Mein neuestes Etwas

  • 2 Päckchen edle Büroklammern

    Die Hüllen sehen aus wie von Syquest-Medien.


    Mein neues Etwas ist eine PS5, ihr habt also erstmal etwas Ruhe vor mir :P


    Mein anderes neues Etwas ist eine Triumph-Adler Gabriele PFS. Nachdem (ich glaube) 1ST1 ein ebay-Angebot postete (endete ~40€) hab ich mir die selbe Maschine für 25€ bei EKA organisiert.

    Da ich PCs und Schreibmaschinen bearbeite, interessiert mich so ein Zwischenschritt natürlich.

    Mein Fazit: er nimmt 720kB Disketten, formatiert sie DOS-Kompatibel, speichert sie ASCII-gerecht (.asc ohne Formatierung) oder nicht ACSII-gerecht (.z mit Formatierungen).

    Auch Fazit: irgendwie scheinen 3,5" HD-Laufwerke (Athlon XP + 80286) zu doof zu sein, um 720kB Disketten zu erkennen und zu formatieren.

  • Mein "neuestes" gefundenes Etwas ;)

    Eine alte Controllerkarte WD 006V-SR (mit einem Chip WD42C22A). Ich vermute mal damit lassen sich "alte" Platten (RLL/MFM) auslesen. Eine prinzipiell passende Platte ist auch da. Meine Frage an die Runde, kann mir jemand zur Inbetriebnahme der Karte Tipps geben? Einfach in den 486 (der keinen Controller on Board hat) einstecken?

    Mit freundlichen Grüßen

    Matthias

  • Mein "neuestes" gefundenes Etwas ;)

    Eine alte Controllerkarte WD 006V-SR (mit einem Chip WD42C22A). Ich vermute mal damit lassen "alte" Platten (RLL/MFM) auslesen. Eine prinzipiell passende Platte ist auch da. Meine Frage an die Runde, kann mir jemand zur Inbetriebnahme der Karte Tipps geben? Einfach in den 486 (der keinen Controller on Board hat) einstecken?

    Mit freundlichen Grüßen

    Matthias

    Ja, sollte wohl so funktionieren. Im Rechner BIOS den richtigen Plattentyp einstellen und dann ggf. per Debug-Kommando ein Low-Level-Format starten (wenn die Platte mit bestehender Formatierung nicht erkannt wird bzw. nicht bootet). Das ist zumindest meine Vorgehensweise in einem 386SX mit ähnlichem Controller.

  • Vielen Dank ... mal sehen ob das am Wochenende klappt. ;)

    Mein Schwerpunkt sind Taschenrechner und Pockets. Aktuell suche ich zB. nach: Privileg PR55NC, Commodore N-60, NSC 4640, Casio pro fx-1, HP-10C, HP-16C, HP-34C, HP-55, HP-70, HP-71, HP-75, HP-80 :fp:... gern im Tausch gegen "Kollegen" oder andere Oldies (Heimcomputer, Laptops, ...)

    Abzugeben wären: Atari 520ST+ mit Doppeldisk und zwei Megafiles, Schneider PC 1512 (Color, Doppelfloppy), Commodore CBM-4016 (auf 32 kB erweitert) mit PetSD, ...

  • Vielen Dank ... mal sehen ob das am Wochenende klappt. ;)

    Beide Kabel müssen ohne Drehung sein (bin ich die Tage erst drauf reingefallen), im BIOS den Wert einstellen, dann sollte das gehen (wenn Festplatte/Controller MFM/MFM oder RLL/RLL sind).

    Mit Checkit oder Speedstor Low-Level-Formatieren, wenn nötig

  • Beide Kabel müssen ohne Drehung sein (bin ich die Tage erst drauf reingefallen)

    Werden sonst die Elektronen schwindelig? Ja, das kann natürlich die Daten verfälschen, da muss man sehr vorsichtig sein.

    Die haben dann Kirmes... Huiiiii

    Nein, es geht um das selbe wie bei Floppy-Kabeln. Vor der Drehung ist DS0 und nach der Drehung ist DS1.

