Risiko bei Zahlungen mit "Paypal Freunde" (OT aus "Interessantes bei Ebay...")

  • toms01 Ich mache es, aufgrund schlechter Erfahrungen, seit einiger Zeit auch wie 1ST1 und habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Alles was über 30€ ist, wird nur noch per PayPal Dienstleistungen bezahlt. Ich biete dem Verkäufer an die Gebühr zu übernehmen. Akzeptiert er es nicht, ist schon mal Vorsicht angebracht.

    Würde ich als Verkäufer auf jeden Fall ablehnen und auch jedem anderen Verkäufer dringend raten, das zu tun. Denn bei Dienstleistung hat man nachher womöglich das Finanz am Bein. Ausserdem trägt man dann als Verkäufer das volle Risiko, wenn der Käufer Ärger macht und behauptet, er habe die Ware nicht bekommen oder die wäre nicht in Ordnung.


    Wenn der Käufer mir nicht traut, dann traue ich ihm auch nicht und unterstelle erstmal pauschal unredliche Absichten. Auf so einer Basis kommt kein Geschäft zu stande. Aber es gibt zum Glück genügend Käufer, mit denen man stressfrei ins Geschäft kommt.

  • Wenn der Käufer mir nicht traut, dann traue ich ihm auch nicht und unterstelle erstmal pauschal unredliche Absichten.

    Das Problem besteht ja für beide Seiten, wenn man sich nicht kennt.

    Eben. Deswegen würde ich als Verkäufer nicht einsehen, dieses Risiko zu tragen. Und man kann sich den Käufer immer aussuchen - oder im Zweifelsfall eben nicht zu verkaufen.

  • Wenn der Käufer mir nicht traut, dann traue ich ihm auch nicht und unterstelle erstmal pauschal unredliche Absichten.

    Das Problem besteht ja für beide Seiten, wenn man sich nicht kennt.

    Eben. Deswegen würde ich als Verkäufer nicht einsehen, dieses Risiko zu tragen. Und man kann sich den Käufer immer aussuchen - oder im Zweifelsfall eben nicht zu verkaufen.

    Und als Käufer hab ich eben auch keinen Bock das Risiko eines kompletten Lieferausfalls zu tragen. Der Verkäufer hat aber immer noch den Nachweis, dass die Ware beim Käufer angekommen ist. Wenn es dann weitere Probleme gibt, dann kann man ja eine Rückabwicklung machen. Da ist das finanzielle Risiko auch noch überschaubar.

    "Link arms,don't make them." - Du musst Gott für alles danken, sogar für einen Franken

  • Also, wenn ich auch mal meinen Senf dazu geben darf.


    Eine Lastschrift darf ich nur zurück holen, wenn es sich bei der Abbuchung um eine Fehlbuchung (zu hoher Betrag) oder eine nicht autorisierte Abbuchung handelt.


    Überweise ich Geld via PayPal Freunde, dann handele ich hier eigenverantwortlich und kann mein inkompetentes Handeln im Falle eines Betruges am Ende nicht als unautorisierte Lastschrift meiner Bank melden. Schliesslich ist die Abbuchung seitens PayPal legitim, dient sie doch dazu die ausstehenden Beträge auszugleichen.


    Alles andere ist reine Willkür und kann vor Gericht wie ein Bumerang werden. Aber hey, jeder ist seines Glückes Schmied!

  • Und als Käufer hab ich eben auch keinen Bock das Risiko eines kompletten Lieferausfalls zu tragen. Der Verkäufer hat aber immer noch den Nachweis, dass die Ware beim Käufer angekommen ist. Wenn es dann weitere Probleme gibt, dann kann man ja eine Rückabwicklung machen. Da ist das finanzielle Risiko auch noch überschaubar.

    Ja klar. Und ich als Verkäufer hab den ganzen Ärger. Nö, nö.


    Aber wird müssen das jetzt gar nicht endlos diskutieren, denn bisher hat kein Käufer von mir eine Paypalzahlung per Dienstleistung gewünscht. Und den Verkäufern nötige ich das auch nicht aus. Daher alles gut und alle sind zufrieden. :)

  • Von eBay-Kleinanzeiger gibt es ja auch ein Bezahlsystem. Hat das schon jemand ausprobiert ?

    Diese Bezahlmöglichkeiten wurden bei mir von den allermeisten Verkäufern schlicht abgelehnt.

    zurecht, das macht irgend so ein holländischer Treuhandzahlungsdienstleister! Bei dem weiß man ja überhaupt nicht nach welchen Kriterien der entscheidet?

    Bei Paypal weiß man ja wenigstens das der Käufer immer Recht hat und immer sein Geld zurück bekommt. Das Wort "Verkäuferschutz " ist eine Lachnummer.

