Thin Clients

  • Hallo zusammen,


    ich arbeite bei einer Komune und wir haben überwiegend Igel Thin Clients als Arbeitsplatzrechner. Es werden hier regelmäßig Altgeräte gegen neue ausgetauscht. Nun bin ich hobby- und gefühlsmäßig eher noch in den 80ern verhaftet, stelle mir ob der Mengen an Geräten, die da teilweise in einem Schwung ausgetauscht werden die Frage, ob es sich aus nostalgischen und sammlerischen Aspekten heraus lohnen würde, auch diese Geräte aufzubewahren und somit der Nachwelt zu erhalten.




    Wie seht ihr das?

  • Geht mir genau so, die Dinger werfen die Kollegen kiloweise in den E-Schrott-Container. Spaßeshalber habe ich mal ein paar rausgefischt und zerlegt. Ich habe für mich entschieden, dass ich diese Sackgasse der Technologie nicht sammeln geschweige denn reparieren möchte.

  • Einige Thinclients sind quasi PCs.

    Meist mit interner DOM/Flash.

    Daraus kann man oft einen Retro DOS Rechner machen (FreeDOS von USB Floppy booten und dann fdisk…)


    VG Peter

    Interessant. Na, dann werde ich mir allein aus diesem Grund beim nächsten Mal ein paar mitnehmen und schauen was da geht.... 8o

  • Dazu haben sie meistens noch gute CF Karten eingebaut und nicht selten interessante CPU's, wie den Transmeta ...

    Gerade ein Schwung solcher kleinen gleicher Rechner wäre interessant zu haben für eine Ausstellung.

    Wenn die con CF karte booten - ein DOS drauf und dann Netzwerkzocken (wenn man die packet driver passend bekommt)

  • Okay, da habe ich wohl mit Zero-Clients von 'WYSE' verwechselt. In denen ist ja mal gar nichts 'diskretes' mehr zu identifizieren. Alles on Board auf 3+ ICs und wohl noch etwas, RAM hart verlötet.

  • Ich würde auch denken, daß so ein Satz von z.B. fünf oder sieben Stück an einem Server als Demonstrationsobjekt schon was sehr schönes sein kann. Es ist nur eben eine ganz andere Sache als so ein Homecomputer - sowohl vom ganzen technischen aber auch vom "mentalen" Setting.


    Das "Netzwerk ist der Computer" und " We're the dot in .com" und "NC vs. NetPC" sind da nur so ein paar Stichworte dazu. Es hat auch durchaus gewaltige (und wichtige) Bezüge zu einer britischen "Underdog Firma" - mal nach "CoNCord und NC und StrongARM" googeln, oder gleich nach "NC und Referenzplattform" oder "NC und Sophie Wilson" oder einfach hier klicken (das sind aber nur schnöde WikiP Texte)


    https://en.wikipedia.org/wiki/Network_Computer

    https://en.wikipedia.org/wiki/Acorn_Network_Computer



    Und als "Sackgasse" würde ich das Thema auch nicht bezeichnen, dafür gibt es einfach VIEL zu viele von diesen Teilen.


    Eher ist das so eine Art eigenes Sammelgebiet, was aber irgendwie keiner so recht ernst nimmt, auch weil es eben gerade nicht den Charme eines "echten Computers" (aka Homecomputer oder PC) hat.


    Dabei sind die Geräte aber auch unglaublich vielfältig und divers. Gerade auch weil sie sehr oft eigenartige Prozessoren benutzen und auch ansonsten teils spezielle Hardware haben.


    Aber es gibt viel Spannendes dabei. Sun Java Station z.B. oder die ganzen Futro Sachen (die ja schon auch stylisch sind) oder die Geode Sachen oder ... HP, NCR, Tektronix, IBM wenn man nämlich die X-Terminal da schon mit reinnimmt (die wohl auch niemand sammelt).



    Ansonsten geben die neueren auch schöne DOS PCs ab und mit einem großen Rechner und einer liegenden Wohnungsnetzwerkverkabelung wird das evtl. demnächst auch für mehr Leute spannend - weil nämlich eigentlich schnell genug und v.a. leise !!

  • Sooo "thin" sind diese Geräte eigentlich nicht - oft für DOS sehr gut geeignet und manche Ältere haben auch noch serielle und parallele Schnittstellen.

    Manche haben auch PCI Slot(s) und ich verwende so etwas mit einer HP-IB PCI-Karte als HPDRIVE HP-IB Disk Emulator.


    Eine sehr gute Übersicht bekommt man hier.

  • Also... ich hätte ggf. durchaus Interesse an 2-3 solcher Maschinen...

    Gruß Torsten

    BFZ MFA, ZX80Core, AX81, ZX81, ZX81NU, Spectrum+, Harlequin, MSX VG8010, Amstrad NC100, Cambridge Z88, C64, C128D, Amiga 500 & 1200, Atari Portfolio, HP200LX, IBM PC5155, TP755c, TP755cx, T20, T41, T61, PS/2 (Model 40SX), PS/2E, Accura 101, Apple //e, Sharp PC1401 & PC1403H, TI59 m. PC-100c, HP48SX & HP48GX


    ::matrix::

    Edited once, last by tokabln ().

