Retro Basic Interpreter gesucht

  • Hallo @all,


    ich begann 1982 mit einem VIC20 und bin bis Dato in der IT berufstätig.


    Ich möchte gerne im guten Basic wieder mal programmieren, GW Basic oder Locomotive Basic vielleicht auch das ERP Basic von Nixdorf?


    Kann jemand hierzu eine Empfehlung aussprechen, evtl. in einer virtuellen Umgebung?


    Ein Wang Basic aus einer Multiuser Anlage mit 8" Disketten (wie aus meiner Ausbildung) werde ich bestimmt nicht finden, aber mal wieder eine Textverarbeitung in Basic programmieren fände ich cool, evtl. mit Hardware und Nadeldrucker.


    LG aus der Noris

    Lev

  • Hallo dbeck,


    fürs MVP Basic gibt es einen richtig guten emulator unter: http://www.wang2200.org.

    Läuft auf Windows und OS X und funktioniert sehr sauber.


    Alle möglichen Dokumente zum Wang Basic sind auch dort zu finden.


    Ansonsten gibt es hier eine ziemlich aktive Wang Gruppe die auch etliche lauffähige Wangs hat von A/B bis CS/386 ist alles dabei,


    Herzlich Willkommen,


    Martin

  • Ein Wang Basic aus einer Multiuser Anlage mit 8" Disketten (wie aus meiner Ausbildung) werde ich bestimmt nicht finden,


    Da wäre ich mir gar nicht so sicher ...


    Die 8" Disk evtl. nicht direkt, aber den Rest vielleicht doch. Evtl. sogar mit ganzer Anlage. Es ist bei solchen Sachen eher eine Frage der richtigen Zeit und des richtigen Orts. Außerdem: Wer sammelt denn schon Wang ... ;)



    Wegen dem BASIC als solchem. Mein Tip wäre auch, lieber mal was Neueres zu benutzen, das gibt es allerlei, und die Bedienung kann dabei teils trotzdem sehr old-school sein.


    Sehr hübsch ist Byewater-Basic (bwbasic) oder Brandy Basic als BBC Basic Abkömmling. Das Original gibt es da auch für allerlei Plattformen. Und wenn es DOS sein soll, dann DOSBOX (z.B. in SVGA) als einfachste Variante der Emulation und darauf QuickBasic oder QBasic als Klassiker mit halbwegs moderner Bedienung. Eine gute deutsche Einstiegsseite dazu ist bei antonis.de zu finden, schön mit Anleitungen und Beispielen.

  • War nicht bei jedem MSDOS 3.x ein GWBASICInterpreter dabei?

    Ja, bei MS-DOS war ein GWBasic Interpreter dabei. Außer bei IBM-Versionen, also PC-DOS dann. Da war "basic" und "basica" dabei, letzteres ist eine erweiterte Basic Version, in wiefern erweitert wusste ich irgendwann mal.. :) Also IBM-Versionen laufen gar nicht auf "normalen" PCs aus der Zeit, weil es auf das ROM des Rechners zugreift.


    Gruß Jan

  • Wenn ich mal ein paar Zeilen Basic auf dem PET oder CBM schreibe, dann mache ich das inzwischen in einem Text-Editor auf dem PC und paste nach jeder Änderung den Code in Vice. Das geht unter'm Strich schneller als das Gefummel mit den Zeilennummern. Im Text-Editor habe ich zwar auch die Zeilennummern, aber es ist trotzdem einfacher.


    Ein paar Zeilen am Gerät direkt einzutippen, ist kein Problem. Aer größere Programme möchte ich mir so einfach nicht mehr antun. Dafür fehlt mir inzwischen die Geduld.

  • Wenn es nicht sein muss (d.h., wenn es dir wirklich nur um das Programmieren in BASIC geht, und die Plattform egal ist) , würde ich mir keine virtuelle Umgebung antun. Auf einem Desktop mag das vielleicht noch angehen, aber auf einem Laptop führt das nur zu unnötigem Fönen. Besser ist, wenn der Interpreter "nativ" läuft.


    Das berühmte BBC-Basic, das lange Zeit als bestes und schnellstes Basic für Homecomputer gegolten hat, gibt's heute auch für moderne Plattformen:


    https://www.bbcbasic.co.uk/bbcwin/bbcwin.html


    Zwar nicht ganz kostenlos, sondern 30 GBP, aber jemandem, der diese Basic liebt, wird's das wohl wert sein.


