Hilfe zur Triumph Adler TA10

  • Hi folks


    ich habe mir ein neues Projekt angelacht - eine Triumph Adler TA10
    (Bilder meiner Maschine folgen später - ein paar allgemeine Infos gibts auf meiner webseite )


    Die TA10 war ein mehr oder weniger frei programmierbare Abrechnungscomputer der MDT aus den Anfängen der 70er.
    Da TA über 30.000 Exemplare davon verkaufte sprachen sie auch vom "Volkscomputer" (doch, doch, schon vor den Brotkästen von Commodore!).
    Die Teile hatten eine diskrete CPU aus TTL Chips, PROM (E-PROM?) "Firmwware"/ "Betriebssystem"/ "OS"/ Programme und einen MOS Laufzeitspeicher.
    Der Programmspeicher mit 512/ 1024 Befelhlen war nicht gerade groß...
    Je nach Modell, waren die Programme auf CompactCassetten oder PROM Modulen untergebracht.


    Ich will diesem Teil nun irgendwie wieder Leben einhauchen. Dazu habe ich mir folgende Aufgaben definiert.
    - Bestandsaufnahme des aktuellen Systems
    - Feststellung des Modells ((Schub-) Fach hinter der sich die Software befindet ist verschlossen), davon abhängig Feststellung der aktuellen Programme/ Software
    - Inbetriebnahme des aktuellen Systems (so weit möglich ohne Kenntnis der aktuellen Software)
    - möglicherweise Reparatur
    - Verstehen
    - Implementierung eigener Programme
    - je nach verwendetem Programmspeicher - beschreiben möglicher Medien (MB Cassette, 1702 E-PROM,...?)
    - Eventuell auch Implementierung eines TA10 Emulators


    Nun habe ich leider bis auf ein paar Brochüren keinerlei Unterlagen zur TA10.
    Deshalb die Frage an alle hier im Forum - habt Ihr
    - technische Unterlagen/ Schaltpläne/ Service oder Wartungspläne, die Ihr mir kopieren oder überlassen könnt
    - Erfahrung oder Ahnung der Schaltung der TA10 und Lust mir zu helfen
    - Hardware der TA10, die Ihr loswerden wollt
    - Programmierunterlagen, Befehlsverzeichnis o.ä., die Ihr mir kopieren oder überlassen könnt
    - Beispielprogramme (Papier, Cassette, .bin ...), die Ihr mir kopieren oder überlassen könnt
    - Erfahrung oder Ahnung der Programmierung der TA10 und Lust mir zu helfen
    - Erfahrung oder Ahnung von Magnetkonten und Lust mir zu helfen
    - Tips, Kommentare, andere Hilfen...


    Mich interessieren auch noch Infos zur TA100 oder auch TA1000 in jedweder Form...


    Rainer

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    Suche Rechentechnik aus Deutschland, bzw. Computer Deutscher Hersteller - z.B.

    ANKER, AKKORD, CTM (CTM 70, CTM 9000, CTM 9032), DIEHL/ DDS, DIETZ, FEILER, ISE,
    HOHNER GDC, KIENZLE, KRANTZ, NIXDORF, OLYMPIA, PCS/CADMUS, RUF, SALOTA, S.E.I.,
    SIEMAG, SIEMENS, TAYLORIX, TRIUMPH ADLER - TA, WAGNER, WALTHER, WANDERER,...

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  • Ruf doch einfach mal an:


    Pressekontakt:


    TA Triumph-Adler AG
    Karl Rainer Thiel
    Leiter Unternehmenskommunikation & PR
    Südwestpark 23
    D-90449 Nürnberg
    Tel.: +49 (0) 9 11/ 68 98 -3 51
    E-Mail: krt@ta.ag


    Ich habe immer gute Erfahrungen gemacht mit Presseleuten. Zumal Du doch
    vor hast, deren Firmengeschichte am Leben zu erhalten ?!


    Stefan

  • vielen Dank für den Tip.


    An TA hatte ich mich schon gewandt und wurde dort and Frank Lämmel (Medienbüro) verwiesen, der mich mit seinem Buch versorgt hat und einige Brochüren über TA Produkte eingescannt hat.
    Somit brauche ich mich nicht um die Firmengeschichte kümmern, wohl aber um TA Computer.
    Leider hat Herr Lämmel nichts an technischen oder programmiertechnischen Unterlagen...


    ich werde mich aber noch an Herrn Thiel wenden!

