Betriebssystem/Software für Alphatronic P1

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    Hallo!


    Kennt sich hier jemand aus?

    Was lief denn auf den kleinen Alphatronic-Maschinen als Systemsoftware? Also P1 mit 16 oder 32 kb? CP/M geht ja dort wahrscheinlich nicht sinnvoll.


    Einen BASIC Interpreter/Compiler, Assembler gab as laut den alten TA Broschüren auch Stand Alone; Ist diese Software eigentlich überliefert?



    Gruß

    Stephan

    • Official Post

    Für eine echte P1 ( ein LW und 32 kB) l


    Es gab ja schon eine sks-SYSTEM-BIB Diskette.

    Da waren schon FOKO, MICBUG, und einige weitere Programme für TA zum Testen/Einarbeitung verfügbar.

    Wenn ich sowas finde - schau ich mal nach.

    Hatte die P1 / KISS in der Grundausstattung eigentlich 16kb oder 32kb? Die alten Broschüren deuten ja auf 16kb hin.

    Vielen Dank schonmal fürs nachsehen!

  • Basissoftware für eine KISS / oder TA P1/P2 - ohne Entwicklungs-Betriebssystem:



    Hier ist ein historischer Buchbeitrag (Auszug) über den Einsatz eines 8080/8085 System ohne Entwicklungssystem! Dabei wird eine KISS / oder alphaTronik P2 beschrieben und die Handhabung mit der sks Systembibliothek ( auch von EMK vertrieben) für eigene Softwarentwicklungen gut beschrieben.


    Da sollte noch ein kleines EMK/sks Heft als Programmanleitung (Softwarbeschreibungen) zu finden sein??

  • Genau - für das kleine Heftchen und dazu eine richtige Diskette suche ich noch mal....;

    nativen Editor/Assembler, der ohne CP/M lief

    Aber ich meine, dass damals mit den KISS Tastaturen - CODE nur die native Software richtig arbeitet.

    Für eine alphaTronic müsste eine PATCH-Aktion sein- um die Benutzeroberfläche von KISS auf eine P2 zu modifizieren.

    Wenn nichts zu tuen wäre - könnte das mal .... funktionieren!

  • KISS Programmanweisungen - das Heft ( EMK, sks)

    Das kleine Heft habe ich als .pdf hier unten abgelegt.


    Das ist von dem DIN A 5 Heft - hier das Deckblatt zu sehen.


    Das wurde von dem sks - Händler EMK, Mannheim für den Vertrieb erstellt.

    Der erste Teil ist eine Kurzreferenz für den sks - MS Basic-Interpreter.

    Die weiteren Teile im Heft betreffen die sks-Systembibliothek ( aber nur die hier beschriebene Programme).

  • Gibt es die Software dazu vielleicht auch noch?

    Die suche ich noch...

    Ich hoffe die als .IMD zu ereugen für eine P2/P2U/P2S mal zunächst zu laden.


    Im Heft sollte mal aber sich mit dem Mechanismus ( Inhalt den Text intensiv ansehen) etwas beschäftigen.

    ohne darunter liegendes Betriebssystem

    Es liegt ja das BASIS-Rechnersystem-MOS im EPROM immer bereit in der KISS / oder Px!

    Ich meine da steht öfters ein FLUCHT-CODE um MOS-Funktionen - wie BLOCK lesen, schreiben und EOF,+++ da steht. Aber die richtigen alten KISS TASTEN in einer P2 zu finden ist nicht erstmal

    einfach.

    Was ich schon vorher gesagt habe::::

    Für eine alphaTronic müsste eine PATCH-Aktion sein- um die Benutzeroberfläche von KISS auf eine P2 zu modifizieren.

    Wenn nichts zu tuen wäre - könnte das mal .... funktionieren!

    • Official Post

    Vielen Dank helwie44 !


    Ich glaube, ich habe noch gar nicht verstanden, was man mit MOS alles anfangen kann.


    Mit MOS ".E" kann man eine "Filemarke setzen" - heißt das soviel wie eine neue Datei anlegen, die man dann mit dem Editor "befüllen" kann?


    Im Editor kann man ja dann eine "File Nummer" positionieren.



    Das heißt, man muß selber, mit Papier und Bleistift mitschreiben, welche Files man angelegt hat? Weil eine "DIRECTORY" Funktion ist im Grundprogramm nicht implementiert, richtig?


    Für eine alphaTronic müsste eine PATCH-Aktion sein- um die Benutzeroberfläche von KISS auf eine P2 zu modifizieren.

    Wenn nichts zu tuen wäre - könnte das mal .... funktionieren!

    Die Patch Aktion würde aber nur nötig sein, wenn man es auf einer P2 Maschine laufen lassen wollen würde? Auf einer KISS würde es gehen?

