CBM 8032-32B - Restaurationsthread

  • kann man das EPROM dazu in einen freien Sockel stecken und auslesen?

    steck ihn einfach auf den Ram-Tester von slabbi ...den wolltest du doch eh bauen -oder?:ätsch:

    :D Nope, wollte ich nicht- aber langsam würde es Sinn machen, bei all den Rechnern in letzter Zeit.


    Ich vermute schon, dass das Kernal wieder Probleme macht. Leider kann ich ein anderes nicht ohne weiteres einbauen, weil das beider 8032-SK, sowie das aus dem 4032 eingelötet sind. Klar ginge auslöten- aber dann sind die Pins wieder zu kurz, um das ROM vernünftig in einem Sockel zu platzieren.


    Nächste spannende Frage ist der Ersatz des R753 im Monitor. Hier liegt eine hohe DC-Spannung an, weshalb da so ein gewickelter Metallwiderstand drin sitzt. Nun findet man zur Spannungsfestigkeit von Metallschichtwiderständen unterschiedlichste Angaben, meist jedoch bei 1/4W bis 200V. Ich werde da also wohl mindestens zwei Widerstände in Reihe schalten, um die Spannungen aufzuteilen. (So hab ich es mehrfach im Netz gelesen)

    Den direkten Ersatz des verbauten Typs werde ich im Netz kaum finden. Was meint ihr?


    In Summe war an diesem CBM schon einiges im Argen- aber er sieht optisch wieder gut aus und wird hoffentlich bald wieder einwandfrei arbeiten.

    Interessant bleibt der Ausfall des Monitors mit dem hochohmigen Widerstand. Habe ich als Ausfallgrund so im Netz nirgends gefunden.

  • Das ist eher unwahrscheinlich, daß der Eprom wieder einen weg hat, will das aber nicht aussschließen.

    Kann Dir aber gerne nochmal eins hinterherschicken....wobei es vermutlich noch geschickter wäre wenn Du mir das zurückschickt zum analysieren, dann wisen wir's genau.

    Ich kann Dir auch gerne Deine Roms durchtesten, müsstest mir halt zuschicken.

  • Juhu Mitinteressierte!


    CBM 8032-32B -> CHECK! :)


    Vorhin den Widerstand durch ein Konstrukt aus vier Widerständen ersetzt: Jeweils zwei parallel, dazu in Reihe das andere Pärchen. Somit stelle ich sicher, dass die Leistung nicht zuviel wird, UND die Spannung kann sich brav aufteilen. Schrumpfschlauch drüber und wieder eingelötet -> Monitor läuft.


    Dann wollte ich dennoch testen, ob es am EPROM liegt- und siehe da: JEPP. Demenz kann schonmal vorkommen, grad im Alter.

    Hierzu habe ich aus meinem 4032 Reserveboard dann doch das Kernal ausgelötet (ist das gleiche wie bei den 80-Zeichen-Modellen).

    Rein in den 8032:


    -> und siehe da:


    Da isser, komplett überholt und liebevoll gereinigt:



    mister-freeze :

    Gerne würde ich noch ein EPROM nehmen- kann dir das aktuelle auch zurücksenden, kein Thema. ;)

    Ich weiß nicht, weshalb es dement wurde... verbaut wird sowas bei mir immer mit Erdungsband am Handgelenk, zwecks ESD.

    Evtl. interessiert dich die Analyse?


    Final hab ich den 8032 mal neben den 4032 gestellt- ein HERRLICHES Ensemble digitaler Unvernunft, Jungs! Alleine beim Betrachten dieses Kleinodes hebts mir die Nullen und Einsen im Kubik durch den Schädel! :stupid:


    Nein, so bleibt das natürlich nicht- der 4032 ist mein Liebling, da er dank Grafikzeichen auf der Tastatur der bessere Spielebastelpartner ist.

    Ringpuffer ging heute auch ein wenig dem Ende zu!



    Bleibt (psychisch und physisch) gesund, werte Mitforisten! Bei mir ist vor allem Ersteres bereits zu spät.


    Viele Grüsse,

    Matthias

  • Dann tut es mir echt Leid, dass das Eprom nicht zuverlässig war. Da du ja sichergestellt hast, dass es daran lag, dann wirf es einfach weg, ich schick Dir ein Neues.

