Suche Weg um mit klassischem Rechner ins Internet zu gehen

  • Mal wieder ne verrückte Idee...
    So gut wie alle älteren Rechner haben RS232.
    Gibt es einen "Modemersatz" RS232 auf Ethernet?


    So etwas in der Art...
    MOXA NPort 5110 1-port RS-232 NPort Serial Device Server, 10-100M Ethernet, DB9 male
    http://www.icomtechinc.com/node/477


    Oder Das da ? I-Bäääh
    Könnte ich mit z.B nem Amiga darüber ins Internet?
    Geschwindigkeit wäre zweitrangig...


    Stefan

  • Hallo Stefan,


    der Moxa ist Industrietechnik, aber das gibts auch einen ganzen Tacken günstiger. Schau mal hier:


    Der gute alte AVR-NetIO:


    http://www.pollin.de/shop/dt/N…R_NET_IO_Fertigmodul.html
    (auch als Bausatz, günstiger)


    Oder das Original:


    http://www.ulrichradig.de/ ETH_M32_EX


    Hat auch einen Shop. Ich habe beide hier, mit der Standardsoftware von Ulrich Radig kannst Du damit eine Ethernet->RS232 Bridge betreiben. Und noch einiges mehr. Auch dem PC kannst Du den COM-Port dann mit allem möglichen füttern...


    Die teuere, aber superkompakte Variante eine Ethernet-RS232 Bridge ist der LANtronix XPort.


    http://www.lantronix.com/devic…device-servers/xport.html


    (ca. 65 EUR, segor electronic und andere)


    AH - sehe gerade Du hast den XPort bei ebay gefunden. Der ist BILLIG! Muss aber wahrscheinlich von dem Board runter (einfach). Minimalbeschaltung ist sowas wie der ct COM-LAN Adapter. Das ist einfach ne kleine Platine mit Spannungsregler 3,3V und MAX232 für Xport->RS232. (äh hab ich auch da, hust)


    Viele Grüße
    Andreas

  • Interessant!
    Genau die selbe Idee hatte ich auch schon... wollte ich eigentlich zur letzten H&E schon mitbringen, hat aber zeitlich nicht gereicht... davon abgesehen hätte es Otto-Normal-Messebesucher auch nicht halb so faszinierend gefunden mit so nem alten Schätzchen ins Internet zu gehen...
    Hab mir nämlich extra nen Rechner zusammengebaut der als Knotenpunkt zwischen jeglicher alter Hardware und neuer Technik dienen soll.


    Ist n Linux-Rechner, Hostname nexus (Dual PentiumII 266MHz, 256MB RAM) mit:


    ner 100MBit Netzwerkkarte fürs Internet
    ner zweiten fürs interne Netzwerk
    ner 10Mbit-Netzwerkkarte für BNC-Only-Hardware
    ner TokenRing-Netzwerkkarte für alte IBM-Rechner (MCA-Ethernetkarten sind sauteuer, wohingegen man TR-Karten für nen Apple und ein i bekommt)
    8 seriellen Ports für Terminals (oder Terminalemulation mit altem Rechner)
    4 seriellen Ports mit PPPd hintendran für Modem/Akustikkopplerverbindungen oder schlicht und ergreifend Nullmodem zum alten Rechner
    Parallelport mit PLIP
    TELNET/SSH


    SCSI-Raid als Datengrab, freigegeben per:
    Samba
    FTP
    NFS
    marsnwe (Novell Netware)
    HTTP
    Gopher
    oder halt übers Terminal per X/Y/Zmodem


    3½"-Floppy, 5¼"-Floppy, ZIP-Laufwerk, Syquest Wechselplattenlaufwerk, CD-ROM sowie ein DAT-Streamer sind auch drin.


    Der Rechner routet auch in alle Richtungen, sprich man kann problemlos von allen Schnittstellen auf alle anderen kommunizieren.
    Per Terminal kann man mit lynx ins Internet, per irssi ins IRC usw...

  • So etwas in klein könnte man ja auf einem Raspberry PI realisieren. Wäre dann halt nur Ethernet und RS232 - aber das reicht ja in den meisten Fällen.


    Dann kannst du auf jeden Fall mit dem Amiga per PPP/SLIP ins Internet und auf ganz alten Rechnern, die keinen TCP/IP Stack haben, Terminalanwendungen auf dem Linux-Rechner nutzen und z.B. per Lynx ins Internet.

  • @Stefan


    dazu gibt es einige Videos bei youtube. Auch mit einem C64 und Internetzugang.


    Ich mache das hoppymäßig mit einem XT-PC und Dos und mit dem arachne Webbrowser unter DOS. Der hat sogar einen FTP und eMail Client.


    Aber mit dem Amiga 500 habe ich auch schon Videos bei youtube gesehen. Müsste auch ohne PPP gehen direkt über Ethernet am eigenen DSL-Router. FTP geht auf jedenfall.


    gruss


    bstaudt

  • Der gute alte AVR-NetIO:
    http://www.pollin.de/shop/dt/NjI5OTgxOTk…ertigmodul.html
    (auch als Bausatz, günstiger)


    Muss man den noch programmieren?


    Minimalbeschaltung ist sowas wie der ct COM-LAN Adapter. Das ist einfach ne kleine Platine mit Spannungsregler 3,3V und MAX232 für Xport->RS232. (äh hab ich auch da, hust)


    Mach mal nen Vorschlag zum Testen! Ich hab davon zu wenig Plan.
    Werde mir das Teil dann anschaffen...


