Ein paar Fragen zum Schneider von einem Neuling

  • Hallo!


    Ich hätte in paar Fragen und ich denke, ich bin hier in der richtigen Community dafür gelandet :)
    Hab bereits schon das Forum durchsucht, aber bin für meine Fragen noch nicht auf passende Antworten gefunden. Falls es dennoch bereits einen Thread für sowas gibt, dann bitte ich das zu entschuldigen!


    hier meine Fragen:


    1. Ich bin ja begeisterter Zocker und würde den CPC gern für Spiele nutzen. Ist es denn ratsamer sich einen 6128 anzuschaffen oder reicht auch ein 464 dafür aus?
    2. Ich hab gesehen, dass es auch CPC Rechner mit externem Netzteil gibt, die man ja auch an normalen Röhren TVs anschließen kann. Sind die besonders teuer oder könnte man auch einen "normalen" Rechner dementsprechend modden um ihn an einem Fernseher nutzen zu können?


    3. Da ich momentan auf der Suche nach einem Rechner bin. Gibt es besondere Dinge auf die ich achten sollte?


    Vielen Dank schon mal für jegliche Antworten eurerseits! :)

  • Hi, leider kann ich Dir nicht direkt weiterhelfen, da ich Schneider/Amstrad erst ab EuroPC, bzw. PC512 kenne, aber wenn Du wirklich einen CPC besorgst, dann zieh dir dieses Demo auf der Kiste rein, das ist der absolute Hammer! => https://www.pouet.net/prod.php?which=56761


    http://www.youtube.com/watch?v=dqjZNnjNu3Y

  • 1. Ich bin ja begeisterter Zocker und würde den CPC gern für Spiele nutzen. Ist es denn ratsamer sich einen 6128 anzuschaffen oder reicht auch ein 464 dafür aus?


    Hier kommt es darauf an, wie du die Spiele auf den CPC bringen möchtest. Der CPC 464 hat keinen Floppycontroller und benötigt deshalb eine Erweiterungskarte (DDI-1) um Diskettenlaufwerke ansprechen zu können. Die ist aber schwieriger zu bekommen. Wenn für dich also Kassetten ausreichen, würde der CPC 464 für dich wahrscheinlich auch ausreichen. Solltest du aber irgendwann mit Disketten arbeiten wollen (mit den 3" Disketten, mit einem externen 3.5" Laufwerk oder mit dem HxC Floppy Emulator), würde ich dir auf jeden Fall einen CPC 6128 empfehlen.
    Der 6128 ist mittlerweile auch der quasi Standard für die Demoszene.


    2. Ich hab gesehen, dass es auch CPC Rechner mit externem Netzteil gibt, die man ja auch an normalen Röhren TVs anschließen kann. Sind die besonders teuer oder könnte man auch einen "normalen" Rechner dementsprechend modden um ihn an einem Fernseher nutzen zu können?


    Der MP-1 / MP-2 Modulator setzt das RGB Signal des CPCs auf ein RF Signal für den Fernseher um. Die Qualität ist dabei eher bescheiden. Mittlerweile gibt es bei eBay aber Scart Kabel, die man an den CPC anschliessen kann. Die sollen ein besseres Bild liefern, allerdings habe ich damit keine Erfahrungswerte. Ich habe bei mir einen CGA-VGA Konverter im Einsatz, der, bis auf einige Demos, ganz gut funktioniert (Connect the CPC to a VGA Display). Sowohl beim Kabel, als auch beim CGA-VGA Konverter, muss man sich noch ein Netzteil für den CPC besorgen (bspw. ein PC Netzteil).


    3. Da ich momentan auf der Suche nach einem Rechner bin. Gibt es besondere Dinge auf die ich achten sollte?


    Eigentlich sind die CPCs mehr oder weniger unkaputtbar :), aber ich würde dennoch von einem Kauf eines CPCs absehen, bei dem von vornherein schon steht, dass er nicht getestet werden konnte. Sollte nur das Diskettenlaufwerk nicht funktionieren, ist meist der Laufwerksriemen hinüber. Den zu wechseln ist aber kein Problem.

  • Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen :)
    Außer vielleicht noch dies:
    - Es gibt einige wenige Spiele, die auf dem 6128 einen erweiterten Funktionsumfang haben
    - Wenn du nicht nur zocken willst, ist der 6128 dank der größeren TPA unter CP/M die bessere Wahl
    - Der Footprint des 6128 auf dem Schreibtisch ist kleiner
    - Nachteil: Es gibt einige kleine Kompatibilitätsproblene, zum Beispiel beim Basic


    Fazit: Auf jeden Fall 6128 nehmen, gerne stilecht mit Farbmonitor


    Hab viel Spaß!


    PS: Ich sollte meinen Schneider auch mal wieder aufbauen und ne Runde Sorcery spielen ...

  • Eigentlich sind die CPCs mehr oder weniger unkaputtbar


    Mach einen Bogen um den 664. Der hat billigste Tastaturfolien, die in den seltensten Fällen noch gut funktionieren.

  • Erstmal danke für die vielen hilfreichen Antworten! Zumindest weiß ich jetzt schon mal besser bescheid.


    Meine Frage kam deshalb, weil ich vielleicht nen 464 mit externen Netzteil und nem RGB Kabel an der Hand hätte, bzw. vielleicht bekommen könnte. Aber bin mir eben unsicher, weil der 6128 ja wahrscheinlich die bessere Wahl wäre.


    Wie robust sind eigentlich die Disketten selber? Vom C64 weiß ich, dass die quasi ewig halten, bei den 3,5" Disketten ist leider das Gegenteil der Fall. Wie sind da eure Erfahrungen?

  • Also wenn du einen 464 an der Hand hast, prima. Ich würde aber ein 3-Zoll-LW dazu nehmen.
    Bei Disketten ist eine pauschale Aussage schwer. Ich habe zu Hause etwa 300 Stück, von den bestenfalls 10 oder 15 teilweise defekt (eine Seite) sind. Aber da hat sicher jeder seine eigenen Erfahrungen gemacht.

  • Ist denn das Diskettenlaufwerk wirklich so wichtig? Ich meine, man sieht die meisten Spiele auf eBay ja meist auf Kassette und wie ich mal gelesen hab, sind die 3 Zoll Disketten mittlerweile sauteuer und nicht mehr so einfach zu bekommen.


    zuse
    Falls ich besagten Rechner bekommen würde, könnt ich dir ja dabei helfen, ein wenig Platz zu schaffen ;)

  • Nun, einer der Unterschiede zwischen Kassette und Diskette ist ja die Ladezeit. Ein anderer die Datensicherheit. Da liegt die Floppy bei beidem deutlich vorn.

  • Ein anderer die Datensicherheit. Da liegt die Floppy bei beidem deutlich vorn


    Naja, das wäre diskutabel.
    Beides basiert auf magnetisierten Datenträgern wabbeliger Art.
    Letzten Endes kommt es vor allem auf die Lagerung und Umwelteinflüsse an.


    Disketten, die ich im Winter mehrere Tage auf der eiskalten Fensterablage eines Wintergartens vergessen hatte waren nicht mehr lesbar.
    Bei Disketten, die vor knapp 30 Jahren in einen kalten und feuchten Keller versenkt wurden liegt die Datenauslesequote bei vielleicht noch 20%
    Andere Disketten und Kassetten, die ihr jahrzehntelanges Dunkeldasein in einem kuscheiigen Büroschrank verbracht haben waren zu 100% lesbar.


    Einzig der mechanische Verschleiß könnte bei Kassetten durch Abspielen/Spulen größer Sein, wobei hier - wie bei Disketten auch - das Trägermaterial eine große Rolle spielt, ob es sich irgendwann auflöst, weil es durch Kosteneinsparungen einige mµ dünner ist als Qualitätsband.


