Die Jugend von heute (Offtopic aus Lustige Bilder)

  • Sowas ist heutzutage normal geworden, nachdem die MINT-ferne junge Generation sich dem Thema "Ich mach irgendwas mit Medien" zuwendete

    Wird das nicht langsam langweilig?

  • „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)


    Das da ist der Beste. So schön zeitlos formuliert. Und seit 2300 Jahren irgendwie doch auch immer wieder falsch.

  • Wird das nicht langsam langweilig?

    Sicher nicht. Es ist eine Entwicklung der vergangenen rund 20Jahre, daß Ahnungslosigkeit in MINT-Fächern nicht mehr als negativ betrachtet wird, zumindestens von einem nicht unwesentlichen Teil der Eltern.


    Die Generation "ich mach irgendwas mit Medien" ist keine 15 Jahre alt und eine der Folgen davon. Die auffälligste Ausprägung sind sogenannte Youtuber, die nichts können, aber davon leben. Zugegeben, das ist eine Kunst ;) Das sagt übrigens auch einiges aus über die, die die Einnahmen dafür generieren, also Zuschauer, Käufer und Werbetreibende. Kurz: von denen ist kein einziger produktiv, die können das vermutlich nicht mal mehr.


    Ich kann Dir soviel verraten, daß ich den Kontakt zur Studentenwelt nicht ganz verloren habe, zu der ich selber mal gehörte. Die ist in Karlsruhe eher ingenieursmäßig unterwegs, denn Diskussions- und Genderwissenschaften spielen dort keine große Rolle. Daher weiß ich, daß es noch etliche gibt, die sich mit Aufgaben der realen Welt beschäftigen, auch wenn der Wahns*Inn weiter um sich greift.


    Tja, wir Jungen machens eben seit zehntausenden von Jahren falsch :mrgreen:

    Teilweise könnt ihr nichts dafür, weil euch eure Eltern, also fast meine Generation, das so vorgelebt hat und euch nicht mehr beigebracht hat.


    Objektv betrachtet und seit mindestens 20Jahren bewiesen ist die These, daß die Abiturprüfungen immer leichter werden, d.h. die Anforderungen stetig sinken. Ein heutiger Abiturient hätte kaum eine Chance die Abiturprüfungen der 1970er oder 1980er Jahre zu schaffen. Da geht's um die Fächer und Aufgaben, bei denen sich Ergebnisse objektiv vergleichen lassen, also die MINT-Fächer. Die Folgen sind selbstverständlich im Hochschulbetrieb zu spüren. Deine Generation kann nichts dafür, daß es nicht mal mehr richtige Studiengänge gibt, sondern nur noch Bachelor und ähnliches. Wer aus den 1970ern und 1980ern betonte sein Vordiplom? Niemand. Aber heute wird Bachelor als Abschluß genannt! Ein Schmalspurvordiplom?


    Zudem ist der "reversed Flynn effect" nicht zu vernachlässigen. Aus dem Wiki-Artikel:

    "2017 revidierte Flynn seine Aussagen und stellte ein Sinken des IQ in vielen westlichen Ländern fest, nachdem er erneut Daten aus verschiedenen Ländern gesammelt hatte."

    Der Rest ist trotzdem lesenswert, wenn auch kurz, IMHO.


    Mal schauen ob ich dann in ~ 25 Jahren genauso denke) ^^

    Ich würde das nicht an einer Zeitdauer festmachen, sondern an realen Fragestellungen. Die lasse ich weg wg. Politikbezug.


    Gruß, Ralf

  • Die Generation "ich mach irgendwas mit Medien" ist keine 15 Jahre alt und eine der Folgen davon.

    Klar, ich kann nur für mich sprechen, aber mal ganz ehrlich: Ich hatte mit 15 ebenfalls noch keine Ahnung was ich machen wollte. Meine Antwort wäre damals wohl ebenfalls "Irgendwas mit Technik" gewesen. Mit 16 dann "Irgendwas mit Computer", als es tatsächlich um meine Berufswahl ging (Meine Berufsausbildung startete als ich 17 war). Gelernt habe ich schlussendlich Informatiker Systemtechnik (Gibts ja nicht mal mehr), nach dem ich auch kurz Softwareentwickler schnuppern ging. Programmieren lag mir aber nicht.

    Zwischenzeitlich habe ich beruflich etwas komplett anderes gemacht, ab April dann wieder in der Informatik. Vermutlich nicht mein Leben lang.