    Gibt es eigentlich die KISS auch im Emulator rfka01 ?


    Viele Grüße

    Stephan

  • Alles fast richtig verstanden.

    Betrachtet man z.B. ein Bandlaufwerk bei den sogen. Großrechnern. Das ist und wäre genau so. Welche Files in welcher Reihenfolge steht - das sollte man irgend wie wissen!


    Das KISS wurde eigentlich zunächst mit einem KTC 10 als Architektur - Magnetbandkassette DC300 entworfen und gebaut

    .

    Daher entwickelte ich damals bei sks eine Methode um auf dem Floppymedium einen identischen MODUS zu realisieren.

    Schaut man sich die Beschreibung über die Funktionsaufrufe bei den Floppytreibern an, wird mit Funktionen mit Accu:= realisiert,

    80h lese blockweise File

    81h schreibe blockweise File

    erst jetzt:

    eine EOF wird per Software ein 81h schreiben mit Block::= 0 erzeugt!

    82h ab letzte Position (Track,Sector) lesen

    83h wie zuvor ..schreiben

    ————————————

    84h jetzt Positionieren auf (Sektor, Track)


    Klar die sonstigen Parameter sind aus der Treiberbeschreibung zu entnehmen.


    Es war daher einfach eine sehr einfache Transformation von einem Band-System — sofort zunächst ein Umstieg auf ein Floppy-System (als erste Stufe) möglich!

    • Official Post

    Betrachtet man z.B. ein Bandlaufwerk bei den sogen. Großrechnern. Das ist und wäre genau so. Welche Files in welcher Reihenfolge steht - das sollte man irgend wie wissen!


    Das KISS wurde eigentlich zunächst mit einem KTC 10 als Architektur - Magnetbandkassette DC300 entworfen und gebaut

    Sehr interessant! Danke für die Ausführungen.

    Was ist denn eine KTC10-Architektur?

    DC300-Kassetten? Das sind ja die gleichen wie beim IBM https://de.wikipedia.org/wiki/IBM_5100 .

  • KISS Labormaschine


    So sieht ja meine KISS (Labormaschine von 1979) ohne Gehäusedeckel aus.

    Den Deckel habe ich nicht mehr - keine Ahnung wo das Ding geblieben ist.



    Beim 5 V - Netzmodul habe ich einigen Kondensatoren auswechseln - Spannungen waren dann ok. Aber eine Taste ist/war immer noch ohne Funktion. Wahrscheinlich der Hall Tastenkörper defekt.


    Die Maschine hatte ich aber vor etwa fünf Jahren mal in Betrieb gehabt.

    Ob alles rund läuft - könnte ich mal demnächst probieren und das KISS_MOS.BIN sichern.

    Aber ich meine da ist ein anderer KEYBOARD-CHIP gegen eine P2 verbaut.

    Möglich könnte gpospi aus seiner P2 (aus der Steinzeit) den Chip mal bei Zeiten auszulesen. Weil ich im Moment keine 40 polig. CHIPs selber sowas auszulesen kann.


    .

  • Puh, im Moment ist in meiner P2-3A das neuere Keyboard eingebaut. Der "Rückbau" auf das alte Keyboard (mit separater Spannungsversorgung und speziellem EPROM) steht noch auf meiner TODO Liste. Ich kann das Keyboard EPROM aber leider auch nicht auslesen, außer es geht direkt in der Alphatronic Maschine via MOS oder CPM?

  • Hallo gpospi - das habe ich anders gemeint!


    Zunächst nur evt. für eine EMULATION - einer KISS:

    Ist denn in deiner alten P2 ( fast KISS und noch mit einem FM FD-Controller) dort in der Keyboard-KARTE ein 40 pol. CHIP „8279C-5“ verbaut. Nur den meine ich genau!


    Ob es bei dir eine Auslesung (extern - ) gibt - um ein file.bin ins WEB zu gehen könnte.

    Das wäre evtl. für das MAME/MESS System für uns wichtig!

    Oder den CHIP findet man im web?


    Nebensache:

    Das MOS (3 mal 2kb::= 6 kB) würde ja rein über ein cp/m 4300h TPA und DDT oder SID43 als file zu sichern.


    Wahrscheinlich hast du den FM Floppydriver ( EPROM-MOS Nr.2, mit der Key-Umsetzungstabelle) und die FM Karte gewechselt. Daher scheidet dieser WEG aus!

    Nur wäre dann noch den FM MOS EPROM Nr.2 Floppydriver mit der KEYTAB extern in einem passendem EPROMMER-Gerät gehen!!! Oder, aber doch sehr selten mit dem TMS EPROMs, schade!!??


    Klar den 1702A (256 Byte) EPROM kann fast kein EPROMMER mehr verarbeiten (lesen)!

