Mein neuestes Etwas

  • Hat er den Laden komplett alleine geschmissen? Den hat er anscheinend wirklich mit Herz und Blut über die ganzen Jahrzehnte betrieben. Leider findet man sowas heute so gut wie nicht mehr.

    alle achtung. ich habe schon 1995 gekniffen, wollte mir alles nicht mehr antun. die vergeblichen beratungen usw.
    ich dachte auch, ich habe genug verdient und mir die rente schon mit meinen 40 erarbeitet.

    Ich hätte ihn wirklich gerne selbst Mal besucht. Nicht nur wegen den Rechnern, sondern einfach Mal um ein wenig mit ihm zu quatschen...

    Hoffentlich geht es bei ihm gesundheitlich bergauf!

    ich würde ihn sehr gerne treffen und mich mit ihm gerne unterhalten.
    so könnte es sein, dass ich mich an ihn doch erinnern würde.
    aber auch gerne mit ihm über die damalige zeit sprechen und wie er sie erlebt hatte.

    so hoffe ich, dass er mal zu einer cc kommt, dann würde ich, auch gerne dann hinkommen.
    um euch alle, über die damalige zeit voll zu quatschen ;)

  • ich würde ihn sehr gerne treffen und mich mit ihm gerne unterhalten.
    so könnte es sein, dass ich mich an ihn doch erinnern würde.

    Ruf an und fahr hin. Die Tel-Nr. steht auf der Webseite. Vielleicht zeigt er dir auch seine CBM-Schätze mit den Packetradio-Schnittstellen. Wenn du übernachten willst, er hat sogar eine Ferienwohnung.


    Er wird wohl auf keine CC-Veranstaltung kommen, er ist nicht mehr so mobil

  • Landolt hat 1977 mit dem PET angefangen.

    hm... war es nun, in deutschland, mit den ersten pets 1977 oder doch erst 1978?
    dass weis ich so nicht mehr. ich war aber einer der ersten stunde, mit büromaschinen braun
    und wir hatten das größte händler gebiet, in deutschland bekommen. dank hernn braun senior.
    köln, aachen, wuppertal, mit bonn und noch düsseldorf. da wurde uns aber gesagt,
    da sucht, für nur düsseldorf, commodre noch einen händler.

    dann muss ich ihn doch kennen und er mich auch.
    bitte ihn fragen, ob er die ersten und weiteren commodre schulungen, besonders die reparaturschulungen,
    mitgemacht hatte.

    ich war der, der den schulungsleiter unterstützt hatte.
    ich war der, der in der ecke, die ganzen defekten pet boards repariert hatte,
    die die händler selbst mitgebracht haben und ich die während die schulung da reparierte.
    und danach doch über meine reparatur erfolge da berichtete.

  • und wir hatten das größte händler gebiet, in deutschland bekommen. dank hernn braun senior.
    köln, aachen, wuppertal, mit bonn und noch düsseldorf.

    Jeder der damals aus dem Raum Frankfurt, Offenbach, Hanau, Darmstadt, Aschaffenburg am Anfang einen Commodore haben wollte, musste zu Landolt.


    dann muss ich ihn doch kennen und er mich auch.

    Wenn du ihn siehst, wirst du dich erinnern, er hat eine ganz markante Siluette, damals wie heute. Kommt vom vielen vor Rechner und Funkgeräte sitzen. Näher will ich das hier nicht auslegen.

  • Ruf an und fahr hin. Die Tel-Nr. steht auf der Webseite. Vielleicht zeigt er dir auch seine CBM-Schätze mit den Packetradio-Schnittstellen. Wenn du übernachten willst, er hat sogar eine Ferienwohnung.

    leider bin ich auch nicht so mobil.
    mich hat der christian und der nils immer mit zu den ccs mitgenommen.

    er gefällt mir immer besser, der wunsch ihn kennen zu lernen wird immer größere.

    ich habe auch einen vereinsgarten mit einem gartenhaus.
    den ich immer wieder kostenlos verleihe, an leute die z.b. zu der gamescom wollen.
    oder ins phantasialand oder nach köln oder aachen.

    Hanau, Darmstadt, Aschaffenburg

    hm... dann müsste ich ihn doch erstrecht kennen.

    meine ganze verwandschaft lebt in und um aschaffenburg und auch in hanau.
    ich war oft da, mit meinen eltern, meine verwandten zu besuchen und den verschiedenen feiern.