    Mit <15 war ich aber definitiv dümmer als heute. Alles andere wäre ja auch weniger gut :mrgreen:


    Ich glaube daher, dass die wenigsten <15 Jährigen genau wissen, welchen Beruf sie ein Leben lang machen wollen.


    Die auffälligste Ausprägung sind sogenannte Youtuber, die nichts können, aber davon leben. Zugegeben, das ist eine Kunst ;)

    Auch das ist wohl so alt wie "Die heutige Jugend ist schlimm!"

    Wie sich anhand meines Usernamens wohl unschwer erkennen lässt, höre ich Heavy Metal. Hab mal alte Zeitungsausschnitte der frühen 80er gelesen, welche empört darüber schrieben, dass Rock - und Metalbands nichts können und damit sogar noch reich werden. Dass die meisten dieser Musiker*Innen eine klassische Musikausbildung hatten, wurde natürlich ausgeblendet.

    Was ich damit sagen will: Es wird immer etwas geben, worüber sich Leute ärgern dass Geld damit gemacht wird. Schlussendlich gehört das in die Kategorie Unterhaltung. Die gefällt, oder sie gefällt nicht. Ich kann mit den meisten Inhalten auf YouTube auch relativ wenig anfangen. Also ignoriere ichs halt.

    (Ich selbst nutze keine Sozialen Medien, ausser Foren wie dieses werden dazugezählt).

    Das sagt übrigens auch einiges aus über die, die die Einnahmen dafür generieren, also Zuschauer, Käufer und Werbetreibende. Kurz: von denen ist kein einziger produktiv, die können das vermutlich nicht mal mehr.

    Ich kenn so einige, die in der Industrie arbeiten (Metallbauer etc) und sich nach Feierabend solche Videos anschauen. Muss ich nicht verstehen, ist aber deren Freizeit. Mir erschliesst sich auch nicht, warum ein Mensch ständig, 24/7 produktiv sein soll. Mach ich auch nicht; auf der Arbeit bin ich produktiv, in meiner Freizeit gehe ich entweder Hobbies nach (die teilweise tatsächlich auch produktiv sind, nur eben ehrenamtlich), oder mache halt teilweise trotzdem auch "Faulenzertage". Produktiv sein kann ich dann später wieder.

    Ich kann Dir soviel verraten, daß ich den Kontakt zur Studentenwelt nicht ganz verloren habe, zu der ich selber mal gehörte. Die ist in Karlsruhe eher ingenieursmäßig unterwegs, denn Diskussions- und Genderwissenschaften spielen dort keine große Rolle. Daher weiß ich, daß es noch etliche gibt, die sich mit Aufgaben der realen Welt beschäftigen, auch wenn der Wahns*Inn weiter um sich greift.

    Ok, ich selber habe nicht studiert, und kann hier daher auch nur aus Erfahrungsberichten durch Freunde mitreden.

    Soweit ich das verstanden habe, beschäftigen sich Genderwissenschaften damit, wie die Geschlechterrollen sich in der Gesellschaft entwickeln usw. Also eigentlich.. Normale Gesellschaftswissenschaft? Wie sie wohl schon immer irgendwie existiert hat? Halt wohl einfach mehr in der Psychologie.

    Ich glaube, dass das halt die meisten Leute nur desshalb "triggered", weil das Wort Gender darin vorkommt. Würde es wie oben einfach "Gesellschaftswissenschaft" oder sowas in der Art heissen, würde es wohl deutlich weniger Beachtung erfahren.

    Nun gut, mich interessiert die Thematik auch zu wenig, als dass ich sie studieren wollte, aber soweit ich weiss studieren das die meisten als Nebenfach? Dazu kenne ich aber keine Zahlen.


    Teilweise könnt ihr nichts dafür, weil euch eure Eltern, also fast meine Generation, das so vorgelebt hat und euch nicht mehr beigebracht hat.

    Klar, ein Teil ist Erziehung, der andere Teil aber auch Selbstinitiative. Gibts solche mit mehr, und solche mit weniger. Denke mal, das war schon immer so.


    .


    Sicher nicht. Es ist eine Entwicklung der vergangenen rund 20Jahre, daß Ahnungslosigkeit in MINT-Fächern nicht mehr als negativ betrachtet wird, zumindestens von einem nicht unwesentlichen Teil der Eltern.