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  • Nachtrag:


    Leider existieren keine aktiven Mailadressen krt@ta.ag, krt@ta-ag.de, krt@triumph-adler.de, krt@triumph-adler.com.


    Snif :S

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  • Nachtrag:
    Leider existieren keine aktiven Mailadressen krt@ta.ag, krt@ta-ag.de, krt@triumph-adler.de, krt@triumph-adler.com.


    Laut Internet hat er letzten Juli Triumph Adler verlassen:
    http://www.balaton-zeitung.inf…t-ta-triumph-adler-12789/


    Laut der Seite kannst Du ihn wie folgt erreichen und fragen, wer bei Triumph Adler sein Nachfolger ist:


    Kontakt:
    Die Marke
    Karl Rainer Thiel
    Tönisvorst
    47918 Tönisvorst
    4915221791670
    krt@diemarke.net
    http://www.diemarke.net

  • Vielen Dank für die neue Adresse. Ich habe meine Anfrage an Herrn Thiel geschickt.


    Ich bin mir aber nicht sicher, ob TA aus dieser Zeit noch Unterlagen hat...


    Vilelleicht sollte ich mich mehr darauf konzentrieren noch existierende Zeitzeugen zu finden...?

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  • Vom MOS-Betriebssystem der Alphatronic P2 hatte ich seinerzeit eine Dump gemacht und "händisch" disassembliert (hatte zunächst gedacht, dass das hilfreich beim Erstellen meines Kopierprogramms sein könnte) - wenn ich den TA10 mal als einen Vorläufer der P2 betrachte, gibt es u.U. strukturelle Ähnlichkeiten zwischen den Betriebssystemen, so dass der disassemblierte Code der P2 zusammen mit anderen Unterlagen der P2 (ich denke, dass da "Ajax" (Björn) einiges beisteuern könnte) vielleicht bei einem " Reverse Engineering" der Betriebssystem-Routinen der TA 10 hilfreich sein könnte (wenn TA dazu nichts liefern kann und dies notwendig wird). Voraussetzung wäre natürlich, dass wenigstens eine Befehlsliste der diskreten CPU und ein Dump des ROMs zur Verfügung stünde.


    Meld' Dich einfach, falls ich diesbezüglich helfen kann.


    Sollte gar ein Reverse Engineering der Hardware notwendig werden, würde es mich durchaus reizen,
    die CPU-Baugruppe "auseinander zu nehmen"!

  • vielen Dank für Deine Antwort!


    ich denke, dass ich in jedem Fall einen DUMP machen werde(n muss) - da ich das noch nie gemacht habe schon mal vielen Dank für Dein Angebot zur Hilfe!


    Von der PDP-8 her kenne ich das, daß das Instruction Set "hardcoded" innerhalb der TTL Struktur der CPU zu finden ist und das "OS" direkt im Maschinecode implementiert ist. Bei der PDP-8 hat man den Lochstreifen Loader als ersten Code mit den Schaltern in den Speicher die Maschine gehackt (10-20 Befehle), der konnte dann wiederum (über den Lochstreifen Leser oder ne Teletype) die Programme laden. Die PDP-8 hatte also kein ROM.


    Bei der TA10 gibt es glaube ich auch kein richtiges OS, die zu benutzenden Programme dürften im Maschinecode implemetiert gewesen sein und dann in PROM Bausteinen zur Verfügung gestellt worden sein.
    Die TA10 hatte in der Grundausstattung zwei PROMs (ich glaube vom Typ 1702), andere Typen hatten 4 PROMs und zusätzliche PROMs auf Cartridges oder ein MB Cassetten Laufwerk (dies bräuchte dann ein eigenes Stück Ansteuerungssoftware).


    Ich kann zwar alte E-PROMs auslesen und brennen, aber die 1702 waren wohl so krude, dass sie nicht dabei sind. (Hab im Netzt schon Anleitungen zum Brennen von den Teilen gefunden, vielleicht klappts ja auch mit dem Auslesen...?)
    Hat jemand von Euch Erfahrung mit den Teilen?


    Also sollte ich als erstes rausfinden, was für ne Maschine ich habe, welche und wieviele PROM Bausteine drin sind, und dann die nächsten Schritte überlegen.


    Ob uns die Architektur der Alphatronic hilft (die hatten doch schon Intel Prozessoren drin?), wage ich zu bezweifeln - in jedem Fall wäre es aber - wie Du schon gesagt hast - wichtig die Befehle der TA10 zu kennen...

