SCSI-Festplatte mit kaputten Sektoren -- kennt ihr da was?

  • Hallo ihr,


    ich habe hier eine Quantum Fireball SCSI-Festplatte, auf deren Inhalt ich wegen kaputter Sektoren nicht mehr zugreifen kann. Die Festplatte wurde in den 90ern an einer NeXTstation verwendet und wegen Ausfall in den Schrank gelegt.


    Beim Versuch sie jetzt zu mounten verlangt sie nach fsck, verirrt sich dann aber in einer Endlosschleife beim immer gleichen Sektor.

    Hat jemand von euch einen Tip, wie ich vorgehen kann, um möglichst viele der Daten zu retten? Da wären ein paar spannende Sachen drauf...


    Im Moment habe ich folgende Systeme mit SCSI-Anschluss zur Hand:

    MacOS 8, 9 und 10

    NEXTSTEP 3.3

    Solaris 2.5

    IRIX 6.5

    AIX 4.irgendwas

    (Potentiell wäre da noch XP, allerdings müsste ich für den Rechner eine SCSI-Karte suchen.)


    Gespannte Grüße,

    Nils

    Suche: Siemens RM200, BeBox, Pixar Image Computer und Connection Machine CM1/CM2.

  • Ich würde zuerst an einem der Unix-Systeme ein Image der Platte (Raw-Device der gesamten Platte) mit dd ziehen. Dann würde ich mal das Image an Previous hängen bzw. dort mal den fsck laufen lassen (vorher aber Kopie des Images ziehen). Vielleicht kommt der weiter, wenn die Hardware nicht mehr vorhanden ist.

  • Google mal nach dd-rescue - das vereinfacht sowas wesentlich .


    Ansonsten stimme ich zu : Image ziehen und darauf arbeiten. Wenn man dann mehr weiß, kann man das auch auf der Platte machen. Letztlich wird man echt defekte Sektoren ausmarkieren müssen. Unter linux würde man da erstmal einen Suchmodus mit badblocks machen ( und zwar einen nicht-destruktiven ), dann die Sektoren ausmappen und dann noch ein fsck anschließen. Sowas geht sicher auch irgendwie auf einer NeXT. Wichtig ist bei solchen Übungen immer vorher zu wissen, ob fsck und benutztes Filesystem auf der Platte bzw. im Image überhaupt zueinander passen.



    http://www.garloff.de/kurt/linux/ddrescue/


    es gibt aber mehrere Varianten von diesem Tool. Etwa auch eine GNU Ausgabe.

  • ddrescue wäre auch meine erste Wahl.

    Dannach kann man versuchen an einer Kopie des Images das Dateisystem wieder herzustellen.

    Geht das schief, hat man immer noch das Original Image und kann einen neuen Versuch starten.


    Da ddrescue versuchen wird auch das letzte Bit noch von der Platte zu kratzen wird anschließend ein weiteres Auslesen evtl. nicht mehr möglich sein.

    Bei mir hat es z.B. etwa einer Woche auf einer Notebook Platte rumgerödelt, dabei aber über 95 % der Daten wiedergefunden.


    Interessant ist das SCSI Platten defekte Sektoren normalerweise in eine grown defects List eintragen und intern ummappen.

    Diese Grown Defects List kann man sich mit diversen SCSI Tools anzeigen lassen (z.B. Adaptec EZ-SCSI unter Win) was bereits einen groben Überblick über den Gesundheitszustand der Platte liefert.

    Wenn die Sektoren an das OS als defekt gemeldet werden ist diese grown defects List vermutlich schon voll.

  • Das gute an ddrescue ist auch, dass es nicht mit Gewalt die Platte von vorn nach hinten "durchschrubbt", sondern erst einen normalen linearen Durchlauf macht und sich die schlechten Stellen merkt. Am Ende werden die dann nochmal ganz intensiv, mehrfach gelesen, um vielleicht noch ein paar mehr Bytes aus den schlechten Sektoren "razszukitzeln". Das hat den Vorteil, dass die angeschlagene Platte erst am Schluss richtig heftig belastet wird. Da ist schon der Großteil ausgelesen.

  • Das klingt gut, vielen Dank für die Tips. Ich nehme mal an, ddrescue funktioniert wie dd unabhängig vom Dateisystem, so dass ich das nicht unter NEXTSTEP kompilieren und laufen lassen muss, richtig?

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  • Wenn Du jemanden hast, der noch einen Netware-Server rennen hast (mit SCSI), lasse die HDD dort einhängen. NW (ab 4.11) prüft die vorher, und markiert real defekte Sektoren komplett aus (ausklammern). Die restlichen Daten möchte er dann mitsichern, beim nächsten "BackUpJob"...