    Hatten die Commodore-Händler früher Gebietsschutz?

    ja und es war verboten in ein anderes gebiet zu verkaufen.

    nur ich hatte eine sonderausnahme. ich war ja auch der einzige großhändler.
    da ich ja die lager, in braunschweig, vorher komplett, mit bestimmten geräten, aufgekauft hatte.
    dank der hilfe mancheines commodore mitarbeiters habe ich erfahren, von gerät so und so gibt es nur noch
    so und so viele, im lager braunschweig, die nächsten können frühestens erst dann und dann gebaut werden.
    weil noch die und die teile aus hongkong usw. fehlen. oder die produktion zeitlich erst für die kalenderwoche x
    geplant war. so vereinbarte ich, in braunschweig, man möge die ware für mich komplett reservieren.


    meine sekretärin vereinbarte dann einen persöhnliches termin mit der commodore geschäftsleitung,
    extra zum monatsende. noch viel besser zum quartalsende und ich fuhr dann selbst zu commodore.

    vorher telefonierte ich mit meinen abnehmern, mit den 4 größten, versendern in deutschland.
    einer war in hamburg, einer in münschen, eine in dortmund und der größte war in aachen, die firma vobis.
    die besuchte ich fast immer, in aachen möglichst selbst.
    und machte ihnen klar, ich bekomme so und soviel ware. dann gibt es monate lang keine mehr,
    was sie davon haben möchten. so wurde über den preis und die stückzahl verhandelt.
    die die mir am anfang nicht geglaubt haben, haben es dann bereut und mussten dann um ihre bestellungen
    erfüllen zu können, von meinem bestand dann welche, zu ganz anderen konditionen kaufen.
    so war es mit der zeit für mich sehr einfach, sie hörten auf mich und glaubten meinen infos.

    dann bei commodore verhandelte ich über eine stückzahl. zuerst über eine kleine.
    weil ich über den sonderpreis ncht zufrieden war, erhöhte ich langsamm die stückzahl.
    bis ich an den preis kam den ich wollte. da ich den bestand in braunschweig kannte,
    bestellte aber immer noch ein paar geräte mehr.
    commodore freute sich, dass sie wieder genug geld hatten für die gehälter und ich freute mich
    innerlich, dass ich alle geräte hatte und keiner mir somit konkurenz machen konnte.

    deswegen durfte ich auch als einziger händler ausserhalb meines gebietes liefern.
    und ich belieferte wiederum viele, wirklich viel, commodore händler selbst.
    weil commodore selbst nicht liefern konnte und die den tip bekommen haben, dass ich noch welche habe.

    viele commodore händler kauften sogar lieber bei mir. weil sich sicher sein konnten, das unsere geräte
    getestet sind und auch vorhanden sind. was bei commodore oft nicht so war.
    ganz zu scheigen wenn es um die garantie ging. da packt man, von commodore ein geliefertes gerät aus
    und stellt fest, es funktioniert nicht, dann sendet man es, zur garantie reparatur zurück und bekommt es,
    oft erst 6 monate später, dann war die garantie zuende, wenn man es erst an den kunden liefern konnte.

    so war ich auch der größte commodore reparaturhändler mit dem größten ersatzteillager.
    da belieferte ich viele händler im ausland. da kam einer alleine wegen den 6526, mit dem flugzeug, aus israel.

    wie bereits erwähnt, commodore, war sehr dankbar und wollte mir immer wieder eine freude machen.
    so wieder eine geschichte, mit einem fußball, mit den kompletten unterschriften, der spieler von fc bayern münchen.
    dass ist aber wieder eine andere geschichte.

    oder mit der amiga1000 vorstellung, in der frankfurter oper, da wollte man mir eine freude machen
    und ich sollte mit nach vorne zum frank elstner, der es moderiert hat.

    oder die geschichte mit meinem goldenen c64, da würde mich wohl mancheiner heutzutage für bekloppt halten.

    usw. und dann meine epson und die anderen hersteller erfahrungen.
    und dann die epson japan reise :) und die geishas :)

    Erst als die Rechner im Kaufhaus oder Supermarkt auftauchten, war das zumindestens bei diesen Modellreigen anders.

