    SECTORS 16,256

    SIDE1 0 1,3,5,7,9,11,13,15,2,4,6,8,10,12,14,16

    BSH 4 BLM 15 EXM 1 DSM 149 DRM 63 AL0 080H AL1 0 OFS 2

    END


    Somit lassen sich fast alle genannten Philips-CP/M-Disketten umfassend bearbeiten.


    Hinweis: Beim Zugriff auf P2000M-Disketten kann es vorkommen, dass z.B. beim Anzeigen des Directories ein Lesefehler auftritt. Diesen mit A (Abbruch) beantworten und dann nochmals lesen. Dann geht meistens. Dürfte offenbar mit den 48tpi zusammenhängen, da ja mein 96tpi Laufwerk jeweils doppelt steppen muss und sich manchmal verhaspelt.

    ACHTUNG! Siehe Hinweis zum Schreiben von 48tpi-Disketten im obigen Beitrag #3.


    Beim nächsten Mal zeige ich Beispiele für die Konvertierung


    Grüße


    PAW


  • Ja am P2000C gibt es die CP/M Tools UTIL und MSUTIL, damit kann man diverse Philips-Formate (P2000M, P2000B bzw. P2500) ins P2000C Format und auch ins MSDOS Format konvertieren. Auch einzelne Fremdformate werden laut Menü unterstützt, z.B. Kaypro (das habe ich aber noch nicht getestet).

    SIehe auch http://oldcomputers-ddns.org/p…nce_manual_9-10_p2093.pdf.

  • @fritzeflink


    Habe ich auch schon bemerkt. Hatte nachfolgendes Bild hochgeladen und es wurde in der Vorschau auch angezeigt. Beim nächsten Mal ging es nicht mehr.



    Was kann ich dagegen tun? Der Beitrag läßt sich nicht editieren?


    Gibt es irgendwo eine Anleitung für das Editieren der Seiten? z.B.: wie ich die Größe der Bilder ändern kann, etc.


    Grüße


    PAW

  • Beispiele zur Konvertierung von Philips CP/M-Disketten zu DOS


    Damit auch User die (noch) keinen Philips-Computer besitzen, auch die Konvertierung testen können, stelle ich hier je eine Musterdisk im P2000M-, P2500- und P3500/P3800-Format als SamImage.dsk zur Verfügung. Mit diesen kann am PC mittel SAMDISK eine Ziel-Diskette erstellt werden. Keine HD-Disketten verwenden, sondern nur DD!


    ACHTUNG! Siehe Hinweis zum Schreiben von 48tpi-Disketten im obigen Beitrag #3. Also einfach mit einem Magneten mehrmals kreuz und quer über die Diskette fahren (Die Diskette bleibt dabei in der Schutzhülle!).


    Ich habe diverse Proben als DOS-Files gespeichert, damit das Ergebnis eines eigenen Konvertierungsversuchs überprüft werden kann. Diese sollten exakt übereinstimmen.

    P2000C


    Images für P2000C sind im Netz unter folgendem Link zu finden:


    https://fjkraan.home.xs4all.nl/comp/p2000c/floppyImages/


    Beispiel:           Download von p2kcgam.imd


    Nach dem Erstellen der P2000C-Disk mittels SAMdisk-GUI (vorher Konvertierung von IMD auf DSK-Format mittels GUI) konnten die Dateien mittels 22DISK auf DOS transferiert werden.


    Nachfolgende Dateien sind auf dem Image enthalten:



    Hier sind einige Dateien auf DOS-konvertiert.


    P2000C-DOS BAS-Dateien.zip


    Nach Start von MBASIC im Z80-Emulator, habe ich alle BAS-Dateien mit MBASIC eingelesen und als ASCII-Dateien gespeichert.


    z.B.:     SAVE “JACKPOT.BAS“,A



    Die so gespeicherten Dateien sind hier zu finden und können mit einem Texteditor (Notepad, Editor) angezeigt werden.


    P2000C-DOS BAS-Dateien mit MBASIC im ASCII-Modus gesaved.zip



    P2500


    Da die P25000 Images auf dem oben genannten Link für eine Demo nicht brauchbar erscheinen, habe ich hier eine eigene P2500 Disk zusammengestellt.