    Hat ja nen Grund, warum ich hier im Keller noch nen 3.12er (Da bindet sich mein XL an), nen 4.11 (Da rennt mein altes Medien-Verzeichnis drauf) und meinen NW5 (Da rennt alles, was meine Dateien als solche betrifft aktiv drauf) laufen habe... Wenn ich defekte HDDs vom ATARI habe (Und ja, mittlerweile häufen die sich leider) (Vortex und Co) dann schmeiß ich die external an den NW5er rann, sage daß NW die backuppen soll und klemme die dann nach nem Tag wieder ab. Dann kurz AHDI... Rest ist bekannt.


    Funzt bisher bei jeder SCSI-Platte, die defekte Sektoren hat (Was ja alle schon von Hausaus haben)...

  • Wenn ich mit meinen Mitteln nicht zum Ziel komme, dann würde ich glatt überlegen, dir ein Paket zu schicken, wenn ich darf.

    Klaro. Nur bin ich noch die nächsten 2-3 Wochen beim Kellerumbau dabei, die Server laufen zwar (klar, muss damit ja arbeiten), aber Platz ist erst danach wieder da...

  • So, nach einer kleinen Irrfahrt durch meine SCSI-fähigen Systeme konnte ich mir ein Image der defekten HD erstellen. ddrescue hat dabei einen einzigen Fehler gefunden. Anschließend habe ich einen NeXT in Form des Previous-Emulators die Platten mounten lassen wollen. Da führte dazu, dass der sagte, die HD müsse repariert werden. Jeder Reparaturversuch mit fsck bricht reproduzierbar an der gleichen Stelle ab, hier das Log vom NeXT:



    Hat noch jemand eine Idee? Es sieht ja so aus, als läge das Nichtmounten nicht am Medium sondern an anderen Inkonsistenzen.

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  • Das ist einfach jetzt ein Image ??

    Dann leg mal ein exakt gleichgroßes an und kopiere den Inhalt mit "cp -al" vom Image in das leere nachdem Du im leeren ein Dateisystem angelegt hast.



    Ist aber nur so eine Idee.

    Eine andere wäre mal zu schauen, ob es einen -v (verbose) Schalter für das fsck gibt und er dann bei der letzten Fehlermeldung noch was mehr erzählen mag.

  • Irgendwie sieht es ja ein bißchen so aus, als wären da Hardlinks auf die jeweiligen Kernel Dateien und evtl. auch die Kernel Dateien selber mal gelöscht worden.

    Wenn Du da sonst draufrumsuchen kannst, schau doch mal, wie das eigentlich gedacht ist, wi ealso die Maschine in einem NeXTStep mit Mehrsystemunterstützung den richtigen Kernal ( PA-RISC, SPARC, 68000 ) raussucht und dann aufruft. Vielleicht reicht es ja dann schon, wenn man die Kernel noch findet die Hardlinks erstmal per Hand wieder anzulegen.

  • So, nach einer kleinen Irrfahrt durch meine SCSI-fähigen Systeme konnte ich mir ein Image der defekten HD erstellen. ddrescue hat dabei einen einzigen Fehler gefunden. Anschließend habe ich einen NeXT in Form des Previous-Emulators die Platten mounten lassen wollen. Da führte dazu, dass der sagte, die HD müsse repariert werden. Jeder Reparaturversuch mit fsck bricht reproduzierbar an der gleichen Stelle ab, hier das Log vom NeXT:



    Hat noch jemand eine Idee? Es sieht ja so aus, als läge das Nichtmounten nicht am Medium sondern an anderen Inkonsistenzen.

    Welchen Befehl genau hast du denn ausgeführt? Das fehlt im Screenshot.


    Hast du schon das gemacht was dir die Ausgabe sagt: "RUN fsck MANUALLY." Das bedeutet insbesondere ohne -p Option. Dann solltest du gefragt werden ob du gefundene Probleme beheben willst (was zu Datenverlust führen kann und deswegen nicht im automatischen Modus gemacht wird.)

    Suche: SGI Indigo (gerne IP12), DEC/DIGITAL CRT Monitor und ein VT240 (inkl. Monitor).

  • Wenn Du jemanden hast, der noch einen Netware-Server rennen hast (mit SCSI), lasse die HDD dort einhängen. NW (ab 4.11) prüft die vorher, und markiert real defekte Sektoren komplett aus (ausklammern). Die restlichen Daten möchte er dann mitsichern, beim nächsten "BackUpJob"...

