Stammtisch "Mobilität, Verkehr und Energie der Zukunft" (Aus Off-Topic Opel vs VW)

  • Gegenargumente: "Aber wenn ich mal weiter fahren will", "aber Strom ist doch auch dreckig", "wo soll der ganze Strom herkommen", "da ist so viel Elektronik, das kann man doch nicht mehr reparieren".

    Die erste 3 Argumente sind der Grund dafür, dass ich mir derzeit kein Elektroauto kaufe - abgesehen davon, dass mir aktuell die Kohle fehlen würde. Wenn ich mir aktuell ein Auto kaufen müssten, dann müsste das universell einsetzbar sein. Also Lang- und Kurzstrecke, mit familientauglich und ausreichend Platz auf im Urlaub. Und kein SUV. Also im Prinzip mein Touran mit 600-700 km Reichweite (aktuell als Diesel: 1000 km).


    Das 4. Argument hat sich als einziges erledigt. Inzwischen ist klar, dass Elektroautos viel einfacher aufgebaut sind.

    Von allen PKW in D werden etwa 70% nie mehr als 50km am Tag bewegt. Das ist schon seit Jahrzehnten so. Allerdings findest Du kaum jemanden, der das zugibt. Aber dann schau Dir mal die Gebrauchtwagen an. 10000km oder weniger sind da pro Jahr üblich.


    Und Strom ist niemals so dreckig, wie 200% Öl verbrennen (für jeden im Auto verbrannten Liter kommt ja noch einiges oben drauf). Abgesehen davon ist Elektrizität sekundäre Energie. Da gibt es Wahlfreiheit. Bei Verbrennern gibt es die nicht.


    Wo der Strom herkommen soll ist auch geklärt. Das war nie ein Problem.


    Du siehst: Es sind nur vorgeschobene Argumente (bis auf die Reichweite für 30% der PKW in der Vergangenheit).


    Wir haben als „Großen“ einen elektrischen und ich will nie mehr zurück. Gerade auf der Langstrecke ist das so entspanntes Fahren.

  • Der hat damals (2003) gebraucht knapp 10000 Euro gekostet. Das wäre auch das Budget, was heute zur Verfügung stehen würde.

    Klick mal: https://www.dacia.de/modelle/spring.html


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    Siehst du das Preisschild? Das ist ein elektrischer Kleinwagen mit bis zu 130 km/h und über 200 km Reichweite für den Preis eines gebrauchten Verbrenner-Kleinwagens. Was willst du mehr als Zweitwagen?

  • Wir haben als „Großen“ einen elektrischen und ich will nie mehr zurück. Gerade auf der Langstrecke ist das so entspanntes Fahren.

    Entspannt bin ich, wenn der Tank voll ist und ich nicht dauernd auf die Benzinuhr oder den Ladestand schauen muss.

    Und dafür, dass ich nicht in den Urlaub fliege, will ich wenigstens entspannt in den Urlaub fahren. Und der Weg ist in diesem Fall nicht das Ziel. ;)


    Aber wenn das alles in den nächsten Jahren soviel besser wird und ich an der Raststätte garantiert einen freien Ladeplatz finde, ich dort auch laden darf ohne Kunde bei allen in Deutschland vertretenen Ladesäulenanbieter zu sein, die Kiste dann in 30 Minuten geladen ist und zwar mit 100% Ökostrom - dann könnte wird mal darüber reden.

  • Klick mal: https://www.dacia.de/modelle/spring.html


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    Siehst du das Preisschild? Das ist ein elektrischer Kleinwagen mit bis zu 130 km/h und über 200 km Reichweite für den Preis eines gebrauchten Verbrenner-Kleinwagens. Was willst du mehr als Zweitwagen?

    Das sieht erst mal sehr attraktiv aus. Ich habe dann mal auf dieser Seite mit den Reglern gespielt:

    https://www.dacia.de/modelle/spring/batterie-und-laden.html


    Im Winter bei 5 Grad und 110 km/h (das ist meine Standardgeschwindigkeit, mit der ich zur Arbeit fahre): 80 km Reichweite.

    Im Sommer bei 35 Grad (mit Klimaanlage) und 110 km/h: 88 km Reichweite.

