Mein erster ST, ich habe Fragen

  • Heute habe ich durch einen glücklichen Zufall einen Atari 520 ST+ bekommen. Mein mein erster eigener Atari.


    Überhaupt habe ich bisher nur wenige Ataris erleben können. Die Nachbarn hatten in den frühen 80ern eine Atari Spielkonsole: PacMan auf dem Fernseher, das war unfassbar toll. Die wich irgendwann einem C64, und von da an hatten meine Freunde erst Brotkästen und dann Amigas. Lediglich mein Brieffreund in Südengland entfiel diesem Raster, der hatte einen Atari XL, fragt mich aber bitte nicht welchen. Der war auf jeden Fall deutlich weniger beeindruckend als ein C64, fand ich damals. Als Jugendlicher konnte ich im Karstadt der nächstgrößeren Stadt zum ersten Mal einen ST bestauen, hängen blieb vor allem: Unglaublich guter Monitor. Und das war es dann für die nächsten 30 Jahre.


    Erst vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem alten Freund über Atari unterhalten, und wir haben festgestellt, dass wir diese Rechner beide irgendwie verpasst haben. Aber ein wenig Halbwissen war da, etwa dass Atari den gleichen Quatsch gemacht hat wie Apple mit den ersten Macs, nämlich ihre Geräte mit unbenutzbar wenig Speicher auf den Markt zu bringen. Ich stellte fest, dass ich am ehesten einen 520ST haben wollen würde, weil der noch nicht so Amiga-500-mäßig langgezogen war sondern einen knackigen Po hatte. "Aber halt nur 512 KB RAM, die meiste Software dürfte 1MB erwarten, weil der 1040ST am verbreitetsten war", sagt der Kumpel. Hrmpf, denke ich und verabschiede mich innerlich vom ST.


    Gestern Abend kucke ich dann doch nochmal in die Kleinanzeigen, Atari in 20km Umkreis. Und da war er. 520ST+, mit Vortex Festplatte, Monitor, Floppy, zwei Mäusen, allen Kabeln und einer Kiste mit ROM-Chips. Vielen, vielen ROM-Chips. Nachdem ich mich zu diesem Modell (von dem ich noch nie gehört hatte) belesen hatte und nun wusste, dass man mit diesem Modell den 520er Po und das volle MB sogar serienmäßig haben konnte, war klar: Den will ich haben.


    Heute mittag habe ich ihn abgeholt. :-)



    Der erste Testlauf war gleich super, Monitor geht, Rechner geht, fein. Die Festplatte habe ich erst nach ein paar Schrecksekunden zum Laufen bekommen, die Beschriftung der Buchsen ist doch ein wenig missverständlich, und dann geht plötzlich gar nichts mehr. Das ist insbesondere gruselig, wo bei dem Gerät das Thema "parken" immer wieder auftaucht.


    Ich habe also meinen ersten Atari, und nun brauche ich Hilfe. Könnt ihr mir ein paar Startpunkte geben, wie ich am meisten Spaß mit dem Gerät habe? Also empfehlenswerte Foren, Softwarearchive, Howtos...

    Wie gesagt, für mich ist das 100% neu. Zwar bis jetzt sehr intuitiv, denn ich konnte mich problemlos auf der Platte zurechtfinden und auch erfolgreich ein dort schlafendes Cubase 2.0 starten, aber jetzt geht die Fragerei los. Was ist so Must-have-Software, wie kriege ich das Ding an meinen Fernseher geklemmt (denn einen Farbmonitor habe ich nicht), sowas eben.


    Am spannendsten finde ich übrigens gerade die Frage, was es mit den ganzen ROMs auf sich hat. Ich konnte immerhin ergoogeln, was KAOS ist, aber warum jemand so viele Versionen von TOS- und KAOS-ROMs haben sollte, erschließt sich mir nicht. Der Vorbesitzer des Rechners konnte mir an der Stelle leider auch nicht weiterhelfen, da er ihn mitte der 90er genau so übernommen hatte.