    Ich habe zusätzlich zum SamImage auch eine IMD-Datei mit IMG118 unter DOS erstellt. Die Parameter dafür waren:


        Drive B:, Cyl 77, Sides ONE, Double Step OFF, Full analysis YES


    Ich habe aus beiden Images mittels GUI wieder Disketten erstellt und anschließend auf der P2500 verglichen. Sie waren identisch! Das heißt, dass beide Sicherungsverfahren brauchbar sind.


    P2500-SamImage.zip


    P2500-IMD.zip


    P2500-DOS.zip



    Beispiele für P2000M und P3500 bringe ich nächstes Mal.


    Grüße


    PAW



  • Beispiele zur Konvertierung von Philips CP/M-Disketten zu DOS, Fortsetzung


    P2000M


    Bei der P2000M stehen mir die Möglichkeiten der P2500 nicht zur Verfügung, daher habe ich eine alte P2000M-Diskette aus meinem Fundus ausgewählt. Der Inhalt der Diskette ist nicht von Bedeutung, sondern soll nur als Test für die Konvertierung dienen.


    P2000M-SamImage.zip


    P2000M-DOS.zip


    Hinweis zu P2000M-Diskette:


    Die Diskette enthält hauptsächlich Basic-Programme (protected). Dieses lassen sich mit MBASIC ausführen, jedoch nicht auflisten. Sollen wiederum nur als Vergleich dienen. Starten der Programme sollte nur auf dem Zielrechner erfolgen, da nicht bekannt ist, wie sich das Programm auf einem PC-Emulator verhält.


    Inhalt User 0:

    COMMAND.ASS

    DUMP.BAS

    LISTPROG.BAS

    P2.BAS

    REFCOMP.BAS

    REMKILL.BAS

    XOUTPUT.BAS



    P3500/P3800


    Wie bei der P2000M stehen mir die Möglichkeiten der P2500 nicht zur Verfügung, daher habe ich eine alte P3500/P3800-Diskette aus meinem Fundus ausgewählt. Der Inhalt der Diskette ist nicht von Bedeutung, sondern soll nur als Test für die Konvertierung dienen.


    P3500-SamImage.zip


    P3500-DOS.zip


    Auf der Musterdisk werden User 0, 5 und 15 benutzt.


    Inhalt User 0: TESTDM.CBL (nur ein Datensatz)

    Inhalt User 5: Z80 (Textdatei, z.B.: auf PC mit Notepad lesbar)

    Inhalt User 15: LOGO.BAS (BASIC ASCII-Datei)

    Inhalt User 15: XXDUMP_1.BIN (Binärdatei)




    Hinweis: „User“ gab es sowohl bei CP/M als auch bei TurboDOS. Dies ist eine Möglichkeit, ähnlich den Subdirectories bei DOS, mehrere Verzeichnisse auf einer Diskette abzubilden. Allerdings nur eine Ebene, dann war Schluss. Diese Möglichkeit wurde bei CP/M eher wenig genutzt, da sowieso nur ein Benutzer am Rechner saß und auf der Diskette ohnehin wenig Platz war. TurboDOS ist ein Multiuser-System, bei dem die User eben eine eigene Nummer hatten. Bei TurboDOS-Maschinen war auch meist eine Harddisk mit entsprechender Kapazität vorhanden.



    Mit der Konvertierung von Philips NON-CP/M-Disketten muss ich mich erst befassen und werde berichten, sobald ich diese Formate im Griff habe.


    Grüße


    PAW


    Edited 3 times, last by PAW: Textformatierung war unzureichend ().

  • Am P2000C gibt es zwei Dienstprogramme zum Kopieren von Disketten/Dateien. Das erste Bild zeigt das Menü von "MSUTIL", damit können Disketten/Dateien mit Fremdformaten gelesen und auch geschrieben werden. Die anderen beiden Bilder zeigen Beispiele der Verwendung von "UTIL", da werden zusätzlich P2000M BASIC sowie P2500 UCSD p-System Diskettenformate unterstützt. Man kann Disketteninhalte dabei allerdings nur ins P2000C Format konvertieren.
    Die Unterstützung von P2000M CP/M ist insofern auch interessant, als die CP/M Erweiterung für die P2000M/P2000T Rechner nicht sehr verbreitet war. Für P2000T gab es sie meines Wissens nach nicht direkt von Philips, sondern nur als Eigenbau bzw. als Projekt des niederländischen Philips Computer Clubs (http://home.iae.nl/users/pb0aia/cm/phcomp.html).