    Aber zuvor mit ddrescue ein Image ziehen und gut weglegen. Kennt Netware das Filesystem das auf der Platte ist? Wenn nicvht wird das unter Umständen zerstört.

  • Wenn du ein macOS hast, könntest du OSXFuse (https://osxfuse.github.io) installieren. Damit lassen sich unter anderem alte UFS Filesysteme aus Images mounten. Ich glaube, da gab es auch ein Flag, um ein FS zu mounten, das nicht clean ist. Damit könntest du zumindest Daten retten. Hatte ich mal mit einem Solaris8-Image gemacht. Mit einem NS-Image hab ich das allerdings noch nicht versucht, sollte aber klappen.

  • Hui, danke euch allen für die Antworten. Ich versuche das mal abzuarbeiten:

    Dann leg mal ein exakt gleichgroßes an und kopiere den Inhalt mit "cp -al" vom Image in das leere nachdem Du im leeren ein Dateisystem angelegt hast.

    Das scheitert bisher daran, dass ich das Image nicht mounten kann, da fsck die Reparatur abbricht.


    Irgendwie sieht es ja ein bißchen so aus, als wären da Hardlinks auf die jeweiligen Kernel Dateien und evtl. auch die Kernel Dateien selber mal gelöscht worden.

    Selbst wenn, das sollte die Platte ja nicht am Mounten hindern. Dass ich davon nicht booten kann ist mir vorerst egal.


    Welchen Befehl genau hast du denn ausgeführt? Das fehlt im Screenshot.

    Hast du schon das gemacht was dir die Ausgabe sagt: "RUN fsck MANUALLY." Das bedeutet insbesondere ohne -p Option.

    Der Befehl wurde vom OS selber ausgeführt, und zwar zweimal hintereinander. Deshalb ist die Antwort mitten im Screenshot versteckt:

    fsck -p /dev/rsda1


    Ich lasse just im Moment das ganze nochmal ohne -p laufen, danke für den Tip, ich bin gespannt!

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  • :hüpf:


    Und der Preis geht an.... mdx


    Die überflüssige -p Option wars. Ohne die (und beim zweiten Mal auch mit -y, um die Finger zu schonen) hat der virtuelle NeXT in aller Seelenruhe aufgeräumt. Das Image lässt sich nun mounten, und ich habe zu meiner größten Freude Quellcode aus den späten 90ern gefunden.


    Vielen lieben Dank an alle Mitratenden, ihr habt mir sehr geholfen. :bussi:

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  • Aber zuvor mit ddrescue ein Image ziehen und gut weglegen. Kennt Netware das Filesystem das auf der Platte ist? Wenn nicvht wird das unter Umständen zerstört.

    Netware kennt so ziemlich jedes FS das bis 2009 auf dem Markt kam (Die meisten wurden ja sogar irgendwie durch Novell mit initiiert). Und ja, es macht ein Backup bevor es die HDD aktiv mountet, alles andere wäre ja fatal für eines der damalig besten FileServerSysteme.

    Mit "ddrescue" sichern anstatt mit Netware? wow... Warum fällt mir da gerade ein Film ein, der um Kopfschlachten handelt ;) Nein Scherz...



    Vielen lieben Dank an alle Mitratenden, ihr habt mir sehr geholfen.

    Super das die HDD wieder funzt :) Vllt direkt nen Tut draus machen ?!? :)

  • Netware kennt so ziemlich jedes FS das bis 2009 auf dem Markt kam (Die meisten wurden ja sogar irgendwie durch Novell mit initiiert). Und ja, es macht ein Backup bevor es die HDD aktiv mountet, alles andere wäre ja fatal für eines der damalig besten FileServerSysteme.

    Mit "ddrescue" sichern anstatt mit Netware? wow... Warum fällt mir da gerade ein Film ein, der um Kopfschlachten handelt ;) Nein Scherz...

    Wie macht denn Netwaren ein Backup bevor es das Dateisystem aktiv mountet? Welche Daten werden da wohin kopiert? Und was macht es dabei bei Lesefehlern? ddrescue soll ja gerade erstmal schonend mit der Festplatte umgehen (bei Lesefehlern erstmal überspringen, später gründlicher versuchen) um die Restlebensdauer so gut es geht auszunutzen. Das ist ein sehr spezielles Tool, ich kann mir kaum vorstellen das ein normaler mount Befehl unter Netware da besser sein sollte.

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  • Super das die HDD wieder funzt :) Vllt direkt nen Tut draus machen ?!? :)

    Das Tutorial wird sehr, sehr kurz, aber ja, ich kann das mal schreiben.


