WHAT THE F*CK is THIS?! Wir raten Retro-Gedöns

  • Hey, ihr seid richtig gut! Das Holzteil hatte ich natürlich zur Irreführung mit drangelassen... :tüdeldü:

    Es handelt sich um ein Shugart 901 8"-Diskettenlaufwerk (single sided, single density) mit schlappen 256 KB Kapazität auf hartsektorierten Disketten, das ab 1973 hergestellt wurde.

    Dieses Laufwerk mit der unkonventionellen Führungsschiene habe ich in einem WANG-Diskettenlaufwerk 2270-2 gefunden, es wiegt alleine gute 6 kg. Das zweite, etwas neuere Laufwerk hat eine Schiene aus Metall und heißt WANG 901. ;)

    Vielen Dank an vhauffmr, der mir dieses tolle Stück Technik am Freitag mitgebracht hat. Eine detaillierte Vorstellung im WANG-Bereich des Forums reiche ich dann in Kürze nach.


    Shugart901o.jpg  Shugart901u.jpg


    Shugart901t.jpg


    Hier noch ein Bild des WANG 2270-3-Diskettenlaufwerks vom technikum29 mit 3 Laufwerken, da meins gerade zur Reinigung und zu Tests komplett zerlegt ist... :)


    WANG2270-3.jpg

    Sammle Computer und Taschenrechner bis ca. 1990 und CPUs, Speicher und Speichermedien aller Art und suche einen Epson FX-80, einen NEC MultiSync o. ä. (EGA&VGA) und ein Texas Instruments Notebook TravelMate 3000 von 1991. Hier gibt es ein paar Bilder meiner Sammlung.

  • Auch von mir einen Glückwunsch - da hast Du vermutlich einen Haufen Arbeit bekommen ::heilig::


    Von meinen Laufwerken tut es mittlerweile wohl keines mehr. Auf einem konnte ich zuletzt noch lesen, aber formatieren wollte keines mehr.


    Apropos formatieren: das macht das Laufwerk in Eigenregie, dafür gibt es den gesicherten Knopf oben in der Blende. Draufdrücken, und sofort wird die Diskette im ersten Laufwerk formatiert, gnadenlos.


    Die Platine, die oben über den Laufwerken angeordnet ist (knapp 40 cm x 40 cm) enthält einen kompletten Prozessor in TTL-Technik. Nicht ganz so umfangreich wie die CPU, aber lustigerweise mit zwei 74181 ALUs, wo die CPU nur eine hat.


    Und da wir aus leidvoller Erfahrung wissen, dass auch bei der CPU ständig was kaputt geht, ist das bei der Floppy genauso.


    Bin gespannt, ob Deines in dieser Hinsicht aus der Reihe tanzt. Wenn nicht: Du hast ja jetzt einen LA, und das Board ist ziemlich gut dokumentiert, afair sogar mit Mikrocode ("Firmware"). :)

  • DBViele.pngDann mach ich mal weiter, wo draußen grad' so schön die Sonne zum Fotografieren scheint:


    "Für viele ist es einfach eine Buchse, für manche aber die längste DB-x-Buchsenreihe der Welt."


    Was für ein Hersteller hat uns denn diese Monster-Canon-Veranstaltung beschert, an welchem Rechner und wozu ist sie gut?


    (Es tatsächlich nicht die größte - Hab' grade bei Mouser nachgeschaut: Zweireihige gibt's bis 50-polig - die ist eins kleiner)

  • Guten Abend,

    Antikythera


    nur als Vervollständigung

    da erste ist ein Shugart 901, siehe Datasheet,

    wenn das zweite dann Wang 901 heißt , müßte doch Wang damals Alan Shugart doch übernommen haben,


    hast du etwas zur Historie von Wang,


    und auch interessant

    https://beta.lot-tissimo.com/d…22-472a-bc4e-aad500e19b20


    und zuletzt,


    8 zoll Diskette Drives Notes an Memos,

  • Hey, ihr seid richtig gut! Das Holzteil hatte ich natürlich zur Irreführung mit drangelassen... :tüdeldü:

    Es handelt sich um ein Shugart 901 8"-Diskettenlaufwerk (single sided, single density) mit schlappen 256 KB Kapazität auf hartsektorierten Disketten, das ab 1973 hergestellt wurde.