  • P2000T BASIC-Cassetten (NON-CP/M)


    In der Grundausstattung der P2000T (das T steht für Tape) gab es nur die Möglichkeit der Speicherung auf Mini-Digital-Cassetten. (Größe ähnlich einer Diktiergeräte-Cassette.)


    Die Hauptanwendung auf der P2000T war der 16K BASIC-INTERPRETER.

    Der Modul wurde dafür in den Slot 1 gesteckt.


    P2305 BASIC INTERPRETER 16K - MODUL


    Nach „Power On“ oder Reset meldete sich der Interpreter.


    BASIC INTERPRETER 16K - Startmeldung


    Die „Bytes free“ hängen von dem vorhandenen Speicherausbau ab. Hier ist die Maschine voll ausgebaut (16K RAM = Basis plus 32K RAM auf Extension Modul)


    Danach konnte entweder ein Basicprogramm eingetippt werden, oder eines von einer Cassette geladen werden.


    Die als Speichermedium verwendeten Cassetten sahen so aus:


    Philips Daten Cassetten



    Philips Daten Cassette


    Die Cassetten hatten zwei Seiten (A und B). Die beiden Löscher links und rechts oben, dienten als Schreibschutz. Zum Beschreiben der Cassetten musste dort ein kleiner Stöpsel hineingesteckt werden.


    Nach Laden mit CLOAD „J“ konnte das Programm mit RUN gestartet werden. Der Dateiname bestand nur aus einem Buchstaben! Hier das Programm JACKPOT vom holländischen Computerclub.


    JACKPOT mit 16K-TAPE-BASIC


    Die P2000T war, im Gegensatz zur P2000M (nur monochrome Zeichendarstellung), mit einem TV-tauglichen Teletextmodul ausgestattet, welcher eine einfache Grafik in Farbe ermöglichte.


    War die P2000T mit dem Extension-Board ausgestattet, dann war auch ein Diskettencontroller (µPD765) dabei. Dann konnte auch statt dem 16K-TAPE-BASIC das 24K-DISK-BASIC gestartet werden. Dieses benötigte einen anderen Steckmodul und Floppylaufwerke.


    Über das „Disk“-Basic und wie man damit die Cassetten auf Disketten umspielen kann, berichte ich das nächste Mal.


    Grüße


    PAW


  • P2000T und P2000M 24K DISK BASIC (NON-CP/M)


    Dieses benötigte eine Startdiskette mit dem System. Der Verfügbare Platz wird gegenüber dem Tape-Basic um einiges geringer, da ja Speicher für die zusätzlichen Funktionen benötigt wird. Beim Start kann auch die maximale Anzahl der gleichzeitig offenen Dateien gewählt werden. (Je mehr Dateien, desto weniger Platz bleibt frei.)



    24K DISK BASIC - Startschirm


    Es spielte sich hier alles innerhalb des Basic Interpreters ab. (Es liegt hier kein CP/M dahinter!). Es gab eine Hand voll, im BASIC, eingebaute Funktionen. Mit FILES konnte das Inhaltsverzeichnis angezeigt werden, mit KILL konnten Dateien gelöscht werden. Alles andere musste mit geeigneten, meist selbst geschriebenen, Basicprogrammen durchgeführt werden. Es gab auch keine Unterverzeichnisse (wie User).


    Um Programme von Cassetten manipulieren zu können gab es zwei Hilfsprogramme von einem holländischen Entwickler namens KOOS EENINK.


    Das Programm TODISK.BAS konnte alle Programme auf einmal von Cassette auf Floppy Disk umkopieren. Die Speicherkapazität einer Cassettte betrug je Seite ca. 39.000 Byte. Das hat natürlich einige Zeit gedauert, da die Cassette im Vergleich zur Floppy sehr langsam war. Alleine das Umspulen der Cassette dauerte ca. 90 Sekunden. Das Programm schrieb eine lange Liste, deren Ende z.B. so aussah. Die Daten wurden in einer Datei auf der Diskette abgelegt, welche aber nur für das Programm TOTAPE.BAS lesbar war. TOTAPE.BAS konnte die Programme wieder auf eine Cassette schreiben.



    TAPE BLOCK READ


    Hier die beiden Programme, falls jemand im Besitz einer P2000T/M mit Floppy ist.:


    TAPE2DISK2TAPE.zip



    Es gibt noch eine Alternative. Auf der Seite von Marcel de Kogel wird ein P2000-Emulator angeboten, der unter anderem auch ein Programm zur Übertragung der P2000T-Daten via serieller Schnittstelle direkt auf einen PC ermöglichen soll.