    Gespannte Grüße von

    Nils (sehr sehr happy gerade)

  • Na, dann gleich mal die erste wichtige Bemerkung : 1ST1 ... ;)



    Ansonsten, es gibt (netterweise immer noch) das Atari Forum bei atari-home.de , ist aber nicht mehr so wirklich quicklebendig, aber durchaus noch belebt.


    Gute Atari Seiten findet man bei dev-docs.org und http://dev-docs.atariforge.org sowie mit allerlei bunten Infos zum Gerät bei http://info-coach.fr/atari/


    Früher mal richtig berühmt was LittleGreenDesktop (lgd), v.a. weil man da die ROMs bekam als das noch nicht so ganz vintage war und Emulatoren aber schon üblich. http://www.atari.st/


    Deutsche Seiten sind v.a. das http://www.atarimuseum.de (SEHR SCHÖNE Scans und gute Gerätebeschreibungen, wichtigeTools als Downloads) (Chef liest hier mit) und das http://www.stcarchiv.de für Zeitschriften.

    Außerdem die Seite von B.Maedicke http://www.maedicke.de


    Englische Zeitschriften gibt es da https://www.atarimagazines.com/ und natürlich auch bei archive.

  • Der Atari kann zwei verschiedene Auflösungen - oder 3, je nachdem. Die eine ist die wofür Du den Monitor hast. Die sieht auch dort mit am Besten aus - einfach weil: das gehört so. (640x400)


    Die andere ist der Videomodus entweder in 320x200 oder 640x200 Pixeln und einigen Farben. Dazu gibt es dann die Diskussion, welcher Monitor das alles abdeckt und die momentane Lösung ist der Thread über 15kHz fähige TFT Monitore hier oder ein aktiver Adapter, der das auf VGA wandelt. Wenn ein Fernseher mit SCART vorhanden ist, geht das aber viel einfacher erstmal mit einem ST Video auf SCART Adapter. Bastelanleitung in den ersten beiden Links und war hier auch schonmal Thema mit der Frage, ob man da nun Widerstände zusätzlich einbaut oder nicht. Die Kabel bekommt man auch noch, die Stecker einzeln ist schon schwieriger. Nachteil: Man hat dann das historisch Atari Problem, daß man zwei Monitore hat, einen für low Modi und eine für high-Resolution.


    Die klassische Lösung war entweder einen Farbmonitor neben den SM124 zu stellen und da war natürlich der SC1224 das Beste (der ist auch wirklich gut vom Bild), der ist aber beim "E" abstrus überzogen teuer. Die andere Variante war ein echter MultisyncMonitor wie z.B. der Microvitec vom Amiga oder ein Eizo9060. Das hatten wohl die Wenigsten.

  • Festplatte ist so ein Übel ... da gab es den ASCI Port, der ist aber nur so eine Art SCSI, weshalb man da nicht direkt eine SCSI Platte anhängen kann. Mit entsprechenden SCSI Adaptern geht das aber auch. Je nachdem wie der gebaut ist muß die Platte einen Switch haben mit dem man Parity abschalten kann. Außerdem gibt es Größenbegrenzungen, was dazu führt das auch kleine Platten viele "Partitionen" haben müssen.


    Solche Adapter brauchen ihre eigenen Treiber. Bei den normalen ASCI Platten kann es sogar sein, daß man die einfach so anhängen kann, weiß ich nicht. Ein Stichwort dazu ist: HUSHY. Das ist so ein ältere all-kompetenter Plattentreiber, der aber mittlerweile vom Besseren aber kostenpflichtigen (?) HDDRIVER zunehmend abgelöst wird. Zusammen mit XBoot schonmal hier

    Atari Festplattentreiber

    andiskutiert.


    Der Atari eigene ist der AHDI bzw. SHDRIVER.SYS

    http://www.mbernstein.de/atari/system/hd/ahdi.htm

    da kann man was dazu lesen.

    Vermutlich wird sowas auf der Platte da drauf sein. Oder alternativ ein Vortex eigener. Gabs neulich auch mal hier als Thread ( Vortex 20 oder so).


    Geladen wird der i.a. aus einem Auto Ordner, der sich im root-Verzeichnis der Platte befindet. Zusammen mit möglicherweise anderen Programmen, die sich dann teils unter dem Atari Symbol oben links wiederfinden (analog zum ApfelMenu).