    Die Multiplattform-Version für Win, Linux und MacOS, die sich auf SDL stützt (und dann keine "Windows-Programme, die wie Windows aussehen" erzeugt), ist kostenlos. Diese Version läuft sogar auf deinem Smartphone, wenn du möchtest (und so schlanke Finger hast ;))

  • Toshi

    Changed the title of the thread from “Basich Interpreter” to “Retro Basic Interpreter gesucht”.
  • Eben Matrix Brandy BASIC VI 1.22.10 ausprobiert: Den Quellcode entpackt und mit make kompiliert. Schon konnte ich ./brandy starten. Ach, wenn das Kompilieren halt immer so unkompliziert wäre.

  • Wenn es nicht sein muss (d.h., wenn es dir wirklich nur um das Programmieren in BASIC geht, und die Plattform egal ist) , würde ich mir keine virtuelle Umgebung antun. Auf einem Desktop mag das vielleicht noch angehen, aber auf einem Laptop führt das nur zu unnötigem Fönen. Besser ist, wenn der Interpreter "nativ" läuft.

    Also rein technisch gibt es überhaupt keinen Grund, das nicht auf einer Emulation laufen zu lassen. Meinen Laptop juckt das gar nicht.


    Retro-mäßig gesehen, ist das natürlich was anderes. Das Feeling auf echter Hardware ist natürlich ein ganz Anderes. Aber wie gesagt, nicht mehr für stundenlanges Programmieren, wie früher. Dafür fehlt mir inzwischen einfach die Zeit und die Geduld.

  • Die SDKarte habe ich auch mal gebaut. Das hatte wirklich echtes BASIC Feeling in "modern". Da bootet das OS direkt ins BASIC rein und das ganze läuft dann auf dem Pi mit 700MHz aufwärts. Sehr nette Geschichte, zumal die ganzen modernen Grafiksachen gehen, wie große Auflösungen etc.

    Und vom Komfort her ist es auch ausreichend rudimentär - Zeileneditor halt (es hat aber einen eigenen Editor, den man mit EDIT aufrufen kann, CTRL+F5 bringt dann die Helpseite dazu).

    Sehr "staight" das Ganze - wirklich bißchen wie Homecomputerfeeling "auf Speed".



    Zum GW-BASIC


    War nicht bei jedem MSDOS 3.x ein GWBASICInterpreter dabei?

    Ja, bei MS-DOS war ein GWBasic Interpreter dabei. Außer bei IBM-Versionen, also PC-DOS dann. Da war "basic" und "basica" dabei, letzteres ist eine erweiterte Basic Version, in wiefern erweitert wusste ich irgendwann mal..


    DAS ist genau das, was man eigentlich nicht haben will - es sei denn man ist auf das Feeling des Bildschirms mit den eingeblendeten F-Keys unten aus.


    Das QBasic was danach kam ist ja eigentlich ziemlich das Gleiche, kann aber Sachen dann sehr ordentlich, die wirklich schön sind (call-by-value vs. call-by-reference) und bietet einem aufgrund des wirklich netten - von TurboPascal abgekupferten - Editors eine echte IDE an, inkl. solcher Sachen, wie automatische Texteinrückungen (wobei die auch nerven können).

    Ich glaube das ist das absolute Minimum, was man haben will. Denn: dieses Zeilennummernrumgehacke (also GOUSB 32000) und damit einhergend Planung oder späteres RENUMBERn ist doch nun wirklich nicht mehr nötig.


    Was anderes wäre ja, wenn es explizit um eine alte Maschine geht, wo sowas gar nicht läuft - aber es ging ja explizit um "Gerät nicht vorhanden" und "Virtualisierung" o.ä.



    Das gute an "GW-BASIC" und damit in reduzierter Form ist wohl v.a., daß es so eine Art Minimalkonsens ist, von dem es allerlei Ausgaben für alle möglichen Plattformen - und auch akutelle - gibt.

    Das ist möglicherweise auch noch direkt für Windows 2021 zu bekommen. Es gibt es aber auch für Androiden und sowas.