    Dieses Laufwerk mit der unkonventionellen Führungsschiene habe ich in einem WANG-Diskettenlaufwerk 2270-2 gefunden,

    noch ein Zusatz als Klugscheisser , ::heilig::

    wenn das Shugart aus dem Wang 2270-2 stammt, könnte , müsste es auch 524,788 Bytes unterstützen

  • Dieses Laufwerk mit der unkonventionellen Führungsschiene habe ich in einem WANG-Diskettenlaufwerk 2270-2 gefunden,

    noch ein Zusatz als Klugscheisser , ::heilig::

    wenn das Shugart aus dem Wang 2270-2 stammt, könnte , müsste es auch 524,788 Bytes unterstützen

    2270-2 bedeutet, dass zwei Laufwerke eingebaut sind. Das einzelne Laufwerk hat nach wie vor 256K Kapazität.


    Ich nehme an, Du hast das irgendwo in einem Datenblatt von WANG gefunden. Das war so deren Rechnerei; die haben alles zusammen gezählt.

  • Guten Abend

    Georg

    Danke für die Info,


    hab mich auch gewundert, daher auch die Anfrage,

    wie solch ein Laufwerk dann plötzlich 524,288 speichern kann,


    noch no weitere Frage,

    erkannte dann der Weng jeweils das einzelne Laufwerk mit je 262,144 oder standen dem System gemeinsam dann 524,288 Bytes zur Verfügung,

  • Die Laufwerke wurden einzeln angesprochen. Das war bei WANG etwas eigentümlich: ausgehend von den alten 14 Zoll Fest-/Wechselplatten (auf derselben Spindel eine fest eingebaute Magnetscheibe und eine Wechselplatte) wurden die zwei Laufwerke einer Einheit mit F und R bezeichnet. Es gab auch kein Dateisystem wie wir es kennen. Man hatte zwei Zugriffsarten: den direkten Sektorzugriff, d.h. man musste angeben, an welchem Sektor eine Datei anfängt. Dabei wurden die Sektoren von 0 bis 1023 einfach durchnummeriert.

    Etwas komfortabler war der Catalog Modus - in dem Fall verwaltete die Maschine ein Inhaltsverzeichnis, und man konnte die Dateien über Namen ansprechen. Aber auch das war weit von dem entfernt, was wir heute kennen. Z. B. konnte eine Datei nicht fragmentiert abgelegt werden. Wenn man eine Datei gelöscht hatte, konnte man dort i.A. nur eine maximal gleich große Datei wieder hinschreiben. Und auch dann musste man beim Schreiben explizit den Namen der alten, gelöschten Datei angeben.


    Zurück zum Zugriff. Es gab also zwei Laufwerksbezeichnungen F und R - aber es gab auch eine 2270-3, d.h. mit drei Laufwerken. Für das dritte brauchte man dann eine neue Adresse. Wenn z.B das Gerät an einem Controller hing, der auf die Standardadresse 310 eingestellt war, konnte das dritte Laufwerk als F unter der Adresse 350 (afair) angesprochen werden. (Das mit den Adressen musst Ihr Euch so ähnlich vorstellen wie bei den C64-Floppys.)


    Die drei Laufwerke waren dann

    F/310

    R/310

    F/350

  • "Für viele ist es einfach eine Buchse, für manche aber die längste DB-x-Buchsenreihe der Welt."