    Objektv betrachtet und seit mindestens 20Jahren bewiesen ist die These, daß die Abiturprüfungen immer leichter werden, d.h. die Anforderungen stetig sinken. Ein heutiger Abiturient hätte kaum eine Chance die Abiturprüfungen der 1970er oder 1980er Jahre zu schaffen. Da geht's um die Fächer und Aufgaben, bei denen sich Ergebnisse objektiv vergleichen lassen, also die MINT-Fächer. Die Folgen sind selbstverständlich im Hochschulbetrieb zu spüren. Deine Generation kann nichts dafür, daß es nicht mal mehr richtige Studiengänge gibt, sondern nur noch Bachelor und ähnliches. Wer aus den 1970ern und 1980ern betonte sein Vordiplom? Niemand. Aber heute wird Bachelor als Abschluß genannt! Ein Schmalspurvordiplom?


    Hier muss ich zugeben, dass ich darauf nur bedingt antworten kann weil ich schlicht zu wenig lang lebe um die selbe Beobachtung gemacht haben zu können oder dass ich das Thema nicht gross verfolgt habe.


    "Erschwerend" kommt dazu, dass das Schulsystem in der Schweiz nicht zu 100% gleich funktioniert wie in Deutschland. Abitur z.B. gibt es hier nicht (oder heisst anders).


    Aber ok, diese Diskussion wird dann wohl zu offtopic für diesen Thread ;)


    Meine ursprüngliche Antwort war ein mit einem Augenzwinkern zu betrachtender Beitrag darüber, dass über die heutige Jugend wohl schon so lange geflucht wird, wie die Menschheit existiert.

  • Dein Beitrag ist genauso ein altersfrustrierter Rant wie der von Sokrates (von daher begibst du dich ja in illustre Gesellschaft, aber leider trotzdem auf den Holzweg).


    Ich habe mir überlegt, dir detailliert jeden einzelnen deiner Punkte zu zer- und widerlegen, befürchte aber, dass es die Mühe nicht wert ist.


    Jede Generation muss sich die Welt so zurechtbauen, dass sie zufrieden darin leben kann - Überlass' es also ihnen, sich die Zukunft so herzurichten, wie sie das möchten.


    Und vergiß nie: Dass die Gegenwart so ist, wie sie ist, liegt zum größten Teil in deiner Verantwortung.

  • Die Generation "ich mach irgendwas mit Medien" ist keine 15 Jahre alt und eine der Folgen davon.

    Ich glaube daher, dass die wenigsten <15 Jährigen genau wissen, welchen Beruf sie ein Leben lang machen wollen.

    Ich bezog die 15Jahre nicht auf das Alter der Personen, sondern das Aufkommen des Begriffs bzw. dieser Entwicklung.



    Die auffälligste Ausprägung sind sogenannte Youtuber, die nichts können, aber davon leben. Zugegeben, das ist eine Kunst ;)

    Auch das ist wohl so alt wie "Die heutige Jugend ist schlimm!"

    Youtuber sind eine weitere Stufe der Degenerierung der Menschheit, IMHO. Youtube ist nicht mal 20Jahre alt. Die Youtuber kamen auch erst mit etlichen Jahren Verzug, denn es gab eine Zeit, in der Youtube für alle, nicht nur Auskenner, werbefrei und kein Geschäftsmodell war.


    Meine ursprüngliche Antwort war ein mit einem Augenzwinkern zu betrachtender Beitrag darüber, dass über die heutige Jugend wohl schon so lange geflucht wird, wie die Menschheit existiert.

    So habe ich den auch betrachtet, denn erstens war ich auch mal jung, und zweitens hören Vorhaltungen dieser Art erst dann auf, wenn es weiter oben keine Generation mehr gibt. Daher sehe ich eher die Argumente für oder gegen einzelne Entwicklungen. Und ich erwarte Argumente.


    Gruß, Ralf

  • Und vergiß nie: Dass die Gegenwart so ist, wie sie ist, liegt zum größten Teil in deiner Verantwortung.

    Unter den Talaren - Muff von 1000Jahren? Hat die Generation vor mir erfolgreich angeprangert.

    Kernkraftwerke? Zum Jahresende in .de vorläufig erledigt.

    NATO-Nachrüstung, Pershing 2? Seit 1990 erledigt.

    "Le Baumsterben"? Beginnend ab Mitte der 1980er mit der damaligen Ursache erledigt.

    Ozonloch? Einigermaßen erledigt.

    U.a.