    Wobei die Floppykabel breiter gedreht sind und Floppies im PC-Standart DS1 haben (nach der Drehung ist es DS0 und somit A:)


    Also:

    MFM/RLL (Standart DS0): Vor Drehung HDD0 , nach Drehung HDD1

    Floppy (Standart DS1): Vor Drehung FDD1, nach Drehung FDD0

  • Danke für die Erklärung.

  • Eine alte Controllerkarte WD 006V-SR (mit einem Chip WD42C22A). Ich vermute mal damit lassen sich "alte" Platten (RLL/MFM) auslesen.

    Das ist ein WD1006V-SR1 für RLL-Festplatten und ohne Floppy-Controller, der für MFM heißt 1006V-MM1. Mit Floppy-Controller steht dann hinten eine 2 statt der 1. Hier findest Du die Anleitungen dazu: 1006V-MMx und 1006V-SRx.

    Sammle Computer und Taschenrechner bis ca. 1990, CPUs, Speicher, Speichermedien aller Art und suche u. a. EPROM C1701&C1702, i487SX-CPU, IBM-Monitor 5151, IBM-XT-Tastatur Model F, Texas Instruments Notebook TravelMate 3000, Citizen W1D 3,5"-Disklaufwerk, MiniSD- und eMMC-Karten, Magnetblasenspeicher, Bänder (3/4"/1"/AIT/Mammoth/Travan/VXA) und Medien (2" LT-1, Apple Twiggy-Disk 5,25", Bernoulli Box II, HiFD, Jaz, Quest, SQ100-400)

  • Antikythera Vielen Dank, ich les mich da mal ein ... und werde berichten. Habe ja reichlich alte bzw. spezielle Platten :fp:

    Und der spezielle Strich/Trenner in der Typenbezeichnung ist eine 1 ... direkt etwas gelernt

    Mein Schwerpunkt sind Taschenrechner und Pockets. Aktuell suche ich zB. nach: Privileg PR55NC, Commodore N-60, NSC 4640, Casio pro fx-1, HP-10C, HP-16C, HP-34C, HP-55, HP-70, HP-71, HP-75, HP-80 :fp:... gern im Tausch gegen "Kollegen" oder andere Oldies (Heimcomputer, Laptops, ...)

    Abzugeben wären: Atari 520ST+ mit Doppeldisk und zwei Megafiles, Schneider PC 1512 (Color, Doppelfloppy), Commodore CBM-4016 (auf 32 kB erweitert) mit PetSD, ...

  • Eine alte Controllerkarte WD 006V-SR (mit einem Chip WD42C22A). Ich vermute mal damit lassen sich "alte" Platten (RLL/MFM) auslesen.

    Das ist ein WD1006V-SR1 für RLL-Festplatten und ohne Floppy-Controller, der für MFM heißt 1006V-MM1. Mit Floppy-Controller steht dann hinten eine 2 statt der 1. Hier findest Du die Anleitungen dazu: 1006V-MMx und 1006V-SRx.

    Vielleicht sollte man noch erwähnen dass MFM weniger Sektoren pro Spur speichert wie RLL.

    Somit kann nur die korrekte Kombi aus HDD und Controller die Daten korrekt lesen.

    Eine RLL-HDD kann jedoch problemlos als MFM LL-Formatiert werden (Daten natürlich alle weg) und an einem MFM-Controller laufen.

    Anders herum kann es auf Dauer zu Problemen führen, da eine MFM-Festplatte "nicht fein genug auflöst", um es mal blöd auszudrücken.


    Bei mir stehen geschätzt 20 MFM-Controllern genau 1 RLL-Controller gegenüber und geschätzt 19 MFM-Festplatten genau 2 RLL-Festplatten. RLL ist somit wohl ähnlich selten wie ESDI.


    Über welche HDD(s) reden wir eigentlich?

  • Anders herum kann es auf Dauer zu Problemen führen, da eine MFM-Festplatte "nicht fein genug auflöst", um es mal blöd auszudrücken.