  • KISS Systembibliothek (von sks) als .IMD verfügbar.


    Wer suchet - der findet !

    Den ersten Startversuch über meine P2U als Protokoll zu sehen:

    Geht doch was...

    Also Leute - nach dem cp/m auf den sks-Kisten lief, habe ich aber nichts mehr vor mehr als 40 Jahre absolut mit der Software gearbeitet!

    Hintergrund:

    Das habe ich vorbereitet:

    Drehkabel ( immer bereit) V24 vom P2 Printer (Buchse 25 pol. von hinten ganz links) zum PC und dann TeraTerm gestartet. TeraTerm auf 4800 Bd, 8N1 eingestellt!

    Jetzt MOS nach dem RESET - den L Lister zum Druckerausgang zu geschaltet.

    Nun der Startversuch zu sehen - oha!


    (.txt nur für das Hochladen - dann wer möchte in eine 5 1/4 Zoll DISK nach Lust zu konstruieren - viel Spass!)

    Grüße

    helwie44

  • Quote

    Klar den 1702A (256 Byte) EPROM kann fast kein EPROMMER mehr verarbeiten (lesen)!

    ... und das war ja auch das Problem, warum von der Augsburger Maschine


    http://kaufhaus-konrad.de/geschichte/rechenknechte/461-2/


    der Tastaturbaustein noch nicht gesichert wurde. Wenn jemand einen passenden Eprommer verleihen könnte, würde ich Herrn Konrad nochmal anschreiben, er war sehr nett und zuvorkommend.


    Gruß

    Robert

    NCR DMV/Olivetti M20/ITT 3030/DEC Rainbow 100/Siemens PC-D/OlyPeople/MFA 8085/TA Alphatronic

  • Ich hab leider selbst gar keinen EPROMmer, kann also nichts auslesen. Ein Forumskollege war so nett, mir neulich 3 neue EPROMs für die CPU Karte zu brennen. Aber auch dieser Brenner unterstützt nur neue EPROMs, nicht die alten TI-EPROMs mit der speziellen Spannungsversorgung.


    Zum 8279C-5 finde ich im Web nicht viel, nur diverse alte Bezugsquellen (z.B. ftp://ftp.informatik.uni-stutt…e/ZeroElectronic_1984.pdf). Daraus geht hervor, dass der 8279C-5 ein "programmierbarer Keyboard & Display Controller" ist. Ich wüsste aber nicht, wie ich da was auslesen könnte...

  • alphaTronic Px EPROMMER - das wäre ja was!

    Evtl. wären die kreativen alphaTronic P2x FORUMs USER - wie jlopez , overCLK oder netmercer und die weiteren hardwarenahen Entwickler, mal bei vieler Heimarbeit ( zur Zeit ) eine einfache EUROPA-KARTE für einen EPROMMER zu entwerfen:


    So etwa mit 96 VGL Steckung z.B für den freien alphaTronic P2x SLOT Nr 9.

    Dann wäre der Address - range von 2000h-2FFFh - im Reset frei.

    Dann evtl. eine etwas längere KARTE mit einem passenden ZIF -SOCKEL.


    Klar dann müssete für die wenigen Arbeiten der obere DECKEL weg sein!

    Bei den Sonderspannungen könnte da evtl. ein kleiner DC1 zu DC1 Wanderler helfen.

    ( der ULTRA Glücksfall wäre für den 1702A und den 2716 TMS ! )


    Ich selber bin aber nicht genug in der neu Hardware -Entwicklung von Einschubkarten im Stoff!


    Eine schöne SOFTWARE würde ich aber leicht entwickeln und testen.

    Als VARIANTE z.B. als,


    MOS nur

    cp/m 4300h TPA und

    cp/m 0100h TPA.

    Oder evtl. eine andere Eprommer-VARIANTE per V24 - da war doch in dem Bericht / Buchauszug

    von Dr. D. Hannemann verbal besprochen für einer KISS aus der Gründerzeiten!


    Vielen Dank an gpospi für Deinen Gerätebestand.

    Ich hab leider selbst gar keinen EPROMmer, kann also nichts auslesen.

    Ja jetzt sehe ich - das kein Tool an Bord zu Hause ist!


    Wunder gibt es immer wieder - doch mal hier.


    Dank an die Überlegungen und Grüße

    helwie44

  • Hello helwie44


    If I understood correctly, are you seeking for an EPROM reader? I have one (mostly) built.



    That's my first 48KB and later 64K (failed) prototype which was recycled into something more useful. There are more wires on the solder side of the board... it lacks some connections between the '240 and the connector. It also still lacks the voltage divider/regulator from -12V to -5V. I imagine that for the 1702A to be interfaced an additional -9V line should be added.