    Dazu kommt die Problematik der Vormagnetisierung, wobei viele Hersteller von Datasetten einfach einen "Kompromisswert" nehmen (Eisenband).
    Ist die Vormagnetisierung allerdings schlecht, halten auch die Daten nicht sehr lange.


    Das ist auch das Problem bei alten 3.5" HD-Disketten, weil hier die Magnetisierung durch die auf die Oberfläche bezogene extreme Schreibdichte technisch bedingt sehr schwach ausgeprägt ist und daher durch externe Einflüsse schneller geschädigt werden kann.


    Ich schweife ab. Anderes Buch, anderes Kapitel.

  • Vielleicht hilft meine (völlig unwissenschaftliche) Einschätzung bei der Genese einer nachhaltigen Intersubjektivität:
    :tanz: :lol:



    Ich finde, dass Disketten die Daten um so besser behalten, je "luftiger" sie beschrieben sind. Deshalb halten Apple-ProDos Disketten mit 143 kb vielleicht länger als dichter gepackte 1,44 MB 3.5-Zoll Scheiben.


    Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht. Aber mit 180kb pro Seite (40 Spuren) sind die Schneider-Disketten ebenfalls sehr "luftig".


    Ein weiterer Vorteil: Die CPC-Disks sind vergleichsweise fix, kein Vergleich also mit dem 1541-Laufwerk von Commodore.


    Ich würde mit die Mühe mit den Bändern nicht machen
    :prof:

  • Zur Datensicherheit muss ich folgendes anmerken:
    ALLE meine CPC Kassetten, egal ob Original oder selbst beschrieben, funktionieren wie am ersten Tag! (und das obwohl diese sogar jahrzehntelang auf einem unisolierten Speicher gelegen haben = Schweinekalt im Winter und Affenheiß im Sommer..)
    Bei den 3" Disketten sieht es da ganz anders aus, leider! Ca. 50% Ausfallquote! (und diese lagen nicht auf dem Speicher, sondern waren sauber im Schrank eingelagert)

  • Ich meinte mit der Datensicherheit (eine schlechte Wortwahl) weniger die Haltbarkeit als die Menge an Schreib-Lese-Problemen, die ich bei Kassetten viel häufiger erlebe als bei Disketten.

  • Kann ich auch so bestätigen. Bei Disketten habe ich den Eindruck, dass sie, durch die geringere Schreibdichte, ziemlich lang halten. Mir sind bisher nur sehr, sehr selten Disketten ausgefallen. Bei Kassetten kann ich das nicht so genau sagen - dafür müsste ich meinen 464 mal wieder aufbauen und meine Kassetten mal wieder testen. Hier kann es auch vorkommen, dass sich der Tonkopf mal dejustiert.
    Wenn man einen Kassettenadapter an den CPC anschliesst, kann man auch einen Turbo-Loader (z.B. OTLA) verwenden. In diesem Video sieht man, wie schnell man darüber ein Spiel / Snapshot vom PC laden kann:
    http://www.youtube.com/watch?v=zOk5wY9pMhg.


    Vom 664 würde ich auch die Finger lassen. Die Tastaturfolie ist wirklich etwas hakelig. Ich habe mal eine Folie bei meinem gewechselt und die neue ist leider auch schon wieder hinüber. Ersatzteile sind dafür auch nur schwer zu bekommen.


  • wo bekomme ich denn einen solchen Adapter?


    Du kannst entweder so was benutzen (für CPC 464): Universeller KFZ-Kassette-Adapter mit 3,5-mm-Klinkenstecker Stereo-Retractable Cable DLV2402 CPA-9
    oder für den CPC 664/6128 sowas (wobei das von Mono noch auf Stereo gebracht werden müsste: Schneider CPC 664 / 6128 Kassettenrekorder-Kabel.