    Über 30 Grad war in den letzten Jahren hier nichts außergewöhnliches (über Wochen). Ok, die Klimaanlage wird man morgens noch nicht brauchen.


    Die 200 km werden bei Tempo 50 und 20 Grad erreicht. Das ist ein reines Stadtauto. Also da, wo man eigentlich kein Auto braucht.


    Und das sind die Herstellerangaben. Ich fahre täglich 60 km zur Arbeit. Also jeden Tag hoffen und bibbern, dass das immer als passt. Das bedeutet, neben dem Verkehrstress morgens und abends auch noch Ladestress.

  • ohne Kunde bei allen in Deutschland vertretenen Ladesäulenanbieter zu sein

    Das ist in der Tat ein Problem, da gebe ich dir recht. Das muss besser werden. Aber wenn e-Auto, dann kommt daheim auch eine Ladestation hin.

    Die Wallbox wäre sowieso Voraussetzung. Hier im Ort gibt es 3 Ladesäulen. Und die sind immer belegt, wenn ich da vorbei komme. Bei der geringen Reichweite, muss ich mich darauf verlassen können, dass die Kiste morgens voll ist. Und da muss dann natürlich der Stromanbieter mitmachen und es darf nicht schon zu viele Wallboxen in der Strasse geben.

    • Official Post

    Genau dafür braucht es dringend das Tempo-Limit.

    Zum Glück gibt es auch Leute, die das anders sehen, und ich bin echt froh, daß dieses Thema vom Tisch ist.

    Ich empfinde <130km/h als ziemliche Schleicherei. Das verursacht mir physische Schmerzen.


    Liegt sicher am Wagen, grade hab ich ein ziemlich nervöses Ding was zum Schnellfahren verleitet.

    Das auf der Autobahn schnell fahren viel Spaß macht, werden die wenigsten Leugnen, oder?


    Sollte ich mich bei meinem nächsten Wagen zu einem E-Kleinwagen entscheiden, werde ich den Kollegen mit

    den schnelleren Karren auch weiterhin ihre Freude gönnen.


    Aber ich brauche diese Bevormundung auf der Autobahn nicht.

  • Genau dafür braucht es dringend das Tempo-Limit.

    Zum Glück gibt es auch Leute, die das anders sehen, und ich bin echt froh, daß dieses Thema vom Tisch ist.

    Ich empfinde <130km/h als ziemliche Schleicherei. Das verursacht mir physische Schmerzen.

    Ich brauche diese Bevormundung auf der Autobahn nicht.

    Das Tempolimit kommt so oder so. Und wie gesagt, ich gehe das von aus, dass das von der Autoindustrie durchgedrückt wird.

    • Official Post

    Das Tempolimit kommt so oder so. Und wie gesagt, ich gehe das von aus, dass das von der Autoindustrie durchgedrückt wird.

    Warum sollte das die Autoindustrie wollen?

    Was soll ich mir einen e-Porsche/Polestar/Tesla/Etron kaufen um dann mit Tempo 120 zu fahren? Das geht mit dem Dacia Spring auch. Klar, Schnellfahren mag unvernünftig sein weil es mehr Energie verbraucht, aber mit der Argumentation mǘßte man so einiges verbieten und ändern (Wegwerfgesellschaft, Urlaubsfliegerei, Motorradfahren, Fleischessen,...)

  • Das Tempolimit kommt so oder so. Und wie gesagt, ich gehe das von aus, dass das von der Autoindustrie durchgedrückt wird.

    Warum sollte das die Autoindustrie wollen?

    Wegen dem autonomen Fahren. Das wird irgendwann zum Wettbewerbsnachteil, wenn das auf unseren Autobahnen wegen der Raserei nicht funktioniert, während uns die anderen Länder das vormachen. Und wenn ich sowieso nicht mehr selber fahre, dann hat sich die Raserei sowieso erledigt.

    • Official Post

    Warum sollte das die Autoindustrie wollen?

    Wegen dem autonomen Fahren.

    Da bin ich aber nicht sicher, ob das alle Kunden wollen.

    Klar, für den täglichen Weg zur Arbeit hätte ich auch kein Problem damit, mit von Alexa kutschieren zu lassen und dabei was anderes zu machen. Dann wird aber das Autofahren nur noch zur Fortbewegung. Dann wird es mehr und mehr zweitrangig, was für einen Wagen man fährt.