    Bevor man daran (Plattentreiber) rumbaut, sollte man unbedingt die Platte sichern oder imagen. Insbesondere wenn so schönes Zeug wir Cubase drauf ist. Insbesondere wenn das läuft. In den ersten Versionen benötigte das noch ein Dongle am ROMport später dann einen Lizenzkey, der beim Installieren angegeben wird und den man nicht verlieren möchte.

  • ThoralfAsmussen Du musst jetzt nicht alle meine Fragen alleine beantworten, ne? :-D


    Aber ernsthaft: Vielen lieben Dank, ich habe jetzt schonmal ganz schön viel zu lesen vor mir. Zum Thema Daten auf der Platte, bzw. altes Cubase, Dongle und Lizenzkey, dazu kann ich sagen, dass es für Cubase 2.0 offensichtlich einen Crack gibt. ;-)

  • Der ST ist ... eine Spielmaschine ... STIMMT

    Der ST ist ... ein hochprofessionelles Arbeitsgerät ... STIMMT auch



    für beides gibt es natürlich Software. Die Spielmaschine war er vor allem in USA, wo er diesbezüglich wohl sogar bekannter war (dem Lesen nach) als der AMIGA. Einfach weil die den in Massen da unter die Leute gebracht haben und das "IHR" Markt war (Atari = Videogames).


    In Deutschland ist das lustigerweise genau anderherum. Daher kommen auch viele wirklich gute Anwendungsprogramme für den Rechner aus DLand.

    Zudem ist der hier als Steuerrechner benutzt worden, bis in neue, 2te Jahrtausend hinein.


    Gute Games sind z.B. Xenon II , Double Dragon (unbedingt zu zweit spielen), das BitmapBrothers Spiel GODS für SinglePlayer und The Chaos Engine als perfekte Zweispielergeschichte. Für Singleplayer Dungeon (als eines der ersten mit echtem 3D Dungeon, vorher gab es nur Rogue like Games) und ISHAR in 3 Versionen. Und wahrscheinlich noch allerlei andere.


    Gute Anwendungen sind Cubase (natürlich), Notator, Papyrus, Calamus.

    Für den Musikbereich ist das Tolle nicht nur, daß es die großen Programme gab, sondern v.a., daß es so ziemlich für jeden Synthesizer kleine Programme zur Verwaltung der Tonbanken und das Ein-/Auslesen der Einzelstimmen per MIDI gab.



    Der ST Spieleklassiker aus DLand ist wohl das hier

    http://www.eckhardkruse.net/atari_st/baller.html

    "Ballerburg"; ein Must-See.

  • Aber ernsthaft: Vielen lieben Dank


    Ist doch auch ein schöner Test für mich und die Linksammlung. Außerdem mag ich den Atari auch irgendwie, vielleicht, weil ich ihn selbst nicht hatte.


    habe jetzt schonmal ganz schön viel zu lesen vor mir.

    Tja, das bleibt dann nicht aus :)



    dazu kann ich sagen, dass es für Cubase 2.0 offensichtlich einen Crack gibt. ;-)


    Stimmt, von MROS. Findet sich vermutlich in allen Diskettensammlungen der Atari Leute ...

    auch wenn die allermeisten, die es wirklich verwendet haben, das wohl tatsächlich gekauft haben.



    Ich laß dann mal jetzt noch Platz für andere ... oder für Richtigstellungen und Ergänzungen.


    Wichtig ist noch die Joysticks möglichst nicht bei eingeschaltetem Geräte umzustöpseln.


    Und für Games und Demos (!) noch der dezente Hinweis auf planetemu.net



    Daß der Atari nicht nur ein Betriebssystem hat, bekommt Du bestimmt selbst raus. Da gibt es gerad in der Phase nach dem unrühmlichen Ableben der Firma oder auch vorher schon jede Menge Sachen, die alle sehr durcheinander und sehr eigenwillig sind. Oberflächenaufsätze oder ganze Systeme bunt gewürfelt. MiNT, NVDI usw. Ein Atari Unix gibt es auch und Minix. Und später die Umzugssoftware zum Mac MagicMac von Application Systems Heidelberg, die es als Firma immer noch gibt.


