Was renovierst Du so gerade?

  • Da müssen aber schon viele Steckvorgänge passieren, dass sich da die Kontakte verbiegen oder abnutzen. Für die in der Wand verlegten Kabel, egal ob in die Kontakte der Steckdose reingeklemmt wie es heute üblich ist oder verschraubt sollte das aber kein Problem sein.

    Hatte schon das Vergnügen, die eine oder andere Steckdose wieder richtig in der UP-Dose zu befestigen, da die Krallen nicht mehr gehalten haben. Was die Vormieter genau getrieben hatten keine Ahnung, aber ich kann es mir ausmalen. Hierbei habe ich dann auch noch einmal die Übergangskontakte der Kabel geprüft.


    Warum nicht? Gibt noch so viele Schraubklemmen in Schaltern und Steckdosen, oder man denke an die vielen Lysterklemmen in den übertapezierten Verteilerdosen. Solange die nicht feucht werden und anfangen zu rosten sollte das kein Problem sein. Eine verrostete Lysterklemme hatte ich hier im Haus schonmal, war der Anlass den Elektriker kommen zu lassen und hier im Erdgeschoss während des Hausumbaus alle Verteilerdosen prüfen zu lassen und dabei fand sich noch stoffummanteltes Kabel in der Wand, das dann weg kam.

    Gerade für die Verbindung von einzelnen Adern nehme ich nur noch Steckklemmen. Denn diese garantieren mir im Gegensatz zu Schraubklemmen einen dauerhaft und gleichbleibenden Kontakt zwischen den einzelnen Aderenden. Dadurch minimieren diese das Risiko, dass durch schlechte Verbindungen der Übergangswiderstand zu hoch wird.


    Ja, aber dafür alle Schalter und Steckdosen raus holen ist ein Wahnsinns-Aufwand, an manche Dosen kommt man auch nicht dran, weil Schränke davor sind, oder man denke an die vielen übertapezierten Verteilerdosen, auf neu tapezieren hat dann auch nicht jeder Bock.

    Ich sehe das pragmatisch, denn zum einen kann beim Bezug einer Wohnung alles noch einmal gecheckt werden oder aber wenn ohnehin renoviert wird. Gelegenheiten gibt es meiner Ansicht nach, man muss diese nur nutzen.


    Bei uns sind nach dem Kauf des Hauses alle UP-Einsätze rausgeflogen und wurden durch neue ersetzt. Hierbei habe ich dann die Gelegenheit genutzt und gleich Steckdosen mit integrierter Kindersicherung eingebaut. Im übrigen lassen sich Federdeckel auch ohne Probleme hinter einer Tapete wieder zum Vorschein bringen, ohne dass anschließend die gesamte Wand neu tapeziert werden muss. Allerdings sollte man sich immer ein wenig von der Farbe die man genutzt hat aufheben, sonst wird es blöd. Selbst bei Rauputz gibt es Wege und Mittel, damit die Verteilerdosen nicht so sehr auffallen, man aber jederzeit dran kommt ohne den Putz abklopfen zu müssen. Aktuell ersetzen wir Daheim nach und nach alle Tapeten gegen Rauputz. Hierbei wird der Federdeckel nicht einfach mit Putz übersehen. Statt dessen wird die Öffnung ausgespart, so dass ich den Deckel nach dem Verputzen aufsetzen kann, damit diese nicht so sehr auffällt, wird er grundiert und anschließend mit Putz 1mm Körnung verziert und der Übergang zwischen Deckel und Wand hergestellt.


    Sieht dann so aus:


    IMG_3984_autoscaled.jpg


    Mit einem handelsüblichen Teppichmesser muss ich so einmal um den Deck herum schneiden und kann diesen dann abnehmen.


    VG

  • Elektroinstallationstechnisch hatte ich schon die dollsten Dinger...


    Altbau aus den 30ern: Komplettes Dachgeschoss sowie vom 1. OG Bad, Küche (ohne Herd), Flur und beide Kinderzimmer auf einer einzigen 16A-Schmelzsicherung. Dazu teerummantelte Leitungen, Farben falsch zugeordnet (Schutzleiter auf Phase etc.), Kabel auf dem kürzesten Weg verlegt (also schräg und ohne Verteilerdosen) :shock:


    Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert: Totales Wirrwarr, überall wurde was dazugeflickt. Da hat der Elektriker damals das komplette Haus vom Netz nehmen lassen mit den Worten "Hier fließt erstmal gar kein Strom mehr, bis ich nicht alles durchgeprüft hab." Letzten Endes wurde die Elektroinstallation im gesamten Haus von Grund auf neu gemacht.


    Baumarkt: Komplette Lampenausstellung (mehrere Regalmeter) auf einem einzigen, bereits thermisch verformten Steckdosenwürfel - da hat letztendlich vermutlich die Insolvenz einen Brand verhindert :fp:

  • Im Haus meiner Eltern hab ich mal in einer Verteildose Phase auf grün-gelb entdeckt (vor dem Einzug in der Renovierungsphase). Hab mit meinem Vater beschlossen, alle Leitungen aus dem Verteilkasten (5x16A) heraus zu kappen und daneben einen Neuen zu installieren. Keine Leitung wurde wiederverwendet, heute sind ca. 30x16A Automaten drin. Wurde natürlich alles vom Elektriker geprüft und angeschlossen. Das Haus war Bj 1965. :fp:

    • Official Post

    Warum nicht? Gibt noch so viele Schraubklemmen in Schaltern und Steckdosen, oder man denke an die vielen Lysterklemmen in den übertapezierten Verteilerdosen.

    Wie oben schon geschrieben, da reden wr von einer Alt-Installation und nicht von was neuem.

    Lüsterklemmen = Leuchtenanschlußklemmen (die mit den beiden Schrauben) sind nicht zulässig in Verteilern und Dosen.

    Die meisten davon sind auch nur für 6A Dauerlast ausgelegt.

    • Official Post

    Lüsterklemmen = Leuchtenanschlußklemmen (die mit den beiden Schrauben) sind nicht zulässig in Verteilern und Dosen.

    Die meisten davon sind auch nur für 6A Dauerlast ausgelegt.

    Das musst du mal den Elektrikern von vor 30++ Jahren erzählen...

    Ja, ich weiß. Bei mir im 90er Jahre Haus waren die auch bunt gemischt mit Dosenklemmen und den alten grauen Steckwagos. Aber ob das ein Elektriker oder Hobbyist war bei mir ist nicht mehr nachzuvollziehen. Aber heute würde ich die nicht mehr nehmen, oder mich zumindest wundern wenn ein Profi die nehmen sollte.