    Da kannst du doch nichts dafür!

    Ich freu mich alleine schon über die Tatsache, dass du mir da so schnell geholfen hast und immernoch hilfst. ;)

  • EETools Rommax. Der war bis jetzt eigtl. zuverlässig mit den 2532, habe jetzt gerade einen ganzen CBM mit "neuen" ROMs versehen,läuft ohne Probleme.

    Anfangs lief der Rechner damit definitiv auch bei mir, hatte das Board am 4032 dran.

    Dann baute ich es fest in den 8032 und testete es nochmal blind (ohne Monitor durch Eingabe von PRINT CHR$(7).

    Beim anschließenden Monitortest/Reparaturversuch wurde dieser natürlich geerdet und der Widerstand zwischen Erde und Röhre gecheckt (Damit auch hier nix kaputtgehen kann).

    Evtl. hat ihn das mehrfache Ein/-Ausschalten verstört? Andererseits muss er das abkönnen.

    Suspekt ist vielleicht noch, dass das Original Kernal ja auch tot war... Nur: Wenn da was am Board selbst niO wäre, würden entweder weitere Bauteile ausfallen, oder aber der Rechner würde nicht sauber laufen. Hab gestern auch das Laden von Floppy und Datasette geprüft- alles bestens.


    Kann man das gebrannte Kernal in einem leeren Sockel auslesen?


    Viele Grüße,

    Matthias

  • Der Zustand der Eproms wird ja über die Jahre auch nicht besser. Da muss man schon mal mit vereinzelten Ausfällen rechnen.


    CBM_Ba : Ich würde mich mal nach einem Programmiergerät umschauen. Für mich gehört das einfach zur Grundaustattung, wenn man sich mit solchen Rechnern beschäftigt.

    Ich spare gerade auf das hier: http://forums.xgecu.com/redire…19&goto=lastpost#lastpost

    Aber man kann natürlich auch deutlich mehr Geld ausgeben, wenn man den China-Kram nicht mag. :mrgreen:

  • Der Zustand der Eproms wird ja über die Jahre auch nicht besser. Da muss man schon mal mit vereinzelten Ausfällen rechnen.


    CBM_Ba : Ich würde mich mal nach einem Programmiergerät umschauen. Für mich gehört das einfach zur Grundaustattung, wenn man sich mit solchen Rechnern beschäftigt.

    Ich spare gerade auf das hier: http://forums.xgecu.com/redire…19&goto=lastpost#lastpost

    Aber man kann natürlich auch deutlich mehr Geld ausgeben, wenn man den China-Kram nicht mag. :mrgreen:

    *grml* Das mit dem Eprommer geistert mir auch schon ewig durch den Helm... aber das ist WIEDER was, was man erlernen und behalten muss.

    Gegen Chinakram hab ich nix- letztenendes kommen eh 90% der Halbleiter aus diesem Land- habe beruflich täglich mit diesem Land zu tun.


    Ich weiß noch, wie ich als Elfjähriger 1992 beim Vater eines guten Freundes im Keller saß und voller Spannung beobachtete, wie er mit einem Eprommer "Centronics" für meinen C64 gebrannt hat. Das war so ein Schnelllader/Monitor (CENT/SMON) für den 64 + 1541.

    Irgendwas mit "Rex-Datentechnik" stand da auf dem Bildschirm- Genaueres weiß ich nimmer.

    Auch die selbstgebastelte UV-Lösch-Box mit den Röhren drin... eine herrlich spannende Zeit! :)

    Aber: Das Teil läuft heute noch! Nur der Kippschalter in der 1541 ist defekt, irgendwann restauriere ich das auch mal.


    Die volle Ausbaustufe aus deinem Link kostet wohl so um die 234€ (+Zoll) in China, richtig? Das ist schon heftig für meinen (wahrscheinlichen) Anwendungsfall.

    https://de.aliexpress.com/item…057483.0.0.794b4dbcQnKl6z

    Andererseits sieht die Software recht bedienerfreundlich aus... gibts da keine günstigen Alternativen, welche sich ähnlich leicht bedienen lassen, jedoch meinetwegen nur die alten EPROMS geeignet sind? ;)


    Viele Grüsse,

    Matthias

  • *grml* Das mit dem Eprommer geistert mir auch schon ewig durch den Helm... aber das ist WIEDER was, was man erlernen und behalten muss.