    Das schlimme ist bei KA, das man die Treuhandbezahlmöglichkeit gar nicht deaktivieren kann und deshalb auch immer Anfragen darüber bekommt.

    Ich hatte letztens eine Anfrage aus dem Ausland für einen Preis inkl. Versand und sollte dann "annehmen" anklicken. Aber ich weiß ja gar nicht wohin das Paket gehen soll und was der Versand mich kosten würde - das wird nämlich nicht angezeigt!

  • Ich hatte auch mal eine unangenehme Erfahrung bei EKA. Hab mein Geld inklusive aller Kosten wieder bekommen. Das Verfahren wurde dann aber eingestellt, weil es keinen Geschädigten mehr gab. Ist etwas frustrierend, weil das ja heißt, dass der Betrüger keine Konsequenzen erfahren hat. Er hat unter falschem Namen einen falsch deklarierten Artikel (voll funktionsfähig, war aber defekt) verkauft und nach meiner Beschwerde Nachrichten in der Art „Pass auf, ich hab deine Adresse“ geschickt.

    Da krieg ich jedes Mal nen Hals, wenn ich daran denk.

    Und Paypal Freunde (war’s bei mir zum Glück nicht) mag riskant sein. Aber Betrug bleibt Betrug.

  • Nochmal eine Frage an alle, die sich hier über die Bezahlung per paypal-Freunde ereifern: Was macht ihr eigentlich, wenn ihr privat was auf EKA verkaufen wollt und der Verkäufer verlangt von euch paypal mit Käuferschutz, wo ihr genau wisst: wenn der Käufer sich beschwert, ist eure Kohle weg?


    Jetzt mal ne ehrlich Antwort. ;)

  • PayPal biete ich als Verkäufer erst garnicht an. Ich persönlich schreibe in die Anzeige direkt rein, dass ich Barzahlung bei / und Abholung bevorzuge, bei Versand dagegen nur Banküberweisung anbiete. Wen das stört, auf den verzichte ich gerne.


    PayPal benutze ich eigentlich nur, wenn ich selbst Dinge kaufe. Und in seltenen Fällen, wenn mir persönlich bekannte Leute z.B. hier aus dem Forum danach fragen. Und selbst dann bevorzuge ich ein persönliches Treffen mit Übergabe - weil ich besagte Leute / Sammlerkollegen eben auch gerne sehe.

  • Nochmal eine Frage an alle, die sich hier über die Bezahlung per paypal-Freunde ereifern: Was macht ihr eigentlich, wenn ihr privat was auf EKA verkaufen wollt und der Verkäufer verlangt von euch paypal mit Käuferschutz, wo ihr genau wisst: wenn der Käufer sich beschwert, ist eure Kohle weg?


    Jetzt mal ne ehrlich Antwort. ;)

    Warum sollte die Kohle dann weg sein? Man kann doch Rückgabe der Ware vereinbaren?

    Ohne Käuferschutz hat der Käufer gar nichts in der Hand: Er kennt den Absender nicht und muss auf gut Glück hoffen seine Ware überhaupt zu bekommen. Oder manche verpacken ihre Sachen so mies, dass es unweigerlich zerstört ankommt.

    Was dann?

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  • Ich möchte gern Überweisung oder wenn der Käufer es unbedingt will paypal Freund. Ansonsten mache ich das nicht.

    Käuferschutz akzeptiere ich nicht. Da bekommt der Käufer ja grundsätzlich immer recht!

    Wie gesagt: Ware zurückfordern/rückabwickeln und ansonsten eben die Angebote so gut beschreiben und bebildern, dass es zu keinen/wenig Missverständnissen kommt.

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  • bei Versand dagegen nur Banküberweisung anbiete

    Bei dir würde ich das machen, weil ich als Käufer dich kennen würde. Wenn ich aber auf einen Betrüger hereinfalle, ist bei Banküberweisung das Geld futsch, das holt die Bank nicht zurück. Daher mache ich das bei EKA und anderen Plattformen über bestimmte Beträge hinaus nicht. Da mag der noch so was tolle verkaufen, was ich unbedingt haben will.

  • Ich möchte gern Überweisung oder wenn der Käufer es unbedingt will paypal Freund. Ansonsten mache ich das nicht.

    Käuferschutz akzeptiere ich nicht. Da bekommt der Käufer ja grundsätzlich immer recht!

    Wie gesagt: Ware zurückfordern/rückabwickeln und ansonsten eben die Angebote so gut beschreiben und bebildern, dass es zu keinen/wenig Missverständnissen kommt.

    Und wenn der Käufer dich über den Tisch ziehen will? Und einfach behauptet, die waren wäre nicht ok. Und die dann vielleicht irgendwas anderes zurückschickt? Wie willst du das dann als Verkäufer gegenüber paypal beweisen.


    Hier wird doch ständig von betrügerischen Verkäufern ausgegangen. Warum soll es keine betrügerischen Käufer geben?