    M2000 is a portable emulator for the P2000 home computer:

    http://www.komkon.org/~dekogel/m2000.html


    P2000 Tape converter:

    www.komkon.org/~dekogel/files/p2000/tapeconv.zip



    Von P2000M-BASIC-Disketten zu DOS:


    Die Verzeichnisstruktur von PHILIPS-DISK-BASIC ist zwar ähnlich dem CP/M, hat aber einige Unterschiede aufzuweisen, womit der Einsatz von 22DISK nicht möglich ist.


    Für die Überspielung von DISK-BASIC-Dateien auf DOS werden zwei spezielle Programme benötigt: SAMdisk um ein Diskimage zu erstellen und ein von mir in Entwicklung befindliches EXCEL-Sheet, das aus dem Diskimage die Dateien raus liest und auf DOS speichert. Werde darüber berichten, sobald es einsatzbereit ist.


    Grüße


    PAW


  • P2500    PHILIPS DISK BASIC    (NON-CP/M)


    Dieses wurde anfangs als Stand-Alone System ausgeführt (wie bei P2000M), wurde dann aber kurze Zeit später durch eine CP/M-basierte Version ersetzt. Letztere ist voll mit CP/M kompatibel, aber man befindet sich, wie bei P2000M-DISK-BASIC, ständig im Basic-Interpreter. Dass heißt es können keine CP/M-Utilities verwendet werden, ohne dass System zu verlassen. Es müsste von einer extra CP/M Disk gebootet werden.


    Die Disketten aus dem anfänglichen Stand-Alone System sind, wie bei P2000M nicht vollständig mit CP/M kompatibel, daher gilt das für die P2000M gesagte.


    Die neueren Disketten können mit den üblichen Tools verarbeitet werden.



    P3500/P3800    TurboDOS Nachtrag zu meinem Beitrag #4

    Außerdem ist das Schreiben nicht gut möglich, da die ersten 3 Einträge im Directory immer gelöscht sind, d.h. das erste Byte pro Eintrag muss immer hex E5 sein. Dies würde vermutlich beim Zurückschreiben durch das CP/M-Format zerstört werden. Mag sein, dass das dem TurboDOS keine Probleme bereitet.

    Ich habe dazu in einer alten Benutzerdoku folgendes gefunden:


    Wenn eine CP/M-Disk das erste Mal von TurboDOS gelesen wird, werden die ersten drei Verzeichniseinträge (je 32 Byte) nach weiter hinten verlagert, um Platz für den Volumlabel und die Mappingtabelle zu schaffen. Die Einträge sind so gestaltet, dass diese beim Lesen mit CP/M als gelöschte Einträge (erstes Byte = hex E5) erkannt werden und somit für CP/M nicht relevant sind.


    Damit kann also auch 22DISK zum Beschreiben der P3500-Disketten verwendet werden.



    UCSD p-System … UCSD-PASCAL


    Neben Philips eigenen Systemen und CP/M wurde auf den Einplatzrechnern auch das Betriebssystem “UCSD p-System“ gerne benutzt. Es wurde oft auch als UCSD-PASCAL bezeichnet, da die Hauptprogrammiersprache PASCAL war.


    Vor- und Nachteile von UCSD sind:


    +++ Gute Portierbarkeit auf verschiedene Systeme (gab es nicht nur auf 8080/Z80-Rechner, sondern auch auf anderen CPUs).

    +++ Sicherungsverzeichnis (Duplikat) wenn gewünscht, geht aber auch ohne

    +++ Änderungsdatum bei Dateien

    +++ VOLUME-Name (bis zu 7 Zeichen)

    +++ Dateinamen bis zu 15 Zeichen

    +++ Datum konnte per Software gesetzt


    --- War wegen des interpretieren des p-Codes relativ langsam (speziell gegenüber kompilierten Programmen, welche aber nur auf CP/M verfügbar waren).

    --- erlaubte Buchstaben bei Dateinamen waren wesentlich restriktiver



    Die Dateistrukturen auf der Diskette sind sehr unterschiedlich zu CP/M. Es gibt auf jeder Diskette (Volume genannt) ein Verzeichnis mit bis zu 77 Dateien. Jede Datei hat nur einen Extent, da sie nur in einem Stück gespeichert wird. Das heißt, wenn die Diskette mit leeren/vollen Bereichen zerstückelt ist und der Platz in einem nicht für die ganze Datei reicht, dann kann diese nicht gespeichert werden. Es muss zuvor ein Hilfsprogramm (FILER) ausgeführt werden, welches die Bereiche zusammenschiebt.