    Gegen Chinakram hab ich nix- letztenendes kommen eh 90% der Halbleiter aus diesem Land- habe beruflich täglich mit diesem Land zu tun.

    Das ist jetzt wirklich nicht so kompliziert. Software laden, EPROM-Typ einstellen, Binär-File laden, brennen. ;)

    Das Editieren oder selber Zusammenstückeln von Binär-Files, ist nochmal eine andere Sache, aber das braucht man ja nicht unbedingt.


    Und stimmt, einen Löscher braucht man dann natürlich auch noch.



    Die volle Ausbaustufe aus deinem Link kostet wohl so um die 234€ (+Zoll) in China, richtig? Das ist schon heftig für meinen (wahrscheinlichen) Anwendungsfall.

    Die Vollausbaustufe brauchst du ja nicht. Das Grundgerät für ca. 130 Euro reicht eigentlich aus (Preis auf AliExpress). Dazu kommt dann aber noch Zoll usw.

    Die günstigen Geräte, wie der TL866 können leider keine 25 Volt, das neuere nicht mal mehr 21 Volt. Für uns im Retro-Bereich völlig unbraucbar.


    Ansonsten muss man halt die Augen offenhalten nach einem alten gebrauchten Teil, das noch 25 Volt kann.

    Den 2532 unterstützen aber auch die meisten alten Geräte nicht mehr. Dafür kann man sich aber leicht einen Adapter von 2732 auf 2532 basteln.

    2 Mal editiert, zuletzt von detlef ()

  • Also für Retro-Reparaturen sollte der Brenner mMn mindestens noch den 2716 und 2532 beherrschen. Die brauche ich ziemlich oft.

    Ein 2708 wäre noch wünschenswert aber den können nicht mal die meisten alten Brenner. Für 2708 habe ich einen eigenen Brenner

  • 2716 können die meisten und 2532 ist, wie gesagt, kein Problem mit einem einfachen Adapter (man muss nur 3 Anschlüsse vertauschen).

    Beim 2708 wird es dann sehr speziell. Wenn man den wirkich braucht, lohnt sich, wie du schon schreibst, ein eigener Brenner.


    Aber ich wollte jetzt hier gar keine Brenner-Diskussion lostreten sondern nur darauf hinweisen, dass man an einem Brenner früher oder später nicht vorbei kommt. Weil die 40 Jahre alten CBM ROMs gerne mal den Geist aufgeben. Und manchmal will man auch ein Erweiterungs-ROM brennen oder den Flashbaustein des RAM/ROM-Boards modifizieren.

  • Burschen, ich hab einen RIESEN Fehler gemacht, für den ich mich hier nochmal bei mister-freeze entschuldigen muss:

    Das EPROM geht- zumindest im 4032 Board- einwandfrei.

    Beim Verbau des 4032-Original-ROMs in den defekten 8032 habe ich VOLLPFOSTEN versehentlich das RAM/ROM-Board falsch "ausgeschaltet".

    Will sagen: DAS ROM dieses Zusatzboards war noch AKTIV! Nachdem ich es WIRKLICH deaktiviert hatte ->"? without for" in Endlosschleife.


    Somit ist wohl zusätzlich ein anderer ROM-Baustein defekt... dafür kommen in Frage:

    901465-21 / 901465-23 und 901447-20

    Diese drei Chips sind beim 4032, sowie beim defekten 8032 identisch. Der einizg ab Werk gesockelte (UD7) ist in Ordnung, davon abgesehen aber eh ein anderer für die 40-Zeichen. Das hab ich mal umgebaut, dann wird alles in Großschrift angezeigt und nur die Hälfte des Bildschirms gelöscht, es erscheint jedoch auch "? without for" in Endlosschleife.


    Somit wären dann sämtliche Chips des ROM-Satzes, welche noch nicht gewechselt wurden, die drei oben aufgezählten- also das komplette Basic 4.0 des Rechners- bis auf UD6 (901465-22), weil mir das mister-freeze schon geschickt hatte:

    80260-pasted-from-clipboard-png


    Ich dachte, das Zusatzboard sei komplett ausgeschaltet, dabei hatte ich Held nur das RAM deaktiviert. Als ich heute dann die Original-CPU verbaut habe, fiel es auf...