    nein, auch dann hatte ein händler gebietsschutz und musste sich daran halten.

    so gab es auch keinen echten commodore und epson händler, der überregional werbung machen durfte.
    da findet ihr keinen, der geräte und preise angeboten hatte.
    man durfte nur erwähnen, dass man ein commodore vertragshändler war.
    oft wurde diese werbung ja auch von commodore geschaltet und sowiso bezahlt.
    wenn man ein großer händler, mit einem bestimmten mindest jahresumsatz war.
    so bekam man dann auch einen werbebonus.
    die anderen händler und die ihr soll im vorjahr nicht erfüllt haben bekamen keinen werbebonus.
    und im dritten jahr die kündigung oder spätestens dann einen weiteren händler, in seinem gebiet,
    vor die nase gesetzt.

    es waren auch sehr harte zeiten damals. und die meisten hatten nicht soviel glück wie ich.
    die meisten haben auch nicht viel verdient und gingen, nach kurzer zeit pleite.

    es gab jahre da hatte ich mehr umsatz, mit den commodore geräten gemacht,
    als z.b. quelle, karstadt und neckermann usw. und die mussten die ware noch nicht mal vorher bezahlen.
    sie bekamen die ware sogar als kommissionsware und mussten keine garantie übernehmen
    und benötigten nicht wie die vertragshändler, dafür dann techniker und ersatzteile usw.

    so hörte commodore wieder nicht auf mich und zerstörte langsamm ihr händlernetz,
    die händler, die sich die mühe gemacht haben und die die commodore geräte vorgeführt haben.

    sie hatten dann nur noch die arbeit, die vielen vorführungen, die wurden immer mehr usw.
    und die kunden gingen dann zum kaufen doch woanders hin.

    manch eine karstadt filiale, gehörte zu meinen kunden, sie kauften, mit der genehmigung der zentrale in essen,
    die geräte direkt bei mir, mit viel weniger rabatt. dafür aber getestet und mit echter und schneller garantie
    und mit manchen erweiterungen und umbauten.
    und jederzeit mit telefoniescher hilfe für ihre kunden, wenn es probleme oder programmierfragen usw. gab.


    so war ich auch der erste, der den simplen reset taster lieferte. extern oder eingebaut. schon mit dem pet.

    mein spruch war, bei den commodore haupthändler treffen und der vorstellung neuer geräte.
    "und wenn ich wieder nur einen resettaster einbaue haben wir schon etwas anderes,
    für unsere kunden, als die versender und die kaufhäuser."
    so sagte ich sofort und zeigte auch, an dem demogerät, wo man bei den neuen geräten
    den resetschalter einfach anlöten kann.


    da ich ja aber die prototypen schon vorher bekommen habe, konnte ich schon über viele andere erweiterungen da sprechen, die ich dann allen händlern anbot. so wurde ich immer größer ohne dass ich es wollte.

    gruß
    helmut

  • Hat er den Laden komplett alleine geschmissen? Den hat er anscheinend wirklich mit Herz und Blut über die ganzen Jahrzehnte betrieben. Leider findet man sowas heute so gut wie nicht mehr.

    Ich hätte ihn wirklich gerne selbst Mal besucht. Nicht nur wegen den Rechnern, sondern einfach Mal um ein wenig mit ihm zu quatschen...

    Hoffentlich geht es bei ihm gesundheitlich bergauf!

    Wen wundert es! Zum einen läuft heute im Bereich PCs und Teile grösstenteils alles online - bei mir ist es schon ein paar Tage her, dass ich in nem Laden stand und Hardware gekauft habe.


    Zum anderen stehe ich den Möchtegern ITlern, die der einfachen Hausfrau 200€ für ne Windows 10 Installation abluchsen wollen, skeptisch gegenüber.


    In Umkreis von 50km gibt es bei uns nur einen Laden der wirklich was taugt. Wo bei Problemen, der Verkäufer auch mit entsprechend fachlicher Expertise glänzen kann.