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  • Hi horniger,


    um den Inhalt der PROMs braucht man sich im Moment glaub' keine Gedanken machen (da muss man eh damit rechnen, dass etliche Bits umgekippt sind) - zunächst müsste man schauen, ob eine Befehlsliste auffindbar ist, wenn nicht, ob wenigstens Schaltpläne zu bekommen sind. Ohne Schaltpläne wird man nicht umhin kommen, den Schaltplan aus der vorhandenen Hardware zu erstellen (Reverse Engineering), um daraus dann durch Analyse, insbesondere der CPU Baugruppe, wieder die Befehlsliste zu gewinnen.


    Um parallel zur Suche nach Unterlagen (die wohl öfters mit Warten auf Antworten einhergeht) u.U. schon was für den Fall der Fälle (Reverse Engineering) tun zu können, wäre es vielleicht sinnvoll, die Baugruppen mal hochauflösend zu fotografieren (so dass man größtenteils die IC-Typen erkennen kann) , um schon mal die notwendigen Datenblätter suchen zu können.


    Gruss Udo

  • Hi


    um die PROMs brauche ich mir keine Sorgen zu machen, weil ich keine hab... (ansonsten gebe ich Dir recht, über so lange Zeit sind E-PROMs nimmer so zuverlässig)
    Weil:
    ich habe einer der späteren TA10 - nämlich ne TA10/4. Die hatte - wenn ichs richtig geschnallt habe - gar keine interne Software mehr, sondern nur noch zwei Cartridge Slots, die bei mir natürlich leer sind. (dafür mehr Speicher...?)
    Daher sollte ich unbedingt an die Schaltpläne kommen, wahrscheinlich muss ich mir da selber was basteln - mit den Modulen...


    Ich versuche mal bis heute abend (sonst die nächsten Tage) Bilder von der TA10 und deren Boards zu machen - vielleicht fällt Dir/Euch ja schon was dazu ein...

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  • Wenn das PROM kein OS, sondern direkt das Applikationsprogramm enthält, würd' ich eh über einen PROM-Emulator nachdenken.
    Wird zwar sicherlich nicht einfach zu machen sein, da das 1702 ja wirklich mit beknackten Spannungen arbeitet - da wird man
    zweimal (Input und Output) Pegelwandlungen vornehmen müssen, erspart sich dafür den PROM-Brenner und kann die Programme
    schnell austauschen.
    Man wird mit so einem Emulator gleich sämtliche PROMs auf einmal emulieren, um den Interface-Aufwand nicht für jedes PROM
    extra machen zu müssen.


    Warst Du der Käufer?
    http://www.ebay.de/itm/Triumph-Adler-TA-10-Terminalcomputer-Originalgerat-70er-Jahre-/281264053864?pt=Antike_B%C3%BCrotechnik&hash=item417ca4de68
    Wenn nicht, könnte ich versuchen, den über den Verkäufer zu kontaktieren.

  • Ich bin mir da nimmer so sicher. Meine TA10 ist ne TA10/4 und hat keinerlei E-PROMS.


    Die Software (mit oder ohne OS) konnte über zwei Cartridges ("PROM Cassetten") gesetzt werden. Leider habe ich keine einzige Cartridge, also muss ich suchen oder wahrscheinlich mir selber welche bauen... - dann wenigstens mit MEINER Software und nicht irgendwelchem Fakturier- oder Abrechenkram... ich denke es ist das, was Du mit PROM-Emulator meinst...?

    Quote

    Jepp, das ist meine TA10, der Verkäufer will sich bei mir melden, falls er noch irgendwelche Doku oder anderes findet.


    Ich hab jetzt mal Bilder gemacht und auf meine website gepackt. Sie sind unter http://www.horniger.de/computer/ta/ta10_2.html zu finden

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  • Ich hab jetzt mal Bilder gemacht und auf meine website gepackt. Sie sind unter http://www.horniger.de/computer/ta/ta10_2.html zu finden

    Um damit zu arbeiten, sind die Bilder wohl zu ungleich ausgeleuchtet - falls es also notwendig wird, den Schaltplan selbst zu erstellen, wirst Du nochmal ran müssen. Ich würde dann neben der Vollansicht auch immer nur die Viertel eines Boards fotografieren, jeweils gleich mit der Rückseite (mit ca. 1 oder 2 cm Überlappung) - ein größerer Teil des Schaltplans könnte dann als "Distributed-Projekt" erstellt werden, ohne dass die Boards physisch vorhanden sein müssen - natürlich müssten sich dann weitere Mitglieder finden, die einen Teil der Arbeit übernehmen. Anfangen sollte man dann allerdings mit den Backplanes.