    Was für ein Hersteller hat uns denn diese Monster-Canon-Veranstaltung beschert, an welchem Rechner und wozu ist sie gut?

    nachdem da drüber ja ein "DC in" prangt - denk ich mal, dass es ein Notebook ist

    ...wie du selber schon sagst, Canon... aber sonst?

  • Canon sind die Stecker, der Hersteller des Drumrums ist wer andres.. Notebook? Naja.


    Eigentlich sollte man anhand dieser Steckbuchsenveranstaltung das Dingens erkennen können.


    (Vielleicht überlegt ihr mal, wofür die Dinger eigentlich da sein könnten?)

  • Hmm, wenn man weiß was es ist, dann ist es nicht schwer.:grübel:

    Aber:

    :nixwiss::nixwiss::nixwiss:


    Ich könnte mir einen propietären Port für externe Laufwerke denken, da 50 polig evtl. Richtung SCSI?

    :grübel:

    Oder es ist eine Graphik-Workstation und es ist der Anschluß für das graphische Eingabegerät...


    Aber ehrlich, ich rate nur rumangst

  • Die Buchse hat 37 Pins. Das wäre korrekt für ein Diskettenlaufwerk.

    Nichtsdestotrotz kenne ich kein Gerät mit solch einer Rückseite.

  • 37-pol war gängig für externe Diskettenlaufwerke und QIC Streamer (QIC 36 und QIC 02 Interface wurde intern mit 50-pol verdrahtet, extern mit 37).

    Sonst hab ich das schon bei Specialix Terminaladptern gesehen, also Multi-seriell Karten.

    Die 25-pol Buchse, der DC Hohlstecker und die DIN Buchse lassen aber doch eher eine Art Zentraleinheit vermuten.

  • Nein. Kein Laufwerk, kein Streamer und keine Grafikkarte und auch nix Serielles (und was ihr sonst so geschrieben habt, leider auch nicht).


    Und ihr habt das schon 100000-mal gesehen, nur nicht in der Form.

    Außerdem gibt es einen Grund, warum da zwei Anschlüsse auf dem Bild sind - Die gehören zusammen.


    Es handelt sich übrigens um ein relativ unbekanntes Gerät eines relativ bekannten Herstellers, und ich bin mir nichtmal sicher, ob der Hersteller jemals was verkauft hat, was man da einstecken konnte (das hilft jetzt auch nicht wirklich weiter, ich weiß).

  • Noch ein Blindversuch:stupid:


    Das ist ein Scanner und das sind Anschlüsse für eine Dia- oder Automatische-Dokumenten-Scaneinheit.


    Vielleicht wenn Du uns mal die ganze Rückseite zeigst?:anbet::tüdeldü:

  • Wow... Mein auf dem Weg zum Recycling befindlicher HP Scanjet 4p sieht von hinten ähnlich aus. 25-pol SCSI und allerdings 50-pol SCSI.

  • Ein komischer externer Festplattenanschluß - für solche MFM Platten mit getrennten Kabeln ?


    Ich hätte ja auch Notebook getippt. Aber unbekanntes Gerät eines bekannten Herstellers und dann auch noch 100000x gesehen ... kommt mir sehr unbekannt vor. ;)

  • Kein Scanner, kein SCSI, kein RS-449 und auch kein MFM (gar kein Laufwerk, eher was allgemeineres).

    Aber die Spur, wie die zwei Anschlüsse zusammengehören könnten, würde ich weiterverfolgen...


    (Und nein, die ganze Rückseite zeige ich (noch) nicht - Das wär' langweilig)

  • Ein komischer externer Festplattenanschluß - für solche MFM Platten mit getrennten Kabeln ?


    Ich hätte ja auch Notebook getippt. Aber unbekanntes Gerät eines bekannten Herstellers und dann auch noch 100000x gesehen ... kommt mir sehr unbekannt vor. ;)

    Ich meinte nicht, daß ihr das spezielle Gerät 100000-mal gesehen habt. Sondern das DIng, das auf dem Bild zu sehen ist.