    Die "Freude am Fahren" spielt sicher für einen signifikanten Teil der Bevölkerung auch noch eine Rolle.

  • ohne Kunde bei allen in Deutschland vertretenen Ladesäulenanbieter zu sein

    Das ist in der Tat ein Problem, da gebe ich dir recht. Das muss besser werden. Aber wenn e-Auto, dann kommt daheim auch eine Ladestation hin.

    Ne, das ist kein Problem: Wenn du z.B. eine Ladekarte von EnBW hast, kannst du quasi überall laden.

    Ein ganz gute Übersicht bietet: https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

  • Warum sollte das die Autoindustrie wollen?

    Wegen dem autonomen Fahren.

    Da bin ich aber nicht sicher, ob das alle Kunden wollen.

    Klar, für den täglichen Weg zur Arbeit hätte ich auch kein Problem damit, mit von Alexa kutschieren zu lassen und dabei was anderes zu machen. Dann wird aber das Autofahren nur noch zur Fortbewegung. Dann wird es mehr und mehr zweitrangig, was für einen Wagen man fährt.

    Die "Freude am Fahren" spielt sicher für einen signifikanten Teil der Bevölkerung auch noch eine Rolle.

    Ob das alle Kunden wollen, ist ja nicht entscheidend. Sondern ob es die Mehrheit der Kunden will. ;)

  • Das ist in der Tat ein Problem, da gebe ich dir recht. Das muss besser werden. Aber wenn e-Auto, dann kommt daheim auch eine Ladestation hin.

    Ne, das ist kein Problem: Wenn du z.B. eine Ladekarte von EnBW hast, kannst du quasi überall laden.

    Ein ganz gute Übersicht bietet: https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/

    Natürlich ist das ein Problem, wenn ich keine freie Ladesäule in der Nähe habe.

    Ausserdem will ich doch auf dem Weg von der Arbeit nach Hause nicht noch einen 30 Minuten Ladestopp einlegen oder erst mal überhaupt einen freie Ladesäule suchen.

    • Official Post

    Ausserdem will doch auf dem Weg von der Arbeit nach Hause nicht noch einen 30 Minuten Ladestopp einlegen oder erst mal

    Definitiv. Das geht gar nicht.

    Der Wagen muß mit Puffer von 50% (Winter, Akkudegradation, Umleitung, Umweg zum Einkaufen/Arzt...) den Weg zur Arbeit und zurück schaffen und dann daheim laden. Damit könnte ich dann wahrscheinlich, von meinen krankhaften Hang zur Raserei abgesehen, 90% meines Zweitwagen-Mobilitätsbedarfs abdecken, solange meine Frau noch einen Verbrenner fährt mit Platz für die Kinder....

  • ... Der Wagen muß ... den Weg zur Arbeit und zurück schaffen und dann daheim laden.

    Ideal wäre ja ein Solar-Carport an der Arbeitsstelle. Dann könnte das Fahrzeug tagsüber von der Sonne geladen werden und wäre gleichzeitig vor der Sonne geschützt.

    Manche sind schon froh, wenn sie überhaupt einen Firmenparkplatz haben - meine Frau muss sich jeden Tag einen Parkplatz suchen.


    So wird die ganze Elektromobilität zur Spielwiese einer priviligierten Minderheit.


    - Subventioniert wird, wer sich einen Neuwagen leisten kann.

    - Subventioniert wird, wer ein Eigenheim besitzt, und eine Wallbox installieren kann.

    - Wer eine gut bezahlte Stellle hat, der bekommt vielleicht auch noch den Stellplatz mit Ladeanschluss vom Arbeitgeber.

    - Benachteiligt werden Familien, die aus Kostengründen ihre Autos lange fahren und gebrauchte Autos kaufen. Die werden durch Ökosteuer und andere Abgaben überproportional belastet. Aber irgendjemand muss diese Autos doch fahren oder wollen wir die alle nach 3 Jahren auf den Schrott tun?


    Das mit den Subventionen war schon bei den Solaranlagen so. Alle anderen zahlen die Ökostromumlage.

    Diese Liste kann man sicher noch lange vorführen. Aber das sind so Punkte, die mir immer wieder aufstossen.