    -

    Grüße

    Sven

  • so hörte commodore wieder nicht auf mich und zerstörte langsamm ihr händlernetz,
    die händler, die sich die mühe gemacht haben und die die commodore geräte vorgeführt haben.


    sie hatten dann nur noch die arbeit, die vielen vorführungen, die wurden immer mehr usw.
    und die kunden gingen dann zum kaufen doch woanders hin.


    manch eine karstadt filiale, gehörte zu meinen kunden, sie kauften, mit der genehmigung der zentrale in essen,
    die geräte direkt bei mir


    Das ist aber anscheinend ein echtes Grundproblem bei Commodore gewesen, daß sie immer, immer, immer in den Consumermarkt wollten und den professionellen Vertriebsweg (Fachhändler z.B.) massiv ignoriert haben. Das hat m.E. was mit dem allerobersten Management zu tun, die das absichtlich betrieben haben. Vielleicht auch nur, weil es eben beim C64 so fabelhaft funktioniert hat - aber für alle anderen Geräte war es einigermaßen unangebracht. Besonders massiv sieht man es - natürlich im Nachhinein, wo alles einfacher zu beurteilen ist - beim Amiga. Der wäre mit einem Fachhändlernetz sicher super verkaufbar gewesen, aber in USA gab es sowas für CBM nicht und in DLand war man da schon auf dem Weg hin zu den "großen Anbietern" ala Karstadt. Deshalb steht das Ding dann erstmal 2 Jahre unverkauft rum und wird erst mit dem 500er dann so bißchen attraktiver "for the masses". Die 3000er und 4000er gehen dann, von absoluten Nischen abgesehen, auch nicht weg - und im gleichen Moment kommt dann die Umorientierung auf PCs, was letztlich die Firma zerstört.


    Ich weiß ja nicht, wie man PETs in USA gekauft hat, aber wahrscheinlich zumindest nicht direkt bei Walmart.

  • Das ist aber anscheinend ein echtes Grundproblem bei Commodore gewesen, daß sie immer, immer, immer in den Consumermarkt wollten

    Im nachhinein, von außen und ohne Insiderwissen sieht es für mich nicht so aus, als hätte es bei Commodore jemals eine Langfriststrategie über das nächste Quartal heraus gegeben.

    Weder beim Vertrieb noch bei der Entwicklung und deren Steuerung.

    Es entsteht der Eindruck, die Entwicklungsabteilung "macht mal" zufällig neue Geräte, manche kommen auf den Markt (A600, C116,CDTV...), andere (C900,...) nicht, auch irgendwie von außen nicht sichtbar, als ob das in eine Langfriststrategie eingebettet gewesen wäre.


    Vieles ist einfach nicht zuende gedacht. Das CDTV hätte vielleicht was werden können, mit Disk Drive oder HD und einer IR Tastatur, und vor allen Dingen gescheiter Software. Dafür muss man als Gerätehersteller auch was tun.


    In D hatte CBM ein paar Jahre einen guten Martanteil an Büro-Rechnern; Darauf hätte man aufbauen können, mit kompatiblem Nachfolger


    Mit dem VC20, C64 hatte man ein billiges Consumergerät; darauf hätte man aufbauen können, mit kompatiblem Nachfolger


    Mit dem Amiga hatte man sich eine Plattform eingekauft, ohne wirklich zu wissen, was man damit anfangen soll. Der A1000 war kein professioneller Rechner (Flimmermonitor, keine Festplatte). Und für ein Consumergerät zu teuer.


    Erst der A500 war erfolgreich als billige Spielemaschine.1991/92 war das Ende schon abzusehen. Da wollte man im Consumer/Spielebereich auch bessere Grafik, Sound, Festplatte.


    Dann kamen wieder halbherzige Ambitionen mit pseudo-Profimaschinen wie dem A3000/UX, A4000 etc.

  • Ich mach mal weiter :


    Festplatten, 5,25" , volle Bauhöhe

    Dazu noch ca. 25 SCSI-Festplatten in 3,5" sowie Kabel, Terminatoren, Adapter etc ...


    2 x HP 6000 670 XP (670 MB, HP-IB)

    HP 6000 670 H (670 MB, HP-IB)

    HP 6000 SCSI SE ( ? )

    HP 6000 660 S (670 Mb, SCSI)


    Ein Etui, beschriftet mit "Siemens Firmware"


    Software, noch verschlossen


    Spezialwerkzeug - angeblich für das erneuern / "justieren" von Heizdrähten im HP Laserjet 3 - vermutlich nicht vollständig - und einiges gehört vermutlich auch gar nicht dazu ...


    Hinzu kommen noch jede Menge unterschiedlicher Handbücher und Doku´s, die ich noch sichten muß ...

