Hilfe bei der Reparatur eines Monitors... (vorzugsweise in Rhein-Main)

  • Hallo, nachdem jetzt der Ersatz-Monitor als Bruch hier ankam, muss ich doch wieder versuchen, den ersten Monitor wieder richtig zum Laufen zu bekommen.


    Vielleicht ist es ja nur eine Kleinigkeit? Aber von Monitorreparatur habe ich keine Ahnung, noch nie so intensiv gemacht, außer mal kalte Lötstellen nachzubessern. Im ersten Anlauf hatte ich hier in der Gegend mal alle möglichen Radio-und-Fernsehtechniker angeschrieben, aber von denen kann/will keiner helfen. Ich erhoffe mir, das mir hier aus dem Forum jemand helfen kann, idealerweise räumlich so gelegen, dass ich mit dem Gerät (groß, schwer) hin fahren kann, und am Ende des Tages gleich wieder funktionierend mitnehmen...


    Darum gehts, da funktionierte der Monitor meiner ersten ETV 260 noch richtig.


    Fehlerbild ist folgendes, wenn man die Kiste einschaltet, kommt tatsächlich ein Bild, aber nach kurzer Zeit gibts einen Knall, das Bild bricht in der Vertikalen zusammen, nur noch eine horizontale Linie in der Mitte des Monitors. Dann ist das Bild wieder in voller Höhe da. Es knallt wieder, nur noch eine horizontale Linie. Usw., in immer kürzeren Abständen. Irgendwas mit der vertikalen Ablenkung. Natürlich lasse ich das System so nicht dauernd laufen, spätestens nach einer halben Minute mache ich wieder aus.


    Wer kann mir helfen?


    Was ich habe:

    • Ein ETV 260 Monitor, bei dem der vertikale Bildaufbau mit Knall zusammen bricht.
    • Die Elektronik aus dem zerbrochenen ETV 260 Monitor, aber auch diese Elektronik ist kaputt, hat mehrere Brüche. Ich zeige gleich Bilder.
    • Das Techniker-Handbuch der ETV 260 mit einem Kapitel über den Monitor, CGA Monochrom. Da ist schonmal viel drin, auch ein Blockschaltbild, nur leider kein detaillierter Schaltplan.
    • Das Techniker-Handbuch der ETV 250, der Vorgänger, selbes Monitorchassis, selbe Bildröhre, aber das Elektronikboard ist anders. Nicht CGA-kompatibel, sondern was einfacheres (HSync+Vsync+Monochrom-Videosignal). Aber, zu dem Monitor der ETV 250 ist der Schaltpan vorhanden, das hilft evtl. zu verstehen, wie der ETV 260 Monitor aufgebaut ist.
    • 4x ETV 240 / 250 Monitore, die funktionieren, brauchen tue ich aber eigentlich nur 2 oder 3. Beide Monitore, von der ETV 240/250 und der 260 wurden von Hantarex hergestellt.
    • Eine funktionsfähige ETV 260, neuerlich eine zweite ETV 260 die ich jetzt mangels Monitor noch nicht ausprobieren konnte, eine fast baugleiche ETV 3000, die wahrscheinlich funktioniert (diverse Monitore ausprobrobiert, es ist was zu sehen, aber lässt sich nicht stehend einstellen).


    Bilder der Platine aus dem Bruch-Monitor.


    Gesamtansicht, ich habe die Ablenkeinheit und den Helligkeits/Kontrastregler mit aufgehoben, damit man das im Zusammenhang sehen kann. Das CGA-Videosignal und die Spannungsversorgung kommen über das gleiche Kabel vom "PC", die beiden Stecker unten links.


    Großansicht des Videoboards (anklicken zum Vergrößern, die nachfolgenden sind auch hochauflösend)


    Unterseite. Die Platine hat von dem Transportschaden zwei Risse (rote Linien) und dementsprechend sind da Leiterbahnen unterbrochen. Ich habe die Platine schon vorsichtig gebogen, so dass der Spalt beider Risse aufgeht, und da Sekundenkleber rein gedrückt und was dann nach Loslassen wieder rausquillt weg gewischt.