    Der Erlebnisbericht wiederum wird dagegen länglich werden. Was auch daran liegt, dass ich die naheliegende Lösung übersehen habe und statt dessen der Meinung war, dass ich das Image der defekten SCSI-Platte mit einer SGI machen müsse. Die drei Leute hier im Forum, die schonmal versucht haben, nachträglich die Entwicklertools von IRIX zu installieren, höre ich schon lachen. Ich habe es zumindest nicht hinbekommen, wahrscheinlich muss man die halt beim Aufsetzen des OS mit installieren, was weiß ich. Posthum jedenfalls sind die Konflikte im Installer im Dutzend aufgetreten.


    In meiner Not habe ich stattdessen den MIPS Pro Compiler installiert. Ohne Anleitung mit Sicherheit ein Ding der Unmöglichkeit, und selbst mit Anleitung ein mehrstündiges Unterfangen, das mit der Meldung endet: You have installed incompatible software. Kein Scheiß. Steht sogar im Handbuch, dass das passieren wird. Und dass es okay sei, der Compiler würde trotzdem funktionieren.


    Was ich in meiner unendlichen Weisheit nicht vorher abgeklärt hatte war, dass dieser Compiler nur C kann. Der Quellcode von ddrescue ist aber C++...


    Nagut, dachte ich, dann halt eine zweite Platte in die alte XP-Kiste und Linux drauf, wollte ich so oder so schon immer mal machen. Long story short, Debian kam mit der Nvidia-Karte nicht klar und zeigte keinen Cursor. Nach ein bisschen googeln habe ich dann keine Lust mehr darauf gehabt und statt dessen die nächste Distribution auf meiner Liste installiert, die versprochen hat, auf einem Pentium 4 ordentlich zu laufen. Bodhi Linux, sogar mit Cursor. Als das dann lief fiel mir auf, dass die Adaptec-SCSI-Karte, die ich habe, nicht in die Slots des PCs passt.


    Profis am Werk, dachte ich mir, Profis am Werk. Es war aber auch schon spät. :fp:


    Auf dem Weg ins Bett bin ich über einen meiner PowerMac G4 gestolpert. Alle meine G4 haben SCSI-Karten. Und die meisten OS X. Der Groschen fällt langsam.


    Ich habe noch Xcode 2.5 installieren müssen, weil auf keinem der PowerMacs die Entwicklungswerkzeuge drauf waren, aber danach war's nur noch ein ./configure; make und ich hatte ddrescue gebaut. Wie der Rest funktioniert, das steht dann in dem kurzen Tutorial. :)

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  • Das ist ein sehr spezielles Tool, ich kann mir kaum vorstellen das ein normaler mount Befehl unter Netware da besser sein sollte.

    Und da sag ich mal... "Wer hat's erfunden..." Warum haben seinerzeits viele Hersteller/Entwickeler für Tools für LX/GNU und UX sich frech bei Netware und den diversen Srcs-Foren ungefragt bedient ?


    Und bevor nun die nächste Frage kommt... Netware geht schonender mit Festplatten um.


    Da der Threadersteller eine Lösung hat, klinke ich mich aus, bin wieder im Keller.

  • Ich habe keine Ahnung von Netware, deswegen habe ich dich gefragt. Du hast leider meine Fragen ignoriert und nur deine Behauptung wiederholt ohne was zu erklären.


    Wenn an deiner Behauptung was dran ist, dann würde ich das gerne verstehen.

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  • wie kann denn schonender mit einer platte umgegangen werden?

    Wenn man den Bedarf hatte, gab es da auch auf fast Hardwareebene etwas: Nennt sich Tagged Command Queuing und wird von der Platte bzw. dem Controller unterstützt oder eben nicht. Dabei werden ankommende Datenschreib- und Leseanforderungen erstmal zwischengespeichert (nur das Kommando an sich) und dann so umsortiert, daß die Zahl der Lesekopfbewegungen der Platte möglichst gering bwz. optimal wird. Das kann natürlich nur für die maximale Zahl dieser Kommandos im Puffer optimiert werden - darum auch ist eine lange Command Queue dort auch besser als eine kurze ( wie sie z.B. mittlerweile fast alle SATA Platten auch benutzen ).


    Aus Plattenposition anfahren : 23 - 12 - 45 - 118 - 256 - 4 - 122 - 16 - 7


    wird so z.B. wenn der Kopf an Position 56 steht ein : 118 - 122 - 4 - 7 - 12 - 16 - 23 - 45 - 256


    Wenn man also weiß, daß man eine Platte ständig auf Vollast und im Dauerschreib/lesezugriff haben will, dann sollte man darauf achten, daß die Platte das unterstützt. Die meisten SCSI Platten für Serverbetrieb können das - auch schon bei relativ alten Modellen.