  • Heizdrähte "justiert" man eigentlich nicht. Die sind endweder ganz oder kaputt und wenn sie kaputt sind, tauscht man sie aus. An sich ist die Heizung in den meisten Laserdruckern sowieso eine Lampe.


    Was man gewechselt hat (und auch ordentlich verlegen und spannen mußte) sind die Corona-Drähte, also die Drähte die mit Hochspannung die Luft an der Trommel ionisieren und dadurch die statische Ladung auf die Trommel bringen. Die musste man auch regelmäßig saubermachen, um Toner, der sich auf die Corona verirrt hat, zu entfernen. Dazu gab es aber eine eingebaute Einrichtung.


    Soll heißen, ich sehe auf deinem Bild jetzt nichts Offensichtliches, was ich zur Reparatur eines Laserjets nehmen würde.

  • Habe heute in der Mittagspause einen PowerMac G4 erste Serie abgeholt. Leider keine Platte drin und auch nur ein RAM-Riegel, da muss ich mal im Vorrat schauen, was noch da ist. Aber dafür steckten freundlicherweise neben der serienmäßigen ATI Rage 128 eine kleine Adaptec-SCSI-Karte und eine Voodoo 3 in den Slots. Freude. Wenn der Rechner ein OS installiert hat, dann probiere ich auch endlich mal meinen "neuen" Heidelberg-Scanner aus, am 8500 hatte ich da nie so recht Lust zu.

    Suche: BeBox, Pixar Image Computer und Connection Machine CM1/CM2.

  • Im nachhinein, von außen und ohne Insiderwissen sieht es für mich nicht so aus, als hätte es bei Commodore jemals eine Langfriststrategie über das nächste Quartal heraus gegeben.

    Weder beim Vertrieb noch bei der Entwicklung und deren Steuerung.

    Es entsteht der Eindruck, die Entwicklungsabteilung "macht mal" zufällig neue Geräte, manche kommen auf den Markt (A600, C116,CDTV...), andere (C900,...) nicht, auch irgendwie von außen nicht sichtbar, als ob das in eine Langfriststrategie eingebettet gewesen wäre.


    Vieles ist einfach nicht zuende gedacht. Das CDTV hätte vielleicht was werden können,


    Für mich stellt sich das nach dem Commodore Film (Commodore Wars) von neulich (hier auch irgendwo verlinkt) eigentlich ein bißchen so dar, als hätte es da SEHR verschiedene Phasen gegeben.


    Am Anfang hatten sie eine sehr gute Büromaschine, haben aber den Hauptentwickler nicht so recht weitermachen lassen, sondern Tramiel persönlich hat den VC20 akzeptiert und probiert. Das war ein Erfolg und der folgende C64 noch mehr. Darüber haben sie aber den Chuck Peddle "verloren" und somit jemanden, der da echte Struktur reingebracht hat. In dieser Zeit haben sie, und das kommt im FIlm mehrmals und ich habe das auch anderswo schon ähnlich gelesen, versucht, dem Apple Konkurren zu machen bzw. DEN "Apple Killer" zu bauen. Aber C64 dann sogar mit so einer weitreichenden Idee, wie, daß man Kinder in Schulen ans Produkt gewöhnt und diese dann auf dem College und später bei der "gleichen" Firma bleiben wollen. Das ist tatsächlich was, was Apple in den USA perfekt beherrscht hat - und Commodore hat da wohl nicht soviel Möglichkeiten gehabt, weil die Kabinette schon ausgestattet waren. In Europa dagegen waren sie insbesondere in DLand da wohl ganz gut dabei - die PETs an Schulen müssen ziemlich häufig gewesen sein.

    Dann geht der Markt komplett kaputt (1984) und die Leute, die sowas haben wollten sind wohl schon alle gut versorgt. Der Amiga läuft ihnen eher zufällig zu - und v.a. wohl deshalb, weil der Tramiel, mittlerweile bei Atari (oder andersherum, Atari bei ihm), in der flaschen Überzeugung, daß er die kleine Firma bereits in der Tasche hat, den Verhandlungsbogen völlig überspannt hat. Die Maschine wird aber so aufgebaut, daß sie nicht verkaufbar ist. Dabei sehe ich das noch gar nicht so , daß die nicht auch "professionell" war. Es gab da schon auch Besseres, aber das war auch maximal teuerer und daher kein echter Vergleich. Vor allem hat wohl am Anfang auch einfach Software gefehlt - genau das gleiche Problem, wie es auch Spielkonsolen haben, wenn das nicht massiv von der Firma angeschoben wird. Und evtl. hätte man da auch noch parallel eine Spielkonsole draus machen können - so wie sie es später mit der CDTV dann noch probiert haben.