    Beschreibungen zu UCSD, inklusive Historie sind im Netz zu finden, z.B.: https://de.wikipedia.org/wiki/P-Code


    Beim nächsten Mal zeige ich, wie man UCSD-Programme am PC unter DOS laufen lassen kann.


    Schöne Weihnachten wünscht


    PAW

  • Quote

    PAW gabs das UCSD Pascal auch für die P3800?

    Soviel ich weiß nicht, da ja die P3500/P3800 Mehrplatzmaschinen waren. UCSD ist meines Wissens nach nur für Single User ausgelegt. Ich hatte es in den 80ern auf der P3800 nur mit TurboDOS zu tun.

  • UCSD p-System Dokumentation und Informationen


    Es gibt einen Thread aus dem Jahr 2017 in diesem Forum, wo viele Informationen zu UCSD ausgetauscht wurden. Er ist eine gute Quelle für die Links zu den Dokumentationen und Programmen.


    UCSD p-System




    UCSD p-System - Emulator für DOS


    Es gibt ein UCSD-p-System unter DOS (oder auch WIN XP, etc.) welches ohne Installation läuft. Hier zu finden:


         http://pascal.hansotten.com/ucsd-p-system/

         http://pascal.hansotten.com/uploads/ucsd/files/psys22.zip


    Um den Einstieg in die Welt des UCSD p-Systems zu erleichtern, habe ich hier eine kurze Führung durch das System dokumentiert. Wer tiefer einsteigen möchte, sollte sich mit den ausführlichen Handbüchern vertraut machen.


    Nach dem Download von „psys22.zip“ können die drei Dateien


        PSYSTEM.COM

        PSYSTEM.VOL

        PUTIL.VOL


    in ein Verzeichnis kopiert und das Programm PSYSTEM.COM gestartet werden. Beim Start wird automatisch das Volume „PSYSTEM.VOL“ gemounted, dass heißt es ist für das p-System zugreifbar. Die Laufwerke (Volumes) werden nicht wie in CP/M mit einem Buchstaben angesprochen, sondern mit einer Nummer, z.B. #12 (Die Nummern sind von der Installation abhängig!)


    Die ERROR-Meldung mit <escape> beantworten.


    Danach steht man bei der Kommandozeile


    Die Kommandos sind so aufgebaut, dass man jeweils nur den ersten Buchstaben eines Befehls eingeben muss, um in ein Submenü zu gelangen. Manchmal werden aus Platzgründen nicht alle Befehle in der Zeile angezeigt. Durch Drücken des Fragezeichens „?“ kann man weitere Befehle anzeigen lassen.


    Mit „X“ kann ein Programm ausgeführt werden.


    X DOSFILER


    Dieses ermöglicht das Anzeigen der vorhandenen Volumes (Befehl „V“), das Mounten/Dismounten von Volumes, sowie den Transfer von und zu DOS-Dateien.


    Mounten von Volume „putil.vol“ mit dem Befehl „M putil.vol“

    „V“ zeigt dann die vorhandenen Volumes

    Beenden der Programme geschieht meist mit dem Befehl „Q“


    Mit dem Befehl „F“ wird der Filer aufgerufen. Mit diesem kann man Dateien kopieren („T“), löschen („R“), Inhaltsverzeichnisse anzeigen („E“) oder löschen („Z“), etc. ACHTUNG! Diese Änderungen werden sofort in den Volume übernommen und gespeichert. Beim nächsten Start wird der letzte Zustand wieder eingelesen!

    Befehl „E #13“ zeigt das Inhaltsverzeichnis von Volume #13 an.



    Befehl „R #12:testchar.text“ löscht die Datei „testchar.text“ aus dem Systemvolume #12


    Bei nochmaligem Anzeigen des Inhalts mit „E #12“sieht man ein „Loch“ an der gelöschten Stelle. (< UNUSED >   6 Blocks  ab Block 1217, ein Block ist immer 512 Byte groß)


    Mit dem Befehl „E #12:extchars“ wird die Datei „extchars.text“ in den Editor gerufen.

    (Beim Editor kann die Extension „text“ entfallen, da sowieso nur Textdateien editiert werden können.)