    Minimalsoftware zum Auspacken von Software ist i.a. der MSA = Magic Shadow Archiver

    Und als Texteditor/-reader ist Everest sehr schön.



    Die Originalmaus will man schnell ersetzen durch eine ordentliche - DAS ist einer der Hauptproblempunkte an dem sonst wirklich tollen Gerät !

  • Geladen wird der i.a. aus einem Auto Ordner, der sich im root-Verzeichnis der Platte befindet.

    Nein, die Treiberdatei liegt im Root-Verzeichnis der ersten Partiton, die Datei heißt je nach Treiberhersteller mal shdriver.sys (Atari), chbd.sys (Scheibenkleister), hddriver.sys (eben der), usw.


    Im Auto-Ordner der Platte sollte man auf keinen Fall einen weiteren Plattentreiber hinlegen! Das braucbht man nur auf Diskette, wenn man den Rechner noch nicht von Platte booten kann, weil man sie erst einrichten muss. Das ist hervorragend auf Michael Bernsteins Webseite für den Atari Treiber beschrieben.

  • dazu kann ich sagen, dass es für Cubase 2.0 offensichtlich einen Crack gibt

    Ja, gibt es. Wenn du keinen Dongle am ROM-Port hast, und das Cubase dennoch startet und richtig funktioniert, dann ist es so eine geknackte Version. Cubase 3.0x wurde nie richtig geknackt, es gibt da zwar ein paar Versionen im Umlauf, die zumindestens starten, aber die Cracker haben wohl an diversen weiteren Stellen die Dongle-Abfrage nicht gefunden, so dass es nicht richtig funktioniert.

  • Für Singleplayer Dungeon

    Du meinst "Dungeon Master"...


    Es gibt massig gute Spiele für den ST, und es gibt massig Seiten wo man die Diskimages runterladen kann. Man braucht dazu aber noch das Programm "JayMSA" um die Images (*.ST und *.MSA) auf dem ST auf Disks zu schreiben, oder man schließt einen Gotek oder so an. Am PC tut es das Programm "FloIMG" von Pera Putnik unter Windows 2000 bis 10, aber man braucht ein "richtiges" Floppylaufwerk, USB-Laufwerke sind nicht verwendbar.


    Sobald der Trend zum Zweit- oder Dritt-ST geht, und man auch so viele Spiel-Partner hat, sollte man unbedingt auch Midi-Maze ausprobieren, wozu bis zu 16 (!) STs per Mido-Kabel (out zu in) ringförmig vernetzt werden. Damit hat man dann quasi den ersten netzwerkfähigen 3D-Ego-Shooter auf damals bezahlbarer Hardware, lange vor Wolfenstein und Doom. Von Midi-Maze gibt es 3 Versionen, 1-3, wobei Puristen die 1er Version bevorzugen, die 2er Version läuft aber stabiler und flotter und hat lustige Extrawaffen, und vor allem gibt davon eine gepatchte Version, die auch auf dem TT und Falcon läuft, und eine halbfertige 3er Version. Die 2er Version macht vor allem Laune, wenn sie ausschließlich auf Rechnern mit 16 Mhz und mehr im Ring läuft, das macht das Spielgeschehen deutlich flüssiger. Die gepatchte 2er Version nutzt auch den STE/TT-DMA- und den Falcon-DSP-Sound, was das Spiel noch mit etwas Sound und Musik Untermalung abrundet. Die Versionen sind nicht in einem Ring mischbar. Für die 1er Version gibt es aber auch eine Adaption auf den XL, wers mag...


    Auch nett ist die Kopplung von Amiga und ST bei einigen Spielen, Popoulos I, Stunt Car Racer und einige andere Spiele lassen das zu. Nicht wundern, wer sich nicht einigermaßen blöd bei den Spielen anstellt, wird dann auf dem ST die Partie immer gewinnen, die 0,86 MHz mehr des 68000 im ST helfen da spürbar, ganz deutlich bei Popoulos...