    Und auch die Geräte dazwischen - Plus/4 und C128 - sind eigentlich so gedacht, daß man sie nicht im Spielzeugladen verkauft bekommt. Aber als Option für eine Schreibmaschine oder als kleiner Abrechnungs- oder Steuercomputer sind die potentiell super. So bißchen wie ein Schneider Joyce in flexibler. Der C128 ist zudem ungefähr die Maschine, die dem Chuck Peddle so vorgeschwebt haben muß, zumindest, wenn man den C64 Teil wegläßt.

    Und dann passiert irgendwie jahrelang keine echte Weiterentwicklung am Amiga. Das ist irgendwie ein echtes Phänomen. Dabei hat die Kiste jede Menge Potential, jede Menge Fans und auch durchaus "teure" Anwendungen (Video). Aber bis dann mal das AGA erscheint, sind die PCs schon fast komplett vorbeigezogen und was die Rechenleistung anbelangt und den Systemaufbau, schaffen sie es nur den 68020er zu benutzen ... und der Verkauf läuft jetzt fast komplett über Handelsketten - zumindest aus Kundensicht.

    Vielleicht hätte es für den Apple Killer schon gereicht, wenn sie dort mal das Verkaufssystem abgeschaut hätten - mit einem weltweiten Fachhändlernetz und jeder Menge Usergroups, die es ja in ähnlicher Form am Amiga auch gegeben hat, wenn auch mit dezent anderem Anstrich und Zielsetzungen.

  • Commodore hin und her, es haben damals fast alle Firmen versagt was Marketing angeht.


    Beispiel Dragon32, VC-20, TRS-80, Thomson


    Alle Kunden des VC-20 wären mit Konkurrenzprodukten besser bedient gewesen.

    Aber ehrlich gesagt war meine Welt in meiner Jugendzeit beschränkt auf Commodore.

    Ohne Internet wusste man gar nichts davon, dass es Alternativen gibt.

    Die damaligen Zeitschriften waren ja auch eher Commodore fixiert.


    Jedenfalls wusste ich nicht, dass es leistbare Tandy, Dragon oder Thomson Computer gibt.

    Niemand wollte mir das verkaufen.


    Da haben die Firmen sicher einen großen Fehler gemacht und gehofft, dass die Kunden auf sie und ihre Produkte zukommen.


    Commodore war auch mehr Mundpropaganda.

    Die Händler wussten kaum Bescheid, außer über den Preis.

    Viele Händler waren froh, wenn da ein paar Kids waren, die sich damit beschäftigt haben.

  • Jedenfalls wusste ich nicht, dass es leistbare Tandy, Dragon oder Thomson Computer gibt.

    Niemand wollte mir das verkaufen.

    Die Thomsons standen seinerzeit im Karstadt zwischen C64 und Amiga 1000. Sie hatten gelbe Tasten und Lichtgriffel, und das ist auch schon alles, was ich von denen weiß.


    Der große Punkt ist doch der, dass sich die Frage, für welches System man sich entscheiden soll, zu der Zeit sehr davon abhing, was der Freundeskreis verwendete. Denn dort bekam man sein Wissen und, wenn wir ehrlich sind, auch seine Software. Frag mal den armen Deppen, der damals auf dem Schulhof der einzige mit einem CPC inmitten von C64-Kids war. Der hat nach der Erfahrung zukünftig garantiert sehr darauf geachtet, dass ihm keiner einen Tandy, Dragon oder Thomson verkauft. ;)

    Suche: BeBox, Pixar Image Computer und Connection Machine CM1/CM2.

  • Der große Punkt ist doch der, dass sich die Frage, für welches System man sich entscheiden soll, zu der Zeit sehr davon abhing, was der Freundeskreis verwendete.

    Genau so war es.

    Und das zeigt wie schlecht der Verkauf und die Informationspolitik war.