    Die Platine auf dem Röhrenhals, auch hier ist der Bruch noch erkennbar, aber auch mit Sekundenkleber geklebt.


    Lötseite. Das geklebte scheint zu halten. Der Aufwand, die Leiterbahnen zu flicken, dürfte hier nicht groß sein.


    Ich könnte mir vorstellen, dass ich diese beiden Platinen wieder flicken könnte, mit Silberdraht die unterbrochenen Leiterbahnen wieder miteinander verbinden. Unter der Vorraussetzung, dass der Monitor vor dem Transport noch funktionierte, müsste man davon ausgehen, wenn ich nichts übersehe, dass die Platinen dann wieder gehen. Nach Kontrolle nach Vier-Augen-Prinzip könnte man zusammen die Platine in den anderen Monitor einbauen, Bildgeometrie usw. einstellen, geht wieder.


    Oder mit dieser Platine als Referenz versuchen, die andere Platine wieder zum Laufen zu bringen, wie gesagt, ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, an die ich mich aber selst nicht wirklich dran traue, ich habe da keine Erfahrung bei der Fehlersuche in Monitoren.


    Eine Überlegung wäre noch, einen der ETV 250 Monitore zu "opfern" und da die zweite Platine nach Reparatur einzubauen. Das Monitor-Chassis und die Bildröhren sind die selben. Dann hätte ich wieder zwei Monitore für zwei ETV 260 bzw. auch die 3000er. Drei 240 / 250er Monitore reichen auch.


    Wer kann mir helfen?


    Ich lade im nächsten Schritt mal die Seiten aus den beiden Techniker-Handbüchern hier hoch, Augenblick...

  • ETV 260 Technikerhandbuch, Kapitel über den Monitor











    Dann folgt noch eine Doppelseite zum Einstellen der Ablenkmagnete für Korrektur von Kisseneffekten usw. und das wars schon. Das ist leider nicht sehr viel, immerhin ist dokumentiert, wie man den Monitor zerlegt und die Funktion der Potis ist erklärt.

  • Hallo,


    also der Monitor ist recht einfach aufgebaut. Den VSync/Osc. und die Endstufe ist im TDA1170 enthalten. Meiner Erfahrung nach ein robuster Zeitgenosse. Ich hätte bei Bedarf aber Ersatz.

    Wenn das Bild V-mässig zusammenfällt könnte das auch eine Unterbrechung oder Haariss zu den V-Spulen sein oder das IC bekommt keine Betriebsspannung.

    Kannst du die +12V am IC messen?

    Hast du ein Oszilloskop?

    Ist der Knall etwa laut oder nur ein leises knacken?

    Wenn du das Bild nicht zu hell machst macht ein Betrieb kein Problem und so könntest du prüfen ob bei Bewegung des Boardes der Fehler schlimmer ode besser wird.


    Grüße,


    Joachim

  • Weiter überlegt könnte es auch ein Poti mit Wackler sein. Hier würde kurzfristig helfen alle betreffenden kurz hin und her zu bewegen (natürlich ungefähre Position merken)

  • Mal ganz unabhängig von den Teilen aus dem Paket-Drama...Knall und nach einiger Zeit wieder ein Knall deutet auf einen Kondensator hin, der mit steigender Spannung durchschlägt. Den Funken kann man mit etwas Glück erkennen und so den kranken Kondensator identifizieren. Schau Dir mal die Platine im Betrieb an (abgedunkelter Raum ist von Vorteil). Wenn da was blitzt (immer dann wenn es knallt) ist die Reparatur vermutlich einfacher als ein Platinentausch.


    Gruß, Jochen

  • Ich bin gerade etwas perplex und schäme mich gerade in den Boden... Ich habe mal die ganze Bande aus dem Keller geholt, sprich meine erste ETV 260 (1), die ETV 3000 (2) und die neue ETV 260 (3) vom Bruchmonitor...


