Entwicklungsumgebung für Signetics 2650

  • Hallo,


    im Herbst möchte ich einen Signetics-Assemblerkurs machen. Ich habe vor kurzem diesen Selbstbau-Einplatinenrechner erworben. Da ich außer diesem aber "nur" noch eine Interton VC4000 als Originalhardware habe, wird es mit dem Kurs etwas schwierig.


    Ich frage mich, ob es vielleicht einen Emulator oder eine Online-Entwicklungsumgebung für den Prozessor gibt, mit der man assemblieren kann und/oder die opcodes dort reinladen kann. Ob und wie das bei dem Emulator "WinArcadia" funktioniert, habe ich noch nicht rausfinden können.


    Ich habe umfangreiche Literatur - vor allem etliches zum "Instructor 50" - den hätte ich sehr gern als Emulator!


    Kann mir jemand weiterhelfen?


    µP

  • Hi.


    WinArcadia (V20.1) hat jetzt aufgrund unserer Info's die Emulation des Selbstbaucomputers mit eingebaut!
    Instructor 50 unterstützt er ebenfalls.
    Ob und wie man da z.B Codeteile laden kann müßte ich aber auch erst nachsehen..
    Ich gehe aber davon aus.. und falls nicht kann man den Entwickler kontaktieren..


    Ich konnte Testroutinen zur Graka hiermit einwandfrei übersetzen:
    VACS 2650 Cross Assembler V1.24a



    Gibts im Netz oder ich sende dir ein ZIP..


    Peter

  • ich sende dir ein ZIP


    Das wäre nett. Ich finde irgendwie nur Amiga-Programme mit dem Titel.

  • Hi.


    Hättest du auch auf meine Webseite gefunden: petersieg.bplaced.com
    Aber hänge ich hier an, da ist dann auch die aktuelle graka.asm drin..


    asm.exe ist der Assembler. Einfach starten, dann fragt er den Rest ab.


    Gruß Peter

  • Im kommenden Semester (ab Oktober) fange ich einen vierteiligen Signetics-Assembler- und -Entwicklerkurs an.


    Der Kurs soll offen für alle Interessierten sein; diejenigen, die nicht wöchentlich vor Ort sein können, können via Stream und/oder Podcast passiv teilnehmen.


    Es gibt schon eine Facebook-Gruppe (zum Informationsaustausch u.a. mit damaligen Software-Entwicklern):
    https://www.facebook.com/groups/392123604238327/


    Und einen Moodle-Kurs mit Materialien, wo dann auch die wöchentliche Dokumentation erfolgt:
    http://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=55020


    Interessierte melden sich kurz bei mir, damit ich Einladungen/Passwort weitergeben kann.


    µP

  • Grundsätzliches Interesse hätte ich, aber ich kann natürlich nie vor Ort sein und bin strikter Facebook-Verweigerer.


    Wenn das kein k.o.-Kriterium ist, bin ich virtuell dabei.


    Gruß
    Thomas

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    Ich bin immer auf der Suche nach Ersatzteilen und Elekronikrestposten.
    Bitte an mich denken, wenn Ihr über Angebote stolpert!

  • Sehr schön! Wir werden versuchen das mal so aufzuziehen, dass es auch ohne ständige Anwesenheit möglich ist. Das Zugangspasswort zum Moodle--Kurs schicke ich dir gleich mal per PN. Falls du noch Dokumente o.a. hast, die man da hochladen könnte, wäre ich erfreut.

  • Gestern habe ich einen 600 DIN-A4-Seiten umfassenden Kurs von Signetics bekommen. Den habe ich gerade gescannt und jetzt eine ca. 26 MB große OCRte Fassung davon auf meiner Festplatte. Wohin darf ich den hochladen? :)

  • warum nicht hier als Dateianhang? Geht das nicht, ist das zu gross?

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  • warum nicht hier als Dateianhang? Geht das nicht, ist das zu gross?


    Na, wenn der Upload solche Größen zulässt: 2650-Kurs.pdf

  • Ich liebe alte technische Dokumentation. Vielen Dank!


    Gruß
    Thomas

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    Ich bin immer auf der Suche nach Ersatzteilen und Elekronikrestposten.
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  • Hat der bei dir schon mal funktioniert?


    Bei Win 7 und XP assembliert er zwar artig in 2 Durchläufen, erzeugt aber aus folgendem Programm immer nur 0 Byte große .bin und .hex:


    Code
    1. name adder ; module name
    2. ORG $0500 ; Start address
    3. lodi,r2 05 ; 05h -> R2
    4. lodi,r0 05 ; 06h -> R0
    5. addz r2 ; R0 + R2
    6. wrtd,r2 ; Output
    7. halt ; End


    Die .lst zeigt folgendes:


  • Ja. Hat bei mir unter XP einwandfrei funktioniert. Hatte damit ja das Testrom/Routinen für die Graka erstellt:



    Aus der Erinnerung wüßte ich jetzt keine Besonderheiten mehr.. achte aber auf korrekte Angabe von Hex Werten etc.


    Gruß Peter

  • Ich hab es jetzt noch mal mit dem ZIP von oben versucht. Allerdings wird bei meinem Programm die .bin wieder nur 0 Byte groß.


    Kannst du bitte mal versuchen, was da bei dir heraus kommt? Falls irgend etwas > 0 Byte, gib mir bitte mal die .bin und die .hex.

