Vom 8032 zum MMF 9000 - ein Thread mit (hoffentlichem) Happy End! :)

  • Ach so, ja!

    $f6 hab ich bei mir schon gesehen- aber dass es sich dabei um das zweite Bit handelt, hätte ich nicht rauslesen können. ;)

    Spielt eh keine Rolle mehr, da mit dem anderen RAM-Satz keine Fehlermeldung mehr kommt (allerdings passiert nach "going to sleep" auch nix mehr :D ).


    'going to sleep' klingt doch sehr nach Refresh-Test.

    Wieviel Refresh-Zyklen werden erzeugt (Schaltung analysieren)?

    Das auch mal mit den Oszi prüfen.

    Und natürlich checken, wieviele die DRAMs brauchen (siehe Tabelle weiter oben).

    Ähm... TILT?! :wegmuss:



    Ich werde jetzt noch warten, bis die 100nF-Kondensatoren hier sind (auch, wenn Commodore definitiv 10nF verwendet hat, was man in etlichen Bildern zum Originalboard auch sehen kann)- dann löte ich die ein.


    Vielleicht hat jemand von euch noch 4164 mit 120ns oder besser 100ns Zugriffszeit(?) parat, welche er mir leihen könnte.

    Dies würde ich dann auch noch testen können.

    Mehr dann aber definitiv nicht mehr. Hier sind meine Fähigkeiten dann absolut überschritten, Jungs.


    Ich kann nur nochmal sagen:

    Beschäftigt man den Rechner mit Tastatureingaben, funktioniert es bedeutend länger. Aber: Vorhin hab ich mal ne Stunde CRSR-down betätigt, danach klappten zwar noch ein paar Tastatureingaben, wirklich arbeiten wollte das System aber nicht mehr (ERROR 215 bei Versuch, das Directory aufzurufen, also eine Fehlermeldung, die damit nix zu tun hat).


    Zusammengefasst:

    Der Memorytest des Original-MMF9000 funktioniert ja, also läuft der Rechner wohl auch als MMF9000 fehlerfrei (?).

    Dieses OS/9 mag nicht so recht.

    Ich hab einfach nicht genug Wissen (und langsam auch ZEIT), den Fehler hier zu finden. :(

    An den 50Hz zu 60Hz kann es doch ned liegen, oder? Ich weiß ja nicht, ob jemals ein MMF-Nutzer mit 50Hz-Eprominhalt in U49 OS/9 getestet hatte?


    Vielleicht können wir uns das in geselliger Runde gemeinsam ansehen?

    Also Logikanalyzer/Oszi/Leute mit WISSEN/gute Laune/etc...?


    Viele Grüsse,

    Matthias

  • Der reine MMF9000 Modus verwendet doch keine MMU, d.h. das Problem muss wohl im Zusammenspiel mit der MMU zu suchen sein -> Timing issues, schlechte Lötstelle, defekte MMU Bauteile (74LS273?), ...
    Hinsichtlich "Laufzeit" des Memorytests (bzw. Verhalten rund um "Going to sleep") könntest Du doch den Test vergleichsweise einfach mal im VICE laufen lassen (xpet +sound -truedrive -superpet -cpu6809 -model SuperPET -drive8type 8050 -8 /path/to/your/os9-systemdisk.d80)?

  • Der reine MMF9000 Modus verwendet doch keine MMU, d.h. das Problem muss wohl im Zusammenspiel mit der MMU zu suchen sein -> Timing issues, schlechte Lötstelle, defekte MMU Bauteile (74LS273?), ...
    Hinsichtlich "Laufzeit" des Memorytests (bzw. Verhalten rund um "Going to sleep") könntest Du doch den Test vergleichsweise einfach mal im VICE laufen lassen (xpet +sound -truedrive -superpet -cpu6809 -model SuperPET -drive8type 8050 -8 /path/to/your/os9-systemdisk.d80)?

    Würde ich wirklich gerne testen, aber auf meinem Lenovo unter WIN10 läuft VICE leider nicht. :(


    Ich denke nicht. Wenn ich die 8032- und die MMF9000/SuperPet-Schaltpläne auf zimmers.net richtig verstanden habe, hat der doch keine aus der Stromversorgung abgeleiteten 50/60Hz.

