Kann jemand diesen Computer identifizieren?

  • Moin Moin liebes Forum,


    Ich habe gerade eine Zeitschrift von 1989 durchgeblättert und bin dabei auf ein wirklich wunderschönes Exemplar gestoßen.

    Leider steht keine Modellnummer oder Hersteller beim Bild dabei. Vielleicht erkennt ja jemand das Modell?


    Es geht um das Gerät ganz rechts:


    Für sachdienliche Hinweise wäre ich sehr dankbar =)


    MfG

  • Zu den Computern habe ich nichts finden können, wohl aber zu der Firma an sich.


    Nachtrag: Bei den Rechnern könnte es sich um die Marke Yakumo handeln. Das war mal ein Tochterunternehmen und eine Marke von Frank & Walter. Vielleicht lohnt es sich, in dieser Richtung weiter zu forschen.

  • Zu den Computern habe ich nichts finden können, wohl aber zu der Firma an sich.


    Nachtrag: Bei den Rechnern könnte es sich um die Marke Yakumo handeln. Das war mal ein Tochterunternehmen und eine Marke von Frank & Walter. Vielleicht lohnt es sich, in dieser Richtung weiter zu forschen.

    Vielen Dank, nach Feierabend forsche ich da mal genauer nach. Überlege gerade ob ich das Heft kaufen sollte, vielleicht kann man im Original das kleine Schildchen vorne am Rechner entziffern... ::hacking::


    PS: Die Anzeige war in der DOS International, Ausgabe 3 von 1989.

  • Was Generelles zu Rechnern in diesem auffälligen Format: in den späten 1980er Jahren sprach sich sogar bis in die MS-DOS-Welt herum, daß Macs - damit waren seinerzeit Knubbelmacs gemeint - gut, toll und insbesondere "trendy"[1] seien. Knubbelmacs hatten eine im Vergleich zu MS-DOS-Hardware sehr kompakte Hauptplatine. Das hinderte einige(!) MS-DOS-PC-Anbieter nicht daran, Monstergehäuse mit dem Fußabdruck einer ISA-Bus-Hauptplatine zu bauen, die obendrauf einen möglichst kleinen Bildschirm angeflanscht bekamen. Wie erwähnt: es gab mehrere Anbieter, und untendrin waren die üblichen 80286- und später vermutlich auch 80386-Platinen eingebaut. Die Leergehäuse gab's u.a. so direkt aus Taiwan.


    Die wahren Bill-Gates-Sklaven lachten sich krumm bei diesen Gehäusen wg. dem Bildschirm, den man nicht tauschen oder zu einem anderen PC mitnehmen konnte sowie dem "trendigen" Aufpreis, Mac-Jünger grinsten angesichts der armseligen Versuche einen Mac nachzuahmen.


    Gruß, Ralf


    [1] Zu dieser Zeit kam die erste Generation von Menschen, die einen PC, egal welcher Bauart, als Statussymbol auf ihren Schreibtisch stellten, aber keine Ahnung hatten, wo an einer Maus vorne oder hinten ist, oder für die die Suche nach dem 'q' auf der Tastatur einer Expedition ins Unbekannte glich. Nicht zu vergessen, daß MS-DOS-PCs zu dieser Zeit normalerweise noch gar keine Mäuse hatten. Solch ein modernes Gerät mußte teuer aussehen.

  • Die wahren Bill-Gates-Sklaven lachten sich krumm bei diesen Gehäusen wg. dem Bildschirm, den man nicht tauschen oder zu einem anderen PC mitnehmen konnte sowie dem "trendigen" Aufpreis, Mac-Jünger grinsten angesichts der armseligen Versuche einen Mac nachzuahmen.


    Also das erste muß es auch im Apple Lager gegeben haben bzgl. der eigenen Originalvariante von "klein mit Minibildschirm". Nicht umsonst waren da manche heilfroh, als endlich der Mac II erschien und ebenso nicht umsonst (was immer das bei dieser Firma heißen mag) sind ja dann die kleinen modularen Mac richtig echte Renner geworden, IIsi etc.