    Nicht ganz richtig, die Bit-Dichte ist bei MFM und RLL eigentlich die selbe, RLL ist nur eine viel klügere Kodierung der Daten, die etwa 30% Platz spart. Die Plattenoberfläche muss allerdings schon hochwertiger sein.

  • Anders herum kann es auf Dauer zu Problemen führen, da eine MFM-Festplatte "nicht fein genug auflöst", um es mal blöd auszudrücken.

    Nicht ganz richtig, die Bit-Dichte ist bei MFM und RLL eigentlich die selbe, RLL ist nur eine viel klügere Kodierung der Daten, die etwa 30% Platz spart. Die Plattenoberfläche muss allerdings schon hochwertiger sein.

    RLL hat +50% im Gegensatz zu MFM (20MB vs. 30MB in meinem Fall). Für mein Verständnis müsste die Bit-Dichte somit auch höer sein, was die höherwertige Plattenoberfläche auch begründet (so wie bei z.B. VHS vs. SVHS).

    Hättest du da einen Link zu Einlesen für mich? <- geklärt


    Wikipedia zeigt RLL als eine Art Komprimierung

    "Die Ausgangssequenz sei:

    1111 1110 0000 1000 0001 1111

    Kodiert wird daraus:

    7 5 1 6 5

    Die notwendige Mindestanzahl an notwendigen Binärstellen ist drei, denn dies deckt den Zahlenbereich von 0 bis 7 ab. Binär kodiert lautet die komprimierte Folge dann

    111 101 001 110 101

    Die ursprünglich 24 Bits konnten auf 15 Bits reduziert werden."


    Ein Bit-Flip würde somit alle Folgedaten killen, so wie man es auch von JPEG kennt

  • Somit ist die Bit-Dichte nicht höher - MFM und RLL haben auf der Oberfläche die gleiche Dichte in Fluxwechselabständen.

    Jedoch hat RLL höhere Ansprüche an die zeitliche "Exaktheit" (Jitter) der gelesenen Daten.

    Deswegen müssen die "Körnung" des Magnetschicht und der Kopfspalt feiner sein als es für MFM nötig wäre.

  • Eine RLL-HDD kann jedoch problemlos als MFM LL-Formatiert werden (Daten natürlich alle weg) und an einem MFM-Controller laufen.

    Anders herum kann es auf Dauer zu Problemen führen, da eine MFM-Festplatte "nicht fein genug auflöst", um es mal blöd auszudrücken.

    RLL-Platten waren damals eigentlich nichts außergewöhnliches und weit verbreitet. Aber im Gegensatz zu MFM-Platten gab es die wohl einfach nur über einen kurzen Zeitraum. Dann kamen die IDE-Platten.

  • Dann kamen die IDE-Platten.

    Erst kam nochmal ESDI. :prof:

    Ich glaube eine ESDI habe ich nie in der Hand gehabt. Sowas kannte ich nur aus Zeitschriften. ;)

    Im Gegensatz zu SCSI. Davon hatte ich einige im Einsatz.

  • ESDI war nur in Dinge eingebaut, für die man mindestens eine Niere verkaufen musste, um sie auch nur anfassen zu dürfen. Sun Workstations, HP Server und so Zeug. In "normalen" Desktop-PCs fand sich das kaum (außer vielleicht in ein paar PS/2s von IBM - aber das waren kaum "normale PCs"). Heute ist es aufgrund der Exklusivität schon ein bißchen ein Todesurteil für eine Maschine, wenn die ESDI-Platte den Löffel abgibt. Dafür findet sich kaum Ersatz.

  • ESDI war nur in Dinge eingebaut, für die man mindestens eine Niere verkaufen musste, um sie auch nur anfassen zu dürfen. Sun Workstations, HP Server und so Zeug. In "normalen" Desktop-PCs fand sich das kaum (außer vielleicht in ein paar PS/2s von IBM - aber das waren kaum "normale PCs"). Heute ist es aufgrund der Exklusivität schon ein bißchen ein Todesurteil für eine Maschine, wenn die ESDI-Platte den Löffel abgibt. Dafür findet sich kaum Ersatz.