    Es kristallisiert sich schon heraus, wer das alles bezahlen soll und wer ausschließlich provitiert.

    • Official Post

    Ich bin letzten Sonntag mit Elektroauto von Kiel über München nach Saarbrücken gefahren. Regelmäßige Pausen zw. 20 und 30 Minuten habe ich eh gebraucht, weil mir sonst das Sitzfleisch weh tut. Ich mache in Westeuropa auch jede Fernstrecke elektrisch. Und die Elektroprämie hat das Auto auch nicht bekommen, weil wir „zu früh“ gekauft haben. Gegenargumente finden sich immer, wenn man möchte - gegen alles. Da sind wir Weltmeister.

  • Benachteiligt werden Familien, die aus Kostengründen ihre Autos lange fahren und gebrauchte Autos kaufen. Die werden durch Ökosteuer und andere Abgaben überproportional belastet. Aber irgendjemand muss diese Autos doch fahren oder wollen wir die alle nach 3 Jahren auf den Schrott tun?

    ich denke mal das ist der tiefere Plan dahinter. Nur so kann die Industrie genug Neuwagen absetzen.


    Ich weiß auch nicht ob ich mich trauen würde, einen modernen Gebrauchten zu fahren. Wenn ich sehe was alles kaputt gehen kann und wie teuer die Reparaturen dann sind. Diesel haben inzwischen ein irrsinnig komplexes Abgassystem, das nach einer Reparatur nur online vom Hersteller mit Meldung zum KBA wieder freigeschaltet werden kann (ist mir schon passiert!). Alle Neuwagen haben gesetzlich vorgeschriebene elektronische Einrichtungen, die alle zulassungsrelevant sind und bei einem Defekt ersetzt werden müssen, sonst kein TÜV. An Airbagsysteme und Kat hat man sich ja schon gewöhnt, jetzt ist es noch Notbremsassistent und Notrufassistent und wer weiss was da alles noch kommt. Ein jüngerer Benziner (ohne Downsizing Wahn oder Partikelfilter) oder Elektrowagen mit nur dem nötigsten scheint mir da noch eine gute Investition zu sein derzeit ...


    Der Nachschub an bezahlbaren kleinen Gebrauchten wird eh wegfallen. Derzeit werden vorrangig Wagen gebaut, die Geld abwerfen. Sprich Mittelklasse aufwärts als Dienstwagen oder Luxus für den Export. Vielleicht muss man sich dran gewöhnen dass das Klein und Billigwagensegment zukünftig aus dem fernen Osten bedient werden wird.

    Zuletzt repariert:
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!
    21.5. PET2001 zweimal 7805 Regler getauscht, 6540-010 durch Adapter ersetzt, sowie 3x 6550

  • Ich bin letzten Sonntag mit Elektroauto von Kiel über München nach Saarbrücken gefahren. Regelmäßige Pausen zw. 20 und 30 Minuten habe ich eh gebraucht, weil mir sonst das Sitzfleisch weh tut. Ich mache in Westeuropa auch jede Fernstrecke elektrisch. Und die Elektroprämie hat das Auto auch nicht bekommen, weil wir „zu früh“ gekauft haben. Gegenargumente finden sich immer, wenn man möchte - gegen alles. Da sind wir Weltmeister.

    Beleidigend wollte ich nicht sein. Wenn das so rüber gekommen ist, tut es mir leid...

  • Habe letztens noch einen sehr guten Bericht zu E-Autos gelesen. Wir haben einfach nicht genug Ressourcen auf unserem Planeten, um so viele E-Autos zu bauen.


    Was für die Batterieherstellung an Ressourcen verbraucht wird, werden wir dann zukünftig in immer höher steigenden Preisen bei anderen Elektro Artikeln merken.


    Die Batterien eines E-Autos sind irgendwann mal durch. Und ein neuer Satz ist nicht unbedingt günstig.


    Meinen Verbrenner kann ich 20 Jahre und mehr fahren wenn ich da Lust drauf habe. Kleinere Reparaturen fallen natürlich nach einigen Jahren immer an.


    Aber wenn es hart auf hart kommt, bekomme ich für unter 1000€ einen Verbrenner den man noch eine Zeit fahren kann. Das wird es bei E-Autos nicht geben, ohne für teuer Geld einen neuen Akkusatz zu kaufen.