  • Also... ich hätte ggf. durchaus Interesse an 2-3 solcher Maschinen...

    Leider ist die aktuelle Fuhre schon abgeholt worden, ohne daß ich zugegriffen habe... Ich merke es mir aber gerne und finde die Diskussion zu dem Thema echt interessant.

    • Official Post

    Ich habe vom Grabbeltisch auf der CC einen Thin Client, der eigenlich ein All in one PC ist, also im TFT Monitor eingebaut.

    Jedenfalls hat der Hersteller das als Thin Client vertrieben.

    Auf dem Mainboard finden sich 2 ATA Kanäle, 1 PCI Slot, LAN, 4 x USB 2.0, 4 COM Ports, 1 Parallel Port...

    Lediglich ein Floppy-Controller fehlt.

    Installiert ist Windows XP embedded auf einem DOM.

    Ich habe schonmal testweise eine SSD am SATA Adapter und ein ATAPI CD-ROM drangehängt - klappt.

    Das BIOS unterstützt alle erdenklichen Boot-Optionen, von USB-Floppy habe ich bereits erfolgreich ausprobiert.

    Für mich ist das näher am vollwertigen PC, als am Thin Client.


    Auf alle Fälle vielen Dank an den unbekannten Spender!

  • Sooo "thin" sind diese Geräte eigentlich nicht - oft für DOS sehr gut geeignet und manche Ältere haben auch noch serielle und parallele Schnittstellen.

    Manche haben auch PCI Slot(s) und ich verwende so etwas mit einer HP-IB PCI-Karte als HPDRIVE HP-IB Disk Emulator.


    Eine sehr gute Übersicht bekommt man hier.

    Wie ich eingangs geschrieben habe, verwendet man bei uns in erster Linie IGEL-Geräte. Auf der von dir genannten Seite findet man ja - neben sehr vielen anderen interessanten Informationen - auch etwas über diese Geräte. Habe ich mir direkt abgespeichert und werde ich mal in Ruhe durchgehen.

  • Gerade installiere ich Windows XP Professional auf SSD.

    Bin gespannt, wie es gleich mit Treibern aussieht...

    Wie funktioniert das denn inzwischen mit der Registrierung?

    i-Telex 211230 dege d

    http://www.marburger-stammtisch.de


    Douglas Adams: "Everything, that is invented and exists at the time of your birth, is natural. Everything that is invented until you´re 35 is interesting, exciting and you can possibly make a career in it. Everything that is invented after you´re 35 is against the law of nature. Apply this list to movies, rock music, word processors and mobile phones to work out how old you are."

  • Ich mag ThinClients auch und hab da viel von HP, Dell und von Fujitsu.. ich kann da nie nein sagen wenn ich die angeboten bekomme.. Ich hab die in einer Firma teilweise noch am Rennen. Für RDP immer noch zu gebrauchen oder Alternativ als Retro Computer. Die IGEL sind doof weil man da ohne Lizenz nicht viel machen kann.

  • Ich mag die Thin clients auch, selbst wenn sich aus der x86 Familie bisher nur eine IBM Netstation mit Geode CPU in meine Sammlung verirrt hat.

    Für die SUN Ray fehlt mir noch die passende Serveranbindung. Kennst sich damit jemand aus?


    An sich sind die Thin Clients ja die Weiterentwicklung der (X-) Terminals, von denen ich mit Tektronix XP, NCD HMX, IBM Netstation und HP Envizex einige im Bestand habe.

  • Die IGEL sind doof weil man da ohne Lizenz nicht viel machen kann.

    Das sind ja die, die hier hauptsächlich verwendet werden. Kann man da nicht was neues drauf installieren? Linux, DOS?

    Ja auf den meisten schon. Entweder haben sie CF Karten oder wenn neuer SATA DOMs. Sind nichts anderes wie X86er PCs aber ich will die Geräte ja gerne so betreiben und an irgendeine Citrix/RDP/VMware Farm andocken.

  • Ich habe noch einen MSI MS-5204 Thin Client (man nannte das damals "Window based Terminal" - WBT ) aus dem Jahr 2000, inklusive der ganzen Software von Tuxia (eine Augsburger Firma, die sich irgendwie von Igel abgespaltet hatte, aber längst wieder Geschichte ist), um das Software-Image auf dem DOM zu konfigurieren. Dazu brauchte man dann noch einen PC mit SuSe Linux, wo das zu installieren war - und man durfte das SuSE nicht aktualisieren, weil sonst die Software nicht mehr funktionierte. Dieser Thinclient konnte XDMCP, RDP und ICA, man konnte damit an Linux und andere Unixe dran, wenn man XDMCP konfigurierte, Windows NT / 2000 Terminalserver und Citrix Metaframe.



    Dazu passend habe ich auch noch die Settop Box MS-5205 für an den Fernseher, die war basierend auf Free-DOS und hatte einen DOS-basierten Browser, mit dem man heute keinen Meter mehr im Internet weit kommt. Irgendjemandem hier habe ich mal so eine verwichtelt. Beide basieren auf den NS Geoder Prozessor mit 200 MHz.




    Die Settop-Box ist technisch interessanter, denn die hat eine Riser-Karte, TV-Out, und die Infrarottastatur ist von der Formgebung, Handlichkeit usw. toll.