  • Also:


    1. asm.exe

    Quote

    J:\4_RETR~1\misc\SBC2650\asm50>asm

    Quote

    VACS 2650 Cross Assembler V1.24a by A.C. Verschueren and W.H. Taphoorn.
    Give source filespec: port50

    Quote

    Give object filespec [NUL]: port50

    Quote

    Give list filespec [NUL]: port50

    Quote

    Give options [qerd[c[,:;-.]]ismtnpv1..9] or <CR>:
    Starting First Pass

    Quote

    Starting Second Pass
    18 Source Lines 18 Assembled Lines 527352 Bytes Available
    >>>> No Assembly Errors Detected. <<<<


    2. hex2bin:

    Quote

    J:\4_Retro-Computing\misc\SBC2650\asm50>hex2bin port50.hex

    Quote

    hex2bin v1.0.1, Copyright (C) 1999 Jacques Pelletier

    Quote

    Lowest address = 00000900

    Quote

    Highest address = 00000904
    J:\4_Retro-Computing\misc\SBC2650\asm50>[/code]


    Quote

    EDIT: Was für eine Scheiß Formatierung hat der CODE Tag den hier imForum?!

    Quote

    Warum schluckt er Zeilenumbrüche?


    Erzeugt genau ein bin File mit den Bytes welche aus dem lst File ersichtlich sind..
    Evtl. hatte dir die hex2bin.exe noch gefehlt? Hatte ich mir separat aus dem i-Net gezogen..


    Gruß Peter

  • OK, da war ich wohl zu faul. Ich habe einfach in der DOS-Shell eingegeben:


    Code
    1. asm add.asm -a


    Danke für die Hilfe!

  • Irgendwie komme ich nicht über die 0 Byte hinaus:

  • Einen Hinweis habe ich noch bekommen: Es könnte an den CRs am Zeilenende liegen. Einige Windowsprogramme wollen ja ein LF+CR. Welchen Editor auf welchem System benutzt du?

  • Notepad unter Win XP.
    Die add.hex hat doch schon 0 bytes. Da kannst du dir den Aufruf hex2bin auch sparen.. ;-)
    Anscheinend erkennt er 7 Zeilen.
    Ja, CR+LF sollte evtl. bei einem Assembler der in Turbo Pascal 5 erstellt ist evtl. besser sein.
    ---
    Alternativ sollte auch der Arnold Assembler für 2650 gehen.


    Peter

  • Die add.hex hat doch schon 0 bytes. Da kannst du dir den Aufruf hex2bin auch sparen.. ;-)


    JA JA JA ... :D Ich wollte nur testen, ob das hex2bin überhaupt unter Parallels läuft.


    Quote

    Anscheinend erkennt er 7 Zeilen.
    Ja, CR+LF sollte evtl. bei einem Assembler der in Turbo Pascal 5 erstellt ist evtl. besser sein.


    Was ist der Grund dafür? (Interessehalber)


    Quote

    Alternativ sollte auch der Arnold Assembler für 2650 gehen.


    Hab ich mal runtergeladen. Ich schaue jetzt aber erst mal, ob ich "Notepad++" dazu bringen kann, unterschiedlichen Zeilenende-Codes zu nutzen oder einen anderen Editor finde, der das kann.

  • Quote


    Ja, Notepad++ kann das. Unter "Bearbeiten -> Format Zeilenende" kann man die beliebig hin und her konvertieren.


    Danke! Ich hab das jetzt ein paar mal gemacht.


    Das Problem scheint nicht an der Zeilenend-Codierung zu liegen. Ich hab die jetzt mal von Win in Mac und in UNIX umgewandelt, bekomme aber trotzdem immer 0 Byte .hex.


    Dann habe ich mal ein anderes, wesentlich längeres Programm genommen und es assembliert und siehe da: die .hex hat eine ordentliche Länge.


    Als nächstes habe ich mein Programm mal genommen und die Codezeilen einfach noch ein paar mal darunter kopiert, so dass es nun nich tmehr 7 sondern 57 Zeilen lang ist ... und siehe da: Der Assembler assembliert es.


    Der mag einfach keine zu kurzen .asm. Das ist zwar doof, weil ich natürlich erst mal ein paar Fingerübungen machen möchte, aber kein großes Drama.

  • Im WinArcadia ist übrigens ein Assemblierer integriert und zwar im Debugger-Modul CLI. Dort kann man sich mit "h" die Funktionen anzeigen lassen. Darunter befindet sich auch ein voll Signetics-2650-kompatibler Assemblierer. Laut James Jacobs verfügt er auch über alle wichtigen Pseudo-Opcodes (Label, DB, ORG, ...) sowie über einen nicht-standardisierten "START"-OpCode, mit dessen Hilfe man die Start-Adresse eines Programms definieren kann. (Die angesprungen wird, wenn man beim "Instructor 50" auf RUN oder RST drückt.

  • James hat heute extra nachgelegt:


  • Weiter schreibt er: Wenn er Zugriff auf die Hardware einer VC-4000 bekäme, könnte er den Emulator der Konsole sehr verbessern. Es gibt da offenbar ziemliche Timing-Probleme.


    Jetzt frage ich mich, ob man vielleicht mit Vereinsmitteln die Entwicklung von WinArcadia unterstützten könnte, um James eine VC-4000 und ein paar Module zu kredenzen?