    Es gibt nun einmal genügend Menschen, bei denen ein Auto nicht mehr als 2000-3000€ kosten darf, weil einfach für mehr kein Geld da ist, aber diese Personen sind dennoch auf ein Auto angewiesen. Geht mal mit den öffentlichen den Wocheneinkauf für eine größere Familie machen. Das geht nicht. Kann mir keiner erzählen das dies möglich ist.


    E-Auto schön und gut. Aber wir werden die nächsten 50 Jahre noch den Verbrenner brauchen. Egal ob als Benziner, Diesel oder synthetische Stoffe oder hoffentlich viel mehr Wassestoff.


    Deutschland war und ist „noch“ das Automobilland schlechthin. Aber wenn wir wirklich diesen ganzen Zirkus mit „Verbrenner müssen weg“ mitmachen, dann stehen wir hier in DE bald echt dumm dar.


    Wir müssen mehr in Forschung für Wasserstoff und Synthetische Stoffe investieren und nicht nur dem Heiligen Gral „Elektro“ folgen.


    Es gibt heute schon große Autos die nur 4-4,5 Liter Diesel auf 100km verbrauchen und das ist nicht das Ende der Fahnenstange.


    Wenn wir mal Diesel mit 3 Litern haben, sollte man sich mal die Bilanz über die Herstellung und Nutzung des Fahrzeugs für 20-30 Jahre genauer anschauen. Ich glaube nicht das der Diesel sich da verstecken muss.


    Bis vor einigen Jahren hieß es immer, wir müssen Strom sparen wo es nur geht. Der Stromverbrauch durch immer mehr Elektronik wird immer mehr. Die Abschaltung von AKWs und Braunkohlekraftwerken werden das Problem des immer höheren Energiebedarfs und somit des immer teurer werdenden Zukaufs noch weiter verschärfen… Juhu, dann lasst uns doch auch noch 10-20 Millionen E-Autos von dem Strom der schon nicht mehr existiert aufladen.


    Sorry, aber mir geht dieser Hype um E-Autos einfach nur noch auf die Nerven. Und leider gibt es einige Politiker, für die ist ein E-Auto die Lösung all unserer Probleme.


    *dieser Kommentar bezieht sich nicht auf irgendein vorangegangen, sondern ist nur meine Meinung zu dem gesamten Thema*


    --

    Elaay (aka WStyle) - Commodore 4 Ever !


    there are 10 types of people in this world, those who understand binary and those who dont

    • Official Post

    Meinen Verbrenner kann ich 20 Jahre und mehr fahren wenn ich da Lust drauf habe.

    Kannst Du das? Braucht aber auch ein wenig Glück. Und man muß einen Wagen fahren, der die Zulassungsstatistik anführt, damit die E-Teil Versorgung garantiert ist.

    Ich habe einen 16 Jahre alten Wagen mit Elektronikproblem, wo sich keine Werkstatt dran traut und für den es vom Hersteller diverse Ersatzteile nicht mehr gibt. Klar kann ich jetzt das mit dem Auto so handhaben wie mit den alten Rechnern, aber dann brauch ich 2 - einen halb zerlegten und eines was mich zuverlässig zur Arbeit bringt.

    Ob das mit den Elektrischen ähnlich ist? Angeblich ist der Lebenszyklus zwischen Herstellung und Verschrottung eines Autos in D 9.5 Jahre. Wird der wert steigen oder sinken mit Emobilität? Kann heute denke ich noch niemand sagen. Gibt ja Leute, die behaupten, der Akku hält 300.000 km und mehr. Und ein E-Auto hat kein Schaltgetriebe, keine Abgasanlage, keine Kupplung, keinen Turbolader, Partikelfilter, Injektoren, Zahnriehmen und Steruerketten, Zweimassenschwungrad, Luftmassenmesser, Lamdasonde, Drosselklappe und Drosselklappenstellungsgeber.....


    Andererseits werden die Autohersteller das mit geschicktem Engineering schon hinbekommen, daß die E Autos bestimmt nicht länger halten als die Verbrenner. Den Markt sättigen mit Produkten, die zu lange halten, hat noch keinem Industriezweig genützt. Siehe Glühlampenkartell.