    1. Die startet nicht mehr, LEDs von der Tastatur dauerleuchten, flackern, ... Die lief zuletzt noch, bis der Monitor anfing zu knacken...


    2. Die versucht zu starten, aber auf dem ETV 260 Monitor gibts kein Bild, Die ETV 3000 wurde allerdings auch mit anderen Monitoren ausgelifert, unter anderem mit dem für die ETV 2700, für die sie extra einen FBAS-ähnlichen Ausgang hat. Ich weiß über die 3000 nur wenig, vielleicht geht der 260er Monitor an dem neunpoligen Anschluss garnicht.


    3. Die startet und es gibt ein Bild, es flackert nicht und bleibt stabil... Aber sie meldet Probleme mit dem Drucker, was aber auch nicht verwunderlich ist, denn der ist dreckig ohne Ende...



    Momentan vermute ich, dass das Netzteil in ETV 260 Nummer 1 ein Problem hat, könnten die Elkos sein. Möglich, dass das Monitorbild an der zusammenbrach, weil das Netzteil Aussetzer hat. Ich versuche mal das aus Nummer 2 herüber zu bauen. Oder ich hole aus der ersten den Drucker in die Zweite herüber, mal sehen, was einfacher ist.


    Ärgerlich bleibt aber trotzdem, dass der 2. Monitor leider Bruch ist.

  • Falls Ingelheim zu weit weg ist, in Ffm koennte man auch helfen. Der 4020 waere auch ein Kandidat, nebst den vielen Potis, welche wiederum mit KontaktWL verwoehnt werden koennten. Nebst, wie bereits weiter oben erwaehnt, den ganzen Elkos. Gruss auch aus dem repaircafefrankfurt.de

  • Das knallen kommt mit großer Sicherheit vom Zeilentrafo, Überschlag in der Hochspannung, dann Einbruch der Hilfsspannungen, horizontale Linie bis der Zeilentrafo wieder geregelt wird und zack, nächster Durchbruch.

    Das kann je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch mal nicht auftreten.


    Zeilentrafo, Hochspannungskabel und Bereich der Bildröhre am Hochspannungsanschluß gründlich reinigen.

    Zeilentrafo und Kabel auf Risse prüfen. Hochspannungskabel von Bildröhre wegziehen, dass sollte nirgends aufliegen und auch nicht in der Nähe vom Rahmen verlaufen. Oft gibt es Fixierpunkte die nicht mehr halten und das Kabel verläuft falsch.

  • Ich habe heute beide ETV 260 zerlegt, Netzteile hin und her getauscht, es änderte nichts an meiner ersten 260, sie startet nicht, also Mainboard defekt. Da die neue 260 ein paar andere Macken hat, vor allem Drucker, habe ich mit dem Mainboard Nummer 2 meine erste 260 wieder zusammen gebaut, die läuft jetzt wieder.


    Aber der Monitor hat noch ne Macke, das Bild ist zwar voll da, aber beim Einschalten öfters, aber auch später im Betrieb hört man jetzt ein kurzes Knacken, während dessen das Bild kurz zuckt. Ich fahre morgen zu Gerd5 , hoffentlich ist es nur ein Elko.


    Ich hänge mal ein paar Bilder vom Inneren usw. an den ETV Thread.

  • Ich habe heute beide ETV 260 zerlegt, Netzteile hin und her getauscht, es änderte nichts an meiner ersten 260, sie startet nicht, also Mainboard defekt. Da die neue 260 ein paar andere Macken hat, vor allem Drucker, habe ich mit dem Mainboard Nummer 2 meine erste 260 wieder zusammen gebaut, die läuft jetzt wieder.


    Aber der Monitor hat noch ne Macke, das Bild ist zwar voll da, aber beim Einschalten öfters, aber auch später im Betrieb hört man jetzt ein kurzes Knacken, während dessen das Bild kurz zuckt. Ich fahre morgen zu Gerd5 , hoffentlich ist es nur ein Elko.