  • Also das erste muß es auch im Apple Lager gegeben haben bzgl. der eigenen Originalvariante von "klein mit Minibildschirm".

    Ich erinnere mich an zwei Lager: die einen fanden den kompakten Rechner mit (fast) allen nötigen Funktionen in einem Gehäuse, und somit einem Minimum an externen Kabeln, praktisch, weil man den in einer Tasche mitnehmen konnte und mit wenigen Handgriffen in Betrieb nehmen konnte. Oder weil er einfach nur wenig Platz auf dem Schreibtisch verbrauchte. Nicht zu vergessen: die Ausgabe vom Knubbelmac hatte zwar weniger Pixel auf dem Bildschirm (512*384) als die seinerzeit üblichen MS-DOS-PCs mit einer Hercules-Karte (720*348). Aber die Pixel waren rechteckig, d.h. die Kreise rund, und die Bedienelemente der Mac-Oberfläche waren erheblich platzsparender aufgebaut wie alles andere grafische, was es in der MS-DOS-Welt gab. Und 72dpi waren 72dpi :) Der Ausdruck hatte dieselbe Größe wie die Bildschirmausgabe: What you see is what you hope to get. Der Bildschirminhalt vom Mac (512*384) mit dem Finder entsprach ungefähr dem Informationsangebot eines MS-DOS-PCs mit 640*480 und den typischen Programmen dieser Zeit (Norton Commander u.ä.).


    Die andere Fraktion in der Apple-Welt wünschte Jobs auf den Mond (bei Next baute er dann doch erweiterbare Rechner!), denn sie wollte Slots zur individuellen Ausstattung.


    Zurück zu den Mac-Nachahmer-Gehäusen der MS-DOS-Welt: ich habe "mal kurz" meine noch vorhandenen Prospekte aus jener Zeit durchgeschaut. Leider nichts besseres als das oben abgebildete. Von der Firma "Frank Walter, Carsten Frank" habe ich eine "LISTE 4/85" aus der Zeit, als sie noch schwerpunktmäßig Apple-kompatible verkauften und ihr Angebot an MS-DOS-kompatiblen nicht sehr umfangreich war. Eine "Herkules Monochr/Graphic-Card" mit "2k Ram-Buffer" kostete immerhin 698DM. "Daten-Monitore Monochrom" gab's von Zenith, KAGA und "Profi", "Daten-Monitore RGB/PAL" gab's von TAXAN.

    • Official Post

    das wäre doch tatsächlich was für MarNo84 ;)

    Nice :)

  • iWalter - und weiter? Nur mit diesem Suchwort findet man nichts Gescheites.


    Keine Ahnung - wirklich nicht. War wirklich nur ein "dummer Spruch".


    Muß da wohl ein wenig an der Kenntlichmachung arbeiten. Ist anscheinend nicht für jeden selbsterklärend. Hätte durchaus auch ein "iFrank" werden können. Dann hätte ich aber noch geschrieben, daß man wohl in Frankreich suchen müsse ... :)



    Den Hinweis mit Yakumo sollte man evtl aufgreifen. Darüber findet man, wenns stimmt, evtl. tatsächlich noch was.


    Evtl. auch mal die Zeitschriften quersuchen, archive.org hat mittlerweile ein ziemlich brauchbare Indexsuche über Texte - auch in Scans, sofern das PDFs mit Fonts sind. Es gab auch eine deutsche Zeitschrift "PC Shopping", wo man genau sowas evtl. finden kann; eher als in Chip, c't und Co zumindest, die doch eher die großen Marken vorgestellt haben.