    Das sind diese peinlichen Fehler, wenn man alles schnellschnell macht. :(


    Bislang kann man also sagen, dass definitiv (verifiziert!) UD6 VORHER defekt war. Nach Tausch durch das EPROM lief der Rechner damit einige Zeit (Test am 4032-Monitor). Dann Einbau in den 8032, Reparatur des Monitors -> "? without for" in Endlosschleife.

    Somit muss wohl wirklich ein weiteres ROM des Basic 4.0 aufgegeben haben. Ist sowas normal?


    Viele Grüsse,

    Matthias

  • Ja, das wäre durchaus nicht ungewöhnlich daß sich mehrere ROMs verabschiedet haben.

    Kein Grund zur Panik, jeder von uns hier hat sich sicher schon mal bei dem vielen ROM-Getausche und den vielen Nummern vertan, frag mal wie ich mich bei meinem Apple II+ angestellt habe. Gestern erst hab ich einen RAM geschrottet, nach dem 10. Bausteinwechsel habe ich dann doch mal einen verkehrt rum reingesteckt :fp:.


    Die anderen ROMs bekommst Du dann noch, s. PN


  • Was ist mit dem Editor Rom ?

    Juhu, hab dir eine PN geschrieben. :)


    Den Editor benötige ich nicht, da beim Umbau des Editors vom 4032 der Fehler gleich bleibt, nur die Darstellung auf Großschrift und halb gelöschtem Bildschirm geändert wird.


    Was evtl. noch sein könnte: Einer der LS-Logikbausteine hat einen weg- bezüglich Chipselect?

    Das alles ist für mich starker Tobak, Digitaltechnik beginne ich erst zu lernen. :fp:


    Nochmals herzlichen Dank und viele Grüsse,

    Matthias

  • Burschen!


    Jetzt aber: VOLLZUG, denn die EPROMs von mister-freeze kamen heute an.

    Es war natürlich das ALLERLETZTE Basic-ROM, welches ich ausgelötet habe. :fp: Ich hatte nach jedem IC-Tausch den Rechner wieder am Netz... unverändert, bis ich UD10 gewechselt hatte. ZACK -> READY.

    Einen Vorteil hat die Sache: Jetzt ist das gesamte Zeug in Sockeln- falls mal wieder was ausfallen sollte.


    Fehlerbilder zu Beginn: KEIN IRQ-Signal am Mainboard (Wahnsinn, was ein defektes ROM auslösen kann) und KEIN Bild am Monitor (auch mit gutem Mainboard).

    In Summe war also defekt:

    - Basic ROM 901465-22 in UD6

    - Basic ROM 901465-23 in UD10

    - Widerstand R753 im Monitor


    Gewechselt (geprüft auf Verdacht) wurden deshalb:

    - 6502 neu gesockelt

    - 6520 I neu gesockelt

    - 6520 II neu gesockelt

    - 6522 neu gesockelt

    - sämtliche Basic ROMs neu gesockelt


    Außerdem sämtliche Kondensatoren außer zwei im Monitor (sind auf der Bestellliste) und der große am Netzteil.

    Ansonsten sind sämtliche Tantalkondensatoren und Elkos getauscht. Einfach für das bessere Gefühl.

    Und ich glaube, dass hohe Ströme durch teildefekte Kondensatoren durchaus Spannungsregler, sowie Dioden, ICs, etc... himmeln könnten.


    Das Geräte wurde komplett zerlegt, in der Dusche gereinigt (+Orangenreiniger + Schmutzradierer) und wieder zusammengebaut.

    Der Test an einer Datasette an beiden Tape-Ports, sowie an der 8250 -> alles bestens.


    Ich sage nochmals vielen herzlichen Dank an ALLE Helfer detlef mister-freeze  Bobbel !

    Hätte ich ohne eure Hilfe nicht hinbekommen- definitiv. Jetzt weiß ich, wo bei den nächsten defekten Maschinen zu suchen ist- zumindest ein bisserl eher.


    ...und JA, der Rechner läuft nun mit seiner Original-CPU ohne RAM/ROM-Board. :D


    Viele Grüsse,

    Matthias

    Einmal editiert, zuletzt von CBM_Ba ()