    Du meinst damit die IBM-Variante von ESDI. Es gibt aber auch noch ein ESDI das aussieht wie ST-506, und da gab es z.B. von Compaq und Olivetti massig 386 und 486 PCs und Server, die das hatten. Ja, billig waren die auch nicht.

  • ESDI war nur in Dinge eingebaut, für die man mindestens eine Niere verkaufen musste, um sie auch nur anfassen zu dürfen. Sun Workstations, HP Server und so Zeug. In "normalen" Desktop-PCs fand sich das kaum (außer vielleicht in ein paar PS/2s von IBM - aber das waren kaum "normale PCs"). Heute ist es aufgrund der Exklusivität schon ein bißchen ein Todesurteil für eine Maschine, wenn die ESDI-Platte den Löffel abgibt. Dafür findet sich kaum Ersatz.

    Du meinst damit die IBM-Variante von ESDI. Es gibt aber auch noch ein ESDI das aussieht wie ST-506, und da gab es z.B. von Compaq und Olivetti massig 386 und 486 PCs und Server, die das hatten. Ja, billig waren die auch nicht.

    ESDI sah eigentlich elektrisch immer und überall aus wie ST-506 - Nur hat IBM für die PS/2-Modelle in einem Anfall von Wahn? - Zu lange zu "kompatibel" gewesen, dass man der Ansicht war, nicht mehr "kompatibel" sein zu müssen? Was man sich damals bei IBM gedacht hat, ist schwer zu nachzuvollziehen) kurzerhand einen neuen Stecker dafür entwickelt. Mit einem einfachen Adapter kann man auch "normale" ESDI-Platten anschließen.


    Bei den Platten könnte man das vielleicht sogar noch nachvollziehen, denn eine ESDI-Platte läuft nicht an einem MFM- oder RLL-Controller, obwohl die Anschlüsse mechanisch passen (da war IBM vielleicht sogar ein bisschen "schlauer" als der Rest des Marktes, allerdings war das, als PS/2 rauskam, eigentlich schon etabliert), bei z.B den Floppy-Laufwerken aber überhaupt nicht.

  • Ich kann halt nur sagen, dass ich dutzende MFM, 2 RLL und genau eine ESDI bisher in den Händen hätte. Daran habe ich deren Häufigkeit einfach mal abgeschätzt.



    Im "Scheibenkleister" ist MFM vs. RLL im Detail zerpflückt worden. Das Buch habe ich nur gerade nicht greifbar.

    Auch dieses Buch steht/stand noch bei der Frau, wo ich das ATari-Zeug abgeholt hatte. EIn wenig bereue ich es nicht auch die Bücher in der Sommerhitze in den überfüllten Transporter gepackt zu haben.

  • EIn wenig bereue ich es nicht auch die Bücher in der Sommerhitze in den überfüllten Transporter gepackt zu haben.

    Solltest du auch. Hardware ist wesentlich leichter nochmal zu beschaffen als Literatur aus der Zeit.

    Aber du bist halt kein Sammler.

    Naja, wenn du 9 Kubikmeter Hardware bei 30°C ums Haus herum geschleppt, eingepackt und im Transporter verstaut hast, relativ alleine, weil die Begleitung Drama macht...

    Auch aus Verkäufersicht hätte ich mir das geben sollen, was da für Preise aufgerufen werden.

    Nö, ich arbeite nur gerne damit und erfreue mich an Reparaturerfolgen.

    Gesammelt werden hier nur Ersatzteile/Baugruppen bis zum geht nicht mehr ;)

  • Den Scheibenkleister gibts halt nicht online, weil einer der Autoren sich dagegen stellt, und ich habe ja schon viele Fachbücher gelesen, aber der Scheibenkleister stellt sie fachlich und didaktisch einfach alle in den Schatten. Obwohl das Buch rund um den Atari ST geschrieben wurde, lohnt es sich für alle, die an Disketten und Festplatten interessiert sind, egal welches System sie haben. Und nebenbei bekommt man schon alleine wegen diesem Buch Bock auf einen ST. Nebenbei auch für Anhalter-Fans Pflichtlektüre!