    Ok, dann können wir dies ausschließen. :)


    Ich brauch einfach erstmal ne Pause, sonst flippe ich hier aus und werf den ganzen Wahnsinn aus dem (Keller- was ja nichts bringen würde-)fenster. :D

    In Summe läuft der Rechner ja.


    Vielleicht kommen bald weitere Nachbauer, dann könnte man vergleichen.

    Oder aber: Zur CC (oder früher in Bayern) bisserl messen und analysieren. Also FALLS sich das jemand antun möchte. ;)

  • > Würde ich wirklich gerne testen, aber auf meinem Lenovo unter WIN10 läuft VICE leider nicht. :(

    Wieso nicht? Ich habe Vice unter Win10 und Win11 im Einsatz. Allerdings ist die SuperPET/OS9 Emulation ein wenig seltsam, weil der Start recht lange dauert (es scheint als wäre Vice "eingefroren" und man sieht im Emulationsfenster für ca. 1 Minute nur die Sanduhr). Alle anderen Emulationen sind aber im Prinzip "instantan" verfügbar.

  • Mein Tester testete die auch alle gut.

    Sowohl die von dir, als auch die acht von TI von mir. ;)

    Mit dem Allestester kann man das leider nicht testen. Der kann nur testen, ob die Chips eindeutig kaputt sind und nicht, ob sie nach Specs ok sind. Weil er sie nicht nach Specs testet. Also keine Garantie, dass die wirklich ok sind.


    Das ist hier genau so ein Fall, wo der Tester nicht weiterhilft.


    Und wie Ritchi schon sagte, "getunte" China-Chips kann er in der Regel auch nicht erkennen.

    • i-Telex 7822222 dege d

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  • Wieso nicht? Ich habe Vice unter Win10 und Win11 im Einsatz.

    Gute Frage. Vice läuft auf diesem Rechner nicht, seitdem ich ihn habe- 2018. :(


    Mit dem Allestester kann man das leider nicht testen. Der kann nur testen, ob die Chips eindeutig kaputt sind und nicht, ob sie nach Specs ok sind. Weil er sie nicht nach Specs testet. Also keine Garantie, dass die wirklich ok sind.


    Das ist hier genau so ein Fall, wo der Tester nicht weiterhilft.


    Und wie Ritchi schon sagte, "getunte" China-Chips kann er in der Regel auch nicht erkennen.

    Dann überschüttet mich mit Leih-4164ern, holde Mitforisten!

    Ich kann nur sagen, dass sich das Fehlerbild in OS/9 kein Quäntchen ändert- egal, welchen der insgesamt 16 4164 ich wo reinstecke.


    In Summe ist mein Latein zumindest temporär am Ende.

  • Immer die gleich Adresse und die gleiche Bit-Kombination? 0xF4 anstatt 0xF6?

    Nein, dieses Fehlerbild hatte ich doch nur im RAM-Test im normalen 6809-Modus, wenn ich alles mit den TI-RAMs vollgemacht hatte.


    OS/9 verhält sich immer gleich- hängt also immer nach kurzer Zeit ohne Tasteneingaben. Und zwar unabhängig davon, welche RAMs drin stecken.

  • Der Kühlkörper sieht aber doof aus!

    Da kommt schon noch was anderes- der ist von Anfang an zu Testzwecken dran. ;)

    Wird beim 6809-Betrieb das RAM des 8032 benutzt, oder die 512k des HM628512A?
    Mit der Programmierung des CPLD kenne ich mich leider nicht aus

    Nene, das Problem taucht beim Nachbau des echten MMF (siehe Bild oben) auf.

    Da gibts keinen 512k Baustein. ;)

  • So, alle 36 10nF Kondensatoren wurden durch 100nF-Typen ersetzt.


    Ratet mal? Richtig: Läuft nicht.


    Ich werde es jetzt lassen, alleine finde ich den Fehler niemals.

    Was erschwerend hinzukommt:

    Jetzt läuft der Rechner im 6809-Modus generell nur relativ kurz und hängt sich dann ebenfalls auf! :(

    Lässt man ein Basic-Programm laufen, ist alles gut- auch lange Zeit.