  • Ich möchte gern Überweisung oder wenn der Käufer es unbedingt will paypal Freund. Ansonsten mache ich das nicht.

    Käuferschutz akzeptiere ich nicht. Da bekommt der Käufer ja grundsätzlich immer recht!

    Wenn du bei den Käufern nur Betrüger siehst, dann solltest du schlicht nichts verkaufen. So sehe ich das.

    Wenn man, wie viele hier, nur von betrügerischen Verkäufern ausgeht, dann sollte man auch nichts kaufen. ;)

  • Es steht ja schon in der Bezeichnung "Paypal FREUNDE", dass ich diese Zahlungsmethode nur zwischen vertrauenswürdigen Partnern anwenden sollte.


    Aktuelles Beispiel von gestern: Biete dem Verkäufer Paypal DL an und die Übernahme der Mehrkosten. Verkäufer möchte das aber nicht sondern nur PP Freunde. Darauf meine Gegenprobe: "Ich habe einen Bekannten in der Nähe, der die Teile abholen kann. Würden Sie mir bitte ihre Adresse geben?" ..... Funkstille!

    "Link arms,don't make them." - Du musst Gott für alles danken, sogar für einen Franken

  • Bei den PP Freunde Betrügereien würde ich schon von einer Masche sprechen, die immer massiver ausgenutzt werden. Ein betrügerischer Käufer ist da wohl eher die Seltenheit. Die Gefahr ist schon deshalb für den Käufer wesentlich größer, weil er ja seine komplette Adresse kommunizieren muss.

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  • Die Gefahr ist schon deshalb für den Käufer wesentlich größer, weil er ja seine komplette Adresse kommunizieren muss.

    Das kommt noch dazu. Stell dir vor, du käufst ein typisches Sammlerobjekt was nicht ganz billig ist, z.B. ein größeres Modellauto und wirst dabei betrogen. Und kurze Zeit später ist ein Fenster aufgehebelt und die ganze Sammlung ist fort...

  • Also ich habe schon einiges auf Kleinanzeigen gekauft und noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. PP Freunde habe ich meist selbst angeboten, weil es einfacher ist als eine Banküberweisung mit SMS-TAN, Kosten usw.


    Selbst würde ich als privater Verkäufer auch nie PP Dienstleistungen annehmen, weil mir dann das ganze Versandrisiko aufgebürdet würde, was ich als Privatmann nach BGB überhaupt nicht tragen brauche. Selbst, wenn die Ware wirklich auf dem Versandweg verloren geht, ist das das Problem des Käufers. Wenn es versichert verschickt wurde, macht man einen Nachforschungsauftrag. Bekommt man das Geld zurück, wird es an den Käufer weitergereicht. Wenn nicht, dann nicht. Warum soll ich mir als Verkäufer von einem ausrangierten Teil für ein paar Euro den möglichen Streß und die Kosten aufbürden?

  • Über Paypal DL wird sich bei Ebay Kleinanzeigen aufgeregt, bei dem eigentlichen (zuerst vorhandenen) Ebay hingegen wird alles so akzeptiert ?

    Solange ich jemand kenne (oder schon mal was bei ihm eingekauft habe), komme ich auch mit Banküberweisung oder Paypal Freunde klar.

    Bei Kleinbeträgen unter 10 Euro vielleicht auch noch. Bei Beträgen über 10 Euro ist es zwar nicht immer ein Betrugsversuch, aber wenn, trage ich ganz alleine das Risiko (als Käufer). Beim Versandrisiko und Paypal DL kann man ja aushandeln, dass man bei entsprechend gut verpackter Ware (Foto der nicht geschlossenen Verpackung hilft da Vertrauen zu bilden) das Versandrisiko als Käufer trägt.

    Ansonsten bleibt der Grundsatz, wie ich es schon oft geschrieben habe - Abholen ist das Beste bei Ebay KA.

    "Ich habe keine Zeit mich zu beeilen." (Igor Strawinsky)


    ... und schaut auch mal bei meinem Blog vorbei ...

  • Paypal interessiert der ganze betrügerische PP-Freunde-Fall solange nicht, bis sich die Kripo bei denen meldet. Betrug ist nunmal Betrug.

    Ab da sind sie Auskunftspflichtig und müssen den Geldempfänger (der ja hoffentlich ausreichend von denen verifiziert wurde <= Klagegrund) den Behörden nennen. Zumindest sollte man dann schon herausbekommen mit wem man es dort zutun hatte.

    Auf einem anderen Blatt steht dann, ob man noch etwas von diesem zurückbekommen kann.

    Schauen wir mal was kommt... von einem Kollegen gerade ähnlich gearteten Fall gehört, hat etwa drei Monate gedauert, dann hatte er sein Geld zurück.

    Falls nicht, dann nicht :)