    Hast Du schon irgendwelche Rückmeldungen erhalten, ob noch Dokumentation zu bekommen ist?
    Ein Reverse Engineering dürfte nämlich deutlich aufwendiger werden, als von mir zunächst vermutet - die Zeile "... arbeitete bereits mit den ersten integrierten Schaltkreisen von Texas Instruments ..." hatte mich annehmen lassen, dass die TA 10 rund 2 Jahre nach erscheinen der Nova von Data General auch mit der 74181 ALU arbeitet, dem ist aber wohl nicht so, wenn ich Deine Bilder korrekt überfolgen habe - da waren wohl nur die Gatter, Flip-Flops, etc. der 74er Serie gemeint. Damit fehlt wohl das zentrale Element, von dem aus man die Schaltung hätte "dechiffrieren" können.

  • Nachdem ich mal so einen Viertelausschnitt eines Deiner Bilder etwas genauer inspiziert habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass für eine Schaltplan-Rückgewinnung
    von jedem Viertel wenigstens drei Bilder zur Verfügung stehen sollten - eines direkt aus der Senkrechten, und jeweils eines ausserhalb der Senkrechten, auf der dann die unteren Pinreihen der ICs, bzw. die oberen Pinreihen der ICs gut zu sehen sind - wird dennoch gerade bei der Bauteileseite recht schwer werden.

  • Hab' mal ein paar Ausschnitte angehängt.
    Recht wenige Leitungen lassen sich schon mit der jetzigen Auflösung, wenn die Pins "direkt" angefahren werden, in einen Schaltplan umsetzen.
    Beim Gros der Leitungen ist, zumindest bei der vorhandenen Auflösung, nicht exakt auszumachen, ob die Leitungen Verbindung zu einem bestimmten Pin haben, weil die Leitungen die Pins seitlich anfahren (endweder, weil die Leitungen unter dem IC weiterführen, oder eine Eigenheit des Layouters).

  • Vielen Dank für die große Mühe, die Du Dir schon mit der CPU machst!


    Ich habe aber die Hoffnung nicht aufgegeben noch Unterlagen zu finden!


    Ich denke aber mit ordentlicher Beleuchtung könnte ich genug aussagekräftige Photos machen, manchmal hilft es auch die Platine zu durchleuchten um beide Leiterbahnen von beiden Seiten zu erahnen.
    Oder wie Du sagts mehrere Blickwinkel (da hier die "Chips" in gleicher Flucht plaziert sind wird eine Totale von oben (1), und dann für jeden Quadranten je von einer Seite schräg auf die Bauteile (8) reichen ... + Rückseite (1) also zehn Bilder pro Platine...) - oder?


    Nicht ganz sicher bin ich, ob das Design des Rechners auch von Otto Müller stammt (wie das der TA1000) - vielleicht bekomme ich da noch Informationen...

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  • Gucke mir gerade "als Fingerübung" den Schaltplan der CPU der PDP-8/E an. Hat auch keine 74181 als ALU, aber trotzdem weniger Chips als die fast drei hundert der TA10.
    Das wird HEFTIG!

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  • Im Moment mache ich mir nur ein paar Gedanken, wie man so ein Projekt am besten angehen könnte, wenn keine weiteren Unterlagen zu bekommen sind - zu viel Zeit will ich noch nicht investieren, solange noch die Chance besteht, Unterlagen zu erhalten.
    Und ohne weitere Mitstreiter wird so ein Reverse Engineering Projekt nicht zu stemmen sein!


    Und bezüglich der Fotos - ich würde mit 18 Stück anfangen (Totale Vorder- und Rückseite,
    und von jedem Viertel die Rückseite und von der Vorderseite drei unter verschiedenen Winkeln).

  • Nur so als Tipp.
    Der Weg ist das Ziel.
    Soll heißen, ich halte es für sehr wichtig die einzelnen Schritte der Bemühungen in einer Art (elektronischem) Tagebuch
    mitzuschreiben (Neudeutsch: blog). Daraus kommen absolut lesenswerte und Interessante Geschichten..
    Und ja..manchmal läuft sowas über Jahre.. und es kommt nicht unbedingt das dabei heraus.. was man anfangs dachte.