    COM-Master, also das Terminalprogramm, läuft auch fehlerfrei.


    Ruft man aber beispielsweise Cobol oder Pascal/Fortran auf, hängt der Rechner nach einiger Zeit nichts tun. Ebenso Basic, wenn man nichts eingibt oder laufen lässt.


    Das Speichertestprogramm des MMF9000 von Commodore im 6502-Modus hingegen läuft fehlerfrei durch!

    Starte ich ein im 6809-Modus geschriebenes, so hängt es nach einiger Zeit. Und zwar egal, ob ich das für die 32k-Hauptspeicher, oder für die 64k-Zusatzspeicher lade!


    In Summe sieht es also so aus, als wäre es schlimmer geworden. Die OS9-MMU Platine hab ich rausgemacht. Fehlerbild bleibt.


    Mir reichts- aber so richtig. :(

  • Dann haben wir ja so einiges vor am nächsten Wochenende.


    Ich schaffe es am Samstag erst, so gegen 16 Uhr nach Dietersburg zu kommen

    Absolut, ja!

    Also nur, wenn du dir das antun magst? ;)


    Aktuell läuft ein 6809-Basic-Programm... ratet mal: ABSOLUT STABIL UND OHNE AUSFÄLLE- seit meinem Post vor zwei Stunden?!

    Würde ich jetzt RUN/STOP drücken und ein paar Minuten warten, wäre der Rechner abgestürzt.

    Weshalb COM-Master ohne Tastatureingaben läuft, weiß ich nicht... evtl. läuft da im Hintergrund auch permanent was, weshalb es nicht abstürzt.


    Man kann also zusammenfassen:

    - 6502 Modus: Absolut stabil und fehlerfrei (auch Memory-Tests für die 64k-SuperPET RAM)

    - 6809 Modus: SÄMTLICHE Programme laufen, solange man den Rechner mit Eingaben/Programmabläufen bei Laune hält. Wartet man eine Zeit "X" ab, stürzt der Rechner ab. Ganz selten in eine Art Monitor, meist mit unkontrollierten Grafikzeichen irgendwo auf dem Bildschirm ins Nirvana.


    Was zum Henker löst dieses Phänomen aus?

  • Also nun mal vom Techniker ne Anmerkung ... Bin ich falsch der Annahme das desto niedriger der nF Wert desto besser die Hochfrequenz Dämpfung.

    Ich kann das mit dem vergrößern der Kapazität nicht ganz nachvollziehen.

    Setzt mal in die Spannungsversorgung parallel zu den Siebelkos einen 10nf Kondi rein und schau mal ob es besser wird. Eine Ferritkern Drossel in die Versorgungleitung +5 und +12 Volt hat auch schonmal wunder bewirkt.


    Bitte jetzt aber keine Technische Diskusionen ich wollte das nur mal als Anmerkung los werden.

  • Also nun mal vom Techniker ne Anmerkung ... Bin ich falsch der Annahme das desto niedriger der nF Wert desto besser die Hochfrequenz Dämpfung.

    Ich kann das mit dem vergrößern der Kapazität nicht ganz nachvollziehen.

    Die 100nF sollen ja die Lastspitzen, die z.B. die 4164'er D-RAMS beim Lese-Zugriff erzeugen, mithelfen zu blocken. Wenn, dann würde ich (bei Bedarf) die 10nF dazu nehmen, aber nicht entweder 10nF oder 100nF...

  • Nur mal so eine Vermutung:
    Wenn du permanent eine Taste drückst, wird ein Interrupt ausgelöst und damit eine bestimmte Routine durchlaufen, die Daten auf den Stack legt und wieder ausliest. Der Inhalt des Stacks ist somit über einen kurzen Zeitraum "stabil".

    Normale Programme benutzen vielleicht den Stack nicht so sehr und wenn jetzt der Refresh des DRAM nicht passt, kann es dann durchaus zu Sprüngen ins Nirwana kommen.

    Ist, wie gesagt, nur eine Vermutung. Das müssen wir dann messen