    Beenden des Editors erfolgt ebenfalls mit „Q“

    Das Verlassen des UCS-Emulators erfolgt mit dem Befehl „H y“


    Ich wünsche viel Spaß beim Experimentieren!

    Beim nächsten Mal geht es wieder mit UCSD auf den P2000ern weiter.


    Grüße


    PAW



  • P2000M    UCSD p-System … UCSD-PASCAL


    Als zweites verbreitetes Betriebssystem auf der P2000M neben DISK-BASIC ist das UCSD p-System zu erwähnen. Wie zu erwarten, sind auf der P2000M ebenfalls ein eigenes Steckmodul und Floppy Laufwerke nötig. UCSD läuft auch auf der P2000T, hat aber nur 40 x 24 Zeichen am Schirm, was etwas mühsam ist.


    Da ich nur eine P2000T zur Verfügung habe, zeige ich hier die Initialisierung der UCSD Version 4.03. Nach Einstecken des UCSD-Steckmodules in Slot 1 und Power On, bootet die Installationsdisk. Nach kurzer Zeit erscheint folgender Schirm (hier das Ende des durchlaufenden Textes): Auf der P2000M würde man den kompletten Text sehen, da alles auf eine Bildschirmseite passt.



    Nach Drücken der Leertaste geht es weiter:






    Nach Einlegen einer weiteren  Disk (das Installationspaket besteht aus mehreren Disks) und Starten der Initialisierung durch Eingeben von X #5:INIT wird auch diese Disk betriebsbereit.


    Sobald alle Installationsdisketten initialisiert sind, ist das System bereit zum Arbeiten.


    Die Volume-Nummern waren auf den Philips-Implementationen (hier einige angeführt) wie folgt:


    #2        Bildschirm

    #4        das linke Diskettenlaufwerk (SYSTEM)

    #5        das rechte Diskettenlaufwerk

    #6        der Drucker



    Für die Überspielung von UCSD-Dateien auf DOS werden ebenfalls zwei spezielle Programme benötigt: SAMdisk um ein Diskimage zu erstellen und ein von mir in Entwicklung befindliches EXCEL-Sheet, das aus dem Diskimage die Dateien raus liest und auf DOS speichert. Werde darüber berichten, sobald es einsatzbereit ist.


    Für die Verwendung der UCSD-Disketten auf dem UCSD-Emulator müssen diese zuvor auf DOS übertragen und von dort eingelesen werden.




    P2500    UCSD p-System … UCSD-PASCAL


    Hier gilt das bei der P2000M gesagte, mit der Ausnahme, dass hier auch CP/M weit verbreitet war.




    P2000C    UCSD p-System … UCSD-PASCAL


    Mangels entsprechender UCSD-Disketten kann ich dazu leider nichts berichten.


    Sollte jemand über solche UCSD-Disketten verfügen, wäre ich für ein Diskimage (wenn möglich im Format von SAMdisk) sehr dankbar! Idealerweise sollte dieses große, wenn möglich durchnummerierte, Textdateien enthalten. Ich könnte dann versuchen die Struktur zu analysieren und in mein Tool einbauen.



    Beim nächsten Mal stelle ich das Konvertierungstool SAMCONV vor.


    Grüße


    PAW



  • So sieht das UCSD System am P2000M aus (bei meinem Monitor muss ich noch das vergammelte Silikon hinter dem Schutzglas entfernen):

    Für den P2000C habe ich leider auch keine USCD p-System Disketten. Laut http://electrickery.xs4all.nl/comp/p2000c/doc/Datasheet.pdf soll es das zwar geben, ich habe allerdings im Netz noch nirgends entsprechende Disk-Images gefunden. Am P2000C funktioniert aber Turbo Pascal problemlos. Es kann z.B. von Peter Dassows Z80-Seite herunter geladen werden (http://www.z80.eu/pas-compiler.html). Sehr praktisch ist auch der CP/M Emulator "YAZE" für diverse Tests und Experimente (http://www.mathematik.uni-ulm.de/users/ag/yaze-ag/). Alternativ leistet auch "MyZ80" (https://www.li-pro.net/cpm-emu-dos-myz80.phtml) gute Dienste. Um ihn auf einem modernen Windows 32/64 Bit Rechner zu nutzen, ist allerdings der DOSBox Emulator erforderlich (https://www.dosbox.com/).