    Auch Demos sind auf dem ST sehr schick, vor allem wenn der ST Sachen macht, die er eigentlich garnicht kann, Samples auf dem Yamaha-Chip, Overscan, 256/512 und mehr Farben, Hardwarescrolling, Sprites, "Copper"-Effekte usw... Der STE, TT und Falcon sind da natürlich nochmal ne andere Liga...

  • Stimmt - MIDI-Maze ist auch so ein echtes Atari Teil. Und das auf verfügbarer Hardware, im Gegensatz zum Xerox, wo es was ähnliches auch gab. Für den Falcon (ok, hier nicht Thema) sollte man sich unbedingt mal auf einer GamesMesse oder wo immer das mal ausgestellt wird, den Bomberman Klon "antun", der Vierspieler fähig ist. Das wird eigentlich nur noch von dem PS4(?) Game Magicka übertroffen, was die "Spielerinteraktion" anbelangt.


    Du meinst "Dungeon Master"...

    Stimmt, zum Zweiten - ich meine "Dungeon Master". Von FTL.


    http://dmweb.free.fr/?q=node/625

    ( nur wegen der Verpackungsscans hier hinterlegt, natürlich)


    https://www.old-games.com/download/3937/dungeon-master

    ( diemal wirklich wegen der Bilder )


    Wenn man sich das heute anschaut, kann man eigentlich nicht nachvollziehen, was daran so gut gewesen sein soll ...

    das hat jeder zweite Nebenquest bei Skyrim in schönerer Grafik. Aber es ist wohl wirklich das erste dieser Art - zumindest mit Texture auf den Wänden und als echtes Verkaufsspiel mit Story etc. und mit einer Heldenparty.



    Demos sind auf dem Atari eher bißchen wie auf dem Acorn, man muß bißchen eine Vorstellung haben, was technisch geht und was jetzt wirklich ein toller Effekt ist. Aber es gibt da auch wirklich optisch sehr schöne.



    Noch ein paar Links (das bleibt dann halt nicht aus, wenn man hier Fragen beantwortet ...)


    https://www.application-systems.de/

    https://www.application-system…ari/produktefuratari.html


    https://www.deltalabs.biz/

    eine ( DIE (?) ) Sammlung von PD Software etc.



    https://www.hddriver.net/

    der HDDriver, wobei Du wahrscheinlich mit Deinem AHDI / Vortex Treiber glücklich sein wirst.


    dazu passend eine Bastelei, wenn es doch mal spannender wird und ein SCSI Interface ohne Parity dazukommt

    https://atari.joska.no/parity/



    http://toshyp.atari.org/de/index.html

    der Einblick in das TOS System (inkl. Grafikaufrufen)


    https://www.atari-forum.com

    das englischsprchige Atariforum - heißt wie das deutsche, nur ohne .de



    https://sites.google.com/site/stessential/home

    und die haben mal eine Softwareliste angelegt, mit wichtigen Basistools, die aber möglicherweise in DLand andere (bessere) Pendants haben können



    und noch was zu Selberprogrammiererei

    da gab es strenggenommen so ca. drei/vier große übliche Wege, die da hießen Pascal / C / Assembler / Basic.

    Es gibt für alle mehrer Ansätze und Programmpakete.


    Für das Basic hatte Atari einige wirklich Toplösungen. Das einfache ST-Basic lag bei (evtl. nicht in USA). Wurde später durch Omikron Basic abgelöst, was es auch als "offizielle" Diskette gab. Und der teure Platzhirsch war (und ist ?) das GFA-Basic (WikiP). Dazu gibt es hier http://gfabasic.net/ eine schöne Seite. Und Varianten für Win gibt es auch ( https://gfabasic32.blogspot.com/p/about.html ), ebenso Versionen für Amiga.

    Es gibt wenige BASICs denen ich Superiorität oder zumindest Gleichrangigkeit zum BBC-Basic zugestehen würde, aber das GFA-Basic ist da eines davon.