  • Habe letztens noch einen sehr guten Bericht zu E-Autos gelesen. Wir haben einfach nicht genug Ressourcen auf unserem Planeten, um so viele E-Autos zu bauen.

    Ich glaube, den Beitrag kenne ich. War schon bei der Erstveröffentlichung 2019 falsch.


    Jeder, der von "begrenzten Ressourcen" im Kontext von eAutos spricht, hat sich schon disqualifiziert. Einfach mal nachrechnen, wieviel Öl wir noch haben, wozu das verbrennen desselbigen führt und welche Schweinerei das insgesamt ist (oder habt ihr alle die Bilder von Deepwater Horizon oder der Exxon Valdez vergessen?).


    Wenn dann noch solche Rechenkunstwerke dazu kommen, daß Akkutechnik von 2009 hochgerechnet wird, anstelle aktuelle zu nehmen, dann weiß man, welcher Lobbyverband dahinter steckt. Problem ist nur: Dem Lobbyverband rennen die Finanziers weg, weil nämlich auch die deutsche Autoindustrie mittlerweile eingesehen hat, auf verlorenem Posten zu sein.


    Der Verbrenner-Motor ist am Ende. Da gibt es eigentlich keine ernstzunehmende andere Meinung mehr zu. Sicher ist aber auch, einfach nur alle Verbrenner durch Elektro ersetzen, löst keine Probleme, mindert aber einige und verschafft uns so mehr Zeit. Je klüger wir das machen, desto mehr Zeit gewinnen wir. Fette SUVs waren und sind allerdings Problem und keine Lösung, egal mit welchem Antrieb.


    Zur Diskussion, daß sich das nicht jeder leisten kann: Stimmt. War aber genau so auch bei den ersten Autos. Wie schon andere anmerkten, haben sich die Hersteller erstmal auf die margenträchtigen Modelle fokussiert. Die günstigen Kleinwagen sind immer wieder irgendwie aus dem Portfolio gefallen, besonders auffällig bei VW. Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis es einen guten Gebrauchtwagenmarkt gibt, daß sich auch kleine Geldbeutel ein Elektroauto leisten können. In dem Kontext finde ich auch die aktuellen Prämien eine massive Fehlsteuerung.


    Der Gebrauchtmarkt führt dann auch zu einem anderen Aspekt: Praxiszahlen zeigen, daß die Akkus extrem lange halten. Die Mechanik des Autos gibt wohl eher auf. Das wird wohl zu einem Umkrempeln des ganzen Werkstatt- und Verwertermarkt führen (außer es wird sinnvolle internationale Standrads für Akkumodule geben, sehe ich aber aktuell nicht).

  • Meinen Verbrenner kann ich 20 Jahre und mehr fahren wenn ich da Lust drauf habe.

    Ob das mit den Elektrischen ähnlich ist? Kann heute denke ich noch niemand sagen. Gibt ja Leute, die behaupten, der Akku hält 300.000 km und mehr. Und ein E-Auto hat kein Schaltgetriebe, keine Abgasanlage, keine Kupplung, keinen Turbolader, Partikelfilter, Injektoren, Zahnriehmen und Steruerketten, Zweimassenschwungrad, Luftmassenmesser, Lamdasonde, Drosselklappe und Drosselklappenstellungsgeber.....

    Die 300.000 aber nur, wenn man sie nicht gut behandelt. Sonst hält sie länger.

    • Official Post

    Die 300.000 aber nur, wenn man sie nicht gut behandelt. Sonst hält sie länger.

    In der Firma wo meine Frau arbeitet, haben die für den Außendienst 2 E-Ups.

    Die hängen immer am AC-Lader. Auch jetzt, bei -2°C nachts, am Wochenende, immer auf 100% SOC.

    Und tags werden sie runtergefahren auf fast 0.

    Denke es gibt viele, die das so machen.

    Wahrscheinlich auch viele, die ihr Auto leasen und denen es egal ist was in 24 Monaten passiert.
    Viele, die es so machen müssen weil sie die Reichweite brauchen und viele die keine Ahnung haben wie man einen Akku gut behandeln. Genauso wie die wenigsten ihren Turbo zaghaft warm und kalt fahren und sich dann ärgern wenn er in 120.000km platt ist.