    Beispiel: Cray-1 Emulator und die Suche nach Software:
    http://www.chrisfenton.com/homebrew-cray-1a/
    http://modularcircuits.tantoso…/articles/the-cray-files/


    Weiter machen bitte..
    Gerne empfehle ich die Tipps hier zur Erst-Inbetriebnahme:
    http://www.robotrontechnik.de/
    .. und dann Service - Reparaturen


    Viel Spaß und Erfolg!


    Peter

  • vielen Dank an Euch beide für die Ideen zur Herangehensweise zu diesem Projekt.


    "Der Weg ist das Ziel" trifft die Sach recht gut. Es soll ja nicht nur Arbeit sein, sondern auch Spass machen!
    Auch wenn ich lieber mit Schaltplan an die Sache hernagehen würde, bin ich mir sicher, dass mir auch das Reverse Engineering Spass machen würde (wird?).
    Mit wievielen Mitstreitern das geht, und wer dazu Lust hat, wird sich noch zeigen...


    Die Idee eines Blogs finde ich klasse. Sowohl für etwaige Helfer, aber auch für Außenstehende könnte das interessant werden.


    So wird mein Arbeitsplan fürs erste wie folgt aussehen:


    Beschaffung von Informationen

    • Herr Lämmel (versucht schon Leute zu kontaktieren)
    • Otto Müller (hab mir erstmal das Buch seiner Frau besorgt, mal schaun, ob das technisch genug ist, um zu verstehen, ob er die TA10 (mit) entwickelt hat)
    • Otto Müller (ich versuche ihn auch selbst zu erreichen - kann jemand helfen?)
    • andere Foren (habt Ihr Vorschläge?)
    • ehemalige Programmierer, Techniker, Service Leute auftreiben
    • andere Quellen... (habt Ihr Vorschläge?)


    Dokumentation des bestehenden Systems

    • CPU Frame Netzteil
    • CPU Frame Backplane
    • CPU Frame Boards,... (wie schon ein paar Zeilen weiter obern beschrieben)

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    Edited once, last by horniger ().

  • Wenn das (http://de.wikipedia.org/wiki/O…er_%28Computer-Pionier%29) der gesuchte Otto Müller ist, hat er wohl erst mit der TA1000 zu tun gehabt. Lt. wikipedia erhielt er den Auftrag zur Entwicklung dieses Rechners unmittelbar, nachdem er aus den USA zurück kam (1970). Ich vermute mal, dass sich via info@hyperstone.de ein Kontakt zu ihm herstellen lassen müsste (einfach 'ne Mail an O.M. schreiben und diese mit der Bitte um Weiterleitung an Hyperstone versenden). Alternativ könnte man auch versuchen, den einzigen O.M., den www.dasoertliche.de in Konstanz ausspuckt, einfach anzurufen :-)

  • Ja, genau: selbiger Otto Müller ist gemeint. Ich glaube aber nicht, dass der wiki Artikel wirklich vollständig ist - deshalb versuche ich eben auch in der Richtung mehr zu erfahren.


    Abgesehen davon scheinen auch seine CTM Rechner durchaus interessante Maschinen zu sein - und damit auch eine Recherche wert (z.B. CTM 70, Diehl DS 2000)!


    In der Zeit erschien ein Artikel, in welchem die TA 10 auch Otto Müller zugeschrieben wird:
    http://www.zeit.de/1987/18/der-gefuerchtete-sanierer/seite-3


    Hyperstone hatte ich angemailt, bis jetzt habe ich leider noch keine Antwort erhalten. Wahrscheinlich sollte ich das eher telephonisch versuchen...


    Guter Tip, mal die alt hergebrachten Mittel zu verwenden - manchmal ist der direkte Weg der beste...

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    Edited once, last by horniger ().

  • Meine recherche konzentriert sich im Moment auf die Lektüre des Buchs
    "Glanz und Elend der deutschen Computerindustrie - meine Erfahrungen als High-Tech-Unternehmerin"
    von Ilse Müller, der (Ex) Gattin von Otto Müller.


    Hier wird aber nur vom TA 1000 gesprochen, der 8 Bit Version des CTM 70, leider wird der TA 10 nicht erwähnt.


    Auf der anderen Seite werden viele Personen erwähnt - Vorstände, Ingenieure, Techniker, Programmierer,... von CTM, TA, Nixdorf, DDS (Diehl)...