    Und, ich habe mal wegen dem SCART Kabel geschaut. In dem professionell erstellten aus dem betreffenden Zeitraum von damals(TM) sind die Widerstände auf jeden Fall mit drin. Je einer für die Farbsignale und ein anderer für Pin 6 am SCART-Stecker.



    Formal und aktuell "erwerben" kann man SCART Kabel fertig gebaut z.B. bei https://www.vesalia.de/d_ataristcables[7513].htm Vesalia, dem berühmten Atari Händler ... :) , Korrektur: Amiga; oder evtl. auf An-/Nachfrage beim https://restore-store.de/ ( wobei auch das eher Commodore lastig ist ).

  • Nochmal wegen Dungeon Master ...


    es gibt da Nachfolger, und auch immer noch aktuelle Projekte, bei denen man als "early supporter" dabei sein kann.


    https://forum.unity.com/thread…y-dungeon-kingdom.267761/


    http://www.hydro-games.com/dk/

    https://www.hydro-games.com/dk/screenshots/ <<== zum schnellen Schauen


    https://store.steampowered.com…Kingdom_Sign_of_the_Moon/



    Dungeon Kingdom - Sign of the Moon


    ist ein solcher "Nachfolger", für alle die mit DOOM3 nicht warm werden und das ganze andere Hack&Slay Zeuch auch komisch finden, aber gern mal wieder in die Tiefen eines Dungeons absteigen wollen. Inklusive Grusel und so.

  • Sodele, ich besitze exakt eine DD-Diskette. Mein oller XP-PC weiß nichts damit anzufangen, der bietet als Option nur Formatieren mit 1,44 MB Kapazität, das will ich nicht. (Und nein, die Diskette hat kein zweites Loch, nur den Schreibschutzschalter.)


    Also habe ich die Diskette einfach mal in das SF314-Laufwerk des Atari gesteckt, der wird ja wohl Floppies formatieren können. Das Laufwerk klingt nicht gut, es macht recht laute Brummummummumumm-Geräusche. Und dann rückt es die Floppy nicht mehr raus. Also habe ich das Ding zerlegt, recht viel Staub gefunden und die Floppy vorsichtig wieder rausgeschoben. Beim nächsten Versuch sie einzulegen ging der Floppy-Cage (heißt das so?) nicht mehr runter, aber verriegelt wurde trotzdem.


    Mir ist jetzt eine Stelle aufgefallen, von der ich behaupten würde, dass die so nicht aussehen soll. Was meint ihr, Ist das eingekringelte Teil verbogen?



    So rein mechanisch würde das das Nicht-Absenken erklären, aber bevor ich jetzt den Vorschlaghammer raushole...


    Ich habe mal ein Video aufgezeichnet, da hört man ganz gut, dass das nicht gut klingt. Und sieht, dass sich nur sehr wenig bewegt. Die Endung des Videos ist verbastelt, damit ich es hochladen konnte:


    floppy.mp4.txt

  • Verbogen sieht es ja aus - allerdings ist das eher eine Stelle wo ich mir keinen vernünftigen Mechanismus vorstellen kann, wie man das so verbiegen können sollte. Was macht es denn, wenn eine Floppy eingelegt wird, schiebt es das Teil dann mit nach hinten ?



    Ich würde ja mal durchpusten und dann mit Isopropanol und/oder einem feinen Läppchen was nicht fusselt den Tonkopf reinigen. Vielleicht tut sich ja dann schon was. Eigentlich sieht es doch so verkehrt nicht aus - der Tonkopf sucht eine Spur, findet nix, rutscht zurück, und die Disk dreht. Irgendwie eigentlich das was man bei einer nicht formatierten Disk erwarten würde. Für meinen Geschmack sind die Geräusche auch OK. Aber da muß jemand mit "Atari Ohren" was dazu sagen, der weiß wie das klingt.


    Ich kann mal mein 1040er Laufwerk aufbauen, dann könnte man schauen, ob das hochgebogene Teil evtl. normal so aussieht. Vielleicht / Wahrscheinlich findet man davon aber auch Bilder im Netz.



    Kannst Du denn in dem XP PC nicht auf dem MS-DOS Commandozeile was eingeben - so ala "format a: /Q /F:720" - nach https://www.computerhope.com/formathl.htm


    Oder mal eine DOS Boot Diskette oder Stick bauen und dann darunter formatieren, 720KB, FAT, Schnellformat.

  • Kannst Du denn in dem XP PC nicht auf dem MS-DOS Commandozeile was eingeben - so ala "format a: /Q /F:720" - nach https://www.computerhope.com/formathl.htm

    Das ist schon fast richtig... Ich meine aber, seit XP wird der Parameter /F:.... ignoriert. Aber folgendes geht definitiv, und das bis hin zu WIn 10. Das /Q lassen wir auch weg, Quickformat bringt nix.


    "format a: /N:9 /T:80"

  • Verbogen sieht es ja aus - allerdings ist das eher eine Stelle wo ich mir keinen vernünftigen Mechanismus vorstellen kann, wie man das so verbiegen können sollte. Was macht es denn, wenn eine Floppy eingelegt wird, schiebt es das Teil dann mit nach hinten ?

    Dadurch dass es verbogen ist, schiebt es das eben nicht so weit nach hinten, dass die Floppy runterrutschen kann. Das habe ich bei meinen Versuchen händisch gemacht.


    Nachdem ich gelesen habe, dass an dem Controller so ungefähr alle Floppylaufwerke dieser Welt funktionieren, habe ich mal das LW aus dem PC ausgebaut und drangekabelt. Das dreht gaaaanz beschwerlich los und wird erst nach sekundenlangem mühsamen Drehen immer schneller. Aber es kommt nicht soweit, dass der Atari mir anbieten würde zu formatieren.


    Ich versuche mal den Befehl von 1ST1 abzusetzen, besten Dank für die Tips soweit.

  • Der PC hat in der DOSbox die Diskette anstandslos formatiert. Cool. Aber wenn sie beim Einschalten im Atari-Laufwerk ist, dann kriege ich vier Bomben. (Ist das erwartetes Verhalten bei leeren Disketten? Ich schau gleich mal, ob zu den Bomben was im Handbuch steht.)


    Also habe ich sie ausgeworfen, neu gestartet, sehr lange weißer Bildschirm, aber danach komme ich in den GEM-Desktop. Diskette rein, und nach einer Sekunde kommt:



    >:(

  • Mach mal , der sieht gut aus.



    Ansonsten habe ich mal geschraubt, ist jetzt nicht hilfreich, da es nach viel mehr Plastik aussieht. Dabei ist das schon ein Modell, was nicht zu den späteren gehört im 1040er, hat auch noch den breiten Auswurfknopf.

    Ist also mehr so eine Art Doku - fürs allgemeine Amusement.


         



    ABER: der Blake Patterson - berühmt für seinen Keller - hat ein schönes Foto von seiner SF314 eingestellt und da sieht man die fragliche Ecke schön und wie sie wohl aussehen sollte.


    https://www.flickr.com/photos/blakespot/2377353432/ <<== KLICK MICH


    Also mal wieder zurückbiegen scheint da angebracht. Wenn möglich sollte man das Metallteil aushängen, wenn das geht, nachdem die Feder abgekoppelt ist. Schön gerad bekommt man sowas indem man es im Schraubstock einspannt und schön langsam - zwischen den Backen dieses Werkzeuges - wieder in Form bringt. Nicht frei per Hand biegen oder hämmern, das wird nix gut.

  • An der Stelle könntest Du jetzt probieren, die Disk mit dem Atari zu formatieren.

    Das habe ich auf anderen Maschinen mit kleinen, hochauflösenden s/w-Monitoren schon intuitiver gesehen. :)


    Das Formatieren startet, macht aber sofort unschöne Geräusche und scheitert nach einer Sekunde mit dem Hinweis, dass meine Diskette defekt sein könnte:



    Hier ein neues Filmchen mit den Geräuschen: floppy-formatieren.mp4.txt

    Suche: BeBox und Connection Machine.

    Edited 3 times, last by capmilk: Film unf Foto nachgereicht ().

  • Klingt jetzt nicht wirklich ganz schlimm ...

    das sind eher so normale Geräusche, wenn irgendwas nicht gefunden wird.



    Vielleicht erwischt der die Spur 0 nicht, weil die Diskette ein "µ" zu weit drinsteckt - weil der Anschlag fehlt. Eine andere denkbare Option wäre, daß der Antrieb für den Tonkopf diesen nicht bewegt und darum nicht nach "innen" gefahren werden kann.


    Rein prinzipiell sollte der Atari schon die DOS formatierte Diskette direkt lesen können. Aber da hat es ja auch schon gehakt.

  • Hast Du nicht evtl. noch irgendwo eine alte schon beschrieben 720K Disk ?

    In einem Buch oder als Softwaredemo o.ä.


    Vielleicht mag er ja Dein neues DOS Format nicht. USB Laufwerk ?? Oder richtiges Diskettenlaufwerk ?? (s.o.)

  • Vielleicht mag er ja Dein neues DOS Format nicht. USB Laufwerk ?? Oder richtiges Diskettenlaufwerk ??

    Bei einer am PC selbstformatierten Diskette miz 720 kB spielt der Laufwerkstyp am/im PC keine Rolle. Ich nutze für solche simple Transfers auch meistens eine USB-Floppy. Nur bei Sonderformaten (10/11 Sektoren, mehr als 80 Tracks) spielen die nicht mit. Und für FloImg fehlt halt der NEC kompatible Floppycontroller...


    Wenn lese, dass das Floppylaufwerk so langsam anspricht, frage ich mich, ob die Spannungsversorgung des Laufwerks noch stabil ist...

  • Ich habe heute zwei Dinge gemacht, nämlich:


    Den Blechschnabel zurückgebogen. Jetzt gehen die Disketten plötzlich ohne zusätzliche Finger rein und raus, und sie sitzen jetzt auch weiter unten, sozusagen auf dem Boden der Floppy. Das blecherne blöde Geräusch ist dadurch weg. Jetzt klingt das Gerät wie eine sehr laute Floppy.


    Des weiteren habe ich die beiden Schreib-/Leseköpfe mit Isopropanol gereinigt. Ergebnis:



    Ich konnte die Floppy formatieren -- wenn auch mit einer Fehlermeldung am Ende und anschließend der obigen Meldung über den vorhandenen Speicherplatz. Das Anlegen eines Ordners klappte bei meinen zwei Versuchen immer erst beim zweiten Mal. Die Floppy lies sich unter Windows lesen, dort waren die beiden Ordner auch zu sehen. Juchu!


    Dann habe ich mit FloIMG zwei unterschiedliche Spiele-Images auf die Disk geclont, einmal kleiner und einmal größer als 720KB. Beide tauchten weder unter Windows noch am Atari als lesbare Floppies auf, und bootfähig waren sie auch nicht.


    Soweit der Stand. Eindeutig besser als gestern aber noch nicht gut.

  • Das ist zwar schon VIEL besser, aber irgendwas stimmt da noch nicht. Denn da sollte z.B. die Größenangabe in Zahlen rund um 276.000 stehen, und nicht irgendwelcher Kauderwelsch. Momentan kann ich mir aus diesem Fehler noch keinen Reim machen.

  • Falls du einen WD1772 oder ST-DMA-Controller rumfliegen hast, tausch die mal, um zu sehen ob das Anzeige-Problem weg geht. Oder wenigstens mal, falls die Chips gesockelt sind, raus, Kontakte reinigen und wieder rein.

  • Die Lösung war dann doch einfacher als gedacht. Ich gebe einfach nur den Tip zum Erraten: Ich betreibe das SF314 ja ohne Gehäuse und somit auch ohne Abschirmung. Der Schreibtisch war mit dem Atari und seinem Monitor auf der Festplatte voll, also habe ich die Floppy an die einzig freie Stelle gelegt...

    Auf jeden Fall geht die frisch gereinigte Floppy, wenn man sie vor den Monitor legt. Hüstel.



    Gehe ich recht in der Annahme, dass das hier ein Spiel ist, was in Farbe laufen will?



    Auf jeden Fall: Danke, Männer. Wenn wir uns mal sehen, Bier geht auf mich!