    Als "PC-Basic" von Robert Hagemann ist es quasi "generell" verfügbar


    http://robhagemans.github.io/pcbasic/


    https://sourceforge.net/projects/pcbasic/


    für Mac, Win, Unix/Linux und auch als Python Layer, was dann wirklich überall läuft.




    Ich würde ja - wenns wirklich um BASIC als solches geht und nicht um ein spezielles WANG feeling - mal schauen, ob man nicht auch was ganz anderes als die Platzhirsche nehmen kann. Die Sprache ist erstaunlicherweise, ..., immer noch am Leben und es gibt z.B. so Sachen wie SDL-BASIC oder Freebasic (mit SDL Unterstützung) und sicher noch einen ganzen Zoo anderer neuer Varianten.

  • DAS ist genau das, was man eigentlich nicht haben will - es sei denn man ist auf das Feeling des Bildschirms mit den eingeblendeten F-Keys unten aus.



    Das gute an "GW-BASIC" und damit in reduzierter Form ist wohl v.a., daß es so eine Art Minimalkonsens ist, von dem es allerlei Ausgaben für alle möglichen Plattformen - und auch akutelle - gibt.

    Das ist möglicherweise auch noch direkt für Windows 2021 zu bekommen.


    Die F-Keys unten macht man einfach mit "KEYS OFF" aus ;)
    Das original GW-BASIC laueft unter Win 10 64Bit auch, wenn man VDOS "dazwischen" schiebt :) - find ich etwas netter im Handling als die DOSBOX....

  • Ich glaube der Threaderöffner wurde mittlerweile einfach erschlagen - mit Antworten ... und ist jetzt so eingeschüchtert, daß er sich nicht mehr traut, sich zu melden. :)



    Das QB64 ist ja einfach nur "wie das Original". Unter moderner Oberfläche für das 21te Jahrhundert hätte ich mir was anderes vorgestellt, als so eine DOS Textoberfläche mit Menus. Bin aber gerade noch am Lesen, was es eigentlich sonst noch kann. Compilen für alle aktuellen großen Plattformen ist schonmal wirklich gut.


    Sehr nett sind aber immer die vielen Dokuseiten bei solchen Projekten. Das gilt für das QB64 ebenso wie für das sehr schön gemachte (deutschsprachige) Wiki bei dem Freebasic von oben. Das ist wirklich großartig.

    Meine ersten kleinen Programmierbücher habe ich teils einfach überhaupt nicht verstanden, weil das solcher "Technikerkram" war und/oder es irgendwelche kurzen Referenzen für Leute waren, die was schnell nachschauen mußten - wo man eben überhaupt so rankam oder es kopieren, zumindest teilweise, konnte.


    Heute kann man eigentlich egal welche Sprache / -variante man sich aussucht immer davon ausgehen, daß man ganze Seiten mit Übersichten, Beispielen, einfach(st)en Erklärungen, Videos etc. finden kann - und i.a. auch immer exakt passend zu zum ausgesuchten Tool. DAS ist auch ein ganz elementar schöner Teil an dem ganzen "Immerwieder-Neu-Aufwärmen" alter Sachen.

  • Wahrscheinlich war das einfach der ursprüngliche Ansatz.


    VC20 sollte man aber noch bekommen können, wobei das BASIC schon sehr reduziert ist.



    Ich habe mal das QB64 bißchen mehr noch angeschaut. Das ist schon wirklich SEHR nett. Macht alles wie QB aber mit so ein paar wesentlichen Extras, die wirklich nicht so typisch für BASICs sind. Außerdem alles, was an QB schon ganz gut war beibehalten, etwa diese Funktionsanzeige oder die Variablenbenennungen ala "variable%". Und es gibt TYPEs, wobei das in BASIC ja nicht die schnellste Variante ist. Dazu gibt es interessante Farbauswahlschieber und überhaupt eine ganze Menge Unterstützung für Grafik und Windows.


    Und - auch schöne Tutorials

    http://www.qb64sourcecode.com/


    sowie eine brauchbares Wiki

    http://www.qb64.org/wiki/Keyword_Reference_-_By_usage


    und einen Youtube Kanal, wo "lernen durch zugucken" läuft

    https://www.youtube.com/watch?v=Aq1DORA5NkI (Bsp.)