    The target model is the TMS2716, no modern EPROM reader will read them without an adapter. The socket is mapped at 0x2000 - 0x2FFF and the ZIF is mapped at the unused 2KB RAM for the video system (I cannot remember it now) which is not used in unexpanded models. This way the driver shouldnt need to be loaded each time the computer is turned off-on (that's useful if you have lots of EPROMs to save).


    The way this board was designed was simplistic and thus it doesn't has bank control logic. It matters because it uses address ranges in the system page and in expanded systems it could cause trouble.


    If that's what you need, I could check if I have the schematics for this; but later today or tomorrow because today expires one of my deadlines.


    Regards,

    Jaume

    When I tried to list all retro systems I have at home, the "The message is too long, must be under 500 characters" error appears! :lol:

  • Hello helwie44 ,


    This is a crude, unfinished prototype. Its schematics did not left the paper format, tomorrow I'll see if I still have them (I needed to clean my table as it was crowded with papers and notes). Meanwhile I signalled the different parts of the board and made a short description of its behaviour. It may also need a refinement and maybe even rework/patches.



    A: A couple of 70LS04. They invert the address bus from A0 to A10 (11 bits, 2KB address space).

    B: Decode logic. I used a 74LS08 to "cut" the 64KB range and selecting the lowest quarter. This selection signal is fed to the 74LS138, which divides the selected 16KB address range into 1KB chunks. The '08 is used again to "glue" two of the resulting signals from the '138 to form a 2KB range. The output signals from this block are the 16K selection to C, the 1K selection to D and the 2K selection signal to D.

    C: 74LS240. Inverts the output from the EPROMs and places the result into the data bus of the computer.

    D: Firmware ROM. This socket with the 2716 pinout is mapped at 0x1C00 - 1FFF (I told it wrong before, my apologies... that's what happens when giving memory too much confidence, especially when this was done in December or January). It should contain the software to read the EPROMs at D and prevent to reload the software manually every time the computer is turned off.

    E: TMS socket. This ZIF socket is wired with the TMS 2716 pinout. The only remaining signal to be connected to it is the -5V.


    The -5V generator circuit was not installed and while there are also lots of wires on the solder side, many connections still need to be made.


    The truth is that this board was in my scrap box. I abandoned the project when I had the prototype nearly built. I lost confidence on it due to its messy construction and the lack of proper test material. The only TMS2716 I have are those in my P2 units, none of them German. This means that in case of failure and destruction of the EPROM the data loss would be permanent... you know, there are no backups. A proper tester should have expendable ROMs filled with known content to test and dump the risky ones when reliability has been assured (unfortunately this is not the case).


    Some considerations if you are to build this. This board needs to be longer than the average P2 logic board; this is necessary if the ZIF is to be used, otherwise the board should be plugged and unplugged each time an EPROM is placed on it; this requires the system to have the upper case removed. I imagine that, being the reading process software controlled, it could be made compatible with the older TMS2708 without altering the hardware. For the 1702A, the simplest solution would be a second ZIF with a different pin arrangement and mapped at the same address space than the TMS socket and also the inclusion of the -9V line. As a reminder, this board has no logic to check if the memory bank is switched on as it was designed to work on my unexpanded 48K Italian unit; if this card is placed in a 64K system with its 16K board plugged there will be conflict in the data bus when reading the expansion memory.


    Regards,

    Jaume

    When I tried to list all retro systems I have at home, the "The message is too long, must be under 500 characters" error appears! :lol:

  • Hello Jaume,

    Thank you for the detailed text for the functional areas - what should be and what might have to be planned.


    TEST OPERATION:

    EPROM TMS 2716 and 1702A for a test attempt - I think I would like to give you two modules each.

    I still have a few TMS 2708 EPROMs !! ??


    With the longer card - this is absolutely necessary, ok!


    SPECIAL VOLTAGES:

    For each of the special voltages such as - 5 volts or - 9 volts - would it be possible to simply generate these voltages from the -12 volt (BUS system), each with a tens diode and a suitable resistor?

    I remember that the sks / TA Displaycard (please my link) generates about -5 volts for the character EPROM (here at read). Or wouldn't that work?


    If my next considerations weren't right - you would have to think through:


    If we only use the as yet unoccupied address space for this new card, hopefully no problem will arise with a P2 (48 kB configuration).

    But even with a P2U or P2S (with 64 kB system), the lower memory (0000h to 3FFFh) should not interfere / collide in the RESET CONDITION. Or?


    With software I would simply do something with it under a cp / m 4300h TPA (without BANKING !!). That would only be possible for some MOS commands (move, dump, print ...).


    It would only be more expensive to burn an EPROM.

    Certain firing voltages are to be generated there and with precise time pulses.


    But I don't have a PLAN for that yet?


    Regards

    Helmut