    So erstelle ich im Moment
    - eine Liste mit Personen, deren Spur ich verfolgen sollte, um möglicherweise nähere Informationen zu erhalten
    - eine Liste mit Fragen, die ich dann diesen Personen konkret stellen kann

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  • Ian (The Count) Garling (http://www.garling.co.nr/) war lt. seines linkedin-Profils (https://www.linkedin.com/pub/ian-the-count-garling/43/774/42) von 1971 - 1973 in Sydney für TA10 and TA100 zuständig - hat leider keine Unterlagen mehr und meint auch wg. der langen Zeit nicht weiterhelfen zu können ("My memory of these devices has also faded."), hat mir aber die Namen seines Support Teams genannt:


    Mr Franco Gori


    Miss Judy Stone


    Miss Nancy Goss


    Mr Claus Klein


    Bei den letzten drei wird es wg. der gewöhnlichen Namen unmöglich sein, die Leute ausfindig zu machen, Franco Gori könnte u.U. mit https://www.linkedin.com/pub/franco-gori/46/1b4/628 identisch sein - hab' allerdings keinen linkedin-Account, und deshalb nicht "weitergebohrt".

  • Unter http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=185&klassId=4&tektId=5439&id=0403 gibt es 9. Bände, die sich mit "Anschaffung und Einsatz des Datenverarbeitungssystems TA 1000 der Fa. Triumph" beschäftigen. Leider werden diese Schriftstücke in nächster Zeit nicht online gestellt ("... sind derzeit nicht für eine Digitalisierung vorgesehen."), so dass sie bestenfalls vor Ort (Lesesaal) hinsichtlich verwertbarem Material durchsucht werden könnten.

  • Hi horniger,


    hab' gestern eine "Einführung in die Programmierung eines MDT-Rechners am Beispiel der TA 1000" überflogen - enthält eine Auflistung der meisten Befehle der TA 1000 (allerdings nicht die zugehörenden OP-Codes) und eine Menge Infos, wie die Peripherie angesprochen wird. Die verwendeten Konzepte kommen sicherlich zu mindest teilweise auch bei der TA 10 zur Anwendung. Ich hab' das Buch zweimal, und werd' Dir eines zukommen lassen (beim Kauf hatte eines auf dem Foto einen andersfarbigen Einband, so dass ich davon ausging, das Buch in zwei unterschiedlichen Auflagen mit zum Teil vielleicht unterschiedlichen Information vor mir zu haben, sind aber identisch).
    Hab' nun auch "MDT-Anlagen in der Praxis: Erfahrungsberichte über Anwendung u. Einsatzmöglichkeiten", den zweiten Band der Reihe "Mittlere Datentechnik" gekauft (gleich wieder zweimal, weil bei diesem Händerl zweimal vorhanden, so dass ich Dir nach dem Eintreffen gleich beide Bände zusenden kann) - wird zwar nicht umbedingt Kongretes zu TA10 und TA 1000 enthalten, aber vielleicht doch Interessantes zur Peripherie - die Denke war damals wohl noch etwas anders - die Peripherie wurde offenbar nicht über Treiber angesprochen, sondern über eigens dafür "eingebaute" Befehle (es könnet allerdings auch sein, dass der Assembler diese Befehle, etwa "name ACS zieladresse,länge" - ACept text from keyboard and Store - doch in einen Unterprogrammaufruf umsetze - dann müssten solche "Macro"-Befehle aber doch in einem PROM vorhanden gewesen oder wenigstens vor einem Programmaufruf in den Speicher geladen worden sein).

  • @article{DBLP:journals/it/Guthmann76,
    author = {D. Guthmann},
    title = {Die TA 1000 als Terminal in on-line-Betrieb},
    journal = {Elektronische Rechenanlagen},
    volume = {18},
    number = {2},
    year = {1976},
    pages = {83-86},
    ee = {http://dx.doi.org/10.1524/itit.1976.18.16.83},
    bibsource = {DBLP, http://dblp.uni-trier.de}
    }


    http://dblp.uni-trier.de/db/journals/it/it18.html#Guthmann76
    http://www.degruyter.com/view/…83/itit.1976.18.16.83.xml


    30EUR für 3 oder 4 Seiten sind mir zu teuer - hat jemand 'ne Idee, wie man an diese Seite (S.83-86) des Jounals "Elektronische Rechenanlagen"
    (Band 18, Heft 2, April 1976) zu einem akzeptablen Preis kommt?