  • Bei mir hat der Witz gezündet - hatte angefangen nach dem iWalter zu suchen und dann ist mir aufgefallen wie es gemeint war :D

    Ich hab noch eine ganze Weile nach dem Computer gesucht und bin bis jetzt noch nicht fündig geworden. Die Zeitschrift habe ich leider auch nicht zum Kauf gefunden. So ein schickes Teil hätte ich echt gerne, aber glaube die Chancen gehen gegen 0 dass der mal irgendwo auftaucht :(

  • Ich finde das Gehäuse auch ziemlich cool, hab mal weiter gegraben und in der DOS International gesehen, dass dieselbe Werbung im Heft 11/88 schon mal gedruckt wurde, bin auch schon am Googeln und suchen aber finden tut man leider nichts.

    Apple II | Macintosh XL | Macintosh IIfx | Macintosh Color Classic | Twentieth Anniversary Macintosh | G4 Cube

  • Ich finde das Gehäuse auch ziemlich cool, hab mal weiter gegraben und in der DOS International gesehen, dass dieselbe Werbung im Heft 11/88 schon mal gedruckt wurde, bin auch schon am Googeln und suchen aber finden tut man leider nichts.

    In meiner Erinnerung gibt's noch mindestens eine weitere Variante: Unterteil wie ein zeitgemäßes PC-Desktop-Gehäuse. Auf den Deckel wurde ein kleiner, zu schmaler Bildschirm (10" oder so) draufgeschraubt. Folge: keine durchgehenden, senkrechten Kanten an den Rändern, sondern Desktop-Gehäuse mit Warze obendrauf ;)

  • https://archive.org/details/pc…138/mode/2up?q=yakumo+386


    da ist mal noch was, was evtl auch bißchen weiterhelfen kann. BEMI Computer hat was mit denen zu tun. Scheint sowas wie eine Art Franchise zu sein, so bißchen wie der Fahrrad Zweckverband ZEG.

    Die gibt es sogar heute noch.

  • Die DOS Zeitschrift 3/89 findet man ohnehin online auf Archive.org. Leider ist die Auflösung zu gering um das Logo des Computers zu identifizieren. Es schaut aber nicht nach Yakumo aus. Auf Grund des gewöhnungsbedürftigen Designs des Rechners kann ich mich noch an die Inserate in der DOS International erinnern, in den 1980/1990er Jahren war ich regelmäßiger Leser der Zeitschrift. Einen konkreter Herstellername ist mir damals leider nicht aufgefallen bzw. nicht in Erinnerung geblieben.

  • Guten Abend

    jensma


    Mit viel Phantasie könnte dies Arca heißen,

    Nach ArcA habe ich schon erfolglos gegoogelt, leider nichts gefunden. Ist mir auf der Werbeanzeige auch ziemlich ins Auge gestochen.

    Apple II | Macintosh XL | Macintosh IIfx | Macintosh Color Classic | Twentieth Anniversary Macintosh | G4 Cube

  • Guten Tag

    iJol


    vermutlich werden wir dann aber nur fündig in Hongkong, oder sonstigem Zuliefer Land,

    Wo dort wurden PC, Einzelteile gekauft und später hier zusammengebaut,


    Anbei noch was über die damalige Firma


    https://www.google.com/amp/s/a…-US-Computerhaendler.html



    https://www.google.com/amp/s/w…m-ende-von-f-und-w,619658



    Und zuletzt fand ich noch was über Arca, Frank&Walter


    Wenn man dann noch weiter gräbt kommt dann auch noch zwangsläufig der Begriff Yakumo, welcher viele schon mal gesehen, gelesen wurde,


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Yakumo

    • Official Post

    Ich bin mittlerweile auf den WPCBridge-Rechner gestoßen.

    Apple IIe und IBM kompatibel? Das Ding macht mich jetzt aber wirklich neugierig!!


    Vielleicht schaffe ich es heute, mein Zeitschriftenarchiv zu durchsuchen. Ich meine mich an den Arca aus einer Anzeige zu erinnern... .

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


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