    Stefan

  • Hallo Stefan,


    der AVR NetIO und das UlrichRadig Board haben eine Software dabei. Diese ist in C geschrieben und kann mit dem avr-gcc übersetzt werden. Darin enthalten ist ein rudimentärer TCP/IP Stack, vollständig lässt sich der Stack nicht abbilden weil der AVR zu wenig RAM hat. Reicht aber für die üblichen Bastelein. In der UlrichRadig Software (kann man auf dem NetIO durch CompilerSwitches einstellen übersetzen) ist bereits eine Ethernet-RS232 Bridge enthalten. D.h. man kann auf dem PC einen virtuellen COM Port Treiber für das Ding installieren, und dieser COM-Port kommt am NetIO raus. Oder man greift mit Telnet auf die serielle Schnittstelle zu.


    Der XPort wird über eine Konfigurationssoftware konfiguriert. Programmieren muss man da nichts, kann man aber wenn man es möchte. Ist dann aber komplexer als beim NetIO (und kann mehr). Das Teil hat bedeutend mehr Rechenleistung und einen vollständigen TCP/IP Stack. Hat eine embedded x86 CPU. In der Software kann man die Ethernet-RS232 Bridge konfigurieren, diese kann mit bis zu 1 MBaud laufen. Allerdings ist der XPort ein 3,3V Bauteil. Daher die benötigte Anpassungsschaltung. Diese muss 3 Komponenten enhalten: 3,3 V Spannungsversorgung, Pegelwandler auf den I/O Leitungen und eine Massefläche definierter Mindestgröße auf die der XPort aufgelötet wird - zur Wärmeabfuhr. Das c't Board macht genau das: COM auf LAN


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hexagon was du wieder gibts ist eine Virtuelle COM verbindung über Lan. Aber was Stefan gemeint hat ist von nem Alten Computer per seriell-port ins internet verbindung, per SLIP oder PPP (wenn die Leistung CPU-ausreicht). Eine Linux-kiste (www.fli4l.de) oder wie bei mir WRT54g kiste dient als "modem" ins Internet für unsere alten Rechner.
    http://www.dienstagstreff.de/p…/interfaces/wrt/index.php
    oder wie user lallafa aus dem A1k.org der hat diese Variante gewält -> http://lallafa.de/blog/plip2slip/plip2slip-setup/
    wer sich auf der Hobbyelektronik (Shack-Stand) eine Arduino (shackuino?) ergattert hat. Kann das ohne Probleme nachbauen

  • haha, das LANTRONIX-Teil habe ich auch... ist ein schönes Spielzeug, aber geht wahrlich an Stefans Anforderungen vorbei.

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    Ich bin immer auf der Suche nach Ersatzteilen und Elekronikrestposten.
    Bitte an mich denken, wenn Ihr über Angebote stolpert!

  • Moinmoin.
    Ich halte die Linux-Box für die sinnvollste Variante. Muß ja nicht gleich solch ein aufgebohrtes Ding wie bei kpanic sein, aber grundsätzlich ist es natürlich praktisch, nicht nur ins Netz zu können, sondern auch eine Ablage für Daten zu haben.
    Dasselbe wollte ich mit einem 386 machen, für den ich aber erstmal ein paar weitere Teile benötige.
    Danach geht's dann hoffentlich ab!


    *edit*
    Mit einem Lantronix UDS-irgendwas hängt die Darkforce-BBS im Netz. Das Teil bietet aber 'nur' Telnet, wenn ich es richtig verstanden habe.
    *edit*

  • Liebes Forum,


    nun bin ich auf diesen Thread gestoßen und habe hier einen RiscPC 600, dessen RS232-Schnittstelle sowieso nichts zu tun hat. TCP/IP-Stacks für RISC OS gibt es, zumindest konnte ich den Freenet TCP/IP Stack von Tom Hughes von 1995 ausfindig machen.


    Ferner ist an neumodischem Schnickschnack vorhanden ein MacBook Pro mit OS X 10.9 Mavericks und ein USB-RS232-Adapter. Wenn es der Sache dienlich ist könnte da auch ein Linux oder Windows drauf installiert werden.


    Wie kriege ich nun den Mac dazu, über RS232 als Brücke in mein vorhandenes heimisches Netzwerk zu dienen? Und den RiscPC, dieses dann auch anzunehmen? Eine ähnliche Situation dürfte sich vielen Amiganern und STlingen darstellen. Klar, zwischen die beiden RS232en muss ein Nullmodelkabel. Jemand gar Erfahrung mit diesem Freenet für RISC OS?


    Vielen Dank schon mal für Eure Inspiration,
    AlMaSys

  • Wie kriege ich nun den Mac dazu, über RS232 als Brücke in mein vorhandenes heimisches Netzwerk zu dienen? Und den RiscPC, dieses dann auch anzunehmen? Eine ähnliche Situation dürfte sich vielen Amiganern und STlingen darstellen. Klar, zwischen die beiden RS232en muss ein Nullmodelkabel.


    Hi,


    auch wenn ich mich mit RiscOS nicht auskenne dürften die richtigen Stichworte PPP bzw. CSLIP sein (einfach mal googeln). Statt des Macs kannst du dann auch einen Maxserver 1604 oder 1608 einsetzen. Ob ein Hewlwtt Packard J3591A auch PPP kann habe ich auf die Schnelle nicht herausfinden können.


    Viel Erfolg


    Michael

  • Hallo , muss es denn immer Rapsodie PI sein
    Der Beagle Bone Black könnte das sicher auch wenn der schon den AMIGA 500 emuliert.
    Gibt es eigentlich Bluetooth für den AMIGA 1200?


    TheLostBit