  • SAMCONV.xls Konvertierungstool für Philips Disketten


    Wie versprochen stelle ich hier, das von mir entwickelte, Konvertierungstool vor. Das Tool ist ein EXCEL-Sheet (erstellt mit Microsoft Office 2003 unter Windows XP) mit dem man die, mit SAMdisk erstellten, Philips Diskimages weiter bearbeiten kann.


    Voraussetzung für die Verwendung ist das Vorhandensein von EXCEL und gegebenenfalls SAMdisk (siehe vorige Artikel), wenn auch mit phyischen Disketten gearbeitet werden soll.

    Die Startseite von SAMCONV sieht wie folgt aus:




    DOWNLAOD

    The tool SAMCONV.xls and the documentation has been written in English! When extracting the files from ZIP-archive, please look for he right destination folders! All template files have to be stored in a sub folder named TEMPLATE in the same folder as the EXCEL sheet is located.


    SAMCONV Vers. 1.00.zip



    INSTALLATION (nur Dateien entpacken)

    Bitte beachten Sie beim Auspacken aus dem ZIP-Archiv die entsprechenden Zielordner. Alle Template-Dateien müssen in einen eigenen Ordner mit Namen TEMPLATE gespeichert werden, welcher sich im gleichen Ordner wie das EXCEL-Sheet befinden muss..


    MÖGLICHKEITEN

    Es ist damit möglich, sowohl CP/M-, UCSD-, als auch Philips-Disk-Basic-Disketten Images auszulesen und die einzelnen Dateien in DOS abzulegen, als auch in die umgekehrte Richtung von DOS Dateien Philips Disketten-Images zu erstellen, welche dann mit SAMdisk auf Disketten geschrieben werden können. Es ist auch möglich, UCSD-Diskettenimages vom PC (gab es z.B. auf IBM-PC-XT) einzulesen (aber nicht zu schreiben). Zusätzlich ist es möglich, UCSD-Volumedateien *), welche mit einem UCSD-Emulator am PC erstellt wurden zu lesen, schreiben und dann wieder am Emulator zu verwenden. (Der Emulator hat im DOSFILER auch eine Funktion zum Übertragen von einzelnen Dateien von und nach DOS.) Bei der Konvertierung von/nach UCSD kann bei Textdateien wahlweise ein 1:1 Übertragung oder eine Textanpassung (Umlaute, etc.) ausgewählt werden.


    Konvertierung VON __________ NACH DOS

    P2000M-CP/M ---------> DOS Dateien

    P2000M-DISK-BASIC ---> DOS Dateien

    P2000M-UCSD ---------> DOS Dateien

    P2000M-UCSD ---------> DOS-UCSD-Volume-File

    P2500-CP/M SS -------> DOS Dateien

    P2500-CP/M DS -------> DOS Dateien

    P2500-DISK-BASIC ----> DOS Dateien

    P2500-UCSD ----------> DOS Dateien

    P2500-UCSD ----------> DOS-UCSD-Volume-File

    P2000C-CP/M ---------> DOS Dateien

    P3500-TurboDOS ------> DOS Dateien

    IBM-PC 160KB UCSD ---> DOS Dateien

    IBM-PC 320KB UCSD ---> DOS Dateien

    PC-UCSD-Volume ------> DOS Dateien

    PC-UCSD-Volume ------> DOS-UCSD-Volume-File

    PHIL-UCSD-Volume ----> DOS Dateien

    PHIL-UCSD-Volume ----> DOS-UCSD-Volume-File


    Konvertierung VON DOS ______ NACH

    DOS Dateien ---------> P2000M-CP/M

    DOS Dateien ---------> P2000M-DISK-BASIC

    DOS Dateien ---------> P2000M-UCSD

    DOS Dateien ---------> P2500-CP/M SS

    DOS Dateien ---------> P2500-CP/M DS

    DOS Dateien ---------> P2500-UCSD

    DOS Dateien ---------> P2000C-CP/M

    DOS Dateien ---------> P3500-TurboDOS

    DOS Dateien ---------> PC-UCSD-Volume

    DOS Dateien ---------> PHIL-UCSD-Volume


    *) UCSD-Volumedateien beinhalten ein komplettes UCSD-Laufwerk (Volume), welches mittel dem UCSD-Programm DOSFILER im UCSD-Emulator gemounted werden können. Ist dies geschehen, so kann auf die Dateien in diesem Volume zugegriffen werden, als ob sie auf einem Diskettenlauf stehen würden. Die Dateien können auch verändert werden. Die Änderungen werden in den UCSD-Volumedateien gespeichert und können später mit SAMCONV.xls umkopiert werden.