    Für normalen Win98 / DOS Zugriff ist sowas i.a. aber unnötig. Und bei Unixen auf dem Desktop ist es i.a. viel sinnvoller heutzutage, wo der Speicher nicht mehr tausende $Dollar kostet, einfach das verfügbare RAM zu erhöhen, dann kommen die nicht in die Verlegenheit rumzuswappen. Man braucht es dann nur für Datenbanken o.ä.;

    aber es ist schön zu wissen, daß es da ist.

  • Das sind jetzt aber Sachen die im Normal-Betrieb relevant sind um Lebensdauer der Festplatte und/oder Effizienz zu steigern, aber nicht bei der Datenrettung von einer schon teilweise Defekten Platte um die es diesem Thread geht/ging.

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  • Das stimmt schon, aber so richtig war mir da nicht klar wie allgemeingültig das "Nachfragen" war.

    Für olle kaputte Platten wird man das gar nicht sagen können, was die schonendste Variante ist, das kommt nämlich massiv auf den Defekt an.


    Evtl. wäre es z.B. sinnvoll im Readerprogramm, wenn ein defekter Sektor gefunden worden ist, nicht nur den nächsten zu nehmen, sondern den Zylinder zu wechseln. Bei echten Plattendefekten überspringt man so erstmal die Fehlstelle recht gut.


    Ansonten wäre es wahrscheinlich günstig, in Abhängigkeit vom Filesystem, zuallererst die Directoryeinträge einzusammeln.




    Hier noch was zu Netware ... war anscheinend eine extrem günstige Angelegenheit, wie gemacht für zuhause - weshalb es wohl die wenigstens hatten



    Die Netzwerkkarte ist erstaunlich günstig. Auf dem Archie kam sowas um die 700,- DM. Der FPA lag in der gleichen Größenordnung. Netware gab es naturgemäß nicht - war auch nicht nötig. Wo das aber mit Dateisystemen was zu tun hat, versteh ich noch nicht so recht.

  • Netware hat halt normalerweise auch das komplette Inhaltsverzeichnis der Festplatte im Arbeitsspeicher gehalten und muss daher nicht erst auf die FAT zugreifen um die Dateien zu finden. Daher ist der Speicherbedarf einer Netware Installation auch primär vom Plattenplatz abhängig und nicht von der Anzahl der Benutzer.


    Ja, die Preise waren halt nicht für Heimbenutzer gedacht, aber das sind die der Serverversionen von M$ ja auch nicht.

    Bezahlt wurden die ja nur von Firmen und Institutionen, wie bei M$ wohl auch.

    Für Privatanwender galt/gilt: Man kennt einen der einen kennt, der Zugriff auf eine Lizenzdiskette hat.

    Zeitweise bekam man die auch recht preiswert bei $AUKTIONSHAUS.

    Für meine 10 User Netware 4.1 hab ich weniger als 10 € gezahlt.

    Der AVM Multiprotokoll Router brachte auch eine 2 User Lizenz mit, die zum herumspielen zuhause schon ausreicht.


    Im Gegensatz zu Win und Linux laufen spätere Versionen des Netware Servers auch dediziert und lassen keine gleichzeitige Benutzung des Servers als Workstation zu.

    Apropos Linux, mit MARSNWE läßt sich ein Netware Server auch prima unter Linux emulieren.

  • keine gleichzeitige Benutzung des Servers als Workstation zu

    bei einem unter V5 stimmt die Aussage, danach nicht mehr. Ein NW5er kann schon als WS missbraucht werden (Auch wenn der Sinn nicht wirklich vorhanden ist bei einem Srvr).

  • Fände ich auch gut.


    Mir ist z.B. noch unklar, warum der nun angeblich alle (?) gängigen Filesystem so gut unterstützen können soll. Weil Novell dahinterstand und die sowieso für Filesysteme mitentwickelt haben ?? Glaub ich ja fast nicht. Das FAT ist doch so ein ganz typisches M$ Teil. Oder weil die Netware Software, die man auf die Clients gespielt hat, mit jedem erdenklichen OS/Filesystem zurechtkommen mußte ?


    Und welchen Vorteil hat dann heute eine "Heiminstallation" in der Benutzung.

    Wenn der wirklich "alles" lesen kann, wäre der doch auf allen Bibliotheks Kryoflux Installationen zu finden. Oder so. Das habe ich aber noch nie gelesen.


    Außerdem wären ein paar Screenschots schön - daß man sich das mal vorstellen kann.