    Überbevölkerung auf diesem Planet? Ich habe keine Kinder in diese Welt gesetzt, beim Rest konnte ich nicht viel ausrichten.

  • Youtuber sind eine weitere Stufe der Degenerierung der Menschheit, IMHO. Youtube ist nicht mal 20Jahre alt. Die Youtuber kamen auch erst mit etlichen Jahren Verzug, denn es gab eine Zeit, in der Youtube für alle, nicht nur Auskenner, werbefrei und kein Geschäftsmodell war.

    Erst warens die Romane welche die Menschheit degenerieren lassen, dann Comics, dann Filme, dann..., heute YouTube, morgen Tik Tok und übermorgen dann was neues.

    YouTube lässt sich übrigens völlig kostenlos komplett Werbefrei benutzen. Man muss nur wissen wie ;)


    Und ich erwarte Argumente.

    Nun, ich habe meine Sichtweise dargelegt. Und in den demokratischen Ländern, in denen wir beide leben, dürfen wir glücklicherweise öffentlich zwei komplett verschiedene Meinungen vertreten und eine sachliche Diskussion führen.


    Allerdings sehe ich keinen Grund, andere von meiner Meinung zu überzeugen. Ist ja keine Religion ;)

    Einerseits aus diesem Grund, andererseits aufgrund dessen dass diese Diskussion komplett vom Thema des Threads abweicht wird dies mein letzter Beitrag zum Thema "Jugend von heute" sein.

    Wenn dir danach ist, können wir gerne per PN weitermachen, allerdings sehe ich persönlich keinen Grund dazu. Wir haben beide unsere Sichtweisen dargelegt, nun geht das Leben weiter.

    • Official Post

    Erfahrung ist Wissen, das wir erwerben, kurz nachdem wir es gebraucht hätten.


    Mein Netz: Acorn | Atari | Milan | Amiga | Apple IIGS | Macintosh | SUN Sparc | NeXT |SGI | IBM RS/6000 | DEC Vaxstation| Raspberry Pi | PCs mit OS/2, BeOS, Linux, AROS, Windows, BSD | Stand-alone: Apple //c | Sinclair QL | Amstrad | PDAs

  • Als jemand der am Ende und nach Ausflügen in "irgendwas mit Medizin" und "irgendwas mit Informatik" genau "irgendwas mit Medien" studierte (Bachelor of Engineering in Medientechnik und Master of Engineering in Medienmanagement) kann ich dem Rant nur bedingt zustimmen. Nicht nur weil der Studiengang neben dem Medienpart (aufgeteilt in AV und interaktive Medien) ein solides und mehrjähriges Fundament aus Mathe, Physik, Informatik, Kommunikationstechnik, E-Technik, Drucktechnik und Projektmanagement aufweist, über das mehr Leute stolpern als man sich vorstellt.


    Auch dem Youtube-Part "die nichts können, aber davon leben" kann ich nicht zustimmen und es zeigt nur dein Unwissen bzw deine Ignoranz auf.


    Auch wenn das mit nicht persönlich trifft (ich selbst bin als Wissenschaftler (übrigens in einem Nicht-Medienfach) gut versorgt). Erfolgreiche Youtuber (das sind weniger, als die, die es versuchen) sind vor allem eines: Entertainer. Und gerade die Masse an gescheiterten Wannabe-Streamern und Youtubern zeigt, das ist etwas, was nicht jeder kann. Und jeder bessere Youtuber ist selbst (oder hat als Angestellte) ein Profi mit Wissen im Bereich Beleuchtung, Videoproduktion, Audiotechnik, Schnitt, Bildschirmgrafik, Maske, Werbetexter und SEO-Gott. Wohlgemerkt NEBEN dem, was er oder sie an eigentlichen Inhalten verkauft. Also durchaus Wissen in einer Person, das früher (du weisst, in der guten alten Zeit) auf mehrere Ausbildungsberufe verteilt war. Streamer sind all, das, nur mit dem Druck, das auch LIVE sein zu können.

  • Erst warens die Romane welche die Menschheit degenerieren lassen, dann Comics, dann Filme, dann..., heute YouTube, morgen Tik Tok und übermorgen dann was neues.

    YouTube lässt sich übrigens völlig kostenlos komplett Werbefrei benutzen. Man muss nur wissen wie ;)

    Nicht zu vergessen, dass schon Gutenbergs Buchdruck als der Untergang des Abendlandes angesehen wurde. ;)

    Jede Generation hat sein Youtube und seine Youtuber. Und das schon seit Tausenden von Jahren.