    KURZANLEITUNG

    1.) Zuerst wird der zu konvertierende Disk-Typ auf dem Blatt DISKDEF ausgewählt. Eine Zeile anklicken und dann den „SELECT DISK-TYPE“-Button drücken. Die Daten aus den ersten vier Spalten werden auf die Startseite kopiert und es wird auf diese umgeschaltet


    2.) Den gewünschten Dateinamen ohne Pfad (für Quelle oder Ziel) eintragen (z.B.: SamImage oder UCSDvol). Optional kann auch ein Pfad und/oder eine Extension angegeben werden.


    3.) Bei UCSD kann auch eine Option für Textdateien angegeben werden. Textdateien haben in UCSD einen für DOS nicht gut lesbaren Präfix. Dieser kann mit der Option "TextFileTranslation" entfernt oder hinzugefügt werden (je nach Transferrichtung). Außerdem werden Umlaute angepasst.


    4.) Bei allen Varianten kann die Option „Warning before deleting a file" aktiviert werden. Es kommt dann eine Meldung, bevor eine existierende Datei überschrieben/gelöscht wird.


    5.) Button "Start Transfer ==> TO DOS" drücken um Daten von der Quelldatei nach DOS zu kopieren. Das Ziel für DOS-Dateien ist „path\###DOS###\*.*“. Die LIN- und VOL-Dateien werden in „path\*.*“ erstellt.


    ODER


    5.) Button "Start Transfer FROM DOS ==>" drücken um Daten von DOS ins Ziel zu kopieren. Die Quelle für DOS-Dateien ist „path\###DOS###\*.*“. Die DSK_NEW- oder VPC-Dateien werden in „path\*.*“ erstellt.



    NUTZUNGSBEDINGUNGEN

    Eine umfangreichere (englische) Anleitung liegt im Paket bei. Das Paket kann für private Zwecke frei genutzt werden, es darf aber nicht verändert werden, etc. Es kann an Dritte weitergegeben werden, solange das Paket unverändert und vollständig ist. Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr! Es wird keine Garantie für die einwandfreie Funktion der beschriebenen Möglichkeiten gegeben. Der Verkauf der Software ist verboten.



    Ich wünsche noch einen Guten Rutsch und ein Glückliches Neues Jahr!


    Grüße


    PAW


  • Ich habe dem tollen SAMconf - Tool mal ein würdevolles Zuhause eingerichtet: https://www.classic-computing.org/samconf/


    Wenn ihr mögt, kann ich euch auch als User der Homepage einrichten, dann könnt ihr die Seite selbst pflegen. Ansonsten gebt mir einfach Bescheid, wenn etwas zu ändern oder eine neue Version hochzuladen ist.


    Tolles Projekt!

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Ich habe dem tollen SAMconf - Tool mal ein würdevolles Zuhause eingerichtet: https://www.classic-computing.org/samconf/


    Wenn ihr mögt, kann ich euch auch als User der Homepage einrichten, dann könnt ihr die Seite selbst pflegen. Ansonsten gebt mir einfach Bescheid, wenn etwas zu ändern oder eine neue Version hochzuladen ist.


    Tolles Projekt!


    Gut gemacht.

  • @yalsi


    Hallo,


    die neue Projektseite gefällt mir!


    Da möchte ich doch gleich auf die Fortsetzung von SAMCONV hinweisen:


    SAMCONV 2.0


    Hier wird es, denke ich, erst richtig interessant!


    SAMCONV 2.0 ermöglicht nicht nur die Konvertierung von Philips Disketten, sondern von den meisten CP/M-Disketten anderer Hersteller. Im Prinzip können damit alle Formate von 22Disk und SuperCopy abgebildet werden (viele hundert Formate!), sowie weitere CP/M-Formate, solange sie mit SAMdisk lesbar/schreibbar (soft sectored) sind und innerhalb des Datenteils gleiche Geometrien aufweisen (Sektoranzahl, -größe, etc.).


    Beste Grüße


    PAW

  • Na, dann kann ich ja die Seite aktualisieren- aber nicht mehr heute abend, ich bin müde :gn8:

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • War wieder wach und hab's angepasst. Jetzt bin ich wieder müde... :-)

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs