Gibt es hier auch Anwender? / Was macht ihr mit euren Geräten? / Produktiv?

  • Hallo Ihr lieben, ich muss mal eine Frage stellen:


    Gibt es hier auch Menschen, wie mich die Anwender sind?


    ich habe jetzt einiges gelesen und viele Beiträge durch geklickt und teils gelesen. Dabei ist mir stark aufgefallen, dass die Meisten Bastler sind, in Form von Hardware.


    Was meine ich mit Anwender?


    Anwender = Benutzer...


    Ich z.b. Versuche den Geräten einen Zweck zu geben.


    Also ein Anwendungsbereich, mit dem ich Produktiv was anfangen kann. Was nicht dauerhaft sein muss, denn es gibt ja so viele Geräte.


    Ein paar Beispiele von mir:


    Ich bin jemand der gern schreibt und Gedanken zu Papier bringt. Damit erklärt sich auch die Leidenschaft für Drucker!


    So habe ich z.B. den Casio PB 300 und schreiben da in Basic meine Texte schön in 10 print usw. usw. huch jetzt bin ich nicht sicher ob das nicht gar lprint war.

    Gleiches auf den Sharp PC den anderen Casios.


    Den Amstrad PC2000 habe ich zur Inventarisierung genutzt bis mir nach 3 Disketten voll aufgefallen ist: Bringt nichts.


    Meine DataDiscman habe ich die Authoren Software für und Brenne mir meine eigenen Bücher auf Mini CD und los gehts. Ausdrucken kann ich auch...


    Mit meinem WANG Laptop wird geschrieben und gedruckt. Gleiches für die Canon Geräte wenn gleich eher selten dusslige Patronen.


    Fernschreiber dienen mit zur Kommunikation.


    Psion HC nutze ich mit Spezielle Software die durch Zufall den Weg über Polen zu mir gefunden hat auch zum Schreiben und zum Daten eingeben.


    Die Workabouts sind pure Entspannung.


    Der Casio IT 9000 ist zum Handschriftliche Notizen machen da.


    Die 3D Drucker um Dinge zu erzeugen die man sonst nicht bekommt. Siehe Bild...


    Links: Der Desktop PC aus StraTrek TNG allein das 3D Modell zu bekommen hat mit fast US 100$ gekostet. Das Display ist ein Waveshar NFC Powerd Epaper.

    Rechts: Ein Modifiziertes Technik Kit zur Lagerung meiner Psion SSD´s aus TNG


    IMG_6722.jpegIMG_6723.jpeg


    Da ich einige Geräte habe also mal ein xxx draus machen an der Zahl könnte ich hier stunden lang weiter schreiben.


    Also worauf will ich Hinaus?


    Was macht ihr mit euren Geräten?


    Huch ich fasse es nicht... Die Frage kam Spontan so raus! Und finde ich Interessant! Jetzt muss ich mal die Suche benutzen um zu schauen ob das schon mal gefragt wurde.


    Also in diesem Kontext habe ich nichts gefunden. Ich möchte also die Frage aufwerfen.


    Fällt euch dazu was ein.


    Was macht ihr Produktiv mit euren Geräten?

  • Produktiv im Sinne von Geld damit verdienen: leider nur mit aktueller Hardware möglich.


    Als Hobby werden alle Geräte irgendwie genutzt:


    Fernschreiber als Ein-/Ausgabe Geräte an einem alten Großrechner (auch wenn dieser nun emuliert ist), so wie das damals[tm] eben gewesen ist.

    Oder, eher selten, zur Kommunikation.


    Die WANG 2200 um Programme aus meiner Schulzeit laufen zu lassen; vielleicht kommen auch neue hinzu.


    Die DEC Alphas, um meine alten und auch modernen C Programme laufen zu lassen, solange diese Textausgabe oder XWindows benutzen. Vielleicht portiere ich auch die Emulation des Großrechners darauf, mal sehen wie Linux-ähnlich die I/O, das Threading und die Interprozesskommunikation auf der Alpha unter VMS sind...

    Das nächste Programm, welches ich portieren werde, wird allerdings mein Raytracing aus den 80er Jahren sein.

    Nun, da ich zwei Alphas habe, auch mal DECNET und Clustering erforschen...


    Alte PCs um alte Spiele laufen zu lassen und ggf. alte Datenträger mal zu sichern.




    Aber ehrlich: das Reparieren/Wiederbeleben alter Hardware macht auch Spass.

    Wenn es dann geht, kann sowas auch durchaus wieder im Lager landen.

  • Mit Produktiv meinte ich nicht Geld verdienen. Sondern ob es einen Anwendungsgebiet bei euch findet.


    Was du beschreibst kenne ich natürlich. Ich erfreue mich auch eine Zeit lang an dingen und dann kommen sie entweder ins Lager oder werden weiter verkauft. Wenn gleich der letzten Fall eher selten der Fall ist.

  • Meine Schreibmaschinen eignen sich hervorragend, Formulare auf Papier leserlich auszufüllen. Das mache ich auch regelmäßig immer wieder. Hab ja genug davon... :fp:


    Mit meinem einen Atari TT wäre ich auch grundsätzlich im privaten Bereich arbeitsbereit, wenn ich auf Internet verzichten könnte/würde. Da ist jede Menge Software drauf, mit der ich produktiv Papier bedrucken könnte...

  • Bei mir hat von den alten Rechnern im Moment nur einer einen echten Job. Das ist ein PowerMac G4/400, der betreibt meinen Linotype Scanner. Leider läuft die LinoColor-Software, die beim Scanner dabei war, unter Mac OS 9 nicht stabil, so dass ich in der Einfachheit halber Mac OS X 10.4 und Vuescan verwende. Aus Spaß an der Freude werde ich das Mac OS 9 aber mal auf 8.6 abrüsten und die Originalsoftware probieren.

    Suche: Apple IIGS, BeBox, Pixar Image Computer und Connection Machine CM1/CM2.

  • Nun:

    Thoshiba Portege 3410ct (habe 2 Stück) umgebaut auf Compact Flash Harddisk, mit DOS bespielt, USB-Treiber für DOS (128MB Stick), um folgende Programmiergeräte an der Parallelschnittstelle zu betreiben:

    - MQP Pinmaster 48

    - Chipmax

    - Promax

    - Lattice Programmer

    Den anderen nutze ich für ORCAD SDT III unter DOS für kleine Schaltpläne, ASEM-51, Macroassembler AS, HEX-Editor etc..


    mesch

  • Wow ! Das freut mich wenn ich das lese, wie Speziell die Anwendungsgebiete sind.


    Bei mir existieren natürlich auch alte Windows PC oder Macs die z.B. mein Newton bespassen.

    Oder für mein Casio Datenbanken die Software bereit stellen.

    Für die Sharp IQ die Synchronisation machen usw.


    Wirklich schön... Also doch nicht alles nur Sammler sondern eine Mischung, Anwender, Sammler, Reparatur usw.

  • Das einzige "produktive", was ich mit alten Rechnern mache, ist, die Software zu testen, die ich selbst für die Kisten schreibe. Oder halt andere alte (nicht selbst geschriebene) Software ausprobieren.

    Ein moderner Rechner oder auch ein Smartphone kann so viel mehr, dass sich der Aufwand mit einem alten Rechner nicht lohnt.

    "Ich habe keine Zeit mich zu beeilen." (Igor Strawinsky)


    ... und schaut auch mal bei meinem Blog vorbei ...

  • "Produktiv?"


    In diesem Forum tummeln sich einige professionelle Anwender, denen das Flottmachen und Nutzen alter Hardware in ihrer Freizeit einen Riesenspaß bereitet. Dabei werden auch durchaus anspruchsvolle Anwendungen im älteren EDV-Umfeld verwirklicht, die früher undenkbar gewesen wären. Aber wie produktiv das ist bzw. ob Produktivität überhaupt beabsichtigt ist? Sieht man von einer handvoll Experten wie René Meyer und Stefan Höltgen ab, betreiben die meisten das als reines Hobby und machen sich um Produktivität wenig Gedanken.


    Bei mir verrichteten in den letzten Jahren - aus rein nostalgischen Gründen - zwei alte Workstations von HP ihren Dienst, und zwar zur Erstellung von LaTeX-Dokumenten. Dieselbe Tätigkeit wäre auf moderner Hardware weit weniger umständlich abgelaufen. Die beiden Maschinen habe ich inzwischen leider nicht mehr. Zum gleichen Zweck kommen nun ältere Laptops und PDAs zum Einsatz:

    - Thinkpad als LaTeX-Arbeitsplatz (nur Hobbybereich)

    - Diverse PDAs (erste Dokumentenentwürfe)

    - Amstrad NC 100 mit Nadeldrucker Epson LQ-550 (Briefe schreiben)

    - Diverse Taschencomputer (Spielereien mit Basic)

    Ansonsten ist der Großteil der Zeit, in der ich mich mit alter Hardware vergnüge, dem Hobbyprogrammieren auf Taschenrechnern gewidmet. Auch das ganz unproduktiv, wie das aktuelle Beispiel belegt: ein Programm zur Koordinatenumwandlung und zum Rechnen mit komplexen Zahlen auf dem Finanzrechner HP12C. Ursprünglich habe ich es 1987 in den Ferien geschrieben, nun läuft es nach fast vier Jahrzehnten und einem Dutzend Optimierungen ganz zufriedenstellend. Aber wer sollte sich heutzutage für dieses Kuriosum interessieren? Ja, kurz nach Erscheinen des HP12C im Jahr 1981 wäre daraus möglicherweise ein Artikel in der Prisma geworden. Heute wäre das nicht einmal etwas für die LOAD. Egal, Hauptsache es macht Spaß.

    :)

  • Zählt unbedingt! Dein ca. 40 Jahre alter HP41 zählt sogar doppelt: als Taschenrechner und erster Taschencomputer. :)

  • Bei mir ist von jedem Systemtyp den ich besitze ein Rechner in Betrieb. D.h. ein Commodore C128D, ein Amiga 500 und ein DOS Rechner. Im Regal lagern dann zwar noch weitere Systeme, aber auch alles Amiga 500 und DOS Rechner.


    Die Systeme nutze ich, um bspw. in Basic oder Pascal kleine Programme zu schreiben, aber hauptsächlich zum Zocken meiner gesammelten Spiele :-)


    PCInGebrauch.jpg


    -

    Grüße

    Sven

  • Ich habe mir auf meinem selbst zusammengebauten CP/M-Rechner (RC2014-Bausatz) in dBase II eine kleine Schallplatten-Datenbank gebastelt.


    Und ich versuche jetzt immer mehr, wenn ich mal Briefe schreibe (was ja immer seltener vorkommt), diese in WordStar zu schreiben und mit der angeschlossenen Erika-Schreibmaschine auszudrucken.

    :)

  • Ich bin immer noch dabei, von meinem Amiga1000 mit 33 Mhz-68000, elendig viel RAM und angeschlossenem NLQ-8-Nadeldrucker zu träumen, mit dem ich dann Briefe mit Beckertext unter Workbench 1.3 schreiben möchte. Hardware,Software, Erweiterungen und Farbbänder sind alle schon da. Nur die Zeit fehlt, weil so viele andere interessante Desktoprechner locken...

    Aber eigentlich ist das ganz weite Ziel, immer mal einen anderen Retro-Desktop im Wechsel auf dem Home-Office-Schreibtisch zu haben, um eine zeitgenössische Textverarbeitung zu betreiben.

  • Auf meinem CBM 3032 hat mein Sohn gewissermaßen schreiben gelernt. Für meine Tochter hatte ich mal ein kleines Programm in C++ geschrieben, welches Rechenaufgaben generiert hat und die eingegebene Lösung auf Richtigkeit geprüft hat. Ein alter Windows-Laptop mit serieller Schnittstelle wird von mir auf Arbeit zum Programmieren von DECT-Telefonen in einer Telefonanlage verwendet.


    Ansonsten verwende ich den ATARI ST gerne mal dafür, in Basic Parabelfunktionen zur Veranschaulichung der Funktion selbst darzustellen (hilft den Kids ungemein). Für schnelle Umrechnungen und Listen verwende ich gerne mal den C64 und meinen alten Matrixdrucker.

  • Ich selbst bin leider nicht mehr dazu gekommen, aber ich weiß, dass man mit älteren Nadeldruckern auch Banner machen kann. Aus dem Grund hatte ich mir den Star LC 10 Color besorgt, den ich 1987 bei meinem Atari ST hatte.

    Leider hatte ich die falsche Version vom Drucker ersteigert (Version für einen C64), daher ist nix aus den Bannern geworden in Verbindung mit dem Atari.


    Das zweite Problem war die Beschaffung der bunten Farbbänder. Während man die s/w Version auch heute noch neu bekommt, werden die bunten nicht mehr hergestellt. Irgendwie habe ich geschafft 2 Bänder zu bekommen. Meine Idee dazu war es ursprünglich, Quelltexte in bunt zu drucken auf Endlospapier. Das Endlospapier hat einen gewissen Reiz und bunt wäre halt "schön" gewesen. Der Nadeldrucker hätte dem Ganzen einen gewissen Retro-Look verliehen.


    Im Social Media sind etliche Leute, die an GFA-Basic Programmen für den Atari basteln. Dazu hätte das Gimmick dann vielleicht mal bei einem Retro-Gaming Treff gepasst. (Veranstaltungsbanner + Sourcecode in bunt).

    Es gibt zumindest einige Leute, die den alten Atari noch als Musikcomputer einsetzen. Warum auch nicht. Die Software ist intuitiv bedienbar und so manches ältere Keyboard versteht sich damit auch gut.

  • Und ich versuche jetzt immer mehr, wenn ich mal Briefe schreibe (was ja immer seltener vorkommt), diese in WordStar zu schreiben und mit der angeschlossenen Erika-Schreibmaschine auszudrucken.

    :)

    Sowas find ich klasse ... Eigentlich müsste dann ganz unter auf jeder Seite stehen "Geschrieben mit Wordstar und gedruckt auf einer Erika-Schreibmaschine" - so wie man das oft bei e-Mails liest ...

  • Es gibt zumindest einige Leute, die den alten Atari noch als Musikcomputer einsetzen. Warum auch nicht.

    Da fällt mir noch was produktives ein, mein Mega STE, mit angeschlossenem Yamaha M90R Rack-Synthesizer, den benutze ich gelegentlich als musikalische Untermalung meines Home-Offices. mit Cubase 3.1 und etwa 100 MB MIDI-Files, hauptsächlich Ponk Floyd, Genesis, Peter Gabriel, Phil Collins und Musiker aus dem thematschen Umfeld.

  • Hallo zusammen,

    ich suche auch immer nach einer sinnvollen Anwendung für meine alten Rechner.


    Auf meinem Sinclair ZX Spectrum habe ich meine Hausfinanzierung nachgerechnet mit und ohne Sondertilgung und einiger grafischer Darstellungen. Der Ausdruck hat dann beim Gespräch über die Anschlußfinanzierung zu einiger Erheiterung geführt. Weiterhin mache ich mit mehreren Programmen die Vorbereitung für astronomische Beobachtungen.


    Auf meinen Amiga 500 habe ich jetzt ein MATLAB lauffähig. Damit werde ich ein paar kleine Simulationen für Reglerentwürfe machen, die ich in meinem Job brauche.


    Auf meinem C128 mache ich unter CP/M mit Microsoft Multiplan 1.0 die Aufstellung der Fahrtkosten zur Arbeit für das Finanzamt (welches auch nach 8 Jahren meinen Arbeitsweg noch immer nicht glauben will). Diesmal bekommen sie es schwarz auf weiß gedruckt mit einem Robotron Präsident 6320 9-Nadel-Drucker.


    Meine Kinder nutzen die alten Rechner am liebsten zum Spielen.

  • Spielen ist doch Anwendung- mache ich hier auch gern.


    Ansonsten ist das bei mir je nach Rechner verteilt:

    • der PowerMac mit dem HP Scanner dient als Scan-Station
    • mein Pentium III bedient einen DAT Wechsler
    • der Sinclair QL schlägt mich immer beim Schachspielen (ich bin aber auch echt schlecht...)
    • auf dem RiscPC läuft meine "Ahnenforschung"
    • der Atari MegaSTE nutze ich gern zum Texteschreiben
    • die NeXT hat mit Diagram! eine Super-Anwendung für Netzskizzen
    • der Apple //c druckt Banner auf dem ImageWriter

    usw.

    Im Übrigen lerne ich auf meine Rechnern eben viel über Betriebssysteme und Netze- das ist ja auch eine produktive Anwendung.

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Ja, ich sehe mich eigentlich auch eher als Anwender, denn als Sammler. In den 90ern habe ich all das nachgeholt, was ich in den 80ern nicht konnte. Habe mir Computer besorgt, von denen ich damals nur geträumt oder in Happy Computer gelesen hatte. Sharp MZ7xx/8xx, Schneider/Amstrad Joyce, Philips G7000, Colecovision, Vectrex, TI99/4A, MSX2-Rechner, ATARI 400/1200XL, ATARI Lynx 1/2, C16/116/+4, Z9001, KC85 ... ich weiß nicht, was noch alles.


    Irgendwann wurde mir bewußt, daß es mich nicht befriedigt, wenn das alles im Keller und Garage steht. Nach (nicht vor!) einem Umzug habe ich dann vor ca. 8 Jahren alles oben aufgeführte mehr oder weniger verschenkt. Jetzt habe ich immer noch genug. Aber Systeme, die mich wirklich interessieren. Die ATARI 8-Bitter, mit denen ich angefangen habe. Den ST, auf den ich '90 aufgestiegen bin. Amiga 500, der eine tolle Spielemaschine ist. Der Falcon, den ich Ende der 90er für 300.- DM gekauft habe und auf dem ich gern mal den DSP programmieren würde. Den CPC6128, den ich als Gesamtpaket für Spiele, Programmierung und CP/M immer noch als das beste der mittleren 80er sehe. Einige Selbstbaurechner, wo das Entwickeln, Platinendesign, Inbetriebnehmen und Erstellen eine Minimalsoftware schon Anwendung genug ist (NKC, AC1, ...).


    Die Rechner, mit denen ich über Jahre nichts mache, gebe ich weg, In den letzten Jahren Sinclair ZX81 und Spectrum. Mit den anderen möchte ich irgendwas anfangen. Programmieren, meine alten Texte in Wordstar aufarbeiten, Spielen(!!), was auch immer.


    Apropos Spielen, dafür habe ich mir erst in den letzten 2 Jahren eine PC-Reihe von XT (Monotech Neudesign) über 286er (C= PC45-III), Noname 386DX, 486DX/2 66, Pentium MMX/166, AMDK6-2 bis Athlon XP aufgebaut, um alle interessanten Spiele mit passender Grafik + Sound spielen zu können.


    Ein besonderes Erlebnis ist aber immer noch, die alten Sierra- und Lucasfilm-Adventures auf einem DOS-Rechner mit angeschlossenem Roland MT100 (MT32-kompatibel) spielen zu können!


    Gruß, Rene

  • Ich habe zwar auch so einiges angesammelt, aber ich sehe mich auch eher als User. Mich interessiert die Computertechnik an sich und das Erlernen derselben ist an älteren Geräten in der Regel noch mehr oder weniger autodidaktisch möglich. Ich habe mich im Laufe der Jahre geändert. Als ich vor ca 15 Jahren mit dem Hobby angefangen habe, wollte ich die neueste Hardware an den alten Rechnern bzw. diese durch spezielle Module schneller machen, zB hatte ich die SuperCPU am Cevi. Geladen hatte ich von der SD Karte. Aber ich bin zu einem "Originalheimer" geworden. Ich lade mittlerweile lieber zeitgemäß von Diskette, anstatt schnell und komfortabel von der SD-Karte. Neue Hardware nutze ich nur noch, um "den Kram rüber zu kriegen". Mein Ziel ist es immer, die Systeme hier stehen zu haben wie damals im Laden. Auch im Bezug auf das Betriebssystem. Ich weigere mich zB auf dem IBM AT das PC-DOS 3.3 durch das MS-DOS 6.22 zu ersetzen. Es muß immer zeitgemäß sein. Ich habe einen Imsai 8080, sogar einen der allerersten (Gehäuse, CPU-card und Frontpanel vor der Revision) und da ist es so, wenn ich eine S100 Karte von 1983 finde, hab ich da schon keine Lust mehr drauf, weil diese viel zu neu ist.. :-) Schon etwas krankhaft... :-) Im Idealfall steht dann da noch 1979 drauf oder so.


    Bzgl. Anwendungen. Selbstverständlich spiele ich auch gelegentlich an den Geräten. Aber mir ist es wichtig, die Rechner, auf die ich mich speziell konzentriere, auch mehr oder weniger genau kennen zu lernen. Deswegen habe ich Assembler gelernt. Zuerst am C64, dann am Atari 800XL (ein wenig), dann für das Atari VCS, also alles 6502 Code. Als ich dann den Imsai bekam, hab ich noch Intel 8080 Assembler gelernt. Ich entwickele jetzt keine bahnbrechenden Programme, aber ich kann mir helfen. Und das macht einen riesen Spaß, wenn man irgendwelche Werte zwischen den Registern hin und her schiebt und letzten Endes hat man ein Programm, das funktioniert. Riesen Erfolgserlebnisse waren zB ein Intro mit Lauftext und Musik am C64 oder die Programmierung eines eigenen Diskmanagers, fest installiert im Imsai zum Formatieren von Diskketten, zum schreiben einer CP/M Bootdisk und auch inkl. einem Diskmonitor, der den Sektor als Dump auf dem Bildschirm anzeigen kann oder aber auch die Programmierung des Bios´, dass der Imsai im CP/M 2.2 hochfährt. Das sind Sachen die mich interessieren und die mir riesen Spaß machen. Sowas dauert halt lange, es geht nicht von jetzt auf gleich, aber so lernt man Geduld

    Aktuell bin ich an Midi interessiert. Ich hab mir den Roland RA50 gekauft (MT32 für Arme). Den hatte ich am Atari Mega ST dran und das hat alles plug and play funktioniert. Jetzt habe ich mich dazu entschieden, den Roland am IBM AT via Joystickport an zu schließen, das klappt irgendwie nicht. Mal schauen, wie ich das hinkriege...


    Mir ist es einfach wichtig, dass die Geräte, die da sind auch benutzt werden. Denn dazu wurden sie schließlich gebaut...



    Gruß Jan

  • Nicht alle 15-poligen Joystickports haben die Midi Pins.

    Ich würde sagen, das ist sogar die Ausnahme.

    Kläre erst einmal, ob Dein 15-poliger Port Midi kann.


    Siehe auch:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gameport

  • Ich muss zugeben, mir fällt es schwer, praktische Anwendungen für meine alten Rechner (überwiegend Commodore PET, VC20 und C64) und die Peripherie (Drucker, Plotter, Commodore-Laufwerke) zu finden. Es gibt nichts, was ich nicht unter Windows deutlich schneller und einfacher erledigen könnte.


    Einzige Ausnahme sind die Fernschreiber mit denen ich tatsächlich mit anderen Fernschreiber-Liebhabern kommuniziere.


    Ansonsten interessiert mich vor allem die Technik. Das meiste mache ich aber auf dem PC unter Windows. Assembler-Programme schreibe ich mit dem Crossassembler und teste in Vice. Basic-Programme schreibe ich am liebsten mit dem Texteditor und kopiere sie zum Testen nach Vice. Mit dem Basic-Editor ist das einfach sehr sehr mühsam. Wenn mich ein Peripherie-Gerät interessiert, dann schließe ich es direkt an den PC an und steuere es mit Visual Studio.

    Natürlich könnte ich den Plotter an den PET anschließen, aber in Basic ist die Ansteuerung viel mühsamer. Dazu fehlt mir einfach die Geduld und auch die Zeit.


    Wenn ich mich tatsächlich mit den Geräten direkt befasse, dann geht es um die Hardware. Also wenn es etwas zu reparieren gibt oder ich baue eine Erweiterung ein, die ich dann aber eigentlich gar nicht nutze. Der Spaß ist das Einbauen. Wenn alles funktioniert, ist es schon wieder nicht mehr so spannend.


    Natürlich starte ich ab und zu auch mal ein Programm auf den alten Rechnern und schwelge in alten Erinnerungen. Aber das ist eher die Ausnahme und hat keinerlei praktischen nutzen.

  • Naja, ich arbeite damit real produktiv... Ich nutze meine beiden Falcons für die Musik-Erzeugung (aber nicht komplett), auf beiden rennt Cubase, eher dienen beide auch als MIDI-Synchron-Master für die MIDI-Geräte.


    Und ja, da ich mein Geld u.A. mit mischen und mastern von Bandaufnahmen verdiene, produzieren die "ollen Kisten" Kohle... Im Moment eher weniger, warum sollte klar sein.


    Und meine beiden 1040STEs hier im Keller waren in meinem Home-Studio auch dafür eingebunden, und werden nach dem Umbau das auch weiterhin tun. Produzieren damit auch einen kleinen Teil Kohle, weil ich mir regelmäßig auch einen Teil der "Arbeit" mit nach Hause nehme.


    Meine alten Matrix-Drucker produzieren dadurch Geld, daß ich damit immer noch Treiberanbindungen für neue Arzt-Drucker schreiben und testen muß... Im Moment durch die Änderung letztes Jahr sogar sehr aktiv. So schreibe ich wg. Serealisierung Treiber für die Etikettendrucker und teste das mit meinen alten FX80-Teilen (Denn die gleiche Ansteuerung rennt in den Etikettendruckern, muss auch so sein, laut EU-Richtlinie muss es matrix-drucker mit einem speziellem Farbband (Farblos, aber Plastikpartikel, die durchsichtig aufgedruckt und mit einem Lesegerät erkannt werden) sein)...


    Also kann man sagen, daß die alten Teile im Moment mehr denn je gefragt sind...


    Ich weiß von einem Bekannten, daß er für nen Künstler seit Jahren Demos auf seiner Amiga schreibt, die der Künstler dann auf seinen Vernisagen (*WÜRG*, mir erschließt sich da überhaupt nix!!!) vorführt / einbindet. Dafür bekommt er gut Geld und kann davon auch wohl anteilig leben...