    Es ist ein bisschen wie Zufall, ob sich das Produkt verkauft oder nicht.

    Commodore hat einfach nur unglaubliches Glück gehabt.

    Heute würde sich so ein Produkt niemals durchsetzen können.


    IBM hat leichtes Spiel gehabt, den Markt aufzuräumen und IBM kompatible PC's am Markt breit durchzusetzen.

  • Es gab da ganze Landstriche, [da gab es] [...] keine Dragon oder BBCs, sondern vornehmlich CBMs aller Art, Sinclairs und Atari's.

    Entschuldige, das hatte ich nicht im Blick. Meine Erfahrung bezieht sich da auf die Bundesrepublik der 80er. Zwar sehr nah am Zaun aber doch westlich davon. Und das war ganz klar C64-Land. Nur bei zwei Leuten habe ich mal was anderes gesehen, und das waren zwei, die sich nicht für Spiele interessierten. Der eine hatte einen Sinclair Spectrum als Bausatz selbst gebaut, und der andere programmierte auf einem CPC. Alle anderen Heimcomputer, die mir unterkamen, waren Commodore. Erst C64 und später dann Amiga 500. Wenn wir ehrlich sind, dann waren die aber allesamt reine Spielkonsolen.


    Die wenigen Leute, die ich im Osten kennengelernt habe, die vor der Wende einen Heimcomputer hatten, hatten allesamt einen KC. Von daher überrascht mich deine Aussage "CBMs aller Art, Sinclairs und Ataris". Aber schön, dass es so war, Vielfalt ist nie schlecht.

    Suche: BeBox, Pixar Image Computer und Connection Machine CM1/CM2.

  • Entschuldige, das hatte ich nicht im Blick. Meine Erfahrung bezieht sich da auf die Bundesrepublik der 80er. Zwar sehr nah am Zaun aber doch westlich davon. Und das war ganz klar C64-Land.

    Da gibt es nix zu entschuldigen. Ansonsten müßtest Du Dich ja auch bei mitlesenden Ungarn entschuldigen - die hatten ganz viel CBM Plus/4 (wohl weil die da mal Schulen damit ausgestattet haben) oder bei Bulgaren (?), wo es diese Sinclair Direktnachbauten gab. Sehr coole Teile - und sehr vernünftig aus so einer Sicht, wenn man das haben will, da einfach das kleinste, brauchbare Gerät zu klonen, wofür man die CPU selbst herstellen bzw. in Massen bekommen kann (Z80).


    Ansonsten - ich habe eigentlich keine wesentlichen Unterschied zwischen beiden Weltgegenden links und rechts des Zaunes erlebt, zumindest was die Rechner anging. Es gab da primär zwei wesentliche Unterschiede: die Verbreitung war in z.B. Stuttgart wesentlich höher und es gab mehr westliche "Breite" auf der einen Seite (CPCs und Co) und östliche "Breite" im Elbland und Berlin (nämlich KCs und Co), aber bei beiden eben nicht in der Masse. Ansonsten hatten die Leute beidseits v.a. C64'er - mit dem wesentlichen Unterschied, daß man die Floppy einerseits mit Parallel-Kabel-Speedern betrieb und woanders dafür im Gegenzug teils extrem abstruse Basteleien an den gleichen Rechnern hingen.


    Ich spreche natürlich, hatten wir hier auch schonmal, nicht für den gesellschaftspolitisch aktiven Bevölkerungsteil - um mal die schöne geschraubte und angestaubte Formulierung zu benutzen - der im Pionierhaus oder bei der GST untergekommen war und sowas wie echten Computerunterricht an KC87 und 85 hatte. Der Rene M. hat das z.B. völlig anders erlebt. Vermutlich hing das auch an bestimmten "Fördergebieten" - wo die "Volksbildung" eben gerade solche Boxen abgeworfen hatte. Wonanders ging das nur privat. Kann man sicherlich herausbekommen, wo diese HotSpots waren. Vermutlich in Erfurt, Chemnitz, Berlin, Riesa oder so. Letztlich nicht viel anders, aber mit anderem Hintergrund, als in DLand-W, wo es wirklich gut ausgebaute Schulkabinette vmtl. auch nur a.) an aktiven und finanzstarken Schulen oder b.) in massiv geförderten Gebieten gab (Ruhrgebiet vermutlich).