Reparatur Iiyama 17“ CRT

  • Hallo zusammen,


    ich würde gerne meinen Vision Master Pro (S702GT) vor dem Sterben retten. Er funktioniert noch und ist immer noch scharf wie ... Aber das Bild bricht alle paar Minuten mal kurz zusammen und kommt sofort wieder.


    Nach kurzer Recherche würde ich sagen, dass im Bereich des Zeilentrafos, der die 26kV bereitstellt, ein regelmäßiger Spannungseinbruch erfolgt.

    Ich würde den Guten ja gerne in eine Elektronikwerkstatt geben, aber die „machen sowas nicht mehr“.


    Gibt es jemanden im Raum Berlin bzw. Im nördlichen/westlichen Brandenburg, der noch CRTs repariert?


    Vielen Dank und viele Grüße

    Lutz

  • Hallo Peter,


    nein, macht er nicht. ist völlig lautlos.


    Viele Grüße

    Lutz

  • Woran könnte es denn noch liegen? Ich würde den gerne reparieren und erhalten.


    Achja, er ist dabei tatsächlich nicht lautlos, es knistert leise, ähnlich wie beim Einschalten, aber nur sehr kurz - vielleicht eine Sekunde. Das Bild bricht kurz zusammen, ich glaube das wurde sogar größer und wird dunkel und kommt gleich wieder. Eben hatte er sogar gepulst, also drei mal hintereinander diese Störung.

    2 Mal editiert, zuletzt von LutzD ()

  • Klingt schon grundsätzlich nach dem Problem, dass da ein oder mehrere Kondensatoren nicht mehr ganz so arbeiten, wie sie sollen.


    Hoffentlich ist es nicht ein Kondensator in der Kaskadenschaltung, die die Hochspannung für die Bildröhre erzeugt - die Teile sind meistens vergossen, da ist ein Austausch einzelner Komponenten i.a. nicht vorgesehen, und für solch ältere Bildschirme wird es ggf. schwer, Ersatz zu besorgen. Üblicherweise werden in der Kaskade wohl auch selbstheilende Kondensatoren verwendet, und wenn die überschlagen, dann kommt es kurzzeitig zu einem Spannungseinbruch, was das beschriebene Symptom erklärt. Bei freiliegenden Bauteilen können in diesem Fall wohl auch Staubablagerungen das Überschlagen auslösen / begünstigen, so dass man am besten mal (bei ausgeschaltetem und abgestecktem Monitor!!) die gröbsten Ablagerungen herunterbläst (Föhn oder Druckluft) bzw. wegsaugt oder -pinselt (mit der nötigen Vorsicht gegenüber möglichen Entladungen)...


    Mit Glück könnte es auch das eigentliche Netzteil sein, im ersten Schritt also erstmal dort die Kondensatoren checken. Und danach dann gleich die "frei zugänglichen" Kondensatoren auf den anderen Platinen, denn mit den Jahren sind die je nach Dauerbelastung gerne mal am Ende und haben nur noch einen Bruchteil ihrer Kapazität.


    Da ich aber selbst kein ausgebildeter Funk- und Fernsehelektroniker bin, sondern Selbststudent, interessieren mich weitere Lösungsansätze von Fachleuten auch sehr. Zumal ich die Selbsterleuchtung in diesem Falle lieber durch Wissenstransfer als durch das Anfassen der falschen Drähte / Kontakte am Gerät erreiche... :strom:::solder::

    • Offizieller Beitrag

    Die Monitore neigen zu Rissen im Abgang der Hochspannungsleitung. Entweder neu verkleben oder mit selbstverschweissenden Isolierband umwickeln.

    Bitte auch schauen ob die Röhre sauber ist.


    Vorsicht Hochspannung

    • Offizieller Beitrag

    Ich wuerde auch auf ein Isolationsproblem tippen.


    Vor 30 Jahren hat mir mal ein Autoschrauber empfohlen die poroesen Zuendkabel mit Haarspray einzuspruehen. Verschliesst die kleinen Poren in der Isolation. Hat auch eine Zeit lang gehalten, war ja als temporaere Loesung gedacht.


    Ich meine, es gibt auch ein Isolationsspray fuer sowas.


    Wenn der Ueberschlag im Zeilentrafo ist, kommst du wahrscheinlich nicht dran.


    Viel Erfolg.

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen.


    Der Monitor ist innen recht wenig verstaubt. abgesehen von einem leichten Staubfilm.

    Den Hochspannungsabgang am Trafo habe ich mit Isopropanol gereinigt und mit selbtsverschweißendem Isolierband umwickelt. Die Röhre habe ich rund um die Anode ebenfalls mit Isopropanol gereinigt.


    Mit gutem Willen kann man sagen, dass die Störungen jetzt seltener sind, aber weg sind sie nicht.

    Zum Verständnis ein paar geordnete Fragen:

    1. liegen die beschriebenen Symptome definitiv an einer Unterbrechung der Hochspannung?
    2. Kann es auch das Netzteil sein, sodass der Spannungseinbruch von der Primärseite des Trafos herrührt? Die Kondensatoren auf der Platine sehen allesamt gut aus (optisch).

    3. Wenn ja, welche Elkos sollte ich als erste tauschen?

    4. kann es vielleicht an einer schlechten Lötstelle an der Unterseite des Trafos liegen? für mich eher unlogisch

    5. können die Überschläge auch auf der Unterseite der Platine stattfinden? Da sind noch braune Fluxreste direkt an den Beinchen und direkt an den Lötungen sichtbar

    6. kann ich den Trafo auch über die Unterseite entladen (vermutlich nicht)? Ich möchte nicht die verklebte Anode ausbauen.


    Vielen Dank und viele Grüße

    Lutz


    anbei zwei Bilder