    Ich hänge mal ein paar Bilder vom Inneren usw. an den ETV Thread.

    Gerissene Lötstelle am Zeilentrafo sehr wahrscheinlich, ist das schwerste Bauteil und daher brechen gerne mal Lötstellen.

  • Wenn der Hochspannungstrafo ein Problem hat, fällt die horizontale Ablenkung aus. Dann kann keine horizontale Linie sichtbar sein. Und nach einiger Zeit würde auch die Helligkeit weniger werden, da die Hochspannung daraus erzeugt wird. Der Fehler liegt in der Vertikalablenkung. Diese wird häufig auch aus dem Hochspannungstrafo mit versorgt. Ich muss mir das Schaltbild mal genauer ansehen. Aber dazu muss ich es vergrößert ausdrucken. Das dauert etwas. Wenn ich da etwas entdecke, melde ich mich wieder.

  • Aber vielleicht hilft es uns doch ein wenig weiter. Ich habe mir noch das Datenblatt vom TDA1170 (von SGS) heruntergeladen und das Schaltbild mit den Schaltungen im SGS-Datenblatts verglichen. Die erste interessane Frage ist, mit welcher Spannung der TDA1170 versorgt wird, weil man daraus eventuell Rückschlüsse auf die Impedanz der Ablenkspule ziehen kann. In dem Schaltbild war das eine Spannung, die aus 12V gewonnen, mit 2 Transistoren stabilisiert und dabei etwas heruntergesetzt und dann an den Versorgungspin 2 geführt wird. Die Endstufe wird von der Spannung über eine Diode über den Pin 5 versorgt, wobei der Kondensator zwischen Pin 3 und 5 dafür sorgt, dass die Basis der Endstufentransistoren genügend Strom bekommen (eine sogenannte Bootstrap-Schaltung).

    Generell ist die Schaltung erst einmal "einfach": Der Ausgang des TDA1170 ist Pin 4. Von dort wird die Ablenkspule über einen Elko von 1000 bis 2000uF angesteuert. Dieser trennt Gleichspannungsanteile ab, damit die Spule nur Wechselspannung bekommt. Der Spulenstrom wird am anderen Ende der Ablenkspule mit einem Widerstand gemessen. Diese Spannung geht über einen Widerstand an den Eingang der Endstufe (Pin 10). Zwischen Pin 4 und Pin 10 sind üblicherweise noch2 Widerstände und ein Kondensator, die den Frequenzgang und die Verstärkung der Endstufe festlegen.

    Wenn der Elko am Pin 4 einen Schluss hat, steigt der Ausgangsstrom und "normalerweise" wäre dann der Strich nicht genau in der Mitte des Bildschirms. Aber da dann auch der Spannungsabfall an dem Widerstand für die Strommessung steigt, wird die Ausgangsspannung etwas verringert und auch der Bootstrapkondensator zwischen Pin 3 und 5 entlädt sich. So kann es passieren, dass der Strich dann doch "irgendwie" in der Mitte des Schirms landet. Aber dann wird der TDA1170 ziemlich warm. Laut Datenblatt hat der TDA1170 keinen internen Übertemperaturschutz, der ihn abschaltet. Und auf Anhieb habe ich da auch keine Schaltung gesehen, die das übernimmt. Allerdings könnte die Stabilisierung der Versorgungsspannung eine Überwachung haben, die bei zu hohen Strömen durch die Ablenkspulen die Spannung abschaltet.

    Aber das ist jetzt spekulativ. Ich hätte so etwas jedenfalls irgendwie vorgesehen. Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als den Schaltplan aus der Leiterplatte abzunehmen. Aber das dauert einige Zeit, zumal ich zur Zeit gerade Handwerker im Haus habe, die meine Zeit in Anspruch nehmen. Ich hoffe, dass ich die Bilder von der Bestückungs- und der Leiterbahnseite so ausdrucken kann, dass ich darin herummalen und den Schaltplan aufnehmen kann.