    Immer wieder lustig, wie auch hier wieder auf die nachfolgenden Generationen geschimpft wird, die dann wiederum auf ihre Nachfolgegenerationen schimpfen wird. Und darauf hingewiesen heisst es dann: Ja aber diesmal ist es wirklich schlimm. :D


    Da muss man sich doch gar nicht mit den vorgebrachten Argumente auseinandersetzen. Die sind austauschbar. Entscheidend ist die Wiederholung.

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    http://www.marburger-stammtisch.de


    Douglas Adams: "Everything, that is invented and exists at the time of your birth, is natural. Everything that is invented until you´re 35 is interesting, exciting and you can possibly make a career in it. Everything that is invented after you´re 35 is against the law of nature. Apply this list to movies, rock music, word processors and mobile phones to work out how old you are."

  • Nur mal als neckische und pur anekdotische Evidenz: ich hab mich mit einer Streamerin, die auf Twitch Querflöte spielt mehr und besser über das Boardlayout mit KiCad unterhalten (und hab mehr von ihr gelernt), als mit all meinen Ex-Kommilitonen aus meiner Infozeit. Von letzteren teilt btw. KEINER mein Faible für alte Rechner oder gar Retrogames. Im Gegenteil, Spott und nicht immer gut versteckte Verachtung kommt aus der Ecke. Während wirklich Mint-ferne leicht auf dem autistischen Spektrum surfende Gamestreamerinnen da durchaus ein Ohr für haben. Evtl. weil sie nicht so sehr in Vorturteilen gefangen sind, bzw zu viele selbst erlebt und erlitten haben.

  • sehe ich auch so. Über alles Neue und Junge zu schimpfen zeugt nur von der eigenen beginnenden Verkalkung. Und von wegen Schmalspur-Bachelor. Wenn ich an mein eigenes Info-Studium in den 80er Jahren zurückblicke, war das im Vergleich zum heutigen eng getakteten Schnellzug-Studium eher gemütlich. Damals waren Semesterferien weitgehend freie Zeit, heute sind die vollgestopft mit Prüfungen und Seminaren. Wenn die Qualität tatsächlich leiden würde, hätte unsere Industrie ein Problem. Aber der geht es blendend. Das sagt doch schon alles.

  • Daneben gibt es durchaus Unterschiede, was in den Bachelor alles einfließt. Und in vielen Studiengängen war das fast eher der gesamte Diplomstoff. Eben weil einige Unis Angst hatten, den Bachelor zu einfach zu machen. Die Verlängerung der Studienzeit durch Bachelor mit konsekutivem Master wird ja vielerorts auch bemängelt, also genau das Gegenteil von "Schmalspurvordiplom". Mein Bachelor hatte btw. eine Regelstudienzeit von 7 Semestern. Also nur ein Semester weniger als viele Diplomstudiengänge hatte. Dazu dann noch 3 Semester Master. Und nein, das hat mit dem Witz von Vordiplom das ich in meiner Infozeit auch erreicht hatte nichts zu tun.


    Schon alleine dass Vordiplom nur "erfolgreiches Scheinesammeln in max 4 Semestern" war, ohne jede Extraarbeit sollte klar machen, dass auch ein 6Semester Bachelor inkl. Bachelorarbeit was GANZ anderes ist.


    Ich saß für sowohl unseren BA als auch den MA Studiengang in der Studienkommission, was schon daher spannend war, da wir erst der zweite Jahrgang nach der Umstellung waren, und somit noch einiges gefeilt wurde. Zum Beispiel haben wir für die Aufnahme in den Master den Nachweis einer MINT-Grundlage gesetzt, die dem 7semestriger Bachelor entsprachen, weil natürlich der Run auf einen deutschen Engineering-Master hoch war (und ist). Das musste dann nachgewiesen bzw nachgeholt werden, wenn man mit einem 6semester-BA sich auf unseren Master bewarb.


    Ja natürlich gibt's auch eher weniger anstrengende Studiengänge, dafür existiert ja auch das System der Akkreditierung.

  • In dem Zusammenhang mal wieder einer meiner Lieblingssprüche (von Douglas Adams):


    "Everything, that is invented and exists at the time of your birth, is natural. Everything that is invented until you´re 35 is interesting, exciting and you can possibly make a career in it. Everything that is invented after you´re 35 is against the law of nature."

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