unbekannte Apple 2 Ram Karte

  • Suche Info zu folgender Ram Karte



    Wenn ich das richtig deute ,könnte es eine Ram Erweiterung auf 256 oder 512kb sein.

    Was ich vor allem suche sind Infos zu den fehlenden ICs.

    Habe in Netz gar nichts zu der Karte gefunden.

    Ausser OHO-256/512 steht auch gar nix auf der Karte drauf.


    Vielleicht hat ja hier jemand zufällig ein gleiches Exemplar

  • Hallo!

    Ja, das ist OHO-RAM-Disk. Diese Karte wurde ab 1985 als Leerkarte oder bestückt mit 256kB oder 512kB verkauft. Irgendwo habe ich noch eine Rechnung aus der Müncher Gegend, wo der Hersteller saß. Soll heißen, daß ich mehrere habe :)

    Ich kann nachher im Vorratskarton schauen und eine auf den Scanner legen.

    Gruß, Ralf

  • Ein paar Kleinigkeiten fallen mir bei Deiner Karte auf:

    - Ganz links ist ein Widerstand eingelötet, bei Deiner Karte links vom roten Sockel. Das ist R1. In der Stückliste ist der ohne Wert genannt. Bei meinen Karten, die bei verschiedenen Leuten in unterschiedlichsten PCs waren, hatten wir keinen eingelötet. Das ist ein Pullup für die R/W-Leitung vom AppleBus ohne irgendwas dazwischen. Sollte Dein Apple II mit dieser Karte zickig sein, dann wirf diesen R1 raus, oder mache den sehr hochohmig, z.B. 10k.

    - Oberhalb vom 6116 ist Platz für 3 Hüpfer. Da sollte was drin sein, denn damit wählt man von $0800 des SRAM die $0100 aus, die im Slotbereich eingeblendet werden.

    - Du kannst ein paar Kapazitäten ergänzen, siehe Foto von meiner. Das muß nicht sein, schadet aber nicht. Nur ganz links solltest Du einen größeren C1 als 100nF ergänzen.

    - Die Plätze für zwei Hüpfer links unten sind für die Auswahl zwischen 64kb- und 256kb-DRAMs, AFAIR. Die untere Verbindung ist bei meinen Karten fest drin.

    HTH und viel Erfolg, Ralf

  • Wg. Software: es gab eine Diskette von OHO für die vier Betriebssysteme. Ich habe sie nicht, und ich hatte meinen Treiber im p-System selbst integriert.


    Die Karte funktioniert ähnlich wie die AE RamFactor bzw. Slinky, nur ohne Autoinkrement der Adresse. D.h. schreibe in $C0n0 A0..A7, in $C0n1 A8..A15, in $C0n2 A16..A18 und Du kannst das Byte in $C0n3 schreiben oder lesen.


    Gruß, Ralf

    Edited once, last by RalfK: Schreibfehler korrigiert: das Datenregister ist bei $C0n3! ().

  • So ein Exemplar habe ich noch, aber leider im "Basislager" (sprich: Elternhaus), und dort liegt auch noch eine sehr rudimentäre Geweichsanbrausung herum. Leider ist es mir nie gelungen, sie zuverlässig zum Laufen zu bringen, sie leidet unter Alzheimer... Stups mich ggf. per PM an, so als Erinnerungsstütze, denn die besagte Geweichsanbrausung habe ich definitiv hier - das weiß ich deshalb sicher, weil mir unlängst beim Packen der Umzugskartons das Faltblatt in die Finger geraten ist. Damit ist die Herausforderung auch schon angesprochen: Ich hause zwar schin in der neuen Hütte, aber noch zwischen Kisten und Kartons :-/ Sobald ich das Papier gefunden habe (und ich es nicht vergesse, deshalb die Bitte um den Anstupser), lege ich Dir das gerne mal auf den Scanner.

    Suche Apple ][+, gern auch einen Klon, dann aber ohne die Layoutänderung mit Z80 on board und ROMs auf Slotkarte

  • Leider ist es mir nie gelungen, sie zuverlässig zum Laufen zu bringen, sie leidet unter Alzheimer...

    Dafür kann man mit ein bißchen Assembler schnell ein Testprogramm schreiben, um die Fehlerursache einzugrenzen. Sinngemäß: Ist nur eine einzelne Datenleitung davon betroffen, womöglich nur in einer Hälfte der 512kB? Betrifft's einzelne Adreßmuster? Oder verliert die Karte Inhalte nach Zeiten der Nichtnutzung? Bei geeignetem Verdacht könnte das systematische Vertauschen der RAMs helfen.


    Ansonsten: stimmen die kleinen Keramikkondensatoren in ihren Werten? Haben alle DRAMs 150nsec oder weniger? Sind ausreichend viele Kapazitäten auf der Karte? Selbstverständlich auch die Frage, ob auf der Karte 5,0V mit nur wenig Abstrichen ankommen.


    Denn eigentlich ist diese Karte sehr kundenfreundlich :) Wir damals im Studentenwohnheim hatten uns einen Stapel Leerkarten bestellt, denn so manch einer hatte in Hochschule oder Nebenjob Zugang zu Bauteilen, was die Anschaffungskosten erträglich hielt, und die Karten liefen alle auf Anhieb und problemlos, wenn man davon absieht, daß einer bei einem IC nicht alle Beinchen in den Sockel steckte. Oder so ähnlich. So was kann passieren.


    Gruß, Ralf