  • Wenn der Hochspannungstrafo ein Problem hat, fällt die horizontale Ablenkung aus. Dann kann keine horizontale Linie sichtbar sein. Und nach einiger Zeit würde auch die Helligkeit weniger werden, da die Hochspannung daraus erzeugt wird. Der Fehler liegt in der Vertikalablenkung. Diese wird häufig auch aus dem Hochspannungstrafo mit versorgt. Ich muss mir das Schaltbild mal genauer ansehen. Aber dazu muss ich es vergrößert ausdrucken. Das dauert etwas. Wenn ich da etwas entdecke, melde ich mich wieder.

    Ich hatte diesen Fehler vor ca. 2 Jahren an zwei NCR DMV, da ist die Ablenkung etwas anders gelöst aber der Fehler war jeweils der gleiche, horizontale Linie in der Mitte. Allerdings war es nicht direkt der Zeilentrafo sondern die für die vertikale Ablenkung gewonnene Spannung nicht vorhanden. Einmal ein Vorwiderstand defekt wegen Kurzschluss an einem Tantal und einmal eine defekte Diode am Zeilentrafo zur vertikalen Ablenkung. Meine Erkenntnis bei Fehlern die mit Knallgeräuschen einhergehen, ist was am Zeilentrafo im argen. Manchmal bricht auch die horizontale Linie etwas zusammen, muß aber nicht.

  • Aber der Monitor hat noch ne Macke, das Bild ist zwar voll da, aber beim Einschalten öfters, aber auch später im Betrieb hört man jetzt ein kurzes Knacken, während dessen das Bild kurz zuckt. Ich fahre morgen zu Gerd5 , hoffentlich ist es nur ein Elko.

    Gerissene Lötstelle am Zeilentrafo sehr wahrscheinlich, ist das schwerste Bauteil und daher brechen gerne mal Lötstellen.

    Beim Zucken kommt es darauf an, wie das aussieht. Wenn die Bildbreite zuckt, kommt das vom Zeilentrafo oder den umliegenden Bauteilen. Zuckt die Höhe, ist das ein Problem der Vertikalendstufe oder ihrer Ansteuerung. Wird das Bild größer, ist meist die Hochspannung durch Überschläge zusammengebrochen. Dass ein Bild sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung kleiner wird, ist selten. Dann ist entweder die Hochspannung plötzlich größer geworden (und schlägt dann meist über) oder die Versorgung der Horizontal- und Vertikalendstufe ist zusammengebrochen.


    Überschläge im Zeilentrafo habe ich hier mal nicht erwähnt, da es dann ohnehin schwierig wird. Was man auch teilweise hat ist, dass Überschläge zwischen Zeilentrafoanschlüssen im Bereich der Vergussmasse erfolgen, meist verursacht durch Flussmitteldämpfe, die sich auf der Vergussmasse abgelagert haben und mit der Zeit gealtert sind. Für diese Ursachen muss man - im wahrsten Sinne des Wortes - ein Näschen haben. Aber das kann man durch Beschreiben nicht vermitteln.

  • @Schröder: In Fernsehgeräten hat man oft die Versorgung für die vertikale Endstufe aus dem Zeilentrafo gewonnen. Bei dem Schaltbild in #2 war das aber nicht so. Spekulationen helfen jetzt nicht mehr weiter. Ich muss (wenn ich das schaffe) das Schaltbild aufnehmen. Blöd nur, dass ich dafür die Leiterbahnseite so spiegeln muss, dass ich sie so sehe, als würde ich von der Bestückungsebene aus durch die Leiterplatte sehen. Dann noch die Größen anpassen und der Anfang ist gemacht. Nun ja und bei etlichen Widerständen kann ich die Farben nicht so gut erkennen, dass ich den Widerstandswert sicher ablesen kann. Das macht es auch nicht gerade einfacher. Aber ich werde mal sehen, wie weit ich komme.

  • @Schröder: In Fernsehgeräten hat man oft die Versorgung für die vertikale Endstufe aus dem Zeilentrafo gewonnen. Bei dem Schaltbild in #2 war das aber nicht so. Spekulationen helfen jetzt nicht mehr weiter. Ich muss (wenn ich das schaffe) das Schaltbild aufnehmen. Blöd nur, dass ich dafür die Leiterbahnseite so spiegeln muss, dass ich sie so sehe, als würde ich von der Bestückungsebene aus durch die Leiterplatte sehen. Dann noch die Größen anpassen und der Anfang ist gemacht. Nun ja und bei etlichen Widerständen kann ich die Farben nicht so gut erkennen, dass ich den Widerstandswert sicher ablesen kann. Das macht es auch nicht gerade einfacher. Aber ich werde mal sehen, wie weit ich komme.

    Nicht nur bei Fernsehgeräten, habe zuviele Monitore bei denen das so ist..


    Bzgl. #2 hast du absolut recht. Bin dann mal gespannt.

  • War heute bei Gerd5 , danke nochmal für die Hilfe. Größere Elkos getauscht, Lötpunkte nachgelötet, sogar tatsächlich eine Kalte gefunden, steckbare Masseverbindung von der kleinen Platine auf der Röhre zur Gehäusemasse, der Pin kam beim Zerlegen des Monitors mit dem Stecker am Kabelende aus der Platine raus. Aber leider letztendlich, der Monitor ist im gleichen Zustand wie gestern Abend, Bild steht in der Aufwärmphase nicht stabil, zuckt etwas, und gelegentlich knackt es tatsächlich mal. Also am Ende doch der Zeilentrafo?

  • Wenn es nur vertikal zuckt (oder die Bildhöhe zusammenfällt) und die horizontale Breite sich nicht ändert (Länge der LInie, wenn das Bild zusammengefallen ist), deutet wenig / nichts auf den Zeilentrafo als Ursache hin. Ich habe inzwischen das Bild der Lötseite gespiegelt und auf die gleiche Größe wie die Bestückungsseite gebracht. Leider sind die Farben der Leiterbahn so kräftig, dass ich da die Bauteile noch nicht einzeichnen kann. Ich muss also eine Overheadfolie drüberlegen und dann die Bauteile daraufmalen. Leider sind meine feinen Stifte ausgetrocknet und ich muss erst einmal einen Satz neue besorgen.


    Aufgefallen war mir nach Vergrößerung schon, dass einige Lötstellen verdächtig aussahen. Aber teilweise waren das auch nur Schatten. So sahen die Pins der ICs 74LS122 und MC14020 so aus, als wären die ICs gar nicht bestückt. Das lag am Schatten, weil das Licht vom Rand her kam und der Schatten in Richtung auf die Lötfläche fiel. Nun sehe ich leider sehr schlecht und deshalb dauert es, bis ich solche Auffälligkeiten mit einer starken Lupe so habe, dass ich einigermaßen herausbekomme, was Sache ist. Aber ich bleibe am Ball. Deshalb bitte ich um etwas Geduld und bitte keine voreiligen Schlüsse ziehen.


    Bei der "kleinen" Platine (der Röhrenanschlussplatte) sind einige Schlitze eingefräst. Diese sind nötig, damit die (teilweise recht hohen) Spannungen an den Kontakten nicht überschlagen. Beim Verkleben der Bruchkanten dürfen die Schlitze nicht mit Kleber verschlossen werden. Aber sonst haben Schäden auf der Platte nichts mit dem Fehler zu tun. Wichtig ist, dass die Lötstelle zwischen Kühlfahnen des TDA1170 und der Leiterbahn keinen Haarriss haben und die Wärme dort gut auf die Leiterbahn übertragen wird. Die Gesamtfläche ist zwar erbärmlich klein, aber ohne diese wird das IC auf jeden Fall zu warm. Und weil da die Wärme abgeführt wird, neigen solche Lötstellen dazu, auszukristallisieren ("kalt" zu werden). Nachlöten nur mit bleihaltigem Lot mit Flussmittelseele. Diese Platte stammt mit ziemlicher Sicherheit aus der